Der Eurasier ist ein reiner Familien- und Begleithund, für den vor allem Geborgenheit und eine freundliche Atmosphäre zu Hause zählen, statt Arbeitsleistung oder Wachdienst. Sie werden zum Schatten ihres Besitzers und begleiten ihn überallhin, wo es nur mglich ist. Diese Rasse wurde erst vor relativ kurzer Zeit gezüchtet, hat es aber bereits geschafft, die Herzen vieler Hundeliebhaber in Europa zu erobern. Diese Hunde sind wahre, treue Freunde, die ständigen Kontakt und Aufmerksamkeit brauchen – und das Wichtigste für sie ist die Wärme und Zärtlichkeit menschlicher Hände. Erfahren Sie mehr auf Tvaryny.
Der Eurasier: Kurzportrait und Rassemerkmale

Der Eurasier: Kurzportrait und Rassemerkmale · 8
| Ursprungsland | Deutschland |
|---|---|
| FCI-Anerkennung | 1973 (Standard Nr. 291) |
| Lebenserwartung | 11–13 Jahre (manchmal bis 15) |
| Widerristhöhe (Rüden) | 52–60 cm |
| Widerristhöhe (Hündinnen) | 48–56 cm |
| Gewicht (Rüden) | 23–32 kg |
| Gewicht (Hündinnen) | 18–26 kg |
| FCI-Gruppe | Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 5 (Asiatische Spitze und verwandte Rassen) |
Wie sieht ein Eurasier aus: Detaillierte Beschreibung

Der Eurasier ist ein harmonisch gebauter, mittelgroßer Hund vom Spitztyp mit Stehohren und dem charakteristischen „Lächeln“. Er sollte nicht zu schwerfällig wirken wie ein Chow-Chow, aber auch nicht zu leicht. Eleganz gepaart mit Substanz – das ist der Schlüssel zum Verständnis des Exterieurs dieser Rasse.
Kopf und Fang
Der Kopf hat eine Keilform, sowohl von oben als auch von der Seite betrachtet. Der Schädel ist breit, aber nicht übermäßig, die Stirn flach mit einer deutlich ausgeprägten Furche. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist sichtbar, aber sanft und nicht abrupt. Der Fang ist kräftig, nicht spitz, und seine Länge entspricht in etwa der des Schädels.
- Nase: Der Nasenschwamm ist mittelgroß und immer schwarz.
- Lippen: Trocken, straff anliegend und schwarz pigmentiert.
- Zunge: Dies ist ein besonderes Merkmal. Die Zunge kann rosa, komplett blau-schwarz (das Erbe des Chow-Chow) oder gefleckt (rosa mit blauen Flecken) sein. Alle Varianten sind laut Standard zulässig.
- Augen: Dunkel, mittelgroß, mit leicht schrägem (mandelförmigem) Schnitt. Der Blick ist intelligent, lebhaft und freundlich. Die Lidränder müssen schwarz sein.
- Ohren: Dreieckig, stehend, mittelgroß mit abgerundeten Spitzen. Sie sind breit angesetzt (etwa eine Ohrenbreite Abstand).
Körper und Gliedmaßen
Der Hals ist muskulös, mittellang und geht fließend in den ausgeprägten Widerrist über. Der Rücken ist fest, gerade und hervorragend bemuskelt. Der Brustkorb ist oval, tief und reicht bis zu den Ellbogen. Die Rute des Eurasiers ist sein Stolz. Sie ist hoch angesetzt, buschig behaart und wird in der Bewegung über dem Rücken gerollt oder leicht seitlich gebogen getragen.
Fell und Farben des Eurasiers
Das Fell ist mittellang und doppelt: Es besteht aus dichter, weicher Unterwolle und etwas härterem Deckhaar. An Fang, Ohren und der Vorderseite der Läufe ist das Haar kurz. An der Rückseite der Vorderläufe befinden sich „Federn“, an den Hinterläufen üppige „Hosen“. Am Hals bildet das Fell eine mäßige Mähne, die jedoch nicht so massiv sein darf wie beim Chow-Chow.
Zulässige Farben: Der Rassestandard erlaubt fast alle Farben und deren Kombinationen. Am häufigsten sind: rot, wolfsgrau (gewolkt), schwarz, schwarz-marken und falben. Nicht zulässige Farben: Reinweiß, weiß gescheckt und leberfarben (braun). Weiße Abzeichen (z. B. an der Brust) sind nicht erwünscht, aber kleine Flecken kommen manchmal vor.
Interessante Fakten über die Rasse
- Der Eurasier ist die jüngste offiziell anerkannte deutsche Hunderasse.
- In Deutschland wird die Zucht streng von Vereinen (KZG, EKW, ZG) kontrolliert. Welpen kann man oft nicht „sofort“ kaufen, man muss sich auf Wartelisten setzen lassen.
- Alle Eurasier haben von Natur aus kaum „Hundegeruch“, selbst wenn das Fell nass ist.
- Im Gegensatz zum Chow-Chow haben Eurasier keine Atemprobleme und sind bewegungsfreudiger.