Geschichte der Rasse
Die Hunderasse mit dem melodischen Namen Podenco Campanero hat tiefe spanische Wurzeln. Seit jeher dienten sie den Bauern im Süden Spaniens als Wächter und unverzichtbare Helfer bei der Jagd. Der Name „Campanero“ lässt sich mit „Glöckner“ übersetzen oder mit etwas assoziieren, das von weitem sichtbar ist. Es gibt die Theorie, dass diese Hunde aufgrund ihrer strahlend weißen Farbe auf den Feldern wie Orientierungspunkte für die Jäger „leuchteten“, oder dass ihr Bellen so laut wie eine Glocke war.
Mit einem solchen Haustier konnte man sowohl auf Hasenjagd gehen als auch größeres Wild wie Wildschweine oder Hirsche verfolgen. Dieser starke und treue Hund stellt sich immer schützend vor seinen Herrn. Dabei ist ihm übermäßige Aggression gegenüber Menschen fremd, was ihn unter den Gebrauchshunden einzigartig macht. Oft wird diese Rasse als große rauhaarige Variante des Andalusischen Podencos angesehen, doch der Campanero besitzt einzigartige Züge, die ihn für Liebhaber zu einer eigenständigen Gruppe machen.
Diese hervorragenden Eigenschaften trugen dazu bei, dass der Podenco Campanero auch über seine historische Heimat hinaus Verbreitung fand. Heute trifft man ihn in verschiedenen Ländern Europas an, wo Vertreter der Rasse zu geliebten Begleitern werden. Trotz der Anerkennung im Volksmund und der Beliebtheit in den engen Kreisen der „Rehaleros“ (Besitzer von Jagdmeuten) hat die internationale kynologische Dachorganisation (FCI) den alten Podenco Campanero bisher nicht offiziell als eigenständige Rasse anerkannt, sondern ordnet ihn der Gruppe der Andalusischen Podencos zu.
Wie sieht der Podenco Campanero aus: Beschreibung des Äußeren

Es ist ein großer weißer Hund mit einem kräftigen, aber eleganten Körperbau und dem charakteristischen harten Fell. Das Äußere des Podenco Campanero beweist eindeutig seine Verwandtschaft mit einer anderen spanischen Rasse - dem Podenco Andaluz. Allerdings sind Campaneros in der Regel massiver und haben ein eher „bäuerliches“, rustikales Aussehen.
- Kopf: Hat die Form eines Kegelstumpfes, typisch für Windhunde und Podencos. Er ist langgestreckt, aber nicht zu schmal.
- Ohren: Groß, dreieckig, stehend. Wenn der Hund aufmerksam ist, zeigen sie direkt nach oben oder nach vorne. In Ruhe können sie leicht zur Seite geneigt sein.
- Fell: Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Struktur. Es ist drahtig und fühlt sich rau an. Das Fell fällt in nicht allzu kurzen Strähnen und bildet einen charakteristischen „Bart“ an der Schnauze sowie einen haarigen „Latz“ an der Brust. Dies schützt das Tier beim Laufen vor dornigem Gestrüpp.
- Farbe: Vorwiegend reinweiß. Dies ermöglicht es, den Hund im dichten Dickicht leicht zu erkennen. Es gibt auch Vertreter der Rasse Podenco Campanero mit hellen Flecken auf dem Fell (zitrone oder zimt).
- Körper: Der Rücken ist gerade und muskulös, die Brust tief, aber nicht zu breit, was für eine hervorragende Aerodynamik sorgt.



