| Höhe | 54–63 cm |
| Gewicht | 20–27 kg |
| Lebenserwartung | 10–13 Jahre |
| FCI-Gruppe | 7 · Vorstehhunde |
| Herkunft | Frankreich |
Genaue Bewertungen
- Insgesamt robuste Arbeitsrasse
- Hüftgelenksdysplasie
- Ohrentzündungen (Hängeohren)
- Akrales Mutilationssyndrom (selten, erblich)
- Neigung zur Langeweile ohne Arbeit
Kalorienreiches Futter für einen aktiven Vorstehhund, Gewichtskontrolle. Hängeohren regelmäßig kontrollieren; für viel Bewegung und Nasenarbeit sorgen; die Rasse braucht ständigen Kontakt zur Familie.
Der Französische Spaniel (French Spaniel / Épagneul Français) ist eine der ältesten europäischen Vorstehhundrassen, deren Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht. Dieser elegante und zugleich ausdauernde Hund verkörpert den idealen Jagdpartner: Er besitzt einen außergewöhnlichen Geruchssinn, eine natürliche Veranlagung zum Apportieren und eine unermüdliche Arbeitsfreude. Sein wahrer Wert liegt jedoch in seiner doppelten Natur: Bei der Jagd ist er ein konzentrierter und mutiger Arbeiter, zu Hause ein unglaublich sanfter, ergebener und einfühlsamer Begleiter für die ganze Familie.
Trotz seiner reichen Geschichte und seines wunderbaren Charakters bleibt der Französische Spaniel heute eine relativ seltene Rasse, insbesondere außerhalb seiner Heimat. Für ihn ist es lebenswichtig, in der Nähe seines Besitzers zu sein, dem er mit absolutem Gehorsam und Verehrung dient. Sein lebhaftes, aber ausgeglichenes Wesen verbindet sich mit einem sanften Umgang mit Kindern, was ihn zu einem idealen Freund macht. Mehr über die Besonderheiten dieser erstaunlichen Rasse lesen Sie weiter auf Tvaryny.
Der Französische Spaniel: Kurzer Überblick über die Rasse

| Charakteristik | Beschreibung |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich |
| Jahr der FCI-Anerkennung | 1954 (Standard Nr. 175) |
| FCI-Gruppe | Gruppe 7 (Vorstehhunde), Sektion 1.2 (Kontinentale Vorstehhunde, Typ „Spaniel“) |
| Spitznamen | L’Épagneul Français |
| Lebenserwartung | 10-12 Jahre |
| Widerristhöhe | Rüden: 56-61 cm; Hündinnen: 55-59 cm |
| Gewicht | 20-27 kg |
| Fell | Lang, gewellt, mit „Befederung“ (feathering) |
| Färbung | Weiß mit braunen Platten (von hell-zimtfarben bis leberbraun) |
| Temperament | Sanft, ausgeglichen, intelligent, ergeben, sensibel, sozial |
| Verwendung | Jagd (Vorstehhund, Apportierhund), Begleithund |
| Aktivitätsniveau | Hoch |
| Pflegebedarf | Mittel (besondere Aufmerksamkeit für Ohren und Fell) |
Geschichte der Rasse
Die Geschichte des Französischen Spaniels ist ein wahres Drama, das Jahrhunderte königlicher Anerkennung, die Bedrohung durch das völlige Verschwinden und die Wiederbelebung durch die Bemühungen engagierter Enthusiasten umfasst. Diese Rasse ist ein direkter Nachfahre der mittelalterlichen Jagdhunde „Oysel“ (Vogelhunde), die bereits im 14. Jahrhundert in dem berühmten Traktat „Livre de Chasse“ („Buch von der Jagd“) von Gaston Phoebus, Graf von Foix, beschrieben wurden.
Über Jahrhunderte waren diese Hunde die Lieblinge des französischen Hochadels. Sie wurden hoch geschätzt für ihre ruhige, methodische Arbeitsweise und ihre Fähigkeit, unter verschiedensten Bedingungen zu jagen. Man traf sie häufig in den königlichen Zwingern von Compiègne und Fontainebleau an. Es wird angenommen, dass der Französische Spaniel der Vorfahre oder ein naher Verwandter vieler moderner Setter- und Spanielrassen ist.
Mit der Französischen Revolution und dem Wandel der Gesellschaftsordnung hörte die Jagd jedoch auf, ein ausschließliches Privileg der Aristokratie zu sein. Im 19. Jahrhundert begann dann der massive „Import“ britischer Jagdhunderassen – insbesondere Englischer Setter und Pointer. Diese Hunde waren schneller, hatten eine weitere Suche und entsprachen mehr der neuen Jagdmode. Infolgedessen geriet der authentische Französische Spaniel an den Rand des Aussterbens und wurde von „effizienteren“ Konkurrenten verdrängt.
Die Wiederbelebung der Rasse Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts ist untrennbar mit dem Namen eines Mannes verbunden – dem Priester Abbé Fournier. Er war ein leidenschaftlicher Jäger und Kynologe, der den katastrophalen Rückgang dieser einzigartigen Hunde sah. Abbé Fournier widmete sein Leben der Suche und Erhaltung der wenigen verbliebenen reinrassigen Vertreter. Er war es, der 1906 den ersten offiziellen Rassestandard verfasste und den „Club de l’Épagneul Français“ gründete.
Zwei Weltkriege versetzten der Rasse erneut einen schweren Schlag, doch dank der Arbeit von Abbé Fournier und anderen Enthusiasten konnte sie gerettet werden. Der Französische Spaniel ist eng mit anderen regionalen französischen Vorstehhunden verwandt, wie dem Picardie-Spaniel und dem selteneren Pont-Audemer-Spaniel, obwohl er sich von ihnen im Temperament und in einigen äußeren Merkmalen unterscheidet. Heute ist die Rasse am beliebtesten in Frankreich und Kanada (insbesondere in Québec), wo sie nach wie vor als fleißiger Jäger und außergewöhnlicher Begleiter geschätzt wird.
Wie sieht der Französische Spaniel aus: Beschreibung des Aussehens

Der Französische Spaniel ist ein eleganter, athletischer Hund von mittlerer Größe, der Kraft und Anmut vereint. Er hat einen robusten, aber nicht übermäßig massiven Körperbau, der von Ausdauer zeugt. Sein Äußeres entspricht dem klassischen „Spaniel-Typ“, mit langem, gewelltem Fell und einem gutmütigen, intelligenten Blick.
Der Kopf ist proportional zum Körper, mit einem kaum merklichen Übergang von der Stirn zum Fang (Stop). Der Fang ist lang, breit, mit einem leicht angedeuteten Ramsnase. Die großen, dunkel-bernsteinfarbenen Augen sind oval und strahlen einen sanften, intelligenten Ausdruck aus. Die tief angesetzten Hängeohren sind eines der Markenzeichen der Rasse: Sie sind lang (sollen bis zur Nasenspitze reichen) und mit schönem, langem, gewelltem Haar bedeckt.
Der Körper ist kräftig, mit einer tiefen Brust, die Platz für leistungsfähige Lungen bietet. Der Rücken ist gerade, die Lenden sind stark. Die Gliedmaßen sind muskulös, mit kräftigen Knochen. Die Rute ist lang, etwas unterhalb der Rückenlinie angesetzt und wird nie darüber getragen. Sie hat einen charakteristischen S-förmigen Bogen und ist mit einem prächtigen „Fächer“ aus langem, gewelltem Haar geschmückt.
Detaillierter Rassestandard (FCI Nr. 175)
| Körperteil | Standardanforderungen |
|---|---|
| Allgemeines Erscheinungsbild | Elegant, mittelgroß, athletisch, vom Typ „Spaniel“. Wirkt kräftig und ausdauernd. |
| Kopf | Vom „Spaniel-Typ“. Schädel leicht gewölbt. Stop (Übergang) sanft, nicht abrupt. |
| Fang | Länger als der Schädel. Nasenrücken gerade oder mit leicht angedeuteter Ramsnase. Nasenschwamm groß, braun. |
| Augen | Groß, oval, dunkel-bernsteinfarben (Zimtfarbe). Blick gutmütig, intelligent, sanft. |
| Ohren | Tief angesetzt (auf Augenhöhe oder darunter). Lang, bis zur Nasenspitze reichend. Mit langem, gewelltem Haar bedeckt. |
| Körper | Brust tief, breit. Rücken gerade, fest. Lenden kurz, muskulös. |
| Rute | Lang, nicht kupiert. Tief angesetzt. Hat einen S-förmigen Bogen. Mit dichter „Befederung“ (Fächer) bedeckt. |
| Fell | Lang, dicht, am Körper anliegend. Gewellt (an Ohren, Rute, Rückseite der Beine), aber niemals lockig. Kurz am Kopf. |
| Färbung | Nur eine: Weiß mit braunen Platten (von hell-zimtfarben bis dunkel-leberbraun). Platten können unterschiedlicher Größe sein, mit Schimmel (roan) oder ohne. |
Fell und Färbung
Das Fell des Französischen Spaniels ist sein Schmuck und sein Schutz. Es ist lang, liegt dicht am Körper an und hat eine seidige Textur. Ein wichtiges Merkmal ist, dass das Fell gewellt und nicht lockig ist. Die ausgeprägtesten Wellen und „Befederungen“ (langes Haar) befinden sich an den Ohren, der Rückseite der Beine, am Bauch und natürlich an der Rute, wo sie einen schönen „Fächer“ bilden. Am Kopf ist das Fell kurz und glatt.
Die Färbung der Rasse ist nur eine, wenn auch mit Variationen: weiß mit braunen Platten. Die Farbe der Platten kann von einem hellen Zimtton bis zu einem satten, dunklen Leberbraun variieren. Die Platten können groß (einen „Mantel“ bildend) oder mittelgroß sein. Schimmel (roan) – kleine braune Flecken auf weißem Grund – ist erlaubt und sogar erwünscht. Andere Färbungen (schwarz-weiß, dreifarbig) sind für die Rasse unzulässig.
Charakter und Temperament
Wenn man den Charakter des Französischen Spaniels mit einem Wort beschreiben müsste, wäre dieses Wort „sanft“. Es sind unglaublich liebevolle, ausgeglichene und sozial orientierte Hunde. Ihnen fehlt jegliche Aggression oder Misstrauen gegenüber Menschen. Sie binden sich stark an ihre Familie und lieben es, im Mittelpunkt zu stehen, indem sie ihrem Besitzer von Zimmer zu Zimmer folgen.
Bei dieser Rasse zeigen sich deutlich zwei Seiten ihres Wesens:
- Zuhause: Er ist ein ruhiger, gehorsamer und sehr liebevoller Begleiter. Er liebt Kinder und ist bereit, ihre Spiele zu ertragen, wobei er erstaunliche Vorsicht zeigt. Er ist ein „Kletten-Hund“ im besten Sinne des Wortes.
- Im Feld (bei der Jagd): Der Hund verwandelt sich. Es zeigen sich Jagdeifer, Energie und volle Konzentration auf die Arbeit. Er demonstriert eine selbstbewusste, aber methodische Suche, Mut und eine ständige Verbindung zum Führer, dessen Position er regelmäßig überprüft.
Sensibilität und Intelligenz
Der Französische Spaniel ist ein sehr intelligenter und unglaublich sensibler Hund. Er spürt fein die Stimmung seines Besitzers und ist bestrebt, ihm zu gefallen. Diese Sensibilität hat auch eine Kehrseite: Der Hund reagiert extrem schlecht auf Schreie, Grobheit oder harte Erziehungsmethoden. Eine Bestrafung kann ihn dazu bringen, sich „zu verschließen“, ängstlich zu werden und die Zusammenarbeit zu verweigern. Er braucht einen geduldigen Besitzer, der mit „sanfter Hand“ und positiver Verstärkung arbeitet.
Sozialisierung: Kinder, Tiere und Fremde
- Mit Kindern: Ausgezeichnet. Dank ihres sanften und verspielten Charakters werden sie zu wunderbaren Kindermädchen und Spielpartnern.
- Mit anderen Hunden: Normalerweise sehr gut. Sie sind nicht konfliktscheu und sind es gewohnt, in der Meute mit anderen Jagdhunden zu arbeiten.
- Mit Fremden: Sie sind offen und freundlich. Er ist ein schlechter Wachhund – er wird sich eher über einen Einbrecher freuen, als ihn zu erschrecken.
- Mit anderen Tieren (Katzen, Nagetiere): Hier wird es kompliziert. Er ist ein Jagdhund mit einem starken Instinkt, Vögel und Kleintiere zu verfolgen. Obwohl sie friedlich mit einer Katze zusammenleben können, wenn sie zusammen aufgewachsen sind, werden sie kleine Tiere (Hamster, Kaninchen) oder Hausgeflügel höchstwahrscheinlich als Beute betrachten.
Ein wichtiger Aspekt: Französische Spaniels ertragen das Alleinsein nicht. Wenn sie lange alleingelassen werden, leiden sie und können Trennungsangst entwickeln, die sich in destruktivem Verhalten oder ständigem Bellen äußert. Dies ist ein Hund für Menschen, die viel Zeit zu Hause verbringen oder bereit sind, ihren Liebling mitzunehmen.
Pflege und Haltung

Fellpflege: Pflege von Fell und Ohren
Die Pflege des Französischen Spaniels ist nicht übermäßig kompliziert, erfordert aber Regelmäßigkeit, insbesondere in zwei Bereichen: Fell und Ohren.
- Fellpflege: Ihr langes, gewelltes Fell muss 2-3 Mal pro Woche gründlich gebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden. Besondere Aufmerksamkeit sollte den „Befederungen“ an Ohren, Läufen, Bauch und Rute gewidmet werden – genau dort verfangen sich am häufigsten Kletten und Schmutz. Die Rasse haart mäßig, normalerweise zweimal im Jahr (Frühling und Herbst).
- Baden: Der Hund wird nur bei Bedarf gebadet, wenn er wirklich schmutzig ist. Zu häufiges Waschen zerstört die natürliche Fettschicht, die Haut und Fell schützt.
- Ohrenpflege: Dies ist ein kritisch wichtiger Aspekt. Die Kombination aus langen Hängeohren, dichtem Fell und der Liebe zum Wasser schafft ideale Bedingungen für die Entwicklung von Bakterien und Pilzen. Die Ohren müssen täglich kontrolliert werden, besonders nach Spaziergängen oder dem Schwimmen. Mindestens einmal pro Woche sollten sie mit einer speziellen veterinärmedizinischen Lotion gereinigt werden, um Ohrenentzündungen (Otitis) vorzubeugen.
- Sonstiges: Schneiden Sie regelmäßig die Krallen (wenn sie sich nicht von selbst abnutzen) und achten Sie auf die Zahnhygiene.
Aktivitätsniveau und Lebensbedingungen
Dies ist eine hoch-energetische Arbeitsrasse. Der Französische Spaniel ist kein Hund für die Couch. Er braucht mindestens 1,5-2 Stunden aktive körperliche Betätigung täglich. Und das ist nicht nur ein langsamer Spaziergang an der Leine. Sie brauchen lebensnotwendig:
- Freilauf an einem sicheren Ort.
- Schwimmen: Die meisten Französischen Spaniels lieben das Wasser und sind ausgezeichnete Schwimmer.
- Mentale Auslastung: Suchspiele, Apportieren, „Nasenarbeit“ (scent work), Training.
Kann ein Französischer Spaniel in einer Wohnung leben? Theoretisch ja, aber nur unter der Bedingung, dass der Besitzer bereit ist, täglich mehrere Stunden für intensive Spaziergänge im Park, im Wald oder am Wasser zu widmen. Das ideale Zuhause für sie ist ein Privathaus mit einem großen, sicher eingezäunten Garten und Besitzern, die einen aktiven Lebensstil führen (Jäger, Wanderer, Läufer).
Training und Sozialisierung

Das Training eines Französischen Spaniels ist gleichzeitig Vergnügen und Herausforderung. Vergnügen – weil sie intelligent und extrem menschenbezogen sind und gefallen wollen. Herausforderung – weil ihre Sensibilität keine Fehler in den Methoden verzeiht.
Schlüssel zum erfolgreichen Training:
- Nur positive Verstärkung: Leckerlis, Lob, Spiele. Härte, Schreie, Rucken an der Leine oder jede körperliche Strafe haben katastrophale Folgen für die Psyche dieses Hundes.
- Geduld und Konsequenz: Sie sind klug, können aber etwas stur sein, wenn sie sich langweilen. Die Trainingseinheiten sollten kurz, interessant und positiv sein.
- Frühe Sozialisierung: Wie für jeden Hund ist dies wichtig. Aber für einen Jäger ist es doppelt wichtig, ihm beizubringen, richtig auf kleine Tiere und Vögel zu reagieren (obwohl der Instinkt dennoch die Oberhand gewinnen kann).
- Fokus auf den Rückruf: Der Befehl „Hierher!“ muss der wichtigste sein, angesichts ihres starken Jagdinstinkts.
Ihre jagdlichen Eigenschaften sind angeboren. Man muss ihnen nicht beibringen, vorzustehen oder zu apportieren – das liegt ihnen im Blut. Die Aufgabe des Trainers ist es, diese Instinkte zu lenken und dem Hund beizubringen, als Partner mit dem Menschen zu arbeiten. Ihr Arbeitsstil unterscheidet sich zum Beispiel von dem des blitzschnellen und explosiven Bretonischen Spaniels (Épagneul Breton). Der Französische Spaniel arbeitet methodischer, ruhiger und hält immer engen Kontakt zu seinem Führer.
Gesundheit: Typische Krankheiten
Französische Spaniels gelten als relativ gesunde und robuste Rasse mit einer guten Anpassungsfähigkeit an sowohl kaltes als auch warmes Klima. Wie bei vielen reinrassigen Hunden gibt es jedoch eine Anfälligkeit für bestimmte genetische und rassetypische Erkrankungen.
- Chronische Ohrenentzündungen (Otitis): Das ist das Problem Nr. 1 bei dieser Rasse. Aufgrund des anatomischen Aufbaus des Ohres (lang, hängend, behaart) und der Liebe zum Wasser sind sie extrem anfällig für Entzündungen. Dies erfordert keine Behandlung, sondern eine ständige, lebenslange Vorsorge seitens des Besitzers.
- Hüftgelenksdysplasie (HD): Ein weit verbreitetes Problem bei vielen mittelgroßen und großen Hunden. Verantwortungsvolle Züchter testen ihre Hunde vor der Zuchtzulassung (durch Röntgen).
- Ellbogendysplasie (ED): Kommt ebenfalls vor und sollte von Züchtern überprüft werden.
- Augenerkrankungen: Die Rasse kann anfällig für Progressive Retinaatrophie (PRA), die zur Erblindung führt, und Katarakte (Grauer Star) sein.
- Magendrehung (GDV): Wie viele Hunde mit tiefem Brustkorb haben sie ein gewisses Risiko. Besitzer sollten den Hund 2-3 Mal täglich mit kleineren Portionen füttern und keine aktiven Spiele oder Schwimmen direkt nach dem Fressen zulassen.
- Hautallergien: Einige Linien können zu Allergien (Futter- oder Umweltallergien) neigen, die sich in Juckreiz und Hautproblemen äußern.
Insgesamt ist der Französische Spaniel bei richtiger Pflege, Ernährung und regelmäßigen Tierarztbesuchen ein ausdauernder Hund, der ein langes und aktives Leben führen wird.
Ernährung: Wichtige Empfehlungen

Die Ernährung des Französischen Spaniels muss seinem hohen Aktivitätsniveau voll entsprechen. Er ist ein Arbeitshund, der viel Energie verbrennt. Die Grundlage der Ration sollte ein hochwertiges Futter (trocken oder natürlich) mit hohem Proteingehalt und moderatem Fettgehalt sein.
Wichtige Empfehlungen:
- Anpassung an die Aktivität: Die goldene Regel – die Futtermenge muss von der Belastung abhängen. Während der Jagdsaison oder an Tagen mit intensivem Training benötigt der Hund ein energiereiches Futter (Protein 28-32%, Fett 18-22%). In der „Nebensaison“, wenn der Hund weniger aktiv ist, sollte die Portion reduziert oder auf ein weniger kalorienreiches Futter umgestiegen werden (Protein 24-26%, Fett 14-16%), um Übergewicht zu vermeiden.
- Gesundheit von Fell und Gelenken: Die Ration sollte reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren (Fischöl, Leinöl) sein, um die Gesundheit der Haut und den Glanz des Fells zu unterstützen. Nützlich sind auch Ergänzungsmittel mit Glucosamin und Chondroitin zur Vorbeugung von Gelenkproblemen.
- Fütterungsregime: Um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren, sollte ein erwachsener Hund 2-3 Mal täglich mit kleinen Portionen gefüttert werden. Füttern Sie den Hund niemals direkt vor oder sofort nach intensiver Bewegung oder Schwimmen.
- Zugang zu Wasser: Der Hund muss immer frisches Trinkwasser zur Verfügung haben, besonders während und nach körperlicher Anstrengung.
Vermeiden Sie das Füttern vom Tisch, da dies nicht nur zu Fettleibigkeit führt, sondern bei empfindlichen Hunden auch Verdauungsstörungen verursachen kann.
Vor- und Nachteile der Rasse
| Pluspunkte (Vorteile) | Minuspunkte (Nachteile) |
|---|---|
| Außergewöhnlich sanfter Charakter: Einer der besten Begleiter, sehr liebevoll. | Hoher Aktivitätsbedarf: Nicht geeignet für Stubenhocker oder ein Leben „auf der Couch“. |
| Kommt hervorragend mit Kindern aus: Sehr geduldig und verspielt, ein idealer Familienhund. | Erträgt kein Alleinsein: Neigt zu Trennungsangst, kann nicht lange alleingelassen werden. |
| Hohe Intelligenz: Lernt leicht, wenn die richtigen (sanften) Methoden angewendet werden. | Extreme Sensibilität: Reagiert schlecht auf Schreie, Grobheit oder hartes Training. |
| Ausgeglichene Psyche: Ruhig im Haus, keine Aggressionen oder Nervosität. | Starker Jagdinstinkt: Kann Katzen, Vögel und Kleintiere jagen. |
| Guter Jäger: Ausgezeichneter Apportierer, liebt Wasser, guter Geruchssinn. | Hohes Risiko für Ohrenentzündungen: Erfordert ständige, sorgfältige Ohrenpflege. |
| Elegantes Aussehen: Schöner Hund mit prächtigem Fell. | Erfordert regelmäßige Fellpflege: Fell neigt zu Verfilzungen, muss oft gebürstet werden. |
| Relativ gesunde Rasse. | Seltene Rasse: Es kann schwierig sein, einen guten Züchter und einen Welpen zu finden. |
Interessante Fakten über den Französischen Spaniel
- Urahn der Setter: Es wird angenommen, dass der Französische Spaniel einer der Hauptvorfahren vieler moderner Setter-Rassen ist, insbesondere des Englischen und Irischen Setters.
- Von einem Priester gerettet: Die Rasse wurde im 19. Jahrhundert fast ausgerottet, verdrängt von englischen Rassen. Ihre Wiederbelebung ist das Verdienst eines Mannes, Abbé Fournier, der sein Leben dieser Aufgabe widmete.
- Kanadische Wurzeln: Obwohl die Rasse französisch ist, is sie in Kanada, besonders in der Provinz Québec, unglaublich beliebt. Viele glauben, dass kanadische Züchter im 20. Jahrhundert einen riesigen Beitrag zur Erhaltung und Entwicklung der Rasse geleistet haben.
- Nur eine Färbung: Im Gegensatz zu vielen anderen Jagdhunderassen, wie dem Picardie-Spaniel (der grau-geschimmelt sein kann), hat der Französische Spaniel nur eine anerkannte Färbung – weiß mit braunen Platten.
- „Weiches Maul“: Wie es sich für einen erstklassigen Apportierer gehört, haben Französische Spaniels ein sogenanntes „weiches Maul“ – sie bringen Wild (oder Spielzeug), ohne es zu beschädigen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Rasse
Haart der Französische Spaniel stark? Sie haaren mäßig, mit zwei ausgeprägten saisonalen Perioden (Frühling und Herbst). Ihr Fell muss nicht getrimmt werden, erfordert aber regelmäßiges Bürsten (2-3 Mal pro Woche), um abgestorbene Haare zu entfernen und Verfilzungen zu verhindern. Sie sind definitiv nicht „hypoallergen“.
Eignet sich der Französische Spaniel für eine Wohnung? Das ist äußerst unerwünscht. Theoretisch können sie sich anpassen, aber nur, wenn der Besitzer eine extrem aktive Person ist, die bereit ist, 2-3 Stunden täglich für intensive Übungen (Laufen, Schwimmen, Spiele) im Freien aufzuwenden. Ihre hohe Energie und ihr Platzbedarf machen sie ideal für ein Privathaus mit Garten.
Verträgt sich der Französische Spaniel mit Katzen und anderen Tieren? Das ist kompliziert. Sie haben einen sehr starken Jagdinstinkt, besonders gegenüber Vögeln und Nagetieren. Mit einer Katze können sie auskommen, wenn sie von klein auf zusammen aufgewachsen sind. Aber selbst in diesem Fall kann der Instinkt die Oberhand gewinnen, besonders draußen. Es wird kategorisch nicht empfohlen, sie im selben Haus mit Ziervögeln oder Hamstern zu halten.
Kann man ihn allein lassen, während man zur Arbeit geht? Nein. Dies ist eien der Rassen, die das Alleinsein am schlechtesten ertragen. Sie sind auf den Menschen fixiert und leiden ohne seine Gesellschaft. Wenn sie 8 Stunden allein gelassen werden, entwickeln sie fast garantiert Trennungsangst, die sich in der Zerstörung von Möbeln, ständigem Bellen oder Heulen äußern kann.
Ist er ein guter Wachhund? Absolut nicht. Ihr Standard beschreibt sie als freundlich und sozial. Sie werden einen Fremden höchstwahrscheinlich freudig begrüßen und ihn zum Spielen einladen. Sie bellen vielleicht, um einen Gast anzukündigen, aber damit enden ihre „Wach“-Funktionen.
Was ist der Unterschied zwischen ihm und dem Englischen Setter? Obwohl sie wahrscheinlich gemeinsame Vorfahren haben, sind es unterschiedliche Rassen. Der Englische Setter ist in der Regel schneller, hat eine weitere und „explosivere“ Suche. Der Französische Spaniel arbeitet methodischer, ruhiger und hält sich näher an seinem Führer, wobei er ständig Kontakt hält. Vom Charakter her gilt der Französische Spaniel allgemein als sanfter und sensibler.
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- Braucht Nasenarbeit oder Jagd
- Erträgt kein Alleinsein
- Hängeohren neigen zu Entzündungen
| Epagneul Breton | Picardie-Spaniel | English Springer Spaniel | |
|---|---|---|---|
| Höhe | 47–52 cm | 55–62 cm | 48–56 cm |
| Energie | 5 | 4 | 4.5 |
| Wohnung | 2.5 | 2.5 | 2.5 |
| Anfänger | 3.5 | 3.5 | 3.5 |
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