Charakter: Temperament und Verhalten

Der Kretische Hund vereint exzellente Jagdqualitäten mit Unabhängigkeit und einem vernünftigen Verhalten im Alltag. Die Psyche dieser Tiere formte sich unter Bedingungen, in denen der Hund selbstständig Entscheidungen treffen musste, daher ist blinder Gehorsam nicht ihre Stärke.
Beziehung zu Menschen: Er schenkt Fremden nicht sofort sein Vertrauen, hält sich zurück und beobachtet. Gleichzeitig neigt er absolut nicht zu unmotivierter Aggression gegenüber Gästen. Aggressivität gegen Menschen gilt bei dieser Rasse als Fehler. Seinen Besitzern gegenüber zeigt er Zärtlichkeit, tiefe Zuneigung und Loyalität, ohne dabei aufdringlich zu sein. Er ist ein Ein-Mann-Hund oder ein Hund für eine Familie.
Interaktion mit anderen Tieren: Dieser Vierbeiner kommt gut mit Artgenossen aus und ist fähig, im Rudel zu arbeiten. Historisch jagten sie in Gruppen, daher sind Kämpfe untereinander selten. Er kann friedlich mit der Hauskatze koexistieren, wenn er mit ihr aufgewachsen ist. Nachbarskatzen oder kleine Wildtiere wird er jedoch aufgrund seines starken Jagdtriebs ausschließlich als Beute betrachten.
Kindern gegenüber verhält sich der Kritikos Ichnilatis ruhig und ausgeglichen. Er toleriert gemäßigten Unfug, ist aber keine klassische „Nanny“ - eher ein Spielpartner für Jugendliche. Der Rasse sind fast aristokratische Manieren eigen: Im Haus sind sie unauffällig, stolpern nicht vor den Füßen herum und fordern keine ständige Aufmerksamkeit.
Erziehung und Sozialisierung

Vertreter der kretischen Rasse zeichnen sich durch außergewöhnliche Intelligenz und natürliche Neugier aus, doch ihr Verstand unterscheidet sich von dem klassischer Gebrauchshunderassen wie dem Schäferhund. Sie denken selbstständig mit. Diese Hunde lassen sich gut trainieren, aber nur, wenn eine partnerschaftliche Beziehung besteht. Erfolge im Training können Sie erwarten, wenn der Prozess interessant und abwechslungsreich gestaltet wird.
Schlüsselprinzipien der Erziehung:
- Frühe Sozialisierung: Der Welpe muss mit verschiedenen Menschen, Geräuschen und Verkehrsmitteln vertraut gemacht werden, um seine natürliche Skepsis zu überwinden.
- Positive Verstärkung: Der Hund sollte mit Worten oder Leckerlis motiviert werden. Harte Methoden führen dazu, dass sich das Tier verschließt.
- Arbeit mit dem Instinkt: Am schwierigsten ist es, dem Kretischen Hund den Rückruf („Hier!“) beizubringen, wenn er Beute sieht. Das Training an der Schleppleine ist daher obligatorisch.
Man sollte bedenken, dass jeder Hund die Autorität des Besitzers anerkennen muss, aber auch Respekt verlangt. Ein Haustier, egal welcher Rasse, darf nicht erniedrigt werden. Ein rechtzeitiger Start und Konsequenz in der Erziehung helfen, die besten Charaktereigenschaften der Rasse hervorzubringen.
Vor- und Nachteile der Rasse

Vor- und Nachteile der Rasse · 6
| Vorteile (+) | Nachteile (-) |
|---|---|
| Robustes Gesundheit und Langlebigkeit | Starker Jagdinstinkt (kann Wild hinterherlaufen) |
| Kein typischer „Hundegeruch“ | Braucht extrem viel Bewegung, nichts für Faule |
| Einfache Fellpflege | Unabhängiger Charakter, kann stur bei der Dressur sein |
| Loyalität zur Familie, Kinderliebe | Misstrauisch gegenüber Fremden (braucht Sozialisierung) |
| Sparsamer Futterverbrauch (für seine Größe) | Seltene Rasse, Welpen außerhalb Griechenlands schwer zu finden |
| Sauberkeit im Haushalt | Laute Stimme beim Spiel oder der Jagd |


