Stabyhoun

By tvaryny
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Der Stabyhoun, oder Friesische Vorstehhund (Frisian Pointer), gilt als einer der nationalen Schätze der Niederlande. Vertreter dieser seltenen Rasse vielseitiger Jagdhunde sind dank ihres ruhigen, freundlichen Wesens hervorragende Familienhunde. Die robuste Gesundheit der Stabyhouns, ihr relativ geringer Pflegeaufwand und ihr ausgeprägter Wachtrieb ermöglichen die Haltung des Hundes in einer Wohnung, vorausgesetzt, er wird ausreichend ausgelastet. Die arbeitswilligen Vertreter der Rasse fühlen sich jedoch im Trubel eines ländlichen Arbeitslebens wohler. Die Niederländer schätzen die friesischen Vorstehhunde für ihre Zuverlässigkeit in verschiedenen Lebenssituationen, weshalb die Stabyhouns treue Begleiter für Familien vor Ort geworden sind. Mehr dazu auf Tvaryny.

Stabyhoun: Kurzinformation zur Rasse

OriginalnameStabyhoun / Stabijhoun / Frisian Pointer
HerkunftslandNiederlande (Friesland)
FCI-GruppeGruppe 7 (Vorstehhunde), Sektion 1.2 (Kontinentale Vorstehhunde, Typ „Spaniel“)
Lebenserwartung13-15 Jahre
WiderristhöheRüden: 50-53 cm
Hündinnen: 48-51 cm
GewichtRüden: 20-25 kg
Hündinnen: 18-23 kg
TemperamentAnhänglich, intelligent, ruhig, eigensinnig, sanftmütig, ausgezeichneter Wachhund
EnergieniveauHoch (benötigt tägliche Auslastung)
HaarwechselMittel, mit zwei ausgeprägten saisonalen Höhepunkten
PflegeGering (selbstreinigendes Fell)
VerwendungJagd (insbesondere auf Kleinwild und Maulwürfe), Begleithund, Wachhund

Ursprungsgeschichte

Diese zahlenmäßig kleine und alte Rasse stammt aus Friesland (Friesland) – einer Provinz im Nordosten der Niederlande. Der Name „Stabyhoun“ (oder „Stabijhoun“) stammt aus der friesischen Sprache und bedeutet wahrscheinlich „Hund, der bei mir steht“ (von „sta mij bij“ – „steh mir bei“ und „houn“ – „Hund“). Dies beschreibt perfekt seine Rolle als vielseitiger Hofhund.

Der Stabyhoun war der Hund des „kleinen Mannes“ oder des Kleinbauern, der es sich nicht leisten konnte, mehrere spezialisierte Hunde zu halten. Daher erfüllte der Stabyhoun eine Vielzahl von Aufgaben: Er war ein ausgezeichneter Jäger, besonders auf Kleinwild (Füchse, Marder), Vögel, und hatte auch eine für einen Vorstehhund einzigartige Spezialisierung – die Jagd auf Maulwürfe und Ratten. Neben der Jagd diente er als zuverlässiger, aber nicht aggressiver Wachhund und wurde manchmal sogar vor leichte Karren gespannt, um Milch zum Markt zu transportieren.

Es wird angenommen, dass die niederländischen Stabyhouns durch Kreuzung lokaler friesischer Hunde mit spanischen und anderen Spaniels, die während der spanischen Besatzung (16.-17. Jahrhundert) in die Niederlande gebracht wurden, entstanden sind. Zu den Vorfahren der Rasse zählen deutsche und Französische Spaniels (möglicherweise sogar Pont-Audemer-Spaniels) sowie der Drentsche Patrijshond.

Historisch gesehen wurde der Stabyhoun oft zusammen mit dem Wetterhoun – einer anderen friesischen Rasse – gehalten. Der Stabyhoun war der „sanfte“ Vorstehhund, der das Wild anzeigte, während der robustere Wetterhoun für die Jagd auf größeres Wild und Otter eingesetzt wurde. Die Rassen wurden aktiv miteinander gekreuzt, aber 1942 wurden sie offiziell getrennt und separate Standards festgelegt. Der erste Rassestandard für den Stabyhoun wurde 1959 angenommen (wie in der Originalkarte angegeben), obwohl die Rasse bereits 1942 national anerkannt wurde.

Heute bleibt der Stabyhoun eine der seltensten Hunderassen der Welt. Ihre Population zählt nur wenige tausend Exemplare. Die Zucht wird streng von der Niederländischen Vereinigung für Stabyhouns und Wetterhouns (NVSW) kontrolliert, um die Gesundheit und die Arbeitsqualitäten der Rasse zu erhalten. Außerhalb der Niederlande ist die Rasse fast unbekannt, obwohl in letzter Zeit ein wachsendes Interesse an ihr in Skandinavien, Großbritannien und Nordamerika zu beobachten ist.

Das Aussehen des Stabyhoun: Rassestandard

Stabyhoun Foto

Der Stabyhoun ist ein kräftiger, ausgewogener Hund von rechteckigen Proportionen, der weder zu massig noch zu zierlich sein sollte. Er ist ein funktionaler Arbeitshund, dessen äußeres Erscheinungsbild Kraft und Eleganz vereint.

Allgemeines Erscheinungsbild und Proportionen

Der Hund hat einen kräftigen Knochenbau, ohne grob zu wirken. Der Körper ist etwas länger als die Widerristhöhe (rechteckiges Format). Der Rücken ist gerade und stark, die Lenden sind kräftig und die Kruppe ist leicht abfallend. Der Brustkorb ist von vorne gesehen breit und tief, reicht bis zu den Ellenbogen und hat gut entwickelte Rippen. Der Bauch ist mäßig aufgezogen.

Kopf, Augen und Ohren

Der Kopf ist „trocken“ (ohne Hautfalten), proportional zum Körper, etwas länger als breit. Schädel und Fang sind gleich lang. Der Schädel ist leicht gerundet, aber nicht schmal. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist mäßig ausgeprägt. Der Fang ist kräftig, verjüngt sich zur Nasenspitze hin, ist aber nicht spitz. Der Nasenrücken ist gerade. Der Nasenschwamm ist gut entwickelt, schwarz bei Hunden mit schwarz-weißer Färbung und braun bei Hunden mit braun-weißer oder orange-weißer Färbung.

  • Augen: Rund, mittelgroß, horizontal platziert. Die Farbe ist dunkelbraun bei schwarz-weißen Hunden und ein helleres Braun bei den anderen Farben. Der Blick ist direkt, freundlich und intelligent.
  • Ohren: Dies ist eines der Unterscheidungsmerkmale der Rasse. Sie sind ziemlich tief angesetzt und haben eine kellenförmige Form (ähnlich einer Maurerkelle). Das Ohr liegt dicht an der Wange an. Das Haar an den Ohren ist charakteristisch: lang an der Basis, wird es allmählich kürzer zum unteren Drittel hin, während die Spitze selbst mit kurzem Haar bedeckt ist.

Körper und Rute

Der Hals ist von mittlerer Länge, muskulös, ohne lose Kehlhaut. Die Gliedmaßen sind gut entwickelt, mit kräftigen Knochen und guten Winkelungen, was dem Hund eine effiziente, raumgreifende Bewegung ermöglicht. Die Pfoten sind kompakt, „katzenartig“, mit dichten Ballen.

Die Rute ist lang und reicht bis zum Sprunggelenk. In Ruhe hält der Hund sie gesenkt, oft mit einer leichten Biegung am Ende. Wenn der Stabyhoun in Bewegung oder aufgeregt ist, hebt sich die Rute, rollt sich aber niemals ringförmig über den Rücken. Die Rute ist gut behaart und hat eine sogenannte „Fahne“ – langes Haar an der Unterseite, das zur Spitze hin kürzer wird und ihr das Aussehen einer Feder verleiht.

Fell und Farbe des Stabyhoun

Das Fell ist ein weiteres einzigartiges Merkmal. Es ist lang, glatt oder mit einer kaum merklichen Welle auf der Kruppe. Lockiges Fell gilt als schwerwiegender Fehler. Das Fell fühlt sich seidig an, nicht hart. Auf der Rückseite der Gliedmaßen gibt es „Befederung“, und auf Brust, Hals und Rute gibt es längere „Behänge“.

Die wichtigste Eigenschaft des Stabyhoun-Fells ist – es ist selbstreinigend. Schmutz und Matsch, die während eines Spaziergangs haften bleiben, trocknen einfach und fallen von selbst ab, ohne einen Geruch zu hinterlassen. Das macht die Pflege des Hundes erstaunlich einfach.

Zulässige Farben:

  • Schwarz-weiß (mit weißen Abzeichen)
  • Braun-weiß (mit weißen Abzeichen)
  • Orange-weiß (mit weißen Abzeichen – am seltensten)

In den weißen Bereichen sind Tüpfelung (Ticking) oder Schimmelung (Roan) (Mischung aus farbigen und weißen Haaren) erlaubt. Eine dreifarbige Färbung (z. B. schwarz mit weiß und braunen Abzeichen) ist ein disqualifizierender Fehler.

Charakter und Temperament

Hunde der Rasse Stabyhoun zeichnen sich durch ein ausgeglichenes Temperament und ein ruhiges, freundliches Verhalten aus. Sie sind sehr sensible und sanfte Hunde, die eine tiefe Bindung zu ihrer Familie aufbauen. Sie streben danach, in der Nähe ihres Besitzers zu sein, weshalb sie ihren Spitznamen „stand by me“ (steh mir bei) erhielten.

Ein bemerkenswertes Merkmal dieser vierbeinigen Helfer ist ihre besondere Hingabe an ihre Besitzer und ein hoher Arbeitswille. Sie verstehen sich gut mit allen Familienmitgliedern – insbesondere mit Kindern, denen sie mit der gebotenen Sanftheit und Geduld begegnen. Der Stabyhoun ist ein wunderbarer Begleiter für Kinderspiele, aber wie bei jedem Hund sollte die Interaktion mit kleinen Kindern überwacht werden.

Fremden begegnet der Stabyhoun hingegen mit einer gewissen Vorsicht und Zurückhaltung, aber ohne Aggression. Das macht ihn zu einem ausgezeichneten Wachhund – er wird immer mit lautem Bellen auf sich nähernde Gäste aufmerksam machen. Er ist jedoch kein Schutzhund (Bodyguard); seine Aufgabe ist es zu warnen, nicht anzugreifen. Nach dem Kennenlernen wird er normalerweise schnell freundlich.

Der Jagdtrieb dieses treuen Begleiters bleibt stark. Er hat einen ausgeprägten Jagdtrieb, besonders gegenüber Vögeln und kleinen Nagetieren (erinnern wir uns an die Maulwurfsjagd). Das bedeutet, dass kleine Haustiere (Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen) in Sicherheit gehalten werden müssen. Bei richtiger Sozialisierung von klein auf kommt der Stabyhoun in der Regel gut mit anderen Hunden und sogar Katzen aus, mit denen er aufgewachsen ist.

Eine der Schlüsseleigenschaften des Charakters ist der „friesische Eigensinn“. Der Stabyhoun ist sehr intelligent, aber er wird Befehle nicht blind ausführen. Wenn er keinen Sinn in einer Aktion sieht, kann er sich einfach weigern. Das erfordert vom Besitzer Geduld, Konsequenz und eine kreative Herangehensweise an das Training.

Vor- und Nachteile der Rasse

Wie jede Rasse hat der Stabyhoun seine Vor- und Nachteile. Es ist wichtig, diese nüchtern zu bewerten, bevor man sich einen solchen Hund anschafft.

VorteileNachteile
✅ Außergewöhnliche Familientreue und Sanftheit im Umgang mit Kindern.❌ Hohes Energieniveau, benötigt täglich 1-2 Stunden aktive Beschäftigung.
✅ Hohe Intelligenz, lernt schnell neue Befehle (bei richtiger Herangehensweise).❌ Berühmter „friesischer Eigensinn“, kann unabhängig in seinen Entscheidungen sein.
✅ Ausgezeichneter Wachhund – warnt immer vor Gefahren.❌ Sensibel gegenüber Kritik und harten Trainingsmethoden.
✅ Geringer Pflegeaufwand dank selbstreinigendem Fell.❌ Starker Jagdtrieb (Gefahr für Kleintiere).
✅ Verträgt sich gut mit anderen Hunden und Haustieren (bei Sozialisierung).❌ Neigt zu Trennungsangst (bleibt nicht gern allein).
✅ Relativ robuste Gesundheit dank kontrollierter Zucht.❌ Mäßiger, aber regelmäßiger Haarwechsel mit zwei starken saisonalen Höhepunkten.
✅ Vielseitigkeit: Begleiter, Jäger, Sportler (Agility, Flyball).❌ Seltene Rasse – ein Welpe ist schwer zu finden und es gibt wahrscheinlich eine Warteliste.

Training und Erziehung: Der „friesische Eigensinn“

Die natürliche Intelligenz der Stabyhouns fördert ein erfolgreiches Lernen, aber ihre Erziehung hat ihre Tücken. Wie andere Jagdhunderassen benötigen diese Vorstehhunde eine feste, aber faire und konsequente Erziehung. Der Stabyhoun ist ein Hund, der gefallen möchte, aber er hat auch seine eigene Sicht der Dinge.

Der Schlüssel zum Erfolg ist positive Verstärkung. Sie reagieren hervorragend auf Lob, Leckerlis und Spiele. Sie sind sehr sensibel für den Tonfall des Besitzers. Schreien, körperliche Strafen oder ungerechte Behandlung führen dazu, dass der Hund „dicht macht“, das Vertrauen verliert und noch sturer wird. Sie benötigen unbedingt eine frühe Sozialisierung: Die Bekanntschaft mit verschiedenen Menschen, Geräuschen, Orten und anderen Tieren hilft, einen selbstbewussten und ruhigen Hund heranzuziehen.

Wie bereits erwähnt, kann der Stabyhoun ziemlich eigensinnig sein (das nennt man „friesischen Eigensinn“). Er wird einen Befehl nicht blind ausführen, wenn er keinen Sinn darin sieht. Das ist keine Dummheit, sondern ein Ausdruck unabhänigen Denkens. Die Trainingseinheiten sollten kurz, interessant und abwechslungsreich sein, da er sich bei monotonen Wiederholungen schnell langweilt. Sie mögen intellektuelle Herausforderungen: Suchspiele, Tricks, Hundesportarten (Agility, Obedience).

Körperliche Auslastung und Aktivität

Dies ist nicht der Hund, der mit einem kurzen Spaziergang um den Block zufrieden ist. Der Stabyhoun ist eine energiegeladene Arbeitsrasse, die mindestens 1-2 Stunden intensive körperliche Betätigung täglich benötigt. Das kann beinhalten:

  • Lange Spaziergänge oder Joggingrunden (besonders im Wald oder Feld).
  • Aktive Spiele mit Ball oder Frisbee (sie sind hervorragende Apportierer).
  • Schwimmen (die meisten Stabyhouns lieben Wasser).
  • Hundesportarten: Agility, Flyball, Nasenarbeit.

Die jagdliche Energie wird einen Ausweg suchen. Wenn der Stabyhoun nicht genügend körperliche und geistige Anregung erhält, kann er destruktiv werden (Möbel anknabbern, Löcher graben) oder übermäßig bellfreudig werden. Sie brauchen ein „Ventil“ für ihren Jagdinstinkt. „Suchspiele“ (ein Spielzeug oder Leckerli verstecken) sind eine großartige Möglichkeit, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Sie werden Ihnen mit Begeisterung sowohl erlegtes Wild als auch einen Spielball bringen.

Pflege und Grooming: Das selbstreinigende Fell

Für die Haltung eines Stabyhoun ist ein Haus auf dem Land mit einem großen, sicher eingezäunten Grundstück ideal. Angesichts des angeborenen Wunsches des Hundes, mit Arbeit beschäftigt zu sein, ist es ratsam, ihn für Landwirte, Jäger oder einfach sehr aktive Menschen anzuschaffen.

Die Fellpflege des Stabyhoun ist erstaunlich einfach. Sie müssen nicht geschoren werden. Dank der einzigartigen „Teflon“-Struktur des Fells haften Schmutz und Schnee kaum daran, und was haften bleibt, fällt nach dem Trocknen von selbst ab.

Bürsten: Es genügt, den Hund 1-2 Mal pro Woche zu bürsten, um abgestorbenes Haar zu entfernen und Verfilzungen vorzubeugen, insbesondere an Stellen mit längerem Haar (hinter den Ohren, an den „Hosen“, an der Rute).

Haarwechsel: Das lange Fell haart das ganze Jahr über mäßig, aber zweimal im Jahr (Frühling und Herbst) haben sie einen starken saisonalen Haarwechsel. In dieser Zeit (etwa 3 Wochen) sollten Sie sich auf tägliches Bürsten einstellen, um die Haarmenge zu bewältigen.

Baden: Man sollte daran denken, dass zu häufiges Baden kategorisch nicht empfohlen wird. Das Waschen mit Shampoo zerstört die natürliche Fettschicht, die die Haut schützt und dem Fell seine selbstreinigenden Eigenschaften verleiht. Man sollte den Stabyhoun nur im äußersten Notfall baden (z. B. wenn er sich in etwas sehr Schmutzigem oder Stinkendem gewälzt hat).

Ohren: Wie bei allen Hunden mit Hängeohren ist eine regelmäßige Kontrolle (1-2 Mal pro Woche) auf Schmutz, Rötungen oder unangenehmen Geruch erforderlich. Dies hilft, Ohrenentzündungen vorzubeugen.

Sonstiges: Vergessen Sie nicht das regelmäßige Krallenschneiden (wenn sie sich nicht von selbst abnutzen) und das Zähneputzen.

Gesundheit des Stabyhoun: Typische Krankheiten und Prävention

Stabyhoun Logo

Im Allgemeinen zeichnen sich die Vertreter dieser Rasse durch eine robuste Gesundheit aus, die sie für ihren unermüdlichen Dienst zu Hause und im Wald benötigen. Dies ist größtenteils das Ergebnis einer sehr strengen Zuchtkontrolle in den Niederlanden, wo obligatorische Tests für Zuchthunde durchgeführt werden. Dennoch gibt es, wie bei jeder Rasse, eine Reihe von Erbkrankheiten, auf die man achten sollte:

  • Hüftdysplasie (HD): Eine weit verbreitete Erkrankung bei mittleren und großen Rassen. Obligatorischer Test für alle Zucht-Stabyhouns.
  • Ellbogendysplasie (ED): Wird ebenfalls bei zur Zucht zugelassenen Hunden getestet.
  • Epilepsie: In der Rasse treten Fälle von idiopathischer Epilepsie auf. Verantwortungsvolle Züchter verfolgen diese Fälle und setzen betroffene Hunde nicht in der Zucht ein.
  • Persistierender Ductus Arteriosus (PDA): Ein angeborener Herzfehler, bei dem sich ein Blutgefäß zwischen Aorta und Lungenarterie nach der Geburt nicht schließt. Kann chirurgisch korrigiert werden, wenn er rechtzeiteg diagnostiziert wird.
  • Zerebrale Dysfunktion: Eine seltene, aber ernste neurologische Erkrankung, die rassespezifisch ist. Es gibt einen DNA-Test zu ihrer Erkennung.
  • Ohrenentzündungen (Otitis): Ein Risikobereich sind die Hängeohren des Stabyhoun, die die Belüftung des Gehörgangs behindern. Dadurch wird der Hund anfällig für Entzündungsprozesse, was sich durch Rötungen und einen unangenehmen Geruch aus den Ohren sowie ständiges Kopfschütteln äußert.

Die Prävention von Krankheiten besteht in der Wahl eines verantwortungsvollen Züchters, der die Ergebnisse der Gentests der Eltern vorlegt, sowie in der Einhaltung einfacher hygienischer Anforderungen (Ohrenpflege). Die Aufrechterhaltung eines guten allgemeinen Gesundheitszustands erfordert eine Kombination aus ausgewogener Ernährung, ausreichender körperlicher Aktivität und regelmäßigen tierärztlichen Kontrollen.

Ernährung: Wie füttert man einen Stabyhoun?

Der Stabyhoun ist nicht wählerisch beim Futter. Ihm passt sowohl hochwertiges kommerzielles Trockenfutter als auch eine natürliche Fütterung (z.B. BARF). Das Wichtigste ist eine ausgewogene Ernährung, besonders für einen aktiven Arbeitshund.

Trockenfutter: Wählen Sie Premium- oder Super-Premium-Futter für aktive Hunde mittlerer Rassen. Stellen Sie sicher, dass Fleisch an erster Stelle der Zutatenliste steht. Stellen Sie dem Hund immer freien Zugang zu sauberem Trinkwasser zur Verfügung.

Natürliche Fütterung: Hunde mit diesem Gewicht (ca. 20-25 kg) benötigen etwa 400-500 Gramm Fleischprodukte täglich (Rind, Pute, Huhn), wobei fettes Schweinefleisch vermieden werden sollte. Die Ration sollte ergänzt werden durch:

  • Innereien (Leber, Herz, Pansen) – 1-2 Mal pro Woche.
  • Getreideflocken (Buchweizen, Reis) – als Kohlenhydratquelle.
  • Gemüse (Karotten, Kürbis, Zucchini) – roh oder angedünstet, als Ballaststoffquelle.
  • Sauermilchprodukte (Kefir, Magerquark).
  • Eine kleine Menge Öl (Leinöl, Olivenöl) für ein gesundes Fell.

Jedoch helfen 15-30 g tierisches Fett (z.B. Rinderfett), die der Mahlzeit im Winter hinzugefügt werden, dem Haustier, sich warm zu halten, wenn es viel Zeit draußen verbringt. Es ist wichtig, den Hund nicht zu überfüttern, da Stabyhouns zu Übergewicht neigen können, was eine zusätzliche Belastung für die Gelenke darstellt.

FütterungsartUngefähre Tagesration (für einen erwachsenen Hund von 22 kg)
Trockenfutter (Premium)~ 250-350 g (auf 2 Mahlzeiten aufgeteilt)
Natürliche Fütterung~ 600-700 g (davon ~ 350-400 g Fleisch/Innereien, Rest Getreide, Gemüse)

Interessante Fakten über den Stabyhoun

  • Name: „Stabyhoun“ oder „Stabij“ leitet sich vom friesischen „sta mij bij“ ab, was „steh mir bei“ oder „sei bei mir“ bedeutet.
  • Maulwurfsjäger: Dies ist eine der wenigen Vorstehhundrassen, die sich auf die Jagd nach Maulwürfen spezialisiert hat. Bauern schätzten sie für ihre Fähigkeit, das Land von diesen Schädlingen zu befreien.
  • Seltene Rasse: Der Stabyhoun gilt als eine der 5 seltensten Hunderassen der Welt. Der Großteil der Population (etwa 80-90%) lebt immer noch in den Niederlanden.
  • Strenge Kontrolle: Aufgrund der kleinen Population wird die Zucht streng vom nationalen Rasseklub (NVSW) kontrolliert, um Inzucht zu vermeiden und die Gesundheit zu erhalten.
  • Nicht für jeden: Der niederländische Rasseklub wählt zukünftige Besitzer sehr sorgfältig aus und erlaubt oft keinen Export von Welpen, wenn das Ziel nur „Ausstellung“ oder „Zucht“ ist. Sie suchen nach Menschen, die die Arbeitsqualitäten und den Begleithundcharakter des Hundes schätzen.

Häufig gestellte Fragen zur Rasse (FAQ)

Eignet sich der Stabyhoun für das Leben in einer Wohnung?

Ja, aber mit einem großen „Aber“. Der Stabyhoun kann in einer Wohnung leben, da er sehr menschenbezogen ist und in der Nähe seiner Familie sein möchte. Dies ist jedoch nur unter der Bedingung möglich, dass der Besitzer ihm tägliche, lange (1-2+ Stunden) und intensive körperliche sowie geistige Auslastung bietet. Ohne dies wird der Hund unglücklich und wahrscheinlich destruktiv sein.

Haart der Stabyhoun stark?

Sie haben einen moderaten Haarwechsel über das Jahr verteilt und zwei sehr starke saisonale Haarwechsel (Frühling/Herbst), wenn sie ihre Unterwolle abwerfen. In dieser Zeit werden die Haare überall sein, und der Hund muss täglich gebürstet werden. In der übrigen Zeit ist es ausreichend, ihn 1-2 Mal pro Woche zu bürsten.

Verträgt sich der Stabyhoun mit Kindern und anderen Tieren?

Sie gelten dank ihres sanften und geduldigen Charakters als einer der besten Hunde für Kinder. Sie vertragen sich auch gut mit anderen Hunden und Katzen, mit denen sie aufgewachsen sind. Aufgrund ihres starken Jagdtriebs sollte man sie jedoch nicht mit kleinen Haustieren (Nagetiere, Kaninchen, Vögel) allein lassen.

Ist es schwierig, einen Stabyhoun zu erziehen?

Sowohl ja als auch nein. Sie sind sehr intelligent und lernen schnell, aber gleichzeitig sehr eigensinnig und sensibel. Sie reagieren nicht auf Härte oder Schreien – das führt nur zu Widerstand. Das Training muss konsequent, geduldig und auf positiver Verstärkung (Leckerlis, Lob, Spiele) basieren.

Video über die Rasse

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