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Charakter der Rasse Labradoodle

Eine lockige Labrador-Pudel-Kreuzung, 1989 in Australien als haararmer Blindenführhund entstanden: kontaktfreudig, klug und meist mit wenig Haar in der Wohnung. Eine Rasse ist sie nicht — kein Kynologenverband führt einen Standard oder ein Zuchtbuch dafür, und die Papiere gehören entweder den Elterntieren oder den privaten Registern ALAA und WALA. Die Hypoallergenität ist durch Messungen nicht belegt; die Schwachstellen sind die Ohren, das Gewicht und ein Fell, das nie aufhört zu wachsen.
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Labradoodle
Verhaltensbewertungen
Familie 5.0 Kinder 5.0 Für Anfänger 4.0 Erziehung 4.5 Energie 4.0 Bellen 3.0 Jagdtrieb 3.5
Eignung
Wohnung · bedingt Kinder Katzen Andere Hunde Für Anfänger
Vorteile
Kontaktfreudig und menschenbezogen: weniger Aggression und Angst als der Pudel auf 6 von 12 C-BARQ-Skalen
Wenig Haar in der Wohnung — Fleece- und Wool-Fell haaren laut Standard nicht
Klug und arbeitswillig; beide Elternrassen sind Gebrauchshunde
Der Felltyp lässt sich per DNA-Test vorhersagen (drei Gene)
Verbände, die vor der Verpaarung Gesundheitsuntersuchungen beider Elterntiere verlangen
Nachteile
Weder von der FCI noch vom AKC oder dem Canadian Kennel Club anerkannt; der britische Klub lässt nur das Activity Register zu
Die Hypoallergenität ist durch Can-f-1-Messungen nicht belegt
Die Ohren sind eine belegte Schwachstelle: Otitis externa bei 17,71 % gegenüber 7,30 % aller Hunde
Verträgt Alleinsein schlecht — auf der Skala Trennungsprobleme schlechter als der Labrador
Das Fell wächst ununterbrochen und verfilzt direkt an der Haut
Die Merkmale sind in der F1 und besonders in der F2 unvorhersehbar

Erziehung: klug heißt nicht, dass er sich selbst erzieht

Labradoodle — Erziehung und Sozialisierung

Der häufigste Fehler eines neuen Besitzers besteht darin, „hohe Intelligenz“ als „wenig Arbeit“ zu lesen. In der Praxis heißt es, dass der Hund unerwünschte Gewohnheiten genauso schnell aufnimmt wie erwünschte. Die Verhaltensdaten liefern Details: geringere Trainierbarkeit als beim Labrador und höhere Erregbarkeit beschreiben einen jugendlichen Labradoodle, der kooperieren will, dem es aber schwerer fällt, herunterzufahren — und die erhöhte nicht-soziale Angst bedeutet, dass frühe Arbeit an Geräuschen, Untergründen und neuen Orten nicht aufgeschoben gehört.

  • Positive Verstärkung. Harte Methoden funktionieren hier nicht: Die Rasse ist empfindlich für den Tonfall, und Anschreien stoppt das Lernen eher, als dass es beschleunigt.
  • Abwechslung. Monotones Wiederholen eines Kommandos langweilt sie binnen Minuten. Die Pudelhälfte verlangt, dass die Aufgabe sich ändert.
  • Frühe Sozialisierung — und Geräuscharbeit gesondert. Freundlichkeit gegenüber Menschen ist hier meist angeboren; Gelassenheit gegenüber Staubsauger, Aufzug oder Feuerwerk muss bewusst aufgebaut werden.
  • Alleinbleiben ab der ersten Woche. Trennungsprobleme sind die Skala, auf der der Labradoodle schlechter abschneidet als der Labrador. Kurze Abwesenheiten, ein eigener ruhiger Platz und undramatische Rückkehr legen die Gewohnheit an, bevor das Problem entsteht.
Vollständiges Rasseprofil → Labradoodle: Gesundheit und Risiken, Ernährung, Fotos
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