Zahnpflege beim Hund: Warum sie wichtig ist und wie man seinem Liebling die Zähne putzt

By tvaryny
4 Min Read

Saubere Zähne sind nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der Schlüssel zu einem langen und gesunden Leben Ihres Hundes. Tierärztlichen Angaben zufolge zeigen über 80 % der Hunde, die älter als drei Jahre sind, Anzeichen einer Parodontalerkrankung. Diese kann zu Schmerzen, Zahnverlust und Problemen mit den inneren Organen führen; mehr dazu auf Tvaryny. In diesem Artikel erklären wir, warum regelmäßige Zahnpflege beim Hund und die richtige Putztechnik so wichtig sind, und geben eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die Prozedur in eine einfache tägliche Gewohnheit zu verwandeln.

Warum ist die Mundhygiene beim Hund so wichtig?

  • Krankheitsvorbeugung: Regelmäßiges Zähneputzen beugt der Ansammlung von Plaque und der Bildung von Zahnstein vor. Dies ist entscheidend, da Zahnprobleme oft zu ernsthaften Gesundheitsproblemen bei Hunden führen können.
  • Mundgeruch: Unangenehmer „Hundegeruch“ aus dem Maul hängt meistens mit Bakterien im Zahnfleisch zusammen.
  • Gesundheit der inneren Organe: Bakterien aus der Mundhöhle können in den Blutkreislauf gelangen und Herz, Leber sowie Nieren schädigen.
  • Wohlbefinden des Tieres: Schmerzfreiheit steigert den Appetit und die Laune Ihres Lieblings. Zu erkennen, ob ein Hund Schmerzen hat, ist dabei ein wichtiger Aspekt.
Ein Hund lächelt und zeigt seine sauberen Zähne

Wann beginnen und wie oft putzen?

Am besten gewöhnen Sie einen Welpen im Alter von 2-3 Monaten an die Zahnbürste. Erwachsenen Hunden wird empfohlen, die Zähne mindestens dreimal pro Woche zu putzen, idealerweise täglich.

Größe des HundesEmpfohlene Häufigkeit
Kleine Hunde (bis 10 kg)4 Mal pro Woche
Mittlere Hunde (10-25 kg)3 Mal pro Woche
Große Hunde (>25 kg)2-3 Mal pro Woche

Was braucht man zum Zähneputzen?

  • Eine spezielle Zahnbürste für Hunde (einseitig, doppelseitig oder ein Fingerhut-Aufsatz).
  • Zahnpasta mit Enzymen (ohne Fluorid und schäumende Substanzen, sicher beim Verschlucken).
  • Mull oder ein Silikonpad für die ersten Versuche.
  • Kau-Leckerlis und Spielzeug – für zusätzliche mechanische Reinigung.
  • Eine Schale mit Wasser, ein Handtuch und eine ruhige Umgebung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wie putzt man einem Hund die Zähne?

Person putzt einem Hund die Zähne
  1. Bereiten Sie den Hund vor: Lassen Sie ihn an der Bürste und Paste schnüffeln, streicheln Sie ihn und beruhigen Sie ihn.
  2. Tragen Sie die Paste auf die Bürste auf; ein angenehmer Geschmack (Huhn, Leber) weckt Interesse.
  3. Beginnen Sie mit den Vorderzähnen, mit kurzen kreisenden Bewegungen im 45°-Winkel zum Zahnfleischrand.
  4. Bewegen Sie sich zu den Backenzähnen: Heben Sie die Lefze an, arbeiten Sie von der Außenfläche zur Innenfläche.
  5. Drücken Sie nicht zu fest, um das Zahnfleisch nicht zu verletzen.
  6. Loben und belohnen Sie ihn sofort nach der Prozedur mit Leckerlis.
  7. Steigern Sie die Dauer allmählich auf 2-3 Minuten.

Alternative Methoden zur Sauberhaltung

  • Kaustangen mit Enzymen und Algen.
  • Spielzeug-Taue und Gummiknochen, die Plaque entfernen.
  • Trockenfutter – Kroketten mit spezieller Textur zur Plaque-Entfernung.
  • Zusätze für das Trinkwasser mit Chlorhexidin oder Zink.

Wann sollte man einen Tierarzt aufsuchen?

Tierarzt untersucht die Zähne eines Hundes
  • Zahnfleischbluten oder starker unangenehmer Geruch.
  • Zahnstein, der sich nicht mit der heimischen Bürste entfernen lässt.
  • Futterverweigerung, Speichelfluss, Schmerzen bei Berührung der Schnauze.

Tipps für eine stressfreie Routine

  • Führen Sie die Prozedur nach einem aktiven Spaziergang durch, wenn der Hund entspannt ist.
  • Beenden Sie das Putzen immer mit einer Lieblingsbelohnung.
  • Verwenden Sie keine menschliche Zahnpasta.
  • Wechseln Sie die Zahnbürste regelmäßig (alle 3 Monate).

Denken Sie daran: Das System „wenig, aber oft“ funktioniert besser als seltene, langwierige Sitzungen. Ihr Liebling wird sich daran gewöhnen, und Sie erhalten sein strahlendes Lächeln für viele Jahre!

Share This Article