Charakter: Temperament und Verhalten

Der Braque Saint-Germain ist ein Hund mit einem außergewöhnlich ausgeglichenen und sanften Charakter. Er vereint die Leidenschaft der Jagd mit erstaunlicher Zärtlichkeit und Loyalität gegenüber seiner Familie. Dies macht ihn nicht nur zu einem erstklassigen Jäger, sondern auch zu einem wunderbaren Familienmitglied.
Loyalität und Zuneigung: Diese Rasse ist sehr menschenbezogen. Sie bauen eine starke Bindung zu ihrem Besitzer und der gesamten Familie auf. Sie möchten so viel Zeit wie möglich mit Menschen verbringen und an allen Familienaktivitäten teilnehmen. Einsamkeit vertragen sie schlecht und können unter Trennungsangst leiden, wenn sie längere Zeit allein gelassen werden.
Umgang mit Kindern: Dank ihrer Geduld und Sanftheit kommen Braque Saint-Germain hervorragend mit Kindern aus. Sie werden zu unermüdlichen Spielpartnern und zuverlässigen Beschützern. Wie bei jeder Rasse ist es jedoch wichtig, Kindern den richtigen und respektvollen Umgang mit dem Hund beizubringen.
Beziehungen zu anderen Tieren: Mit anderen Hunden sind sie in der Regel gesellig und konfliktfrei. Eine frühe Sozialisierung hilft ihnen, den richtigen Umgang mit Artgenossen zu lernen. Was andere Haustiere (Katzen, Nagetiere, Vögel) betrifft, so ist hier Vorsicht geboten. Die Jagdinstinkte können die Oberhand gewinnen, daher sollten sie von klein auf und unter strenger Aufsicht an andere Haustiere gewöhnt werden.
Intelligenz und Gehorsam: Dies sind sehr intelligente Hunde, die schnell lernen. Sie wollen ihrem Besitzer gefallen, was den Erziehungsprozess angenehm und effektiv macht. Ihre sensible Natur verträgt jedoch keine Grobheit und keine harten Erziehungsmethoden.
Wacheigenschaften: Der Braque Saint-Germain ist ein schlechter Wachhund. Er kann durch Bellen auf die Ankunft eines Fremden aufmerksam machen, aber seine freundliche Natur erlaubt es ihm nicht, Aggressionen gegenüber Menschen zu zeigen. Er würde einen Eindringling eher ablecken, als ihn zu erschrecken.
Erziehung und Sozialisierung

Braque Saint-Germain sind intelligente und lernfähige Schüler, aber ihre Ausbildung hat ihre Besonderheiten. Ihre Sensibilität erfordert Geduld, Konsequenz und die Anwendung positiver Verstärkungsmethoden. Schreien, körperliche Bestrafung und Härte sind inakzeptabel - dies kann das Vertrauen des Hundes für immer untergraben und ihn ängstlich oder stur machen.
Frühe Sozialisierung ist der Schlüssel zur Erziehung eines ausgeglichenen und selbstbewussten Hundes. Von frühester Kindheit an sollte der Welpe an verschiedene Menschen, andere Tiere, Geräusche, Orte und Situationen gewöhnt werden. Dies hilft, die Entwicklung von Ängsten und Aggressionen in der Zukunft zu vermeiden.
Die Grundlage des Trainings sollten spielerische Methoden bilden. Loben Sie den Hund für die korrekte Ausführung von Kommandos, verwenden Sie Leckerlis und Spielzeug als Belohnung. Jagdinstinkte können manchmal in Form von Hartnäckigkeit zum Vorschein kommen, besonders wenn der Hund von einem Geruch fasziniert ist. Es ist wichtig, beharrlich, aber ruhig zu bleiben. Beharrlichkeit bedeutet nicht Härte. Die Trainingseinheiten sollten kurz und interessant sein, damit der Hund die Konzentration nicht verliert.
Vor- und Nachteile der Rasse
Vorteile:
- Wunderbarer Familienhund: Sanft, geduldig, loyal.
- Kommt gut mit Kindern aus: Wird ein ausgezeichneter Spielkamerad.
- Hohe Intelligenz: Lernt leicht, möchte gefallen.
- Gute Gesundheit: Bei richtiger Pflege keine wesentlichen Probleme.
- Minimale Fellpflege: Benötigt keine aufwendige Pflege.
- Universeller Jäger: Effizient im Feld und im Wasser.
Nachteile:
- Braucht sehr viel Bewegung: Nicht geeignet für inaktive Menschen.
- Nicht für das Stadtleben geeignet: Fühlt sich am wohlsten in einem Haus mit Garten.
- Verträgt Einsamkeit schlecht: Kann Trennungsangst entwickeln.
- Starke Jagdinstinkte: Kann Kleintiere verfolgen.
- Sensible Natur: Reagiert schlecht auf Grobheit und Schreien.
- Seltene Rasse: Es kann schwierig sein, einen Welpen zu finden.


