| Höhe | 55–65 cm |
| Gewicht | 22–40 kg |
| Lebenserwartung | 9–13 Jahre |
| FCI-Gruppe | 1 · Hütehunde |
| Herkunft | Deutschland |
Genaue Bewertungen
- Hüft-/Ellbogendysplasie
- Degenerative Myelopathie (DM)
- Magendrehung (Bloat)
- Exokrine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz (EPI)
- Allergien
Für eine große aktive Rasse — hochwertiges Eiweiß und Wachstumskontrolle im Welpenalter (um die Gelenke nicht zu überlasten). Aus erhöhtem Napf in kleinen Portionen füttern (Magendrehungsrisiko), Chondroprotektiva für die Gelenke ergänzen.
Der Deutsche Schäferhund Langstockhaar (Long-haired German Shepherd) ist eine Variante der weltberühmten Rasse, die mit ihrem prächtigen Fell besticht und dabei alle besten Eigenschaften des klassischen Deutschen Schäferhundes beibehält: Intelligenz, Treue und Vielseitigkeit. Obwohl langes Fell einst als Abweichung vom Standard galt, haben diese Hunde heute die Herzen vieler Liebhaber erobert und offizielle Anerkennung gefunden. Sie ziehen nicht nur durch ihr eindrucksvolles Äußeres – insbesondere durch dichte Fellbüschel am Ohrenansatz und einen buschigen Schwanz – die Blicke auf sich, sondern auch durch ihren ausgeglichenen Charakter. Mehr über die Besonderheiten des Langstockhaar-Schäferhundes erfahren Sie in diesem detaillierten Überblick, der von der Webseite Tvaryny für Sie vorbereitet wurde.
Wie ihre kurzhaarigen Verwandten gehören auch die Langstockhaar-Schäferhunde zu den intelligentesten Hunden und zeigen außergewöhnliche Fähigkeiten beim Lernen und bei der Ausführung verschiedenster Aufgaben. Ihre Eleganz verbindet sich mit Kraft und Ausdauer, was sie nicht nur zu wunderbaren Begleitern, sondern auch zu zuverlässigen Diensthunden macht. Obwohl langstockhaarige Welpen auch bei Eltern von stockhaarigen Deutschen Schäferhunden geboren werden können, hat diese Variante ihre eigenen einzigartigen Merkmale, insbesondere bei der Pflege, die potenzielle Besitzer kennen sollten.
Deutscher Schäferhund Langstockhaar: Allgemeiner Überblick und Hauptmerkmale

Der Deutsche Schäferhund Langstockhaar ist ein mittelgroßer Hund von kräftigem, muskulösem Körperbau, leicht gestrecktem Format und mit charakteristisch langem, dichtem Fell. Er strahlt Selbstbewusstsein, Adel und Wachsamkeit aus. Die Hauptmerkmale der Rasse sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Offizieller Name | Deutscher Schäferhund Langstockhaar (mit Unterwolle) |
| Herkunft | Deutschland |
| Anerkennung der Langstockhaar-Variante durch die FCI | 2010-2011 (als eigenständige Haarvariante innerhalb der Rasse) |
| Rassegründer (des Deutschen Schäferhundes allgemein) | Max von Stephanitz |
| Lebenserwartung | 9-13 Jahre (durchschnittlich) |
| Widerristhöhe (gemäß FCI-Standard Nr. 166) | Rüden: 60-65 cm; Hündinnen: 55-60 cm |
| Gewicht (gemäß FCI-Standard Nr. 166) | Rüden: 30-40 kg; Hündinnen: 22-32 kg |
| Felltyp | Lang, weicher als bei Stockhaar, mit gut entwickelter Unterwolle. Charakteristische „Fahnen“ an Ohren und Läufen, „Mähne“ am Hals, buschige „Hosen“ und eine dichte Rute. |
| Hauptfarben | Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen, Schwarz, Grau gewolkt mit dunklerer Wolkung. |
| Temperament | Ausgeglichen, selbstsicher, mutig, wachsam, treu, lernwillig, mit ausgeprägtem Schutztrieb. Kann etwas sanfter und sensibler als die Stockhaar-Variante sein, der Standard fordert jedoch das gleiche Wesen. |
| Verwendung | Diensthund (Polizei, Militär, Schutz, Rettung), Hütehund, Blindenführhund, Sporthund (Schutzhund/IPO, Agility, Obedience), Begleithund, Ausstellungshund. |
| Aktivitätslevel | Hoch (benötigt regelmäßige und intensive körperliche sowie geistige Auslastung) |
| Lernfähigkeit | Sehr hoch |
| Pflegeaufwand | Hoch (aufgrund des langen Fells) |
Geschichte des Deutschen Schäferhundes Langstockhaar
Die Geschichte des Langstockhaar-Schäferhundes ist eng mit der des klassischen, stockhaarigen Deutschen Schäferhundes verwoben. Als Begründer der Rasse gilt Rittmeister Max von Stephanitz, der sich Ende des 19. Jahrhunderts das Ziel setzte, den idealen deutschen Gebrauchshund zu schaffen. Er wählte die besten Vertreter lokaler Hütehunde aus Deutschland aus, wobei er sich auf deren Arbeitsqualitäten, Intelligenz und Ausdauer konzentrierte. Der erste registrierte Deutsche Schäferhund war Horand von Grafrath im Jahr 1899, und im selben Jahr wurde der Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) gegründet.
Von Anfang an traten in den Würfen Deutscher Schäferhunde gelegentlich Welpen mit längerem Fell auf. Dies war ein natürlicher Ausdruck genetischer Vielfalt. Über lange Zeit hinweg betrachtete der Rassestandard, der hauptsächlich auf Gebrauchseigenschaften und Praktikabilität ausgerichtet war, langes Fell jedoch als unerwünschtes Merkmal und manchmal sogar als Fehler. Man glaubte, dass zu langes Fell den Hund bei der Arbeit behindern, Schmutz ansammeln, nass werden und länger zum Trocknen brauchen könnte, was für Diensthunde, die oft unter schwierigen Wetterbedingungen arbeiteten, unpraktisch war. Daher wurden langhaarige Exemplare oft von der Zucht ausgeschlossen.
Trotz der offiziellen Haltung schätzten viele Liebhaber der Rasse die langhaarigen Deutschen Schäferhunde wegen ihres eindrucksvollen Aussehens und bemerkten oft ihr etwas sanfteres und ruhigeres Temperament, auch wenn dies keine allgemein anerkannte Tatsache war. Enthusiasten züchteten weiterhin langhaarige Hunde, und mit der Zeit wuchs ihre Beliebtheit, insbesondere als Begleit- und Ausstellungshunde.
Der Wendepunkt kam in den Jahren 2010-2011, als die Fédération Cynologique Internationale (FCI) den Deutschen Schäferhund Langstockhaar (Langstockhaar mit Unterwolle) offiziell als eigenständige Haarvariante innerhalb des Rassestandards anerkannte. Dies war ein großer Sieg für die Anhänger der langhaarigen Variante. Eine wichtige Bedingung für die Anerkennung war das Vorhandensein einer gut entwickelten Unterwolle, da Hunde mit sehr langem, weichem Fell ohne Unterwolle (sogenanntes „Langhaar“) aufgrund der geringeren Praktikabilität und Schutzfunktion eines solchen Fells immer noch nicht dem Standard entsprechen. Somit ist der moderne Langstockhaar-Schäferhund nicht nur ein Hund mit langem Fell, sondern ein Tier, das wie sein stockhaariger Verwandter den strengen Anforderungen des Standards entspricht.
Aussehen und Standard des Deutschen Schäferhundes Langstockhaar

Im Großen und Ganzen entspricht der Deutsche Schäferhund Langstockhaar den gleichen Kriterien des FCI-Standards Nr. 166 wie die stockhaarige Variante, mit Ausnahme der Beschreibung des Haarkleides. Er ist ein mittelgroßer, kräftiger, muskulöser Hund mit harmonischen Proportionen und edler Haltung.
Allgemeines Erscheinungsbild und Proportionen: Wie die stockhaarige ist auch die langstockhaarige Variante ein Hund von leicht gestrecktem Format, bei dem die Körperlänge die Widerristhöhe um etwa 10-17% übertrifft. Die Widerristhöhe für Rüden beträgt 60-65 cm, für Hündinnen 55-60 cm. Das Gewicht liegt bei 30-40 kg für Rüden und 22-32 kg für Hündinnen.
Kopf, Augen, Ohren: Keilförmiger Kopf, proportional zum Körper. Mandelförmige Augen von möglichst dunkler Farbe, die dem Hund einen intelligenten und selbstbewussten Ausdruck verleihen. Mittelgroße, aufrecht stehende Ohren, hoch angesetzt und nach vorne gerichtet.
Körper und Gliedmaßen: Kräftiger Körper mit gerader Rückenlinie, gut entwickeltem Widerrist und leicht abfallender Kruppe. Die Gliedmaßen sind stark, muskulös und korrekt gewinkelt, was den für die Rasse charakteristischen raumgreifenden und ausdauernden Trab ermöglicht.
Fell (Langstockhaar mit Unterwolle): Dies ist der Hauptunterschied. Der Langstockhaar-Schäferhund hat langes, dichtes, weicheres Deckhaar als die stockhaarige Variante, das jedoch nicht übermäßig seidig ist und eng am Körper anliegt, sowie eine gut entwickelte, dichte Unterwolle. Das Vorhandensein von Unterwolle ist zwingend erforderlich. Das Fell bildet charakteristische:
- Eine „Mähne“ am Hals, die recht üppig sein kann.
- „Fahnen“ (längeres Haar) an der Rückseite der Ohren und der Rückseite der Vorderläufe (vom Ellbogen bis zum Fesseln).
- Üppige „Hosen“ an der Rückseite der Oberschenkel.
- Eine sehr dichte und buschige Rute, die mindestens bis zum Sprunggelenk reicht, mit herabhängendem Haar.
Am Kopf, an der Innenseite der Ohren, an der Vorderseite der Gliedmaßen und an den Pfoten ist das Fell kürzer. Das Fell sollte nicht übermäßig lang, lockig, wellig sein oder einen Scheitel auf dem Rücken bilden. Zu weiches, seidiges oder watteartiges Fell sowie fehlende Unterwolle sind Mängel.
Farben: Die zulässigen Farben sind die gleichen wie für die stockhaarige Variante: Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen: Ein schwarzer „Sattel“ bedeckt den Rücken, die Seiten und die Oberseite der Rute. Eine schwarze Maske im Gesicht ist zwingend. Schwarz: Einfarbig schwarz. Kleine weiße Abzeichen an der Brust sind möglich, aber unerwünscht. Grau gewolkt oder rötlich gewolkt: Jedes Deckhaar hat abwechselnd helle und dunkle Zonen. Eine schwarze Maske ist obligatorisch. Weiße Färbung wird vom FCI-Standard für den Deutschen Schäferhund nicht anerkannt; Hunde mit weißer Farbe gehören zu einer eigenen Rasse – dem Weißen Schweizer Schäferhund.
Charakter und Temperament des Deutschen Schäferhundes Langstockhaar

Gemäß dem FCI-Standard sollte das Wesen und Temperament des Langstockhaar-Schäferhundes dem der stockhaarigen Variante entsprechen. Das bedeutet, der Hund sollte ausgeglichen, nervenstark, selbstsicher, absolut natürlich, aufmerksam und gehorsam sein. Er muss Mut, Kampftrieb und Härte zeigen, um als Begleit-, Wach-, Schutz-, Dienst- oder Hütehund geeignet zu sein.
Unter Besitzern und einigen Züchtern herrscht jedoch die Meinung, dass Langstockhaar-Schäferhunde etwas sanfter, ruhiger und sensibler sein können als ihre stockhaarigen Gegenstücke, insbesondere jene aus Showlinien. Sie können stärker auf die Familie ausgerichtet und weniger dominant sein, obwohl dies keine allgemein anerkannte Regel ist und stark von der jeweiligen Zuchtlinie und der individuellen Erziehung abhängt. In jedem Fall sind es außerordentlich intelligente und treue Hunde, die eine starke Bindung zu ihrer Familie aufbauen.
- Intelligenz und Lernfähigkeit: Ihr hohes Maß an Intelligenz ermöglicht es ihnen, Befehle und komplexe Fähigkeiten schnell zu erlernen. Sie streben danach, ihrem Besitzer zu gefallen und genießen geistige Arbeit.
- Treue: Sehr loyal gegenüber ihrer Familie und bereit, sie zu verteidigen.
- Mut und Selbstvertrauen: Sollten nicht ängstlich oder grundlos aggressiv sein.
- Schutztrieb: Geborene Wachhunde, benötigen aber eine korrekte Sozialisierung, um diese Eigenschaften angemessen zu zeigen.
- Energie: Wie alle Deutschen Schäferhunde benötigen auch die Langstockhaar-Varianten viel körperliche und geistige Auslastung. Sie brauchen eine „Aufgabe“ oder aktive Beschäftigung, um glücklich zu sein. Dies ähnelt den Bedürfnissen anderer aktiver Hütehunderassen wie dem Mudi, der ebenfalls bei entsprechenden Aufgaben aufblüht.
- Sozialverhalten: Bei richtiger Sozialisierung vertragen sie sich in der Regel gut mit den Kindern ihrer Familie. Mit anderen Tieren können sie zusammenleben, besonders wenn sie gemeinsam aufgewachsen sind, erfordern aber Aufsicht.
Man sollte nicht vergessen, dass der Langstockhaar-Schäferhund ein ernstzunehmender Hund ist, der einen erfahrenen und verantwortungsbewussten Besitzer benötigt, der bereit ist, Zeit in seine Erziehung, Ausbildung, Sozialisierung und die Bereitstellung der notwendigen Auslastung zu investieren. Ohne Aufmerksamkeit und Beschäftigung kann er unerwünschte Charaktereigenschaften entwickeln.
Gesundheit des Deutschen Schäferhundes Langstockhaar: Typische Krankheiten und Prävention

Langstockhaar-Schäferhunde neigen zu denselben genetischen Erkrankungen wie die stockhaarigen. Eine verantwortungsvolle Zucht mit obligatorischen Tests der Zuchttiere hilft, das Risiko ihres Auftretens zu verringern. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 9-13 Jahre.
Häufigste Erbkrankheiten:
- Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED): Die häufigsten Probleme des Bewegungsapparates bei der Rasse. Es handelt sich um eine Fehlentwicklung der Gelenke, die zu Schmerzen, Arthritis und Lahmheit führt. Eine Röntgenuntersuchung der Elterntiere ist für die Zuchtzulassung obligatorisch.
- Degenerative Myelopathie (DM): Eine neurologische Erkrankung, die zu einer fortschreitenden Lähmung der Hinterläufe führt. Es gibt einen Gentest dafür.
- Magendrehung (GDV): Ein lebensbedrohlicher Zustand, der häufiger bei großen Rassen mit tiefem Brustkorb auftritt.
- Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI): Eine Verdauungsstörung aufgrund unzureichender Enzymproduktion.
- Allergien: Futtermittel- und Umweltallergien (Atopie), die sich durch Juckreiz und Hautprobleme äußern.
Spezifische Aspekte für die Langstockhaar-Variante:
- Hautprobleme: Langes und dichtes Fell kann die Entwicklung von Hautinfektionen (bakteriell, pilzbedingt) wie „Hot Spots“ (akute feuchte Dermatitis) begünstigen, insbesondere wenn das Fell nicht richtig trocknet oder sich Verfilzungen bilden. Es ist wichtig, die Haut sauber und trocken zu halten.
- Überhitzung: Bei heißem Wetter neigen langhaarige Hunde eher zur Überhitzung. Sie benötigen einen kühlen Ort, Zugang zu Wasser und sollten bei Hitze intensive Anstrengungen vermeiden.
- Parasiten: In langem Fell können sich Flöhe und Zecken leichter verstecken, daher ist eine gründliche und regelmäßige Behandlung gegen Ektoparasiten erforderlich.
- Augenkrankheiten: Wie die stockhaarigen können sie an Pannus (chronische oberflächliche Keratitis) und anderen ophthalmologischen Problemen leiden. Regelmäßige Untersuchungen beim Tieraugenarzt sind wichtig.
Prävention:
- Wahl eines Welpen von verantwortungsbewussten Züchtern, die die Elterntiere testen.
- Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, Impfungen, Entwurmungen.
- Ausgewogene Ernährung mit hochwertigem Futter.
- Gewichtskontrolle, insbesondere während der Wachstumsphase.
- Angemessene körperliche Belastung, die die Gelenke eines jungen Hundes nicht überfordert.
- Sorgfältige Pflege des langen Fells zur Vorbeugung von Hautproblemen.
Fellpflege beim Deutschen Schäferhund Langstockhaar

Die Pflege des prächtigen Fells des Langstockhaar-Schäferhundes ist einer der wichtigsten und anspruchsvollsten Aspekte der Haltung dieser Rasse. Ohne regelmäßige und richtige Fellpflege kann das Haar verfilzen, was dem Hund Unbehagen bereitet, Hautreizungen verursacht und zu dermatologischen Problemen führen kann. Eine ähnlich sorgfältige Pflege ist auch für andere langhaarige Hütehunderassen wie den Tervueren charakteristisch.
- Häufigkeit des Bürstens: Der Langstockhaar-Schäferhund muss mindestens 3-4 Mal pro Woche gebürstet werden, idealerweise täglich oder jeden zweiten Tag, besonders während des intensiven Fellwechsels (Frühling und Herbst). Dies hilft, abgestorbene Unterwolle zu entfernen, Verfilzungen vorzubeugen und die natürlichen Hautfette im Fell zu verteilen, was ihm einen gesunden Glanz verleiht.
- Pflegewerkzeuge:
- Zupfbürste (Slicker): Gut geeignet zum Entwirren kleiner Verfilzungen und zum Entfernen abgestorbener Haare.
- Kamm mit Metallzinken unterschiedlicher Dichte: Zum Durchkämmen und zur Kontrolle auf Verfilzungen nach dem Bürsten.
- Unterwollkamm oder -harke: Sehr effektiv zum Entfernen großer Mengen abgestorbener Unterwolle während des Fellwechsels. Vorsichtig anwenden, um Deckhaar und Haut nicht zu beschädigen.
- Entfilzer (Dematting Tool): Zum sicheren Entfernen von Verfilzungen, die sich nicht auskämmen lassen.
- Schere mit abgerundeten Spitzen: Zum Kürzen des Fells um die Pfotenballen und in den Intimbereichen aus hygienischen Gründen.
- Bürsttechnik: Bürsten Sie das Fell Schicht für Schicht, beginnend an der Haut, in Haarwuchsrichtung. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Stellen, an denen sich am häufigsten Verfilzungen bilden: hinter den Ohren, am Hals („Mähne“), unter den Achseln, an den „Hosen“ und an der Rute.
- Baden: Baden Sie den Langstockhaar-Schäferhund nur bei Bedarf, normalerweise 1-2 Mal alle paar Monate, oder wenn der Hund stark verschmutzt ist. Zu häufiges Baden kann Haut und Fell austrocknen. Verwenden Sie hochwertige Shampoos und Spülungen, die speziell für langhaarige Hunde entwickelt wurden. Spülen Sie alle Produkte gründlich aus und trocknen Sie das Fell gut mit einem Handtuch und einem Föhn (bei niedriger oder mittlerer Temperatur), um Unterkühlung und die Entwicklung von Hautproblemen durch Feuchtigkeit zu vermeiden.
- Fellwechsel: Seien Sie auf eine erhebliche Menge an Haaren im Haus vorbereitet, besonders während des saisonalen Fellwechsels. Regelmäßiges Auskämmen hilft, dieses Problem zu minimieren.
- Professionelle Pflege: Wenn Sie sich unsicher sind oder nicht genügend Zeit haben, können Sie regelmäßig einen professionellen Hundefriseur aufsuchen, der Ihnen hilft, das Fell Ihres Lieblings in perfektem Zustand zu halten.
Neben der Fellpflege sollten Sie auch die regelmäßige Reinigung von Ohren, Augen, Zähnen und das Kürzen der Krallen nicht vergessen, wie bei jedem anderen Hund auch.
Ausbildung, Erziehung und Sozialisierung des Deutschen Schäferhundes Langstockhaar

Die Grundsätze der Ausbildung, Erziehung und Sozialisierung des Langstockhaar-Schäferhundes unterscheiden sich im Allgemeinen nicht von denen seiner stockhaarigen Verwandten. Es sind außerordentlich intelligente Hunde, die ihrem Besitzer gefallen wollen und ein großes Lernpotenzial haben.
- Frühe Sozialisierung: Kritisch wichtig für die Entwicklung eines ausgeglichenen und selbstbewussten Hundes. Machen Sie ihn von klein auf mit verschiedenen Menschen, Geräuschen, Orten und anderen Tieren (unter Aufsicht) vertraut.
- Positive Verstärkung: Sie reagieren am besten auf Methoden, die auf Lob, Leckerlis und Spielmotivation basieren. Vermeiden Sie Härte und Bestrafung.
- Konsequenz und Geduld: Seien Sie konsequent in Ihren Anforderungen und geduldig während der Ausbildung.
- Geistige Stimulation: Aufgrund ihrer hohen Intelligenz benötigen sie regelmäßige geistige Auslastung: das Erlernen neuer Befehle, Tricks, Intelligenzspiele, die Teilnahme an Hundesportarten (Obedience, Agility, Fährtenarbeit).
- Hundeschule: Es wird empfohlen, zumindest einen Grundkurs in Gehorsam unter der Anleitung eines erfahrenen Trainers zu absolvieren. Für diejenigen, die ernsthaftere Arbeit oder Sport planen, gibt es spezialisierte Programme.
Ohne entsprechende Erfahrung wird es kaum gelingen, Ihrem Hund die Qualitäten eines „Filmhundes“ selbst beizubringen. Die Hilfe eines Profis kann das Potenzial Ihres Hundes freisetzen und zu einer harmonischen Beziehung beitragen.
Ernährung des Deutschen Schäferhundes Langstockhaar: Wichtige Empfehlungen
Die Ernährung des Langstockhaar-Schäferhundes sollte ausgewogen, hochwertig und an sein Alter, seine Größe, sein Aktivitätsniveau und seine individuellen Bedürfnisse angepasst sein. Der Hauptbestandteil ist hochwertiges tierisches Protein (Fleisch, Geflügel, Fisch).
- Fertigfutter: Wählen Sie Futter der Premium-, Super-Premium- oder Holistic-Klasse für große Hunderassen. Einige Hersteller bieten Formeln an, die mit Komponenten für eine gesunde Haut und ein gesundes Fell angereichert sind (z. B. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Biotin, Zink), was für langhaarige Hunde von Vorteil sein kann.
- BARF/Rohfütterung: Erfordert eine sorgfältige Planung und Beratung durch einen Tierernährungsberater, um eine vollständige Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen zu gewährleisten. Umfasst mageres Fleisch, Innereien, Getreide (Buchweizen, Reis), Gemüse und fermentierte Milchprodukte.
- Schädliche Produkte vermeiden: Kartoffeln und Mehlprodukte in großen Mengen sollten eingeschränkt werden, da sie schwer verdaulich sein und zur Gewichtszunahme beitragen können. Der Hund neigt zu Blähungen und Fettleibigkeit, daher ist es wichtig, nicht zu überfüttern und die Portionsgrößen zu kontrollieren.
- Fette: Benötigt eine moderate Menge an hochwertigen Fetten für Energie und ein gesundes Fell.
- Fütterungsregime: Erwachsene Hunde werden normalerweise 2 Mal am Tag gefüttert. Stellen Sie immer freien Zugang zu frischem, sauberem Wasser sicher.
Eine ausgewogene Futterzusammensetzung ist eine notwendige Voraussetzung für die Gesundheit und Schönheit Ihres Haustieres. Bei Zweifeln bezüglich der Ernährung, insbesondere bei Anzeichen von Allergien oder Hautproblemen, wenden Sie sich an einen Tierarzt.
Vor- und Nachteile des Deutschen Schäferhundes Langstockhaar

| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Eindrucksvolles Aussehen: Das prächtige lange Fell macht sie sehr attraktiv. | Sehr hoher Pflegeaufwand: Benötigen tägliches oder häufiges Bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden und das Fell gesund zu halten. |
| Hohe Intelligenz und Lernfähigkeit: Einer der klügsten Hunde, leicht zu trainieren. | Intensiver Fellwechsel: Haaren stark, besonders saisonal, was viele Haare hinterlässt. |
| Treue und Loyalität: Sehr an ihre Familie gebunden, ausgezeichnete Begleiter. | Anfälligkeit für bestimmte Erbkrankheiten: Wie die stockhaarigen haben sie ein Risiko für HD, DM etc. |
| Vielseitigkeit: Können hervorragende Diensthunde, Wachhunde und Sportler sein. | Hoher Bedarf an körperlicher und geistiger Auslastung: Benötigen viel Aktivität und Stimulation. |
| In der Regel guter Charakter (bei richtiger Erziehung): Ausgeglichen, mutig, gut im Umgang mit Kindern. | Können bei unzureichender Pflege aufgrund des langen Fells zu Hautproblemen neigen. |
| Hervorragende Schutzeigenschaften. | Benötigen einen erfahrenen Besitzer, um ihr Arbeitspotenzial voll auszuschöpfen. |
| Empfindlicher gegenüber Hitze als die stockhaarige Variante. |
Interessante Fakten über den Deutschen Schäferhund Langstockhaar
- Das Langhaargen: Langes Fell bei Deutschen Schäferhunden wird durch ein rezessives Gen verursacht. Das bedeutet, dass zwei stockhaarige Elterntiere, die Träger dieses Gens sind, langstockhaarige Welpen bekommen können.
- Die „verbotene Frucht“: Lange Zeit wurden Langstockhaar-Schäferhunde nicht offiziell anerkannt und in vielen Ländern als „Zuchtfehler“ angesehen, trotz ihrer Beliebtheit bei Liebhabern.
- Zwei Arten von langem Fell: Es ist wichtig, zwischen „Langstockhaar mit Unterwolle“, das von der FCI anerkannt ist, und „Langhaar“ (einfach langes Haar ohne ausreichende Unterwolle), das aufgrund der geringeren Schutzfunktion des Fells immer noch als unerwünscht gilt, zu unterscheiden.
- Visueller Unterschied: Abgesehen von der offensichtlichen Länge des Fells sehen Langstockhaar-Hunde oft etwas massiger und „flauschiger“ aus als ihre stockhaarigen Artgenossen, obwohl ihr Knochenbau derselbe ist.
- Beliebtheit im Show-Ring: Nach der offiziellen Anerkennung sind Langstockhaar-Schäferhunde aufgrund ihres eindrucksvollen Aussehens auf Hundeausstellungen sehr beliebt geworden.
- Temperaturempfindlichkeit: Obwohl die Unterwolle einen guten Schutz bietet, kann das sehr dichte lange Fell sie im Vergleich zu stockhaarigen Hunden empfindlicher gegenüber heißem Wetter machen.
Häufig gestellte Fragen zum Deutschen Schäferhund Langstockhaar (FAQ)
Ist die Pflege eines Langstockhaar-Schäferhundes aufwändiger als die eines stockhaarigen?
Ja, erheblich aufwändiger. Das lange Fell erfordert regelmäßiges, fast tägliches Bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden und die Haut gesund zu halten. Die stockhaarige Variante benötigt weniger intensive Pflege.
Haaren Langstockhaar-Schäferhunde mehr als stockhaarige?
Beide Varianten haaren stark, besonders saisonal. Die Menge der Haare kann bei den Langstockhaar-Hunden aufgrund der Länge der einzelnen Haare größer erscheinen, aber die Intensität des Unterwollwechsels ist ähnlich. Der Hauptunterschied liegt im Bedarf an gründlicherem Auskämmen des langen Fells.
Unterscheidet sich der Charakter des Langstockhaar-Schäferhundes von dem des stockhaarigen?
Der offizielle Rassestandard fordert für beide Varianten das gleiche Temperament. Einige Besitzer und Züchter stellen jedoch fest, dass Langstockhaar-Exemplare etwas sanfter, ruhiger und sensibler sein können. Dies ist keine Regel und hängt von der Zuchtlinie und den individuellen Eigenschaften ab.
Frieren Langstockhaar-Schäferhunde im Winter?
Dank ihres dichten langen Fells und der gut entwickelten Unterwolle vertragen sie kaltes Wetter gut, vorausgesetzt, das Fell ist trocken und gepflegt. Nasses, verfilztes Fell verliert seine wärmeisolierenden Eigenschaften.
Kann man einen Langstockhaar-Schäferhund scheren?
Normalerweise wird das Scheren nicht empfohlen, da es die natürliche Struktur des Fells und seine Schutzfunktionen beeinträchtigen kann. Ein hygienisches Kürzen des Fells um die Pfoten, Ohren und im Intimbereich ist zulässig. Wenn eine erhebliche Erleichterung des Fells erforderlich ist (z. B. aus medizinischen Gründen oder bei starken Verfilzungen), ist es am besten, sich an einen professionellen Hundefriseur zu wenden, der die Besonderheiten der Rasse kennt.
Video über die Rasse
- Außerordentlich klug und ausbildbar
- Treu, an die Familie gebunden
- Vielseitig: Schutz, Sport, Dienst
- Mutiger und selbstsicherer Beschützer
- Braucht viel Arbeit und Aktivität
- Haart das ganze Jahr stark
- Neigung zu Gelenkdysplasie
- Ohne Sozialisierung — Misstrauen/Ängstlichkeit
| Belgischer Schäferhund (Malinois) | Rottweiler | Dobermann | |
|---|---|---|---|
| Höhe | 56–66 cm | 56–69 cm | 63–72 cm |
| Energie | 5 | 3.5 | 4.5 |
| Wohnung | 2 | 2.5 | 2.5 |
| Anfänger | 2 | 2.5 | 2.5 |
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