Wenn ein kleines, flauschiges Wunder bei Ihnen einzieht, bringt das immer viel Freude, unzählige lustige Momente und eine enorme Verantwortung mit sich. Eine der ersten und wichtigsten Fragen, die sich frischgebackene Hundebesitzer stellen, ist die nach der richtigen Ernährung. Die Regale der Zoohandlungen sind mit Dutzenden von Marken gefüllt, und es kann wirklich schwierig sein, herauszufinden, welches Welpenfutter das beste ist. Keine Sorge, mit dieser Suche sind Sie nicht allein. Wir verstehen, wie verantwortungsvoll diese Aufgabe ist, und haben deshalb einen umfassenden Leitfaden vorbereitet, mehr dazu hier auf Tvaryny.
Die richtige Ernährung in den ersten Lebensmonaten ist nicht nur Futter – sie ist das Fundament für die Gesundheit Ihres Lieblings für viele Jahre. Genau in dieser Zeit wird der Grundstein für ein starkes Skelett, gesunde Gelenke, scharfe Sehkraft und ein stabiles Immunsystem gelegt. Fehler in der Ernährung können zu Wachstumsproblemen, Allergien und chronischen Krankheiten in der Zukunft führen.
Das Fundament der Gesundheit: Warum ist die Ernährung von Welpen so wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus. Sie würden doch auch keine minderwertigen Ziegel oder brüchigen Zement verwenden, oder? Der Körper eines Welpen ist genau wie dieses Haus, das in einem unglaublichen Tempo wächst. Im ersten Lebensjahr erhöhen einige Rassen ihr Gewicht um das 50- bis 100-fache! Für ein solch intensives Wachstum sind spezielle „Baustoffe“ erforderlich:
- Hoher Proteingehalt: Dies ist der Hauptbaustoff für Muskeln, Organe und ein starkes Immunsystem. Das Protein für Welpen sollte tierischen Ursprungs sein (Huhn, Pute, Lamm, Fisch).
- Das richtige Gleichgewicht von Kalzium und Phosphor: Entscheidend für die Entwicklung von Knochen und Zähnen. Ein Überschuss oder Mangel dieser Mineralien, insbesondere bei großen Rassen, kann zu ernsthaften Problemen mit dem Bewegungsapparat führen.
- Fettsäuren (Omega-3, Omega-6): Notwendig für die Entwicklung des Gehirns, des Nervensystems und der Sehkraft sowie für gesunde Haut und glänzendes Fell.
- Erhöhter Kaloriengehalt: Welpen sind sehr aktiv und verbrauchen viel mehr Energie als erwachsene Hunde. Ihr Futter muss diesen Energiebedarf decken, ohne den Magen zu überlasten.
Trocken, nass oder natürlich: Ein Überblick über die Futterarten
Die Wahl der Futterart hängt von Ihren Möglichkeiten, den Empfehlungen des Tierarztes und natürlich den Vorlieben des Welpen selbst ab. Betrachten wir die Hauptoptionen.
Trockenfutter (Kroketten)
Die beliebteste und praktischste Option. Ein hochwertiges trockenes Welpenfutter ist eine vollwertige, ausgewogene Nahrung, die keine zusätzlichen Ergänzungen erfordert.
- Vorteile: Einfache Lagerung, hilft bei der Reinigung der Zähne von Plaque, Wirtschaftlichkeit, genaue Dosierung.
- Nachteile: Geringer Feuchtigkeitsgehalt (der Welpe muss immer Zugang zu frischem Wasser haben), einige günstige Futtersorten können einen hohen Getreideanteil haben.
Nassfutter (Dosen, Pasteten)
Hunde lieben es wegen seines ausgeprägten Fleischgeschmacks und Geruchs. Es wird oft als Ergänzung zum Trockenfutter verwendet, um den Appetit anzuregen.
- Vorteile: Hohe Schmackhaftigkeit, hoher Feuchtigkeitsgehalt (gut für den Wasserhaushalt), leichter verdaulich.
- Nachteile: Höhere Kosten, trägt nicht zur mechanischen Zahnreinigung bei, muss nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Natürliche Fütterung (BARF-System oder hausgemachte Rationen)
Fütterung mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien und Gemüse. Dieser Ansatz erfordert tiefgreifende Kenntnisse in der Tierernährung und eine obligatorische Beratung durch einen Fachtierarzt für Tierernährung.
- Vorteile: Maximale Transparenz der Inhaltsstoffe (Sie kontrollieren die Zutaten selbst).
- Nachteile: Hohes Risiko eines Nährstoffungleichgewichts (insbesondere Kalzium/Phosphor), Risiko einer Infektion mit Parasiten und Bakterien, erfordert viel Zeit für die Zubereitung. Für Anfänger ist diese Option nicht zu empfehlen.
Wie man Welpenfutter auswählt: Das Etikett richtig lesen

Das ist die wichtigste Fähigkeit. Lassen Sie sich nicht von bunten Verpackungen und Marketingversprechen täuschen. Die ganze Wahrheit steht in der Zutatenliste. Hier ist, worauf Sie zuerst achten sollten.
- Die ersten 3-5 Zutaten. Das ist die Basis des Futters. An erster Stelle sollte eine tierische Proteinquelle stehen: „dehydriertes Hühnerfleisch“, „frisches Lammfleisch“, „Putenfleischmehl“. Vermeiden Sie Futter, bei dem an erster Stelle Mais, Weizen oder „Fleischmehl“ unbestimmter Herkunft stehen.
- Die Proteinquelle. Sie muss klar angegeben sein. „Hühnerfleisch“ ist gut. „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ ist schlecht, weil unklar ist, was genau enthalten ist.
- Die Kohlenhydratquelle. Bessere Optionen sind brauner Reis, Hafer, Gerste, Süßkartoffeln und Erbsen. Sie liefern Energie und sind eine Quelle für Ballaststoffe. Mais und Weizen sind weniger wünschenswerte Zutaten, da sie oft Allergien auslösen.
- Konservierungsstoffe. Wählen Sie Futter mit natürlichen Konservierungsstoffen wie Tocopherolen (Vitamin E) oder Rosmarinextrakt. Vermeiden Sie künstliche Konservierungsstoffe wie BHA, BHT oder Propylgallat.
- Garantierte Analyse. Suchen Sie für Welpen nach folgenden Werten: Rohprotein – 25-32 %, Rohfett – 15-20 %, Kalzium – 1,0-1,5 %, Phosphor – 0,8-1,2 %.
Klassifizierung von Futtermitteln: Was steckt hinter dem Preis?
Bedingt lassen sich alle Futtermittel in Klassen einteilen, was hilft, sich in deren Qualität und Preis zurechtzufinden und Ihr eigenes Ranking für Welpenfutter zu erstellen.
- Economy: Die billigsten. Werden aus Rohstoffen von geringer Qualität hergestellt (Nebenerzeugnisse, Soja, Getreide). Der Nährwert ist gering, die Verdaulichkeit schlecht. Nicht für die dauerhafte Fütterung empfohlen.
- Premium: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Zusammensetzung ist besser als in der Economy-Klasse, enthält in der Regel Fleisch, kann aber auch Getreide enthalten.
- Super-Premium: Hochwertiges Futter. Hergestellt aus Zutaten, die für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Die Basis ist hochwertiges Fleisch, minimaler oder kein Getreideanteil, angereichert mit nützlichen Komponenten (Probiotika, Chondroprotektoren).
- Holistic: Die höchste Klasse. Das Konzept von Holistic-Futter ist eine Ernährung, die so nah wie möglich an der natürlichen Ernährung eines Welpen ist. Enthält mehrere tierische Proteinquellen, ist getreidefrei und mit Beeren, Kräutern und Gemüse angereichert.
Vitamine für Welpen: Wann sind sie wirklich nötig?
Dies ist eine weitere Frage, die Besitzer beunruhigt. Es scheint, als könnten zusätzliche Vitamine nie schaden. Aber das stimmt nicht. Die goldene Regel lautet: Wenn Sie Ihren Welpen mit einem hochwertigen, ausgewogenen Super-Premium- oder Holistic-Futter füttern, sind KEINE zusätzlichen Vitamine erforderlich!
Solche Futtermittel enthalten bereits alle notwendigen Mikro- und Makronährstoffe in den richtigen Proportionen. Die unkontrollierte Zugabe von Vitaminen kann zu einer Hypervitaminose führen – ein Zustand, der nicht weniger gefährlich ist als ein Mangel. Ein Überschuss an Kalzium kann beispielsweise die Skelettentwicklung stören. Geben Sie Vitamine für Welpen daher niemals auf eigene Faust.
Wann können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein?
- Nur auf Anweisung des Tierarztes. Nach einer Untersuchung und eventuell Bluttests kann der Arzt bestimmte Ergänzungsmittel empfehlen.
- Bei natürlicher Fütterung. Hier ist ein Vitamin-Mineral-Komplex zwingend erforderlich und sollte von einem Tierernärungsberater berechnet werden.
- Während der Genesung nach einer Krankheit. Zur Unterstützung des Körpers kann der Arzt spezielle Komplexe verschreiben.
- Für Welpen sehr großer Rassen. Manchmal werden ihnen Chondroprotektoren (Glucosamin, Chondroitin) zur Unterstützung der Gelenke während des intensiven Wachstums verschrieben, aber auch hier – nur auf Anraten eines Spezialisten.
Praktische Tipps: Richtig füttern

Das Futter auszuwählen ist die halbe Miete. Es ist auch wichtig, den Fütterungsprozess richtig zu organisieren.
- Halten Sie einen Fütterungsplan ein. Füttern Sie den Welpen zur gleichen Zeit. Bis zu 4 Monaten – 4-5 Mal am Tag, von 4 bis 6 Monaten – 3-4 Mal, nach 6 Monaten – 2-3 Mal.
- Überfüttern Sie nicht. Orientieren Sie sich an der Fütterungstabelle auf der Verpackung, aber passen Sie die Portion je nach Aktivität und Zustand Ihres Lieblings an. Übergewicht bei einem Welpen bedeutet eine übermäßige Belastung für die Gelenke.
- Stellen Sie das Futter nur schrittweise um. Mischen Sie über 7-10 Tage das neue Futter unter das alte und erhöhen Sie langsam den Anteil des neunen Futters. Dies hilft, Verdauungsstörungen zu vermeiden.
- Sorgen Sie für ständigen Zugang zu frischem Wasser. Besonders wenn Sie Trockenfutter füttern.
- Füttern Sie nichts vom Tisch. Menschliche Nahrung ist für einen Hund zu fettig, salzig und gewürzt. Außerdem sind einige Lebensmittel für sie sogar giftig.
Checkliste: Tabu-Lebensmittel für Welpen
- Schokolade (besonders dunkle)
- Weintrauben und Rosinen
- Zwiebeln und Knoblauch
- Xylit (Zuckerersatzstoff, in Kaugummi und Süßigkeiten enthalten)
- Alkohol
- Röhrenknochen (von Huhn, Kaninchen)
Fazit: Mit Liebe und Verstand auswählen
Die Wahl des Welpenfutters ist eine wichtige Investition in seine Zukunft. Sparen Sie nicht an der Ernährung, denn die Behandlung von Krankheiten, die durch falsche Ernährung verursacht werden, wird am Ende viel teurer.
Die wichtigsten Schritte zum Erfolg sind einfach:
- Wählen Sie ein Futter, bei dem Fleisch an erster Stelle der Zutatenliste steht.
- Lernen Sie, das Etikett zu lesen und vermeiden Sie schädliche Inhaltsstoffe.
- Experimentieren Sie nicht mit Vitaminen – vertrauen Sie auf hochwertiges Futter und Ihren Tierarzt.
- Beobachten Sie den Zustand und das Wohlbefinden Ihres Lieblings.
Denken Sie daran, das beste Futter ist das, was perfekt zu Ihrem Welpen passt und ihn aktiv, fröhlich, mit glänzendem Fell und einem gesunden Appetit macht. Ihre Liebe und Fürsorge, kombiniert mit der richtigen Wahl, werden Ihrem kleinen Freund ein glückliches und langes Leben schenken.
