Erziehung: klug heißt nicht, dass er sich selbst erzieht

Der häufigste Fehler eines neuen Besitzers besteht darin, „hohe Intelligenz“ als „wenig Arbeit“ zu lesen. In der Praxis heißt es, dass der Hund unerwünschte Gewohnheiten genauso schnell aufnimmt wie erwünschte. Die Verhaltensdaten liefern Details: geringere Trainierbarkeit als beim Labrador und höhere Erregbarkeit beschreiben einen jugendlichen Labradoodle, der kooperieren will, dem es aber schwerer fällt, herunterzufahren — und die erhöhte nicht-soziale Angst bedeutet, dass frühe Arbeit an Geräuschen, Untergründen und neuen Orten nicht aufgeschoben gehört.
- Positive Verstärkung. Harte Methoden funktionieren hier nicht: Die Rasse ist empfindlich für den Tonfall, und Anschreien stoppt das Lernen eher, als dass es beschleunigt.
- Abwechslung. Monotones Wiederholen eines Kommandos langweilt sie binnen Minuten. Die Pudelhälfte verlangt, dass die Aufgabe sich ändert.
- Frühe Sozialisierung — und Geräuscharbeit gesondert. Freundlichkeit gegenüber Menschen ist hier meist angeboren; Gelassenheit gegenüber Staubsauger, Aufzug oder Feuerwerk muss bewusst aufgebaut werden.
- Alleinbleiben ab der ersten Woche. Trennungsprobleme sind die Skala, auf der der Labradoodle schlechter abschneidet als der Labrador. Kurze Abwesenheiten, ein eigener ruhiger Platz und undramatische Rückkehr legen die Gewohnheit an, bevor das Problem entsteht.



