Der Jura-Laufhund (Swiss Hound: Jura type), auch bekannt als Bruno de Jura, ist eine von vier Varianten des Schweizer Laufhunds. Dieser elegante und ausdauernde Hund vereint eine leidenschaftliche Jagdnatur mit erstaunlicher Sanftheit und Hingabe im Kreis seiner Familie. Im Gegensatz zu vielen anderen Jagdhunderassen zeichnet sich der Jura-Laufhund durch seine außergewöhnliche Gelehrigkeit und sein sanftes Wesen aus, was ihn zu einem fantastischen Begleiter macht. Er passt sich leicht an das Familienleben an und fühlt sich in einem Haus oder einer Wohnung wohl, solange er ausreichend Bewegung bekommt und die Regeln des Hauses beachtet. Die Kombination aus Arbeitsfähigkeiten, angenehmem Temperament und robuster Gesundheit hat dieser Rasse nicht nur in ihrer Heimat, sondern auch weit darüber hinaus Popularität verschafft. Mehr über diesen einzigartigen Hund erfahren Sie hier auf Tvaryny.
Steckbrief des Jura-Laufhunds

| Rassename | Schweizer Laufhund (Jura-Typ) / Bruno de Jura / Jura-Laufhund |
| Herkunftsland | Schweiz |
| Entstehungszeit | Mittelalter, Standard 1933 festgelegt |
| Typ | Spürhund / Laufhund |
| Lebenserwartung | 11–13 Jahre |
| Größe (Widerristhöhe) | 47–59 cm |
| Gewicht | 15–20 kg |
| Temperament | Sanft, intelligent, treu, leidenschaftlicher Jäger, ruhig im Haus |
| Verwendung | Jagd auf Klein- und Großwild, Begleithund |
| Farbe | Schwarz-lohfarben, Sattel (schwarzer Rücken mit lohfarbenen Abzeichen) |
| Bewegungsbedarf | Hoch |
| Haarverlust | Mittel |
| Fellpflege | Minimal |
Geschichte des Jura-Laufhunds
Die Geschichte der Schweizer Laufhunde reicht weit zurück. Ihre Vorfahren gelangten vermutlich mit den römischen Legionären in die Gegend der heutigen Schweiz (damals Helvetien). Mosaiken, die in Avenches (dem römischen Aventicum) gefunden wurden, zeigen meutenjagende Laufhunde, die den heutigen Schweizer Laufhund-Varianten stark ähneln. Diese Hunde waren unverzichtbare Helfer bei der Jagd auf Hasen, Füchse und gelegentlich auch auf größeres Wild.
Über die Jahrhunderte hinweg entwickelte sich die Rasse in isolierten Alpentälern, was zur Entstehung mehrerer lokaler Typen führte, die sich in Farbe und einigen äußerlichen Merkmalen unterschieden. Der Jura-Laufhund, oder Bruno de Jura, erhielt seinen Namen vom Jura-Gebirgsmassiv, das sich entlang der Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich erstreckt. In dieser rauen, bergigen Region bildeten sich die entscheidenden Rassemerkmale heraus: Ausdauer, ein hervorragender Geruchssinn und die Fähigkeit, unter schwierigen Bedingungen zu arbeiten.
Bereits im 15. Jahrhundert waren Schweizer Laufhunde in Italien wegen ihrer außergewöhnlichen Jagdfähigkeiten hoch angesehen. Im 18. Jahrhundert wurden sie aktiv nach Frankreich exportiert, um dort die lokalen Laufhunderassen zu verbessern. Mit dem Rückgang der Fußjagd und der Verbreitung von Schusswaffen sank jedoch der Bedarf an großen Laufhundmeuten. Die Rasse stand kurz vor dem Aussterben.
Ende des 19. Jahrhunderts setzten sich Enthusiasten für die Wiederbelebung der nationalen Rassen ein. 1882 wurde der erste Standard für jeden der fünf Typen des Schweizer Laufhunds erstellt. Im Jahr 1909 wurden diese Standards überarbeitet, wobei der Thurgauer Laufhund leider bereits verschwunden war. Schließlich, am 22. Januar 1933, wurde ein einheitlicher Standard für die vier heute existierenden Typen des Schweizer Laufhunds festgelegt: den Luzerner Laufhund, den Berner, den Schwyzer und den Jura-Typ. Letzterer ist in zwei Varianten erhalten geblieben, von denen eine, der „St. Hubertus“-Typ, heute extrem selten ist. Er hat übrigens auch Ähnlichkeiten mit dem Griechischen Laufhund.
Erscheinungsbild und Rassestandard

Der Jura-Laufhund ist ein mittelgroßer Hund von kräftigem, aber elegantem Körperbau, der Ausdauer und Noblesse ausstrahlt. Sein Aussehen ist typisch für einen Laufhund, der für eine lange Arbeit auf der Spur geschaffen ist. Er teilt einige Merkmale mit anderen europäischen Laufhunden, wie beispielsweise dem Griechischen Laufhund, doch er besitzt auch einzigartige Besonderheiten.
- Kopf: Lang, schmal, trocken und mit einem edlen Ausdruck. Der Schädel ist leicht gewölbt, ohne Stirnfalten. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist deutlich ausgeprägt.
- Fang: Lang, niemals viereckig. Der Nasenrücken ist gerade oder leicht gewölbt.
- Nase: Die Nasenkuppe ist vollständig schwarz, gut entwickelt und mit weiten Nasenlöchern.
- Ohren: Sehr lang, tief angesetzt, unterhalb der Augenlinie. Sie hängen in eleganten Falten und sind mit dünnem, weichem Fell bedeckt. Die Spitzen der Ohren sind abgerundet.
- Augen: Oval, dunkelbraun. Der Blick ist ruhig, freundlich und leicht melancholisch.
- Körper: Leicht gestreckter Körperbau. Der Hals ist lang, muskulös und elegant. Der Rücken ist kräftig und gerade. Der Brustkorb ist tief und breit, was ausreichend Platz für Herz und Lunge bietet, jedoch nicht tonnenförmig.
- Rute: Mittellang und säbelförmig. Im Ruhezustand herabhängend, bei Bewegung oder Erregung leicht über die Rückenlinie gehoben.
- Fell: Kurz, glatt, dicht und fest anliegend. An den Ohren und am Kopf ist das Fell feiner und kürzer.
- Färbung: Die klassische Färbung des Jura-Laufhunds ist sattelbraun. Das bedeutet, dass der Grundton rötlich oder falbfarben ist, mit einem schwarzen „Sattel“ auf dem Rücken. Auch eine schwarz-lohfarbene Färbung mit rötlichen oder falbfarbenen Abzeichen über den Augen, an den Wangen, der Brust und den Pfoten ist zulässig. Kleine weiße Flecken auf der Brust sind erlaubt.
Charakter und Temperament
Der Charakter des Jura-Laufhunds ist eine seiner attraktivsten Eigenschaften. Er besitzt eine Doppelnatur: Er ist ein eifriger und unermüdlicher Jäger im Feld und zugleich ein ruhiger, sanfter und gehorsamer Begleiter im Haus. Diese Rasse zeigt die für Laufhunde seltene Fähigkeit, mühelos zwischen Jagd- und Ruhemodus umzuschalten.
Familientreue: Der Bruno de Jura ist sehr menschenbezogen und bindet sich stark an seine Familie. Er ist sanft zu Kindern, vorausgesetzt, er wurde richtig sozialisiert, und erträgt ihre Spiele geduldig. Dieser Hund möchte ein vollwertiges Familienmitglied sein und verträgt Einsamkeit oder lange Isolation im Zwinger schlecht.
Intelligenz und Gehorsam: Im Gegensatz zu vielen Laufhunden, die zu Eigenwilligkeit neigen, zeichnet sich der Jura-Laufhund durch seinen Willen aus, seinem Besitzer zu gefallen. Er ist intelligent, lernt Befehle schnell und bereitet in der Regel keine Probleme beim Training. Sein Gehorsam macht ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für Menschen, die einen Jagdhund suchen, der auch ein idealer Familienhund sein kann.
Jagdinstinkt: Sein ursprünglicher Verwendungszweck darf nicht vergessen werden. Der Jura-Laufhund hat einen starken Jagdinstinkt und einen phänomenalen Geruchssinn. Sobald er eine Spur aufgenommen hat, kann er sich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren und Kommandos ignorieren. Deshalb ist es entscheidend, ihn von klein auf an den Befehl „Komm!“ zu gewöhnen und ihn in ungesicherten Bereichen in der Nähe von Straßen nicht von der Leine zu lassen.
Stimme: Wie alle Laufhunde hat der Bruno de Jura eine helle, melodische Stimme (das sogenannte Geläut), die er aktiv bei der Verfolgung von Wild einsetzt. Im Haus bellt er selten, meist um Fremde anzukündigen, aber sein Bellen kann sehr laut sein.
Umgang mit anderen Tieren: Jura-Laufhunde vertragen sich in der Regel gut mit anderen Hunden, da sie historisch in Meuten gearbeitet haben. Ihr Jagdinstinkt kann jedoch eine Gefahr für kleine Haustiere wie Katzen, Kaninchen oder Nagetiere darstellen. Eine frühe und korrekte Sozialisierung kann helfen, diese Neigung abzuschwächen, aber man sollte sich in dieser Hinsicht nie vollständig darauf verlassen.
Pflege und Haltung

Der Jura-Laufhund ist pflegeleicht, hat aber hohe Ansprüche an die körperliche Aktivität. Er fühlt sich sowohl in einem Haus mit großem Garten als auch in einer Stadtwohnung wohl – unter einer einzigen Bedingung: regelmäßige und ausgedehnte Spaziergänge.
- Fellpflege: Das kurze Fell erfordert keine komplizierte Pflege. Einmal pro Woche mit einer Gummibürste oder einem Pflegehandschuh bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen und einen gesunden Glanz zu erhalten, ist ausreichend. Der Fellwechsel ist saisonal und von mittlerer Intensität. Baden sollte man den Hund nur bei Bedarf mit speziellen Shampoos für kurzhaarige Rassen.
- Ohrenpflege: Dies ist der wichtigste Aspekt der Pflege beim Jura-Laufhund. Seine langen Hängeohren sind schlecht belüftet, was ideale Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien und Pilzen schafft. Die Ohrmuscheln sollten wöchentlich inspiziert und mit einer speziellen Lotion von Schmutz und Ohrenschmalz gereinigt werden. Anzeichen einer Infektion (unangenehmer Geruch, Rötung, übermäßiger Ausfluss, Schütteln des Kopfes) erfordern einen sofortigen Tierarztbesuch.
- Krallen und Zähne: Die Krallen sollten alle 3–4 Wochen geschnitten werden, wenn sie sich nicht auf natürliche Weise abnutzen. Regelmäßiges Zähneputzen hilft, Zahnstein und Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen.
- Körperliche Aktivität: Dies ist eine energiegeladene Rasse, die fürs Laufen geschaffen ist. Ein Jura-Laufhund benötigt mindestens 1,5–2 Stunden aktive Spaziergänge pro Tag. Das können Joggingrunden, lange Wanderungen oder Spiele sein. Die beste Beschäftigung für ihn ist die Möglichkeit, auf einem sicheren, eingezäunten Gelände ohne Leine zu laufen, wo er seinen Geruchssinn nutzen kann. Unzureichende Aktivität kann zu destruktivem Verhalten im Haus und zu Gewichtsproblemen führen.
Training und Erziehung
Dank seiner Intelligenz und seines Willens zu gefallen ist der Jura-Laufhund ein gelehriger Schüler. Der Trainingsprozess verläuft in der Regel reibungslos, wenn der Besitzer den richtigen Ansatz findet. Im Gegensatz zu vielen eigenwilligen Laufhunden erkennt der Bruno de Jura die Autorität des Menschen sofort an und zeigt selten sture Selbstständigkeit.
Grundprinzipien des Trainings:
- Frühe Sozialisierung: Machen Sie den Welpen von klein auf mit verschiedenen Menschen, Tieren, Geräuschen und Situationen bekannt. Das hilft dabei, einen selbstbewussten und ausgeglichenen Hund heranzuziehen.
- Positive Verstärkung: Am besten funktionieren Methoden, die auf Lob, Leckerlis und Spielen basieren. Grobheit und körperliche Bestrafung können das Vertrauen zerstören und den Hund ängstlich machen.
- Konsequenz: Alle Familienmitglieder sollten sich an die gleichen Regeln halten. Das hilft dem Hund, schneller zu verstehen, was von ihm erwartet wird.
- Übung des Befehls „Komm!“: Dies ist der wichtigste Befehl für einen Laufhund. Beginnen Sie das Training an einem ruhigen Ort und steigern Sie allmählich den Schwierigkeitsgrad. Belohnen Sie den Hund immer großzügig, wenn er zu Ihnen zurückkommt.
Dieser Hund ist eifrig bei Spielen und ein interessanter Gefährte. Hundesportarten wie Fährtenarbeit (Nasenarbeit) oder Coursing helfen ihm, seine natürlichen Instinkte zu befriedigen und die Bindung zum Besitzer zu stärken.
Gesundheit und typische Krankheiten
Jura-Laufhunde sind im Allgemeinen eine gesunde und robuste Rasse mit einem starken Immunsystem. Wie jede Rasse haben sie jedoch eine gewisse Veranlagung für bestimmte Krankheiten.
| Krankheit | Beschreibung | Prävention und Symptome |
|---|---|---|
| Ohreninfektionen (Otitis) | Das häufigste Problem aufgrund der Ohrenstruktur. Schlechte Belüftung schafft ein feuchtes und warmes Milieu für Bakterien und Pilze. | Prävention: Regelmäßige Ohrenreinigung. Symptome: Der Hund schüttelt den Kopf, kratzt sich an den Ohren, es treten Ausfluss und unangenehmer Geruch auf. |
| Hüftdysplasie | Eine genetische Erkrankung, bei der der Oberschenkelkopf nicht richtig in die Gelenkpfanne passt. | Prävention: Auswahl von Welpen von seriösen Züchtern, Gewichtskontrolle, moderate Belastung während des Wachstums. Symptome: Lahmheit, Schwierigkeiten beim Aufstehen, „Kaninchenhoppeln“. |
| Magendrehung | Ein lebensbedrohlicher Zustand, bei dem sich der Magen verdreht und den Abfluss von Gasen und Nahrung blockiert. Tritt häufiger bei Hunden mit tiefem Brustkorb auf. | Prävention: Fütterung kleiner Portionen 2–3 Mal pro Tag, Vermeidung von körperlicher Anstrengung direkt nach dem Fressen. Symptome: Unproduktives Erbrechen, aufgeblähter Bauch, Unruhe. |
| Nephrose | Eine Nierenerkrankung, die erblich bedingt sein kann. | Prävention: Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen und Urinanalysen, besonders bei älteren Hunden. Symptome: Erhöhter Durst, häufiges Urinieren, Gewichtsverlust. |
Fütterungsempfehlungen

Die richtige Ernährung ist der Schlüssel zu Gesundheit und Langlebigkeit eines aktiven Laufhunds. Die Ration sollte ausgewogen sein und dem Alter, dem Gewicht und dem Aktivitätsniveau des Hundes entsprechen.
Die Basis der Ernährung – Protein: Für eine Jagdrasse ist der Verzehr von hochwertigem tierischem Protein entscheidend. Als Quellen eignen sich mageres Fleisch (Rind, Pute, Huhn), Innereien (Herz, Leber, Pansen). Es lohnt sich, die Fleischsorten abzuwechseln, um den Appetit zu steigern. Knochen sollten nur roh, weich und unter Aufsicht gefüttert werden.
Kohlenhydrate und Ballaststoffe: Die Ration sollte durch Getreide (Buchweizen, Reis) sowie Gemüse (Karotten, Kürbis, Zucchini) und Grünzeug ergänzt werden. Sie sind eine Energiequelle und verbessern die Verdauung.
Fertigfutter: Wenn Sie sich für Trockenfutter entscheiden, wählen Sie Marken der Premium- und Super-Premium-Klasse für aktive Hunde mittlerer Rassen. Die Zusammensetzung eines solchen Futters sollte ausgewogen sein, und an erster Stelle der Zutatenliste sollte Fleisch stehen. Die Kosten für qualitativ hochwertiges Trockenfutter liegen in der Regel zwischen 50 und 80 Euro für einen 12-kg-Sack.
Wichtig: Überfüttern Sie den Hund nicht. Übergewicht belastet Gelenke und das Herz-Kreislauf-System zusätzlich. Stellen Sie immer sicher, dass frisches Trinkwasser zugänglich ist.
Vor- und Nachteile des Jura-Laufhunds
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Sanftes und liebevolles Wesen im Haus, verträgt sich gut mit Kindern. | Sehr hoher Bedarf an körperlicher Aktivität, nicht für inaktive Menschen geeignet. |
| Hohe Intelligenz und gute Lernfähigkeit. | Starker Jagdinstinkt, kann weglaufen, wenn er eine Spur aufnimmt. |
| Familientreue, menschenbezogen. | Benötigt eine sichere Umzäunung auf dem Grundstück. |
| Robuste Gesundheit und Ausdauer. | Anfällig für Ohreninfektionen, was regelmäßige Pflege erfordert. |
| Pflegeleichtes Fell. | Kann laut sein (helles Bellen). |
| Ausgezeichneter Jagdhund mit exzellentem Geruchssinn. | Kann Interesse an kleinen Haustieren zeigen. |
Die vier Typen des Schweizer Laufhunds
Der Jura-Laufhund ist nur einer von vier offiziell anerkannten Typen des Schweizer Laufhunds. Alle teilen eine gemeinsame Herkunft und einen ähnlichen Standard, unterscheiden sich jedoch in der Färbung, was auf ihre Zucht in verschiedenen Regionen der Schweiz zurückzuführen ist.
- Jura-Laufhund (Bruno de Jura): Hat eine sattelbraune oder schwarz-lohfarbene Färbung. Gilt als der außerhalb der Schweiz verbreitetste Typ.
- Berner Laufhund: Immer dreifarbig – weiß mit schwarzen Flecken (oder einem schwarzen Sattel) und lohfarbenen Abzeichen.
- Luzerner Laufhund: Hat eine einzigartige „blaue“ Färbung, die durch eine Mischung aus schwarzen und weißen Haaren (Tüpfelung) entsteht, mit schwarzen Flecken. Dies erzeugt einen bläulichen Schimmer.
- Schwyzer Laufhund: Weiß mit rot-orangen Flecken oder einem Sattel.
Trotz der unterschiedlichen Farben haben alle vier Typen das gleiche Temperament, die gleichen Arbeitsqualitäten und Haltungsanforderungen.
Interessante Fakten über die Rasse
- Der Name „Bruno de Jura“ bedeutet wörtlich aus dem Französischen und Deutschen übersetzt „Brauner aus dem Jura“, was auf die typische Färbung und den Herkunftsort hinweist.
- Es gab einen weiteren, massigeren Typ des Jura-Laufhunds – den St. Hubertus-Typ, der dem Bloodhound ähnelte. Heute gilt er als praktisch ausgestorben.
- Jura-Laufhunde sind bekannt für ihre Fähigkeit, auf einer „kalten Spur“ zu arbeiten, das heißt, einer Spur zu folgen, die das Wild schon vor vielen Stunden hinterlassen hat.
- Dank ihrer Ausdauer können diese Hunde stundenlang Wild verfolgen und dabei unermüdlich schwieriges Gebirgsgelände überwinden.
- Trotz ihres jagdlichen Verwendungszwecks werden Bruno de Juras in vielen europäischen Ländern, insbesondere in Frankreich und den USA, aufgrund ihres wunderbaren Charakters immer häufiger als reine Begleithunde gehalten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Eignet sich der Jura-Laufhund für das Leben in einer Wohnung?
Ja, aber nur, wenn der Besitzer bereit ist, ihm täglich lange und aktive Spaziergänge (mindestens 1,5–2 Stunden) zu ermöglichen. Ohne ausreichende Bewegung wird der Hund leiden und könnte anfangen, Dinge im Haus zu zerstören.
Verliert der Jura-Laufhund viel Fell?
Sein Haarverlust ist moderat und verstärkt sich zweimal im Jahr während des saisonalen Wechsels. Regelmäßiges Bürsten hilft, diesen Prozess unter Kontrolle zu halten.
Ist diese Rasse laut?
Auf der Jagd sind sie sehr laut. Im Haus sind sie deutlich ruhiger, können aber laut bellen, um Besucher anzukündigen oder auf ungewöhnliche Geräusche zu reagieren. Es ist keine „stille“ Rasse.
Ist der Jura-Laufhund leicht zu trainieren?
Ja, im Vergleich zu anderen Laufhunden lassen sie sich recht leicht trainieren. Sie sind intelligent und wollen ihrem Besitzer gefallen. Der Jagdinstinkt wird jedoch immer eine Herausforderung darstellen, weshalb der Befehl „Komm!“ besondere Aufmerksamkeit erfordert.
Wie verträgt sich der Jura-Laufhund mit Kindern?
Normalerweise sehr gut. Es sind sanfte und geduldige Hunde. Wie bei jeder Rasse sollte das Zusammenspiel zwischen Hund und kleinen Kindern jedoch immer von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden.
