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von der FCI nicht anerkannt (primitiver Typ) · USA

Carolina Dog (American Dingo)

Der Carolina Dog (Amerikanischer Dingo) ist eine freilebende Population aus dem Süden der USA, in den 1970er-Jahren von Ökologen beschrieben und erst danach in Register aufgenommen. Der UKC hat ihn am 1. Januar 1995 anerkannt und zu den Windhunden und Pariahunden gestellt; der AKC führt ihn im Foundation Stock Service; in der FCI-Nomenklatur steht die Rasse nicht. Scheu gegenüber Fremden ist im Standard als Norm festgeschrieben, nicht als Fehler. Die Genetik ergibt einen echten, aber teilweisen präkolumbischen Anteil: Die mütterlichen Linien zeigen ihn, väterliche indigene Linien wurden nicht gefunden.
Größe
18–24 Zoll, also etwa 46–61 cm
Gewicht
etwa 35–50 Pfund, also 16–23 kg
Lebenserwartung
12–15 Jahre
FCI-Gruppe
von der FCI nicht anerkannt
Carolina Dog (American Dingo)
Fotos: 8

Bewertungen der Rasse

Familie Kinder Für Anfänger Erziehung Energie Gesundheit Haaren Sabbern Bellen Wohnung Wetter Jagdtrieb
Genaue Bewertungen · 12
Familie 4.0 Kinder 3.5 Für Anfänger 2.5 Erziehung 3.0 Energie 4.0 Gesundheit 4.5 Haaren 3.0 Sabbern 1.5 Bellen 2.5 Wohnung 2.5 Wetter 4.0 Jagdtrieb 4.5
Vorteile
Minimale Fellpflege
Reinlich, fast geruchlos
Selbstständig, löst Aufgaben gut
Im Alltag ruhig, der eigenen Gruppe treu
Nachteile
Zurückhaltung gegenüber Fremden steht im Standard
Starker Jagdtrieb — gefährlich für kleine Tiere
Ausbruchskünstler: ernsthafte Umzäunung nötig
Braucht Platz und erfahrene Halter
Größe
Eignung
Wohnung · bedingt Kinder · bedingt Katzen · ungeeignet Andere Hunde Für Anfänger · bedingt
Eigene Seiten zur Rasse

Der Carolina Dog, auch Amerikanischer Dingo genannt, ist ein seltener Fall in der Kynologie: keine vom Menschen für eine Aufgabe gezüchtete Rasse, sondern eine freilebende Population, die zuerst von Ökologen beschrieben und erst danach in Register aufgenommen wurde. Gefunden wurden die Hunde in den 1970er-Jahren in den sumpfigen, bewaldeten Gebieten des Südens der USA — und genau deshalb lässt sich über sie in der Sprache der Populationsgenetik reden und nicht nur in der Sprache der Rassenlegende. Mehr über Hunde auf Tvaryny.

Umgangssprachlich heißt dieselbe Population Amerikanischer Dingo, Dixie-Dingo oder schlicht Carolina Dog. Das sind verschiedene Namen für dieselben Hunde, keine getrennten Vorfahrenrassen — eine Falle, in die man beim Lesen populärer Nacherzählungen leicht tappt.

Carolina Dog (Amerikanischer Dingo): die Rasse in Kürze

Carolina Dog (Amerikanischer Dingo)
Carolina Dog (Amerikanischer Dingo): die Rasse in Kürze · 8
UrsprungslandUSA (South Carolina, Georgia)
Status in den RegisternUKC — anerkannt seit dem 1. Januar 1995, Gruppe der Windhunde und Pariahunde; AKC — Foundation Stock Service; nicht in der FCI-Nomenklatur
TypPrimitiver Pariahund freilebenden Ursprungs
Lebenserwartung12–15 Jahre (Angabe aus der AKC-Rasseseite)
Widerristhöhe18–24 Zoll, also etwa 46–61 cm (Standard; nicht nach Geschlecht getrennt)
Gewichtetwa 35–50 Pfund, also 16–23 kg (Standard)
AktivitätsniveauHoch
ErziehbarkeitAnspruchsvoll: verlangt Erfahrung und Geduld

Zwei Organisationen führen diese Hunde in den USA. Der United Kennel Club (UKC) hat den Carolina Dog am 1. Januar 1995 anerkannt und in die „Sighthound & Pariah Dog Group“ gestellt — zu den Windhunden und Pariahunden; das steht im Text des UKC-Standards selbst, dessen gültige Fassung auf den 1. Januar 2023 datiert ist. Der American Kennel Club (AKC) führt die Rasse im Foundation Stock Service, dem Registrierungsdienst für Rassen, die noch nicht zu den Hauptgruppen zugelassen sind; im AKC-Rassedatensatz steht beim Jahr der vollen Anerkennung eine Null, es gibt also keines. Der Standard, den der AKC veröffentlicht, ist nicht vom Club selbst gezeichnet, sondern vom Züchterverband: „Breed Standard Per Carolina Dog Fanciers of America“. Der Unterschied ist für den Leser real: Das ist die Position des Rasseclubs, keine Entscheidung des AKC. Der Club selbst datiert auf seiner Website den Erwerb des Status als AKC-Mutterclub der Rasse auf den April 2022.

Wie die Hunde gefunden wurden: die Savannah River Site und die 1970er

Wild lebender Carolina Dog in seiner natürlichen Umgebung

Die Geschichte dieser Population hängt an einem bestimmten Ort. Die Savannah River Site ist eine Anlage des US-Energieministeriums in South Carolina mit einer Fläche von 302 Quadratmeilen (rund 780 Quadratkilometer). Etwa ein Zehntel davon ist industriell bebaut, die übrigen neun Zehntel sind Ökosysteme der Oberen Küstenebene: Auwälder, Kiefernwälder, Sandhügel, Schwarzwasserbäche und mehr als 300 geografisch isolierte Feuchtgebiete. 1972 wurde das Gelände zum ersten National Environmental Research Park des Landes erklärt.

Die Ökologie war vor den Hunden da. Das Savannah River Ecology Laboratory (SREL) der University of Georgia führt seine Anfänge auf 1951 zurück, als Eugene Odum im Auftrag der Atomenergiekommission mit einer biologischen Bestandsaufnahme des damaligen Savannah River Plant begann. Das Gelände wurde also über Jahrzehnte methodisch erfasst — und erst das Zugangsregime brachte hervor, was keine gewöhnliche Landschaft bietet: eine große Fläche, auf die fremde Hunde kaum gelangten.

In den 1970er-Jahren bemerkte der SREL-Ökologe Dr. I. Lehr Brisbin jr. freilebende Hunde in natürlichen Lebensräumen im Südosten der USA und begann, sie zu fangen — so bekamen sie den Namen Carolina Dogs. Diese Formulierung stammt wörtlich aus dem historischen Abschnitt beider Standards, UKC und AKC. Den wissenschaftlichen Rahmen lieferte die Arbeit von Brisbin und Risch „Primitive dogs, their ecology and behavior“ im Journal of the American Veterinary Medical Association (Band 210, Heft 8, 15. April 1997, Seiten 1122–1126).

Jetzt folgt der interessanteste — und für den Leser gefährlichste — Teil dieser Seite.

…und was man diesen Studien zuschreibt

Die populäre Nacherzählung klingt etwa so: Der Carolina Dog sei ein direkter Nachfahre der ersten Hunde Amerikas, ein lebendes Museumsstück, das fast unverändert zu uns gelangt sei. Das ist eine stärkere Aussage als jede, die die Autoren gemacht haben. Stellen wir es nebeneinander.

Was üblicherweise geschrieben wirdWas in den Arbeiten tatsächlich steht
„Die präkolumbische Herkunft ist bewiesen“Van Asch formuliert vorsichtig: Die Rasse könne eine alte asiatische Herkunft haben; es heißt „erster DNA-basierter Beleg“, nicht abschließende Aussage
„Nachfahre der Hunde, die Beringia überquerten“Bestätigt ist nur, dass ein Teil der mütterlichen Linien nicht europäisch ist. Väterliche indigene Linien wurden bei amerikanischen Hunden außerhalb der Arktis nirgends gefunden
„Die Hunde blieben unverändert“Die autosomale Schätzung liegt bei 10–35 % präkolumbischer Abstammung, die Population ist also gemischt, nicht isoliert
„Alte Genome bestätigten die Verwandtschaft“Die Arbeit von 2018 fand das Signal bei drei Hunden und wies selbst darauf hin, dass sie es nicht von heutiger arktischer Beimischung trennen kann
„Die älteste Rasse Amerikas“Dieselbe Arbeit zeigte, dass die vorkolonialen Hunde Amerikas nach der Ankunft der Europäer fast vollständig verschwanden und in heutigen Populationen nur eine minimale Spur hinterließen

Das aufschlussreichste Ergebnis der Arbeit von 2018 betrifft überhaupt keine Rasse: Die nächste lebende Linie zu den vorkolonialen Hunden Amerikas ist der übertragbare venerische Tumor des Hundes — ein ansteckender Tumorklon, der von einem einzelnen Tier abstammt, das bis zu 8.000 Jahre vor heute lebte. Der Tumor hat die Hunde überlebt, aus denen er hervorging.

Die ehrliche Formulierung, die wir unterschreiben: Der Carolina Dog ist eine freilebende Population mit einem echten, aber teilweisen und überwiegend mütterlichen präkolumbischen Anteil. Das ist seltenes und wertvolles Material für die Wissenschaft. Eine ununterbrochene alte Linie ist es nicht.

Zum Maßstab: Die ältesten sicher datierten Hundeknochen Nordamerikas sind rund 9.900 kalibrierte Jahre alt, von der Fundstelle Koster in Illinois — etwa 6.000 Jahre später als die frühesten eindeutigen Belege für Menschen in Nordamerika.

Wo das Register von der Wissenschaft abweicht

Der historische Abschnitt beider Standards beginnt gleich: Als die ersten Menschen die Beringische Landbrücke überquerten, begleiteten sie primitive Hunde, die „aus den Anfängen der ursprünglichen Domestikation nahöstlicher Wölfe hervorgegangen sein könnten“. Das ist die Position des Registers, und die heutigen Daten stützen sie nicht: Nach der Arbeit von 2018 stammt die Linie der vorkolonialen Hunde Amerikas aus Sibirien, und Shannon und Kollegen vertreten eine zentralasiatische Herkunft des Hundes überhaupt. Schreiben Sie „der Standard vermerkt“, nicht „die Rasse stammt ab“.

Derselbe Standard tut aber auch, was man von einem Clubtext selten erwartet — er schränkt sich selbst ein: „Zusätzliche Studien stützen diese Hypothese, obwohl weitere Abstammungs- und genetische Untersuchungen nötig sind, um zu einer vollständig endgültigen Schlussfolgerung über ihre Herkunft zu gelangen.“ Das Register weigert sich ausdrücklich, die Frage für geschlossen zu erklären. Das wiegt schwerer als jeder Kommentar von außen.

Und noch eine Stelle, an der der Standard die verbreitetste Legende der Rasse widerlegt. Die Ähnlichkeit mit dem Australischen Dingo wird als Beweis für Verwandtschaft angeboten. Der Standard erklärt sie anders: Pariahunde, auch Dorfhunde genannt, leben überall auf der Welt am Rand menschlicher Siedlungen und „haben gewöhnlich Stehohren, spitze Schnauzen, schlanke Körper und Angelhakenruten“. Das dingoartige Aussehen ist also die weltweite Form des Dorfhundes, kein Abstammungsnachweis. Mit dem Neuguinea-Dingo (Singender Hund) und dem Australischen Dingo verbindet den Carolina Dog die Lebensweise und die Art der Selektion, keine dokumentierte gemeinsame Linie.

Größe: warum die Zahlen in Nachschlagewerken wandern

Hier drucken die meisten Seiten über die Rasse sinnlose Zahlen, und die Ursache ist ganz konkret. Ein und dieselbe Organisation veröffentlicht zwei verschiedene Maßsätze.

QuelleHöheGewicht
UKC-Standard (Fassung 1. Januar 2023)18–24 Zolletwa 35–50 Pfund
CDFA-Standard, veröffentlicht vom AKC18–24 Zolletwa 35–50 Pfund
Rassekarte auf der AKC-Website17,75–19,5 Zoll30–55 Pfund

Die beiden Standards stimmen wörtlich überein. Die Marketingkarte desselben AKC gibt eine engere Höhe und ein weiteres Gewicht. Danach passiert das Einfache: Ein Verfasser nimmt die Untergrenze aus dem einen Satz und die Obergrenze aus dem anderen, und beide gelten als „laut AKC“. Daher stammen Angaben wie „15–25 kg“, die in keinem einzigen Dokument stehen.

Wir nehmen den Standard: 18–24 Zoll (etwa 46–61 cm) und 35–50 Pfund (etwa 16–23 kg).

Getrennt zu den Geschlechtern. Auf Rasseseiten darf man die Höhe von Rüde und Hündin normalerweise nicht zu einer Spanne verschmelzen, weil die Standards verschiedene angeben. Hier ist es anders, und das steht im Standard selbst: „Hündinnen sind im Bau im Allgemeinen leichter als Rüden, aber die Geschlechter überschneiden sich weitgehend in Größe und Gewicht.“ Die fehlende Trennung ist also keine Nachlässigkeit des Verfassers — beide Standards verzichten bewusst darauf. Beide Texte ergänzen, dass Typ und Symmetrie wichtiger sind als die Größe und überfütterte Hunde zu bestrafen sind.

Ivermectin und MDR1: warum das nicht diese Rasse betrifft

Die Behauptung, „wie viele Hütehund- und primitive Rassen können Carolina Dogs die MDR1-Mutation tragen und empfindlich auf Ivermectin reagieren“, stand auf dieser Seite in allen Sprachen. Wir haben sie entfernt — und tun das offen, denn eine medizinische Aussage, die der falschen Rasse zugeschrieben wird, schadet mehr als gar keine.

Der Grund liegt nicht darin, dass wir etwas nicht gefunden hätten, sondern darin, was zwei Publikationen positiv zeigen.

  • Neff und Kollegen (PNAS, Band 101, Heft 32, Seiten 11725–11730, 2004) zeigten, dass die Mutation mdr1-1Δ ein einziges, abstammungsidentisches Allel ist: Alle Trägerhunde stammen von einem Tier ab, das in Großbritannien vor der genetischen Trennung der Rassen durch die Register lebte, also etwa vor 1873. Die Mutation markiert das Hervorgehen moderner Rassen aus Arbeits-Hütehunden — nicht den „primitiven Typ“ als Kategorie.
  • Mealey und Meurs (Journal of the American Veterinary Medical Association, Band 233, Heft 6, Seiten 921–924, 2008) genotypisierten 5.368 Hunde zwischen dem 1. Mai 2004 und dem 30. September 2007. Das Allel ABCB1-1Δ fand sich bei neun Rassen und bei vielen Mischlingen. Die Liste wird namentlich genannt: Collie, Langhaarwhippet, Australian Shepherd (Standard und Miniatur), Sheltie, Bobtail, Border Collie, Silken Windhound und Deutscher Schäferhund.

Wichtig ist nicht die Länge dieser Liste, sondern ihre Logik. Die beiden Windhunde darin — Langhaarwhippet und Silken Windhound — stehen dort gerade deshalb, weil in ihren Ahnentafeln Collie-Einkreuzung steckt; Neff und Kollegen nennen sie ausdrücklich Rassen, bei denen man Collie-Verwandtschaft nicht erwartet hätte. Der Marker verfolgt also eine bestimmte Ahnenlinie, keinen Körpertyp und kein „Alter“ einer Rasse. Mit dieser Ahnenlinie hat der Carolina Dog nichts zu tun.

Praktischer Schluss für Halter. Das heißt nicht, dass Antiparasitika aufs Geratewohl gegeben werden dürfen. Es heißt, dass es keinen rassebezogenen Grund gibt, beim Carolina Dog MDR1 zu vermuten, und dass Dosierung und Präparatewahl Fragen an die Tierärztin sind und nicht an eine Rasseseite.

Interessante Fakten über den Carolina Dog

  • Ein Standard gegen den Ausstellungsschliff. Ziel des CDFA-Standards ist es, die Fähigkeit der Rasse zu erhalten, selbstständig zu überleben und sich fortzupflanzen. Der Hund wird im natürlichen Zustand gezeigt, die Schnurrhaare bleiben dran, überfütterte Tiere werden bestraft — das Gegenteil der üblichen Ringlogik.
  • Ein Windhund mit Stehohren. Der UKC ordnet den Carolina Dog den Windhunden und Pariahunden zu, und beide Standards fordern den „doppelt schwebenden Galopp“ — die Gangart echter Windhunde. Äußerlich wirkt er spitzartig; im Bau ist er es nicht.
  • Ein Haplotyp, den es in den Datenbanken nicht gab. A184, der häufigste mütterliche Haplotyp der Stichprobe von 2013, war zuvor in der GenBank überhaupt nicht verzeichnet.
  • Der älteste Verwandte ist kein Hund. Die nächste lebende Linie zu den vorkolonialen Hunden Amerikas erwies sich als ansteckender Tumorklon und nicht als eine der heutigen Rassen.
  • Die Landschaft hat mehr geleistet als Züchter. Eine Fläche von 302 Quadratmeilen mit Zugangsregime und Forschungsparkstatus seit 1972 hat die Population besser erhalten als jedes Zuchtprogramm es könnte.

Haltung: Zaun, Platz, Fell

Welpen des Carolina Dog

Eine enge Stadtwohnung ist eine schlechte Wahl, und der Grund ist nicht die Größe des Hundes, sondern seine Konstruktion: Das ist ein Tier, dessen Standard um die selbstständige Nahrungssuche auf großer Fläche herum geschrieben ist. Es braucht Raum für Bewegung und Erkundung, am besten ein Haus mit sicher eingezäuntem Grundstück.

  • Der Zaun. Ein gewöhnlicher Lattenzaun ist kein Hindernis. Die Umzäunung sollte geschlossen und blickdicht sein, im Boden verankert oder mit einer Untergrabsperre versehen, oben nach innen geneigt. Planen Sie von vornherein damit, dass der Hund einen Weg nach draußen sucht, und nicht mit „probieren wir es, vielleicht geht er ja nicht“.
  • Die Leine. Lassen Sie den Hund auf unumzäuntem Gelände nicht frei. Der Jagdtrieb greift schneller, als ein Kommando wirken kann.
  • Fell. Die Pflege ist minimal: einmal wöchentlich bürsten, im saisonalen Haarwechsel täglich. Der Standard verlangt, den Hund im natürlichen Zustand zu zeigen, ohne Trimmen und Scheren, und die Schnurrhaare dürfen nicht entfernt werden. Baden nur bei wirklichem Bedarf.
  • Krallen. Bewegt sich der Hund wenig auf hartem Untergrund, wachsen die Krallen zu lang und behindern den Gang — behalten Sie die Länge im Blick.

Über andere Haustiere sollte man vorher nachdenken: Der Standard beschreibt den Hund als vielseitigen und findigen Räuber von Kleinwild. Eine Katze oder ein kleiner Nager im Haus ist keine Frage der Erziehung, sondern der Konstruktion.

Ernährung

Fütterung

Gesundheit und Risiken

Was die genetischen Untersuchungen gezeigt haben

Der Carolina Dog wurde mindestens dreimal untersucht, mit drei verschiedenen Markersätzen. Jede Studie beantwortete eine andere Frage — genau deshalb decken sich ihre Schlüsse nicht.

1. Mitochondriale DNA — die mütterliche Linie. Van Asch und Kollegen (Proceedings of the Royal Society B, Band 280, Artikel 20131142, 2013) lasen den Kontrollbereich der mtDNA bei 19 Carolina Dogs — Tiere in menschlicher Obhut, Nachkommen freilebender Hunde. Die Haplotypen verteilten sich so:

  • A184 — 37 % (7 Hunde). Ein neuer Haplotyp, der zuvor nicht in der GenBank verzeichnet war, gehörend zur Unterklade a5, die für Ostasien spezifisch ist. Also: nicht europäisch und sonst nirgends gefunden.
  • A39 — 5 % (1 Hund). Außerhalb dieser Stichprobe taucht er nur bei chinesischen Nicht-Rassehunden und beim japanischen Shiba Inu auf.
  • A16, A18, A19, B1 — 58 % (11 Hunde). Universelle Haplotypen, in Europa wie in Ostasien verbreitet. Sie unterscheiden die Herkunft grundsätzlich nicht.

Alle gefundenen Haplotypen gehören zu den Hundekladen A und B — in den mütterlichen Linien dieser Stichprobe gibt es also weder Wolfs- noch Kojotenbeimischung.

2. Autosomen, mtDNA und Y-Chromosom zusammen. Shannon und Kollegen (PNAS, Band 112, Seiten 13639–13644, 2015) untersuchten 4.676 Rassehunde aus 161 Rassen und 549 Dorfhunde aus 38 Ländern auf einem Chip mit 185.805 Markern, darunter 336 Marker des Y-Chromosoms, von denen 207 polymorph waren und die Qualitätskontrolle bestanden. Für die Carolina Dogs hielten sie drei Dinge zugleich fest, und alle drei sind wichtig:

  • Bei Carolina Dogs (und bei Xoloitzcuintles) segregieren indigene mitochondriale Haplotypen — die mütterliche Linie bestätigt ein Signal;
  • keine einzigartigen Y-Haplotypen, die auf indigene Abstammung hindeuten, wurden bei amerikanischen Hunden außerhalb der Arktis gefunden — auf der väterlichen Seite gibt es also überhaupt kein Signal;
  • nach autosomalen Markern tragen Carolina Dogs zwischen 10 und 35 % präkolumbische Abstammung — eine Schätzung aus der Clusterung mit ostasiatischen Hunden.

3. Alte Genome. Ní Leathlobhair und Kollegen (Science, Band 361, Heft 6397, Seiten 81–85, 2018) sequenzierten 71 mitochondriale und 7 nukleäre Genome archäologischer Hunde Nordamerikas und Sibiriens über rund 9.000 Jahre. Die vorkolonialen Hunde Amerikas (in der Arbeit PCD) bildeten eine eigene monophyletische Linie: Sie stammen nicht von nordamerikanischen Wölfen ab, und ihre nächsten alten Verwandten sind die etwa 9.000 Jahre alten Hunde der Schochow-Insel in der ostsibirischen Arktis. Der gemeinsame Vorfahr aller PCD wird auf etwa 14.600 Jahre vor heute datiert (95-%-Intervall höchster posteriorer Dichte: 16.484 bis 12.965).

Dieselbe Arbeit prüfte auch Carolina Dogs, diesmal mit Kerndaten. Eine ADMIXTURE-Analyse fand zwischen 0 und 33 % „PCD- oder arktische“ Abstammung bei drei einzelnen Carolina Dogs. Dann folgt der Vorbehalt, der in Nacherzählungen zuerst verschwindet: Die Analyse konnte vorkoloniale Abstammung nicht von arktischer unterscheiden, und die Autoren schreiben ausdrücklich, sie könnten eine Beimischung von heutigen arktischen Hunden statt vorkolonialen nicht ausschließen. Die f4-Verhältnisanalyse derselben Arbeit fand kein signifikantes Signal vorkolonialer Abstammung bei irgendwelchen heutigen amerikanischen Hunden europäischer Herkunft.

Gesundheit: was bekannt ist und wie man es liest

Häufige Fragen zur Rasse (FAQ) · 5

Ist der Carolina Dog ein Wildtier?
Nein. Es ist ein Haushund sehr primitiven Typs, der lange frei gelebt hat. Alle untersuchten mütterlichen Linien gehören zu Hundekladen, nicht zu Wolfs- oder Kojotenkladen. Verhaltensmäßig ist es aber ein Tier, das erst seit Kurzem in engem Kontakt mit Menschen steht, und der Standard hält das ausdrücklich fest.

Stimmt es, dass er ein direkter Nachfahre der präkolumbischen Hunde Amerikas ist?
Teilweise. Die mütterlichen Linien geben ein starkes Signal: In der Stichprobe von 2013 trugen 37 % der Hunde einen einzigartigen Haplotyp einer ostasiatischen Unterklade. Die autosomale Schätzung von 2015 liegt zwischen 10 und 35 % präkolumbischer Abstammung. Indigene väterliche Linien wurden bei amerikanischen Hunden außerhalb der Arktis jedoch nicht gefunden, und die Arbeit von 2018 konnte an drei Hunden das vorkoloniale Signal nicht von der Beimischung heutiger arktischer Rassen trennen. Also: ein echter, aber teilweiser Anteil — keine ununterbrochene Linie.

Braucht es vor der Entwurmung einen MDR1-Test?
Einen rassebezogenen Grund dafür gibt es nicht: Das Allel ABCB1-1Δ ist bei neun Rassen beschrieben, die ein gemeinsamer britischer Vorfahr aus der Hütehundlinie verbindet, und der Carolina Dog gehört nicht dazu. Präparat und Dosis stimmen Sie dennoch mit der Tierärztin ab.

Eignet sich die Rasse für Anfänger?
Meist nicht. Der Standard warnt ausdrücklich, dass Freundlichkeit gegenüber Fremden nicht zu erwarten ist, und Zaun wie Leine werden zur täglichen Disziplin. Es braucht Platz, Geduld und die Bereitschaft, den Hund so anzunehmen, wie die Register ihn beschreiben.

Können sie mit Katzen leben?
Riskant. Der Standard beschreibt einen Räuber von Kleinwild; der Jagdtrieb ist hoch. Eine Ausnahme ist möglich, wenn ein Welpe von Anfang an mit einer Katze aufwächst, doch darauf sollte man sich nicht als Regel verlassen.

Video über die Rasse

Häufige Fragen

Ist der Carolina Dog ein Wildtier?
Nein. Es ist ein Haushund sehr primitiven Typs, der lange frei gelebt hat; alle untersuchten mütterlichen Linien gehören zu Hundekladen, nicht zu Wolfs- oder Kojotenkladen. Verhaltensmäßig ist es aber ein Tier, das erst seit Kurzem in engem Kontakt mit Menschen steht.
Stimmt es, dass er ein direkter Nachfahre der präkolumbischen Hunde Amerikas ist?
Teilweise. In der Stichprobe von 2013 trugen 37 % der Hunde einen einzigartigen mütterlichen Haplotyp einer ostasiatischen Unterklade, und die autosomale Schätzung von 2015 liegt zwischen 10 und 35 % präkolumbischer Abstammung. Indigene väterliche Linien wurden bei amerikanischen Hunden außerhalb der Arktis nicht gefunden. Der Anteil ist also echt, aber teilweise.
Braucht es vor der Entwurmung einen MDR1-Test?
Einen rassebezogenen Grund dafür gibt es nicht: Das Allel ABCB1-1Δ ist bei neun Rassen beschrieben, die ein gemeinsamer britischer Vorfahr aus der Hütehundlinie verbindet, und der Carolina Dog gehört nicht dazu. Präparat und Dosis dennoch mit der Tierärztin abstimmen.
Eignet sich die Rasse für Anfänger?
Meist nicht. Der Standard warnt ausdrücklich, dass Freundlichkeit gegenüber Fremden nicht zu erwarten ist, und Zaun wie Leine werden zur täglichen Disziplin.
Können sie mit Katzen leben?
Riskant: Der Standard beschreibt einen Räuber von Kleinwild. Eine Ausnahme ist möglich, wenn ein Welpe von Anfang an mit einer Katze aufwächst, doch als Regel sollte man sich darauf nicht verlassen.

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Quellen
  • UKC-Standard (Fassung 2023)
  • Standard der Carolina Dog Fanciers of America, veröffentlicht vom AKC
  • AKC Foundation Stock Service
  • van Asch 2013
  • Shannon 2015
  • Ní Leathlobhair 2018