Charakter: Temperament und Verhalten des Foxterriers

Der Charakter des rauhaarigen Foxterriers ist eine explosive Mischung aus Mut, Neugier und unerschütterlichem Optimismus. Er ist ein extrovertierter Hund, der immer im Mittelpunkt steht und bereit ist, an jeder Aktivität teilzunehmen. Sie sind ihrer Familie unglaublich treu, bewahren aber gleichzeitig eine gewisse Unabhängigkeit bei Entscheidungen, was eine typische Eigenschaft aller Terrier ist.
Die wichtigsten Charaktereigenschaften:
- Furchtlosigkeit. Der Foxterrier ist sich seiner geringen Größe absolut nicht bewusst. Er ist bereit, jeden Gegner herauszufordern, sei es der Dogge des Nachbarn oder ein Nagetier im Garten. Diese Eigenschaft macht ihn zu einem hervorragenden Wachhund, der immer mit lautem Bellen vor Fremden warnt.
- Hohe Intelligenz. Diese Hunde sind sehr klug und lernen schnell. Ihr Verstand wird jedoch von einer gewissen Schlauheit und Eigensinnigkeit begleitet. Wenn das Training langweilig und monoton ist, wird der Foxterrier schnell eine interessantere Beschäftigung für sich finden.
- Jagdinstinkt. Ihr ursprünglicher Zweck – die Jagd – ist tief in ihrer Genetik verankert. Sie haben einen außerordentlich starken Verfolgungsinstinkt. Jedes kleine Tier (Eichhörnchen, Katze, Igel) wird als potenzielle Beute angesehen. Aus diesem Grund sollten sie nicht unbeaufsichtigt mit anderen kleinen Haustieren gelassen werden. Im Gegensatz zu Jagdhunden wie dem Dunker oder dem Sabueso Español, die Beute auf großen Flächen verfolgen, wurde der Foxterrier für die Arbeit direkt im Bau gezüchtet, was eine sofortige Reaktion und Aggression gegenüber dem Wild erforderte.
- Energiegeladen. Er ist ein Hund mit einem eingebauten Dauerantrieb. Er benötigt tägliche, lange und intensive körperliche Belastungen. Ein einfacher Spaziergang an der Leine um das Haus herum ist katastrophal unzureichend. Ohne den nötigen Ausgleich kann der Foxterrier destruktiv werden: Möbel zerkauen, Löcher im Garten graben und ununterbrochen bellen.
- Dominanzneigung. Foxterrier können anderen Hunden gegenüber streitsüchtig sein, besonders gegenüber Hunden des gleichen Geschlechts. Eine frühe und korrekte Sozialisierung ist absolut notwendig, um einen ausgeglichenen und kontrollierbaren Hund zu erziehen.
Vor- und Nachteile der Rasse
Vor- und Nachteile der Rasse · 6
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✅ Hohe Intelligenz und Klugheit: Lernen schnell Neues, wenn man den richtigen Ansatz findet. | ❌ Außergewöhnliche Energie: Benötigen tägliche, intensive körperliche und geistige Auslastung. |
| ✅ Kompakte Größe: Geeignet für die Haltung in einer Wohnung, vorausgesetzt, es gibt genügend Auslauf. | ❌ Neigung zum Bellen: Sind sehr „stimmfreudig“ und reagieren auf jedes Geräusch. |
| ✅ Kaum Haarausfall: Bei richtiger Pflege (Trimmen) bleiben keine Haare auf Möbeln und Kleidung zurück. | ❌ Eigensinnigkeit und Unabhängigkeit: Können für Anfänger im Hundetraining schwierig sein. |
| ✅ Loyalität zur Familie: Hängen sehr an ihren Besitzern und werden großartige Gefährten. | ❌ Starker Jagdinstinkt: Gefährlich für Kleintiere (Katzen, Nagetiere), können auf der Jagd nach Beute weglaufen. |
| ✅ Mutiger Wachhund: Warnt trotz seiner Größe immer vor Gefahren. | ❌ Benötigt professionelle Fellpflege: Das Fell muss regelmäßig getrimmt werden, was Zeit und Geld kostet. |
| ✅ Verspielter und fröhlicher Charakter: Immer bereit für Spiele und Spaß, ein toller Partner für aktive Erholung. | ❌ Mögliche Aggression gegenüber anderen Hunden: Benötigen eine sorgfältige und frühe Sozialisierung. |
Training und Sozialisierung

Das Training eines rauhaarigen Foxterriers ist ein spannender, aber auch anspruchsvoller Prozess, der vom Besitzer Geduld, Konsequenz und Humor erfordert. Dank ihrer hohen Intelligenz sind sie in der Lage, Befehle im Handumdrehen zu lernen, aber ihr angeborener Eigensinn und ihre Unabhängigkeit bedeuten, dass sie Ihre Entscheidungen immer wieder infrage stellen werden.
Wichtige Erziehungsprinzipien:
- Frühe Sozialisierung: Dies ist die wichtigste Phase. Von klein auf muss der Welpe mit verschiedenen Menschen, Geräuschen, Orten und anderen Hunden (erst nach dem vollständigen Impfzyklus) vertraut gemacht werden. Dies hilft dabei, einen ausgeglichenen und selbstbewussten Hund heranzuziehen, anstatt einen aggressiven Raufbold.
- Positive Verstärkung: Strenge Methoden, Schreien und körperliche Strafen sind bei dieser Rasse absolut ineffektiv. Sie führen nur zu Widerstand und Vertrauensverlust. Die besten Ergebnisse erzielt man mit einem Training, das auf Lob, Leckerlis und Spielen basiert.
- Kurze und interessante Einheiten: Foxterrier verlieren schnell das Interesse an monotonen Wiederholungen. Trainingseinheiten sollten kurz (10–15 Minuten), dynamisch und abwechslungsreich sein.
- Konsequenz: Alle Familienmitglieder müssen die gleichen Regeln einhalten. Was heute verboten ist, muss auch morgen verboten sein.
- Hundesport: Dies ist der ideale Weg, die Energie des Foxterriers in die richtigen Bahnen zu lenken. Sie sind erfolgreich in Disziplinen wie Agility, Flyball, Obedience und Coursing.


