Charakter und Temperament

Der lebenslustige Belgische Griffon ist in erster Linie ein Gesellschaftshund. Er vergöttert seinen Besitzer und ist bereit, ihm wie ein „Schwänzchen“ zu folgen. Dank seiner natürlichen Beobachtungsgabe und Klugheit spürt ein solches Haustier die Stimmung im Haus fein und weiß, wann der günstige Moment gekommen ist, sich auf den Schoß des Besitzers zu kuscheln. Er braucht menschliche Aufmerksamkeit und Zuneigung sowie neue Eindrücke.
Anhänglichkeit und Trennungsangst
Griffons sind sehr menschenbezogen. Sie wählen oft ein Familienmitglied als „ihre“ Person und schenken ihm den Löwenanteil ihrer Liebe. Die Kehrseite dieser Anhänglichkeit ist die Neigung zu Trennungsangst. Diese Hunde vertragen das Alleinsein schlecht. Sie eignen sich nicht für Menschen, die den ganzen Tag bei der Arbeit verbringen und das Haustier alleine lassen. Ein einsamer Griffon kann destruktiv werden oder ununterbrochen bellen.
Umgang mit Kindern und anderen Tieren
Der Belgische Griffon ist nicht die beste Wahl für Familien mit sehr kleinen Kindern. Der Hund ist klein und ziemlich zerbrechlich, und ein Kind könnte ihn versehentlich verletzen. Darüber hinaus haben Griffons ein Gefühl der eigenen Würde und tolerieren keine grobe Behandlung - sie könnten sich wehren. Sie verstehen sich jedoch wunderbar mit älteren, verständigen Kindern, die das Tier respektieren.
Bei richtiger Sozialisierung vertragen sich Griffons normalerweise gut mit anderen Hunden und Katzen. Ihr Jagdinstinkt als Rattenfänger ist nicht mehr so stark, aber kleine Nagetiere (Hamster, Ratten) können sie immer noch als Beute ansehen.
Wachsamkeit und Bellen
Sie sind ausgezeichnete, wachsame Aufpasser. Sie haben ein hervorragendes Gehör und werden Sie immer mit lautem Bellen vor verdächtigen Geräuschen hinter der Tür warnen. Ihr Bellen kann für einen so kleinen Hund erstaunlich laut sein. Es ist wichtig, dem Griffon von klein auf beizubringen, auf Kommando „still“ zu sein, damit dies nicht zum Problem wird.
Vor- und Nachteile der Rasse

Bevor man sich diesen charismatischen kleinen Kerl anschafft, ist es wichtig, alle „Für“ und „Wider“ abzuwägen. Der Belgische Griffon ist keine Rasse für jedermann.
Vor- und Nachteile der Rasse · 7
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✅ Außergewöhnlicher Begleiter: Sehr anhänglich, menschenbezogen, „Klettenhund“. | ❌ Neigung zu Trennungsangst: Verträgt das Alleinsein schlecht, braucht ständige Aufmerksamkeit. |
| ✅ Hohe Intelligenz: Klug, lernt gut (wenn er will), hat eine ausdrucksstarke Mimik. | ❌ Sturheit: Kann unabhängig sein, erfordert Geduld beim Training. |
| ✅ Kompakte Größe: Ideal für die Wohnung, leicht auf Reisen mitzunehmen. | ❌ Hohe Kosten: Seltene Rasse, Welpen sind teuer. |
| ✅ Geringer Haarausfall: Raues Fell haart fast nicht (bei regelmäßigem Trimmen). | ❌ Aufwändige Pflege: Benötigt professionelles Trimmen (Zupfen) alle 2–3 Monate, was teuer und kompliziert ist. |
| ✅ Charisma und Einzigartigkeit: „Menschlicher“ Gesichtsausdruck und seltenes Aussehen lassen niemanden gleichgültig. | ❌ Ernsthafte Gesundheitsprobleme: Als brachycephale Rasse anfällig für Atemwegs-, Augenprobleme usw. |
| ✅ Guter Wachhund: Wachsam und lautstark, warnt immer vor Gästen oder Gefahren. | ❌ Schwierige Stubenreinheit: Kleine Rassen sind oft schwer stubenrein zu bekommen, besonders bei schlechtem Wetter. |
| ✅ Langlebig: Bei richtiger Pflege werden sie durchschnittlich 12–15 Jahre alt. | ❌ Nicht für kleine Kinder: Kann zerbrechlich und ungeduldig bei grober Behandlung sein. |
Training und Sozialisierung

Die Zärtlichkeit und der Wunsch, dem Besitzer zu gefallen, sind nur die Spitze des Eisbergs, unter der sich ein unabhängiger und bisweilen sturer Charakter verbirgt. Der Belgische Griffon ist ein Hund mit hoher Intelligenz. Er ist zu klug, um Befehle auszuführen, die ihm sinnlos erscheinen. Das Training erfordert viel Zeit, Geduld und Kreativität.
Wichtig: Druck auf das Haustier und zu strenge Methoden sind inakzeptabel. Der Griffon wird einfach „dicht machen“ und die Zusammenarbeit verweigern. Die beste Methode ist die positive Verstärkung: Leckerlis, Lob, Spiele. Die Trainingseinheiten sollten kurz, interessant und konsequent sein.
Der wichtigste Aspekt der Erziehung ist die frühe Sozialisierung. Vom ersten Tag an muss der Welpe mit verschiedenen Menschen, Geräuschen, Orten und anderen Hunden vertraut gemacht werden. Dies hilft, einen selbstbewussten und keinen hysterischen oder ängstlichen Hund heranzuziehen. Die Stubenreinheit kann eine Herausforderung sein, da diese Hunde Regen, Kälte und Schmutz nicht mögen und es vorziehen, ihre Geschäfte drinnen zu erledigen.


