| Höhe | 42–50 cm |
| Gewicht | 18–22 kg |
| Lebenserwartung | 12–14 Jahre |
| FCI-Gruppe | 6 · Laufhunde |
| Herkunft | Österreich (Tirol) |
Genaue Bewertungen
- Insgesamt eine ausgesprochen gesunde ursprüngliche Rasse
- Ohrentzündungen (Hängeohren)
- Hüftgelenkdysplasie (seltener)
- Übergewicht bei Bewegungsmangel
- Verletzungen bei der Jagd im Gebirge
Ausgewogenes Futter für einen aktiven Laufhund, Gewichtskontrolle. Die Hängeohren regelmäßig kontrollieren; für viel Bewegung und Nasenarbeit sorgen; die dichte Unterwolle haart saisonal.
Die Tiroler Bracke ist die Verkörperung des Jagdgeistes der Alpenwälder. Diese alte österreichische Rasse, gestählt durch die rauen Bedingungen der Berge, ist ein unermüdlicher und treuer Begleiter für Jäger sowie ein energiegeladener Partner für eine aktive Familie. Der Hund besitzt einen außergewöhnlich feinen Geruchssinn, erstaunliche Ausdauer und eine angeborene Leidenschaft für die Verfolgung von Wild, was ihn zu einem der besten seiner Art macht. Sein klarer, melodischer Spurlaut hallt weit in den Bergen und kündet von der gefundenen Fährte. Doch hinter seinem ernsthaften Jagd-Äußeren verbirgt sich ein freundlicher und loyaler Freund. Mehr über die Besonderheiten seines Charakters, seine Pflege und die Geschichte dieses einzigartigen Hundes erfahren Sie im Folgenden auf Tvaryny.
Dieser mittelgroße Laufhund mit seinem kräftigen, athletischen Körper ist ideal für die Arbeit in schwierigem, unwegsamem Gelände geeignet. Sein dichtes, doppeltes Fell schützt ihn zuverlässig vor jeder Witterung und ermöglicht ihm den Einsatz unter allen Bedingungen. Trotz ihrer herausragenden Arbeitsqualitäten bleibt die Tiroler Bracke außerhalb ihrer Heimat eine relativ seltene Rasse, was sie für wahre Kenner von Jagdhunden umso einzigartiger und begehrenswerter macht. Ähnlich gute Jageigenschaften wie die Tiroler Bracke hat auch der Deutsche Bracke, die ebenfalls aus einer sorgfältigen Zuchtauswahl von Jagdhunden hervorgegangen ist.
Tiroler Bracke: Rasse-Steckbrief

| Rassebezeichnung | Tiroler Bracke, Tyrolean Hound |
| Herkunftsland | Österreich (Tirol) |
| Entstehungszeit | Mittelalter, standardisiert Ende des 19. Jahrhunderts |
| FCI-Klassifizierung | Gruppe 6 (Laufhunde und Verwandte Rassen), Sektion 1.2 (Mittelgroße Laufhunde). Mit Arbeitsprüfung. |
| Widerristhöhe | Rüden: 44-50 cm, Hündinnen: 42-48 cm |
| Gewicht | Ca. 18-22 kg (nicht streng im Standard festgelegt) |
| Lebenserwartung | 12-14 Jahre |
| Verwendung | Jagd auf Hase, Fuchs, Schweißarbeit (Nachsuche auf Schalenwild) |
| Charakter | Energisch, ausdauernd, unabhängig, freundlich, loyal |
| Temperament | Ausgeglichen, stabil, nicht aggressiv |
Geschichte der Tiroler Bracke
Die Geschichte der Tiroler Bracke reicht bis in die ferne Vergangenheit zurück und ist eng mit der des alpinen Tiroler Raums verknüpft. Es wird vermutet, dass die Vorfahren dieser Hunde die keltischen Bracken waren, die mit den keltischen Stämmen in diese Gebiete kamen. Diese Hunde, bekannt für ihre Ausdauer und ihren ausgezeichneten Geruchssinn, wurden mit lokalen Rassen gekreuzt, um schrittweise einen einzigartigen Typ von Laufhund zu formen, der perfekt an die Gebirgsjagd angepasst war.
Die ersten zuverlässigen Aufzeichnungen über Hunde, die den heutigen Tiroler Bracken ähneln, stammen aus der Zeit um 1500. Sogar der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Maximilian I., ein passionierter Jäger, erwähnte in seinen Schriften „reinrassige“ Laufhunde aus Tirol, die er bei seinen Jagden in den Alpenwäldern einsetzte. Das bezeugt, dass die Rasse bereits damals wegen ihrer Arbeitsqualitäten hoch geschätzt wurde.
Über Jahrhunderte entwickelte sich die Rasse in relativer Isolation in den Tiroler Bergtälern. Die Zucht erfolgte ausschließlich nach den Arbeitsqualitäten: Man schätzte Hunde mit dem besten Geruchssinn, Ausdauer, klarem Spurlaut und der Fähigkeit, selbstständig zu arbeiten und dem Wild zu folgen. Das äußere Erscheinungsbild spielte eine untergeordnete Rolle, was zur Entwicklung eines funktionalen, harmonischen Körperbaus ohne extreme Merkmale führte.
Die systematische Zucht und Standardisierung der Rasse begannen erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In den 1860er Jahren begannen Jäger aus Tirol, Zuchtbücher zu führen, um die Reinheit des Blutes und die herausragenden Arbeitsmerkmale ihrer Hunde zu bewahren. Der erste offizielle Rasse-Standard wurde 1896 ausgearbeitet und veröffentlicht, die offizielle internationale Anerkennung der Rasse erfolgte 1908. Interessanterweise war die Tiroler Bracke eine der ersten österreichischen Rassen, die diesen Status erhielt, was ihre Bedeutung für die Jagdkultur des Landes unterstreicht. Eine ähnliche noble Geschichte haben auch andere europäische Laufhunde wie der Brandlbracke oder der Mittelgroße Vendée-Grifon, die ebenfalls das Ergebnis sorgfältiger Jagdhundzucht sind.
Rassestandard und äußeres Erscheinungsbild

Die Tiroler Bracke ist ein mittelgroßer Hund von trockener und kräftiger Konstitution, mit einem funktionalen und harmonischen Körperbau. Sie macht den Eindruck eines ausdauernden und beweglichen Athleten, der bereit für lange Arbeit in den Bergen ist.
- Kopf: Der Schädel ist breit, trocken, leicht gewölbt. Der Übergang von der Stirn zum Fang ist fließend, aber deutlich ausgeprägt. Der Fang ist kräftig, nicht spitz zulaufend. Die Lefzen sind trocken und eng anliegend. Der Nasenschwamm ist stets schwarz.
- Augen: Groß, nicht tief eingesetzt, rundlich. Die Farbe ist dunkelbraun. Der Blick ist intelligent und ruhig.
- Ohren: Breit, hoch angesetzt, von mittlerer Länge (reichen etwa bis zur Nasenspitze), mit abgerundeten Enden. Sie hängen flach an den Wangen herab.
- Körper: Rechteckiges Format. Der Rücken ist gerade und kräftig. Der Brustkorb ist tief, aber nicht zu breit, und bietet ausreichend Platz für Lunge und Herz. Der Bauch ist mäßig aufgezogen.
- Rute: Hoch angesetzt, lang, säbelförmig. Im Ruhezustand herabfallend, bei Bewegung oder Erregung über die Rückenlinie gehoben. Sie ist besonders an der Unterseite mit dichtem, bürstenartigem Haar bedeckt.
- Gliedmaßen: Gerade, muskulös, mit kräftigen Knochen. Die Pfoten sind kompakt, mit festen Ballen und kräftigen Krallen.
Haarkleid und Färbung
Eines der Schlüsselmerkmale der Rasse ist ihr doppeltes Haarkleid, das den Hund zuverlässig schützt. Es gibt zwei Fellvarianten:
- Kurzhaarig: Kurzes, dichtes, eng anliegendes Haar mit gut entwickelter Unterwolle.
- Rauhhaarig: Deutlich härteres und raueres Haar, ebenfalls mit dichter Unterwolle.
Der Standard erlaubt zwei Hauptfarbschläge:
- Rot (hirschrot): Kann von hellrot bis zu einem satten Rotbraun variieren.
- Schwarzrot (mit Brand): Ein schwarzer „Sattel“ auf dem Rücken mit klar abgegrenzten roten oder lohfarbenen Abzeichen an Fang, Brust, Gliedmaßen und unter der Rute.
Kleine weiße Abzeichen an der Brust („Stern“) und an den Pfoten sind zulässig.
Charakter und Temperament der Tiroler Bracke
Die Tiroler Bracke ist ein Hund mit einem zweifachen Charakter. Bei der Jagd ist sie ein unermüdlicher, leidenschaftlicher und eigenständiger Fährtenfolger, der stundenlang dem Wild nachgehen kann. Zu Hause verwandelt sie sich jedoch in ein ruhiges, freundliches und loyales Familienmitglied. Ihr Temperament ist stabil und ausgeglichen, sie neigt nicht zu grundloser Aggression oder Nervosität.
Verhältnis zur Familie: Tiroler Bracken binden sich stark an ihren Besitzer und die Familie. Sie kommen gut mit Kindern aus, besonders wenn sie mit ihnen aufwachsen, und zeigen Geduld und Vorsicht. Dennoch sollte die Interaktion mit kleinen Kindern immer überwacht werden.
Verhältnis zu anderen Tieren: Mit anderen Hunden vertragen sich Tiroler Bracken in der Regel gut, da sie es gewohnt sind, im Rudel zu arbeiten. Ihr starker Jagdinstinkt kann sie jedoch zu einer potenziellen Gefahr für Katzen, Nagetiere, Vögel und andere kleine Haustiere machen. Ein Zusammenleben ist nur bei sehr früher und korrekter Sozialisierung möglich, aber selbst dann bleibt ein gewisses Risiko.
Unabhängigkeit und Intelligenz: Wie die meisten Laufhunde wurde auch die Tiroler Bracke für die selbstständige Arbeit gezüchtet, oft in großer Entfernung zum Jäger. Dies hat bei ihr eine hohe Intelligenz und die Fähigkeit entwickelt, eigene Entscheidungen zu treffen. Einerseits macht sie das zu einem klugen Hund, andererseits ist sie auch recht stur und unabhängig. Sie hat immer eine eigene Meinung, was das Training für unerfahrene Besitzer erschweren kann.
Pflege und Haltung

Die Tiroler Bracke ist eine pflegeleichte Rasse, stellt aber aufgrund ihres hohen Energielevels spezifische Anforderungen an die Haltung.
Fellpflege
Die Pflege des Fells der Tiroler Bracke ist unkompliziert. Das dichte, kurze Fell sollte 1-2 Mal pro Woche mit einer speziellen Gummibürste oder einem Pflegehandschuh gebürstet werden, um abgestorbene Haare zu entfernen und die Haut gesund zu halten. Während des saisonalen Fellwechsels (Frühling und Herbst) sollte dies häufiger erfolgen. Baden Sie den Hund nur bei dringender Notwendigkeit, um die natürliche Schutzschicht der Haut nicht zu stören.
Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie den Ohren widmen. Ihre hängende Form behindert die normale Belüftung, was zur Ansammlung von Schmutz und zur Entwicklung von Infektionen führen kann. Überprüfen und reinigen Sie die Ohren regelmäßig mit einer speziellen Ohrenlotion. Vergessen Sie auch nicht das Schneiden der Krallen (sofern sie sich nicht auf natürliche Weise abnutzen) und die Zahnpflege.
Haltungsbedingungen und körperliche Auslastung
Die Tiroler Bracke ist absolut kein Wohnungshund. Sie ist ein Gebrauchshund, der für sein Glück und seine Gesundheit viel Platz und tägliche intensive körperliche Auslastung benötigt. Der ideale Ort für sie ist ein Haus auf dem Land mit einem großen, sicher eingezäunten Grundstück. Ein Zaun ist unerlässlich, denn sobald der Hund eine interessante Spur wittert, wird er ihr ohne Zögern folgen und Kommandos ignorieren.
Dieser Hund braucht mindestens 1,5 bis 2 Stunden aktive Spaziergänge am Tag. Das können keine gemütlichen Gassirunden an der Leine im Park sein. Die Tiroler Bracke braucht Gelegenheiten zum Laufen, Spielen und Erkunden. Ausgezeichnete Aktivitäten für sie sind:
- Lange Wanderungen in Wäldern oder Bergen;
- Laufen neben dem Fahrrad (für einen ausgewachsenen Hund);
- Hundesport für Laufhunde (zum Beispiel Coursing);
- Arbeit an der Fährte (Nasenarbeit).
Unzureichende körperliche und geistige Auslastung führt unweigerlich zu destruktivem Verhalten: Jaulen, Bellen, Zerstören von Gegenständen und Fluchtversuchen.
Erziehung und Sozialisierung
Die Erziehung einer Tiroler Bracke ist keine Aufgabe für Anfänger. Ihr unabhängiger Charakter und ihr angeborener Eigensinn erfordern vom Besitzer Geduld, Konsequenz und Standhaftigkeit. Sie sind intelligent und lernen Befehle schnell, aber sie werden sie nur ausführen, wenn sie einen Sinn darin sehen und ihren Besitzer als Anführer respektieren.
Die Grundlage für ein erfolgreiches Training ist die positive Verstärkung: Lob, Leckerlis und Spiele. Grobheit und körperliche Strafen sind absolut inakzeptabel – sie werden den Hund nur dazu bringen, sich zu verschließen oder Widerstand zu leisten. Das Training sollte abwechslungsreich und interessant sein, da monotone Wiederholungen diesen intelligenten Hund schnell langweilen.
Der wichtigste Aspekt ist die frühzeitige Sozialisierung. Der Welpe muss mit verschiedenen Menschen, Orten, Geräuschen und anderen Tieren (unter Aufsicht) bekannt gemacht werden. Dies hilft, einen selbstbewussten und ausgeglichenen Hund heranzuziehen. Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Kommando „Komm!“ gewidmet werden, da die Neigung zum Streunen und Verfolgen von Fährten das größte Problem bei der Erziehung von Laufhunden ist. Ähnliche Herausforderungen im Training haben auch Besitzer von Rassen wie dem Småland-Stövare, der ebenfalls ein eigenständiger und leidenschaftlicher Jäger ist.
Gesundheit und rassetypische Krankheiten

Die Tiroler Bracke ist eine Rasse mit robuster Gesundheit, die durch natürliche Selektion unter rauen Bedingungen geformt wurde. Sie neigt nicht zu vielen genetischen Krankheiten, die bei anderen Rassehunden vorkommen. Wie jede Rasse hat sie jedoch eine Veranlagung zu bestimmten Problemen:
- Hüft- und Ellenbogendysplasie: Wie bei vielen mittelgroßen bis großen Hunden kann diese Erkrankung auftreten. Es ist wichtig, einen Welpen von geprüften Elterntieren mit entsprechenden Testergebnissen zu wählen.
- Ohrenentzündungen (Otitis): Hängende Ohren schaffen ein günstiges Umfeld für die Entwicklung von Bakterien und Pilzen. Regelmäßige Reinigung und Kontrolle sind die beste Prävention.
- Verletzungen durch die Jagd: Schnittwunden, Verstauchungen, Bisse von Insekten oder Wildtieren sind Berufsrisiken für jeden Jagdhund. Nach jedem Einsatz im Wald oder Feld sollte der Hund sorgfältig untersucht werden.
- Magendrehung: Obwohl dies kein weit verbreitetes Problem bei der Rasse ist, besteht ein Risiko, besonders wenn der Hund einmal täglich eine große Portion Futter erhält und direkt danach intensive körperliche Aktivität ausführt.
Bei richtiger Pflege, ausgewogener Ernährung und ausreichender körperlicher Auslastung werden Tiroler Bracken im Durchschnitt 12-14 Jahre alt und bleiben bis ins hohe Alter aktiv. Regelmäßige Tierarztbesuche und rechtzeitige Impfungen sind der Schlüssel zur Gesundheit Ihres Lieblings.
Fütterungsempfehlungen
Die Ernährung der Tiroler Bracke muss ihrem hohen Energiebedarf entsprechen. Die Futterration eines Arbeitshundes, der regelmäßig jagt, unterscheidet sich von der eines Begleithundes. Die Grundlage der Ernährung sollte hochwertiges tierisches Protein sein – Fleisch (Rind, Geflügel, Lamm), Innereien.
Sie können zwischen zwei Fütterungsarten wählen:
- Fertiges Trockenfutter: Wählen Sie Premium- oder Super-Premium-Futter für aktive Hunde mittlerer Rassen. Diese sind bereits in Bezug auf Vitamine und Mineralien ausgewogen.
- Natürliche Fütterung (BARF): Die Ration sollte aus rohem oder gekochtem Fleisch, Getreide (Reis, Buchweizen), Gemüse (Karotten, Kürbis, Zucchini), Milchprodukten (Quark, Kefir) und einer kleinen Menge Öl für ein gesundes Fell bestehen. Diese Art der Fütterung erfordert eine sorgfältige Berechnung des Nährstoffgleichgewichts.
Die Tagesration sollte auf zwei Mahlzeiten aufgeteilt werden, um das Risiko einer Magendrehung zu vermeiden. Füttern Sie den Hund niemals direkt vor oder unmittelbar nach einer intensiven Anstrengung. Sorgen Sie immer für Zugang zu frischem Trinkwasser.
| Empfohlene Produkte | Produkte, die vermieden werden sollten |
|---|---|
| Mageres Fleisch (Rind, Pute, Huhn) | Schokolade, Kakao |
| Seefisch (grätenfrei) | Zwiebeln, Knoblauch |
| Innereien (Leber, Herz, Pansen) | Weintrauben, Rosinen |
| Getreide (Reis, Buchweizen) | Röhrenknochen (besonders gekochte) |
| Gemüse (Karotten, Kürbis, Brokkoli) | Fettige, gebratene, geräucherte Speisen |
| Milchprodukte (magerer Quark, Kefir) | Süßigkeiten, Backwaren |
Vor- und Nachteile der Tiroler Bracke
Bevor Sie sich einen so anspruchsvollen Hund wie die Tiroler Bracke anschaffen, sollten Sie alle Vor- und Nachteile abwägen. Eine ähnliche Entscheidung steht auch zukünftigen Besitzern von Rassen wie dem Småland-Stövare gegenüber, die ebenfalls ausgezeichnete Jäger sind, aber einen speziellen Ansatz erfordern.
| Vorteile (+) | Nachteile (-) |
|---|---|
| Herausragende Jagdqualitäten: unübertroffener Geruchssinn, Ausdauer, Leidenschaft. | Extrem hoher Bedarf an körperlicher Auslastung: nicht geeignet für inaktive Menschen. |
| Robuste Gesundheit und Anspruchslosigkeit: Die Rasse neigt nicht zu vielen genetischen Krankheiten. | Nicht für die Wohnungshaltung geeignet: braucht Platz und ein eigenes Territorium. |
| Treue und Freundlichkeit gegenüber der Familie: wird ein wunderbarer Begleiter für aktive Menschen. | Starker Jagdinstinkt: neigt zum Weglaufen, gefährlich für Kleintiere. |
| Ansprechendes Äußeres und harmonischer Körperbau. | Sturheit und Unabhängigkeit: kann für Anfänger im Training schwierig sein. |
| Unkomplizierte Fellpflege. | Benötigt frühe und lange Sozialisierung. |
| Stabile Psyche, keine Aggression gegenüber Menschen. | Laute Stimme: kann zu Problemen mit den Nachbarn führen, wenn der Hund sich langweilt. |
Interessante Fakten über die Tiroler Bracke
- Kaiser Maximilian I. schätzte diese Hunde so sehr, dass ihre Abbildungen auf alten Wandteppichen und in Illustrationen seiner Jagdabhandlungen zu finden sind.
- Die Stimme der Tiroler Bracke ist ihr „Markenzeichen“. Sie hat eine besondere, melodische Klangfarbe, die sich je nachdem ändert, ob der Hund nur einer Fährte folgt oder das Wild bereits sieht. Erfahrene Jäger können am Spurlaut des Hundes erkennen, in welcher Phase der Jagd er sich befindet.
- Im Gegensatz zu vielen anderen Rassen hat der Standard der Tiroler Bracke keine strengen Anforderungen an das Gewicht, sondern betont die Proportionen und den athletischen Körperbau. Das Wichtigste ist die Funktionalität.
- Obwohl die Rasse eine der ältesten in Österreich ist, bleibt sie außerhalb ihrer Heimat und der Nachbarländer (Deutschland, Italien) relativ selten. Die meisten Hunde befinden sich auch heute noch in den Händen von Jägern, die sich um die Erhaltung der Arbeitsqualitäten kümmern.
- Die Tiroler Bracke hat die einzigartige Fähigkeit, ihren Arbeitsstil an das Gelände anzupassen. In dichtem Wald arbeitet sie vorsichtig und methodisch, während sie in offenem Gelände schnell und leidenschaftlich ist.
Häufig gestellte Fragen zur Rasse (FAQ)
Ist die Tiroler Bracke für Anfänger geeignet?
Nein, in der Regel nicht. Ihre Unabhängigkeit, Sturheit und hohen Anforderungen an die Auslastung machen sie für unerfahrene Besitzer schwierig. Dieser Hund braucht einen Menschen, der die Psychologie von Laufhunden versteht und ein autoritärer Anführer für ihn sein kann.
Kann eine Tiroler Bracke in der Stadt leben?
Das ist äußerst unerwünscht. Das Leben in einer Wohnung kann ihren Bedarf an Platz und Bewegung nicht befriedigen. Selbst wenn Sie in einem Privathaus in der Stadt leben, müssen Sie täglich aufs Land fahren, um dem Hund die Möglichkeit zu geben, sich an einem sicheren Ort ohne Leine frei zu bewegen.
Haart die Tiroler Bracke stark?
Der Haarausfall ist moderat, verstärkt sich aber zweimal im Jahr, im Frühling und Herbst. Regelmäßiges Bürsten in dieser Zeit hilft, die Menge der Haare im Haus unter Kontrolle zu halten.
Kann die Tiroler Bracke ausschließlich als Begleithund und nicht als Jagdhund gehalten werden?
Ja, das ist möglich, aber nur unter einer Bedingung: Sie müssen ihr eine alternative „Arbeit“ und angemessene Auslastung bieten. Das können lange Wanderungen, Nasenarbeit, Coursing oder andere Arten von Hundesport sein, die die Jagd nachahmen. Ohne dies wird der Hund unglücklich sein und Verhaltensprobleme entwickeln.
Wie laut ist diese Rasse?
Die Tiroler Bracke ist ein Laufhund und liebt es, ihre Stimme zu benutzen. Sie wird nicht grundlos bellen, aber wenn sie etwas Interessantes sieht oder allein gelassen wird und sich langweilt, werden Sie und Ihre Nachbarn es auf jeden Fall bemerken. Ihr klarer Spurlaut und ihr Jaulen sind über große Entfernungen zu hören.
Video über die Rasse
- Außerordentlich feine Nase, Ausdauer
- Freundlicher, treuer Familienfreund
- Klangvolle, melodiöse Stimme auf der Jagd
- Sehr robuste „natürliche“ Gesundheit
- Lautfreudig — „meldet“ die Fährte
- Unabhängig in der Arbeit — nichts für Anfänger
- Starker Jagdtrieb (gefährlich für Katzen)
- Hoher Bewegungsbedarf — nichts für die Wohnung
| Österreichische Glatthaarige Bracke | Bayerischer Gebirgsschweißhund | Alpenländische Dachsbracke | |
|---|---|---|---|
| Höhe | 48–56 cm | 44–52 cm | 34–42 cm |
| Energie | 4.5 | 4 | 3.5 |
| Wohnung | 2 | 1.5 | 2.5 |
| Anfänger | 2.5 | 1.5 | 2.5 |
Wofür wurde die Tiroler Bracke gezüchtet?
Ist die Tiroler Bracke gut für die Familie?
Eignet sich die Rasse für Anfänger?
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