Charakter: Temperament und Verhalten

Der flegmatische Blick der Französischen Bulldogge entspricht ihrem ausgeglichenen Wesen - diesen klugen Hund kann man nicht mit grober Gewalt zu etwas zwingen, mit ihm kann man nur verhandeln. Sie sind bekannt für ihre grenzenlose Hingabe. Es sind klassische „Kletten-Hunde“, die Ihnen zur Toilette und in die Küche folgen und versuchen, sich in Ihren Sessel zu quetschen, selbst wenn dort gar kein Platz ist. In Bezug auf die emotionale Bindung kann man sie höchstens mit dem King Charles Spaniel vergleichen, der sich ein Leben ohne Menschen ebenfalls nicht vorstellen kann.
Der ernste Charakter des normalerweise gehorsamen Haustieres erlaubt ihm selten Launen, aber er kann durchaus eigensinnig sein. Wenn der Bully beschließt, dass der Spaziergang beendet ist, setzt er sich vielleicht einfach mitten auf die Straße und verwandelt sich in eine unbewegliche Statue. Trotz seiner freundlichen Haltung gegenüber Fremden ist der Frenchie immer bereit, seinen Besitzer gegen Angreifer zu verteidigen. Ungeachtet seiner geringen Größe lebt in ihm der Geist eines echten Kämpfers, und er würde sich ohne zu zögern auf einen Gegner stürzen, der ihn an Größe weit übertrifft.
Beziehung zu Kindern und anderen Tieren
Bullys lieben Kinder und sind bereit, deren Streiche zu ertragen, aber wie bei jedem Hund sollten Spiele unter Aufsicht von Erwachsenen stattfinden. Mit anderen Tieren kommen sie in der Regel gut aus, wenn sie von klein auf sozialisiert wurden. Unkastrierte Rüden können jedoch eine dominante Aggression gegenüber anderen Männchen zeigen.
Vor- und Nachteile der Rasse

| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Kompakte Größe, ideal für die Wohnung. | Neigung zu vielen Erbkrankheiten. |
| Bellt fast nie, stört die Nachbarn nicht. | Schnarchen und diverse Geräusche (für manche ein Plus). |
| Minimale Fellpflege. | Neigung zu Blähungen (Gase). |
| Sehr fröhlicher und menschenbezogener Charakter. | Schlechte Thermoregulation (Hitzschlagrisiko). |
| Benötigt keine große körperliche Belastung. | Eigensinn bei der Erziehung. |
Erziehung und Sozialisierung

Die Erziehung der Französischen Bulldogge sollte im jungen Alter selbstständig begonnen werden. Aufgrund der sensiblen Natur dieser Haustiere darf man sie nicht anschreien - besser sind ruhige und geduldige Methoden. Positive Verstärkung (Leckerlis und Lob) funktioniert bei ihnen am besten.
Der kluge und fleißige Bully lernt schnell Neues, kann aber auf „Durchzug“ schalten, wenn er sich langweilt. Er braucht regelmäßiges Trainig und die periodische Wiederholung gelernter Kommandos. Widmen Sie dem Rückruf („Hier!“) besondere Aufmerksamkeit, denn wenn sich der Franzose draußen für etwas begeistert, kann er seinen Besitzer schon mal ignorieren.

