Psychologisches Porträt und Temperament

Der Black and Tan Coonhound ist ein Hund der Kontraste. Zu Hause auf dem Sofa kann er das faulste Wesen der Welt sein, das stundenlang in lustigen Posen schläft. Aber sobald er im Wald ist und Witterung aufnimmt, verwandelt er sich in eine unermüdliche Verfolgungsmaschine.
Sie sind für ihre Gutmütigkeit bekannt. Aggression gegenüber Menschen ist für diese Rasse untypisch und gilt als schwerer Fehler. Sie können Fremde mit einem tiefen Bass anbellen, der erschreckend wirkt, aber das ist eher eine Warnung als eine reale Bedrohung. Mit Kindern gehen sie gewöhnlich sanft und geduldig um, können aber aufgrund ihrer Größe ein kleines Kind versehentlich umschubsen. Daher sollte das Spielen unter Aufsicht stattfinden.
Der Hauptcharakterzug ist Sturheit und Unabhänigkeit. Das ist kein Hund, der Ihnen in die Augen schaut und auf einen Befehl wartet wie ein Schäferhund. Er ist es gewohnt, Entscheidungen selbstständig zu treffen, während er sich in einiger Entfernung vom Jäger befindet. Daher erfordert das Training eines Coonhounds beträchtliche Geduld.
Arbeit im Rudel und mit anderen Tieren
Coonhounds sind Meutehunde. Sie kommen wunderbar mit anderen Hunden aus, besonders wenn diese ihnen in Größe und Temperament entsprechen. Mit Katzen und Kleintieren kann es jedoch Probleme geben. Der Jagdinstinkt des Waschbärhundes ist so stark, dass eine rennende Katze automatisch zur Beute („Waschbär“) wird. Wenn der Welpe mit einer Katze aufgewachsen ist, können sie zwar friedlich koexistieren, aber „fremde“ Katzen draußen werden immer ein Jagdobjekt bleiben.
Vor- und Nachteile der Rasse

| Vorteile (+) | Nachteile (-) |
|---|---|
| Sehr liebevoll und familienorientiert, keine Aggression gegen Menschen. | Neigung zu lautem Heulen und „Singen“, was Nachbarn stören kann. |
| Minimale Fellpflege (einfaches Abreiben und Bürsten genügt). | Spezifischer „Hundegeruch“ stärker als bei anderen Rassen (durch Hautfett). |
| Hohe Intelligenz und Fähigkeit, komplexe Aufgaben zu lösen. | Sturheit und Unabhängigkeit beim Training; Neigung zum Weglaufen bei Spuren. |
| Ausdauer, idealer Begleiter für Läufer und Wanderer. | Starkes Sabbern, besonders nach dem Essen oder Trinken. |
| Ruhiges Temperament zu Hause (nach ausreichender Auslastung). | Benötigen erhebliche körperliche Belastung und viel Platz. |
Erziehung: Wie verhandelt man mit einem sturen Jäger?

Mit der Erziehung eines Hundes dieser Rasse kommt nicht jeder zurecht. Coonhounds sind Intellektuelle, aber ihre Intelligenz ist auf die Lösung von Jagdaufgaben ausgerichtet und nicht auf blinden Gehorsam. Das Grundprinzip beim Training eines Coonhounds lautet: „Was springt für mich dabei raus?“. Sie sind sehr futterorientiert.
Sie müssen ein Anführer sein - ruhig, konsequent und selbstsicher. Körperliche Bestrafung ist absolut inakzeptabel - sie macht den Hund nur ängstlich oder aggressiv. Verwenden Sie die Methode der positiven Bestärkung. Sobald der Welpe etwas richtig gemacht hat - loben Sie ihn und geben Sie ein Leckerli.
Das schwierigste Kommando für einen Coonhound ist „Hier“ (Rückruf), wenn er auf einer Spur ist. In diesem Moment scheinen sich seine Ohren „abzuschalten“. Daher ist das Üben des perfekten Rückrufs Ihre Mission Nummer eins. Solange der Rückruf nicht perfekt sitzt, lassen Sie den Coonhound niemals in offenem, nicht eingezäuntem Gelände von der Leine.


