Temperament und Verhalten in der Familie
Abseits der Jagd verwandelt sich der Pachón Navarro in ein Musterbeispiel an Ruhe und Ausgeglichenheit. Das ist kein Hund, der die Wohnung aus Energieüberschuss zerlegt, wenn Sie mal einen Spaziergang ausfallen lassen. Sie sind sehr menschenbezogen, binden sich an alle Familienmitglieder, wählen aber meist einen „Anführer“, dem sie bedingungslos folgen.
Interessant ist der Vergleich ihrer Lautäußerungen mit anderen ursprünglichen Rassen. Während der Neuguinea-Dingo (Singing Dog) für seinen einzigartigen Gesang bekannt ist, ist der Pachón Navarro eher ein schweigsamer Philosoph. Er bellt nur, wenn es nötig ist, zum Beispiel um das Revier zu bewachen, was ihn zu einem ganz passablen Wachhund macht.
Mit Kindern sind sie geduldig und lassen sich viel gefallen. Angesichts der Größe des Hundes sollte der Umgang mit sehr kleinen Kindern jedoch unter Aufsicht von Erwachsenen erfolgen. Mit anderen Hunden geraten sie selten in Konflikt; dominantes Verhalten ist ihnen fremd, sofern die Sozialisierung korrekt durchgeführt wurde.
Erziehung und Training

Diese Rasse erfordert einen besonderen Ansatz. Harter Drill und mechanische Einwirkungsmethoden funktionieren hier nicht. Der Pachón Navarro ist ein Hund mit Würde. Wenn Sie zu viel Druck auf ihn ausüben, wird er einfach „dichtmachen“ und aufhören zu reagieren.
Der Schlüssel zum Erfolg sind positive Bestärkung und Partnerschaft. Die Hunde reifen spät. Die volle körperliche und geistige Reife tritt erst gegen das 3. Lebensjahr ein. Daher sollte man von einem jungen Hund keine perfekte Arbeit im Feld erwarten. Sie haben einen angeborenen Jagdinstinkt; oft zeigen Welpen schon mit 4–5 Monaten erstes Vorstehen bei Schmetterlingen oder Tauben. Die Aufgabe des Besitzers ist es lediglich, diesen Instinkt sanft zu lenken und Gehorsam auf Distanz zu trainieren.
Vor- und Nachteile der Rasse

| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Ausgeglichene Psyche: Ein sehr stabiler Hund, nicht anfällig für Hysterie oder Aggression. | Speicheln: Aufgrund der Lippenstruktur (Lefzen) kann der Hund sabbern, besonders nach dem Fressen oder Trinken. |
| Vielseitigkeit: Arbeitet auf Federwild, Fellwild und geht gut auf der Wundfährte. | Dickköpfigkeit: Haben ihren eigenen Kopf, Erziehung erfordert Geduld. |
| Kontaktfreudigkeit: Behält den Besitzer immer im Blick, neigt nicht zum Weglaufen. | Seltenheit: Einen Welpen außerhalb Spaniens zu finden, ist extrem schwierig. |
| Robuste Gesundheit: Urwüchsige Rasse mit starkem Immunsystem. | Bewegungsdrang: Es ist ein Arbeitshund, er braucht Aktivität, sonst nimmt er zu. |
| Einfache Pflege: Das kurze Fell braucht keinen Hundefriseur. |



