Der Coton de Tulear ist nicht einfach nur ein Hund, er ist eine echte „baumwollene“ Glückswolke aus dem exotischen Madagaskar. Diese alte Rasse weißer Inselhunde, einst von französischen Kolonisatoren an die Spitze der Popularität gebracht, hat heute die Herzen von Millionen weltweit erobert. Es sind kleine Hunde mit einem außergewöhnlich lebhaften Wesen, hoher Beweglichkeit und einem einzigartigen Fell, das sich wie zarte Baumwolle anfühlt. Historisch gesehen waren sie hervorragende Nagetierjäger, die dank ihrer kurzen Beine leicht in Bauten eindrangen, aber ihre Hauptrolle war schon immer die eines Begleiters. Dieser charmante Begleithund bringt unglaublich viel Liebe ins Haus, erfordert aber auch viel Aufmerksamkeit, besonders für sein luxuriöses Fell. Über alle Nuancen seiner Haltung sprechen wir weiter auf Tvaryny.
Das feine, luftige Fell des Coton de Tulear erfreute das Auge der ästhetischen Franzosen, und der gehorsame, lebenslustige Charakter des kleinen Jägers verriet ihn als idealen Familienliebling. Man sollte nicht denken, dass dieser aktive Hund sich mit einem Leben zwischen Sofakissen zufriedengibt - er wird immer nach Bewegungsfreiheit, Spiel und menschlicher Gesellschaft streben.
Coton de Tulear: Kurzer Rasseüberblick

Coton de Tulear: Kurzer Rasseüberblick · 7
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich / Madagaskar (Hafen von Tulear) |
| Jahr der ersten Anerkennung (FCI) | 1970 (offizielle Anerkennung) |
| Lebenserwartung | 14–16 Jahre (durchschnittlich 12–14) |
| Widerristhöhe | Rüden: 26–28 cm, Hündinnen: 23–25 cm |
| Gewicht | Rüden: 4–6 kg, Hündinnen: 3.5–5 kg |
| FCI-Gruppe | Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde) |
| Temperament | Verspielt, anhänglich, intelligent, vokal, menschenbezogen |
Wie pflegt man einen Coton de Tulear?

Der Coton de Tulear kann in einer Wohnung gehalten werden und wird dort glücklich sein, vorausgesetzt, er erhält genügend Aufmerksamkeit und Spaziergänge. Das Leben in einem Privathaus mit eigenem Garten ist ebenfalls wunderbar geeignet, aber dies ist kein Hund für die Zwingerhaltung. Er muss im Haus leben, in der Nähe seiner Menschen. Die Pflege des Coton hat mehrere Schlüsselaspekte.
Fellpflege: Die größte Herausforderung
Dies ist der schwierigste Teil der Coton-Haltung. Ihr einzigartiges baumwollartiges Fell ist gleichzeitig ihr Stolz und das Hauptproblem des Besitzers. Es erfordert tägliches gründliches Bürsten. Wenn man dies nicht tut, verfilzt das Fell sofort zu Matten (Filzplatten).
Verfilzungen sind nicht nur ein ästhetisches Problem. Sie ziehen an der Haut und verursachen dem Hund starke Schmerzen. Darunter schwitzt die Haut, was zu Dermatitis, Ekzemen und Pilzinfektionen führt. Vernachlässigte Verfilzungen können nicht entwirrt werden, und der einzige Ausweg ist, den Hund „komplett“ zu scheren.
- Bürsten: Täglich mit einem Metallkamm und einem speziellen Pflegespray, um das Bürsten zu erleichtern. Das Fell muss bis auf die Haut durchgebürstet werden.
- Baden: Etwa alle 2–4 Wochen oder bei Bedarf. Nur hochwertige Shampoos und Conditioner für Hunde mit langem, weißem Fell verwenden. Nach dem Waschen muss das Fell unbedingt geföhnt und gleichzeitig gebürstet werden.
- Scheren: Viele Besitzer, die nicht an Ausstellungen teilnehmen, wählen einen „Welpenschnitt“ (kürzer am ganzen Körper), um die Pflege zu erleichtern.
- Tränenflecken: Bei vielen weißen Hunden, und Cotons sind da keine Ausnahme, tritt verstärkter Tränenfluss auf, der rötliche oder braune Flecken unter den Augen hinterlässt. Dieser Bereich muss täglich mit speziellen Lotionen gereinigt werden.
Körperliche Betätigung und Aktivität
Trotz ihres dekorativen Aussehens sind dies ziemlich energiegeladene Hunde. Regelmäßige Spaziergänge sind eine wichtige Voraussetzung für das körperliche Wohlbefinden und die gute Laune des Hundes. Sie benötigen mindestens einen langen Spaziergang (30–40 Minuten) pro Tag und mehrere kürzere. Sie lieben auch Spiele im Haus - Bällchen holen, Tauziehen spielen und Intelligenzspielzeug.
Pflege von Ohren, Augen und Zähnen
- Ohren: Regelmäßig auf Schmutz, Rötungen oder unangenehmen Geruch überprüfen. Mit einer speziellen Lotion reinigen.
- Augen: Täglich Tränenflecken entfernen.
- Zähne: Äußerst wichtig. Kleine Rassen neigen zu Zahnproblemen. Ideal ist es, dem Hund täglich mit einer speziellen Paste die Zähne zu putzen, oder zumindest 2–3 Mal pro Woche. Verwenden Sie Zahnpflege-Leckerlis und gehen Sie regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung zum Tierarzt.
- Krallen: Alle 2–4 Wochen schneiden.
Interessante Fakten über die Rasse
- Gehen auf den Hinterbeinen: Das ist einer der bekanntesten „Tricks“ der Rasse. Sie stehen oft auf den Hinterbeinen und können sogar so laufen, um den Besitzer zu begrüßen oder um etwas zu betteln.
- Das „Lächeln“ des Coton: Wenn sie glücklich oder aufgeregt sind, ziehen Cotons oft die Lefzen hoch und entblößen die Vorderzähne in einer Grimasse, die einem menschlichen Lächeln sehr ähnlich ist.
- Sie „grunzen“: Neben dem Bellen sind Cotons dafür bekannt, einzigartige „grunzende“ oder murmelnde Geräusche von sich zu geben, besonders beim Spielen oder wenn sie glücklich sind.
- Fast ausgestorben: Nach dem Sturz der Monarchie in Madagaskar stand die Rasse kurz vor dem Aussterben. Sie wurden von Enthusiasten gerettet, die einige Hunde nach Europa brachten.
- Fell ist Haar: Ihr Fell ähnelt strukturell mehr dem menschlichen Haar als typischem Hundefell. Es wächst ständig und hat keinen saisonalen Fellwechsel.