Der Pharaonenhund (Pharaoh Hound) zählt zu den geheimnisvollsten und elegantesten Hunderassen in der Welt der Kynologie. Beim Anblick ihrer feinen Silhouette fühlt man sich unweigerlich in die Zeit der Pyramiden und altägyptischen Gottheiten zurückversetzt. Aber haben diese Hunde die Pharaonen wirklich begleitet, oder ist das nur eine schöne Legende? Es sind unglaublich fröhliche, gutmütige und liebevolle Wesen, die trotz ihres aristokratischen Aussehens im Herzen verspielte Kinder bleiben. Mehr dazu erfahren Sie auf Tvaryny.
Pharaonenhund: Kurzer Überblick und Eigenschaften

Pharaonenhund: Kurzer Überblick und Eigenschaften · 10
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Herkunftsland | Malta (Schirmherrschaft: Großbritannien) |
| Erste Erwähnung (offiziell) | 1974 (als Rasse), aber die Wurzeln reichen Jahrtausende zurück |
| Verwendung | Jagdhund (Sicht und Geruch), Begleithund |
| FCI-Klassifikation | Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 6 (Urtyp) |
| Lebenserwartung | 15–17 Jahre (langlebig für Hunde dieser Größe) |
| Widerristhöhe (Rüden) | 56–63 cm (ideal 56 cm) |
| Widerristhöhe (Hündinnen) | 53–61 cm (ideal 53 cm) |
| Gewicht | 18–27 kg |
| Felltyp | Kurz, glänzend, ohne Unterwolle |
| Pflegeaufwand | Gering (braucht wenig Pflege, aber viel Aktivität) |
Einzigartige Merkmale: Warum sie „Menschen im Hundepelz“ sind

Der Pharaonenhund besitzt zwei einzigartige physiologische Eigenschaften, die ihn emotional unglaublich menschenähnlich machen. In allgemeinen Standards wird selten darüber geschrieben, aber jeder Besitzer wird diese Fakten bestätigen.
- Fähigkeit zu erröten: Dies ist die einzige Hunderasse, die vor Aufregung oder Freude erröten kann. Wenn der „Pharao“ glücklich ist oder einen emotionalen Höhenflug erlebt, werden seine Nase und die Innenseite der Ohren leuchtend rosa. Dies geschieht durch die verstärkte Durchblutung der Kapillaren, die dicht unter der Oberfläche der dünnen Haut liegen.
- Das berühmte Lächeln: Diese Hunde können lächeln, indem sie die Lippen ziehen und die Zähne in einer breiten Grimasse der Freude zeigen. Das ist kein aggressives Fletschen, sondern Ausdruck echten Glücks bei der Begrüßung des Besitzers. Es sieht unglaublich rührend und lustig aus.
Interessante Fakten über Pharaonenhunde
- Der Pharaonenhund ist die einzige Rasse, bei der im offiziellen Standard eine Anforderung an die Nasenfarbe festgeschrieben ist: Sie muss fleischfarben sein, „blending with the coat“ (mit dem Fell verschmelzend).
- In ihrer Heimat Malta werden sie oft für die nächtliche Jagd eingesetzt. Man glaubt, dass das helle Fell den Jägern hilft, die Hunde im Dunkeln zu sehen, und die großen Ohren das kleinste Rascheln eines Kaninchens wahrnehmen.
- Trotz des Namens zeigten genetische Studien von 2004, dass moderne Pharaonenhunde keine direkte DNA-Verwandtschaft mit altägyptischen Hunden haben, sondern aus lokalen maltesischen Hunden „nachgebildet“ wurden. Das hindert sie jedoch nicht daran, wie lebende Statuen des Anubis auszusehen.
- Sie sind sehr „gesprächig“. Das Spektrum der Töne, die ein Pharao von sich gibt, ist beeindruckend: vom Bellen und Heulen bis zu einer Art „Jodeln“, wenn sie sehr glücklich sind.
