Die Französische Bulldogge (French Bulldog) ist der ideale Hund für Bewohner von Stadtwohnungen. Sie benötigt keine stundenlangen Joggingrunden, bellt fast nie ohne Grund und findet auf jedem Sofa ein gemütliches Plätzchen. Dennoch sollte ein zukünftiger Besitzer über die physiologischen Besonderheiten brachyzephaler (kurzschnäuziger) Hunde Bescheid wissen. Erfahren Sie mehr dazu auf Tvaryny.
Französische Bulldogge: Kurzer Überblick und Rassemerkmale

Französische Bulldogge: Kurzer Überblick und Rassemerkmale · 7
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Herkunftsland | Frankreich (obwohl die Wurzeln in England liegen) |
| FCI-Gruppe | Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 11 (Kleine doggenartige Hunde) |
| Anerkennungsjahr | Standard im 19. Jh. genehmigt, erste Erwähnung 1898 (FCI) |
| Lebenserwartung | 10–12 Jahre (bei richtiger Pflege) |
| Widerristhöhe | Rüden: 27–35 cm; Hündinnen: 24–32 cm |
| Gewicht | Rüden: 9–14 kg; Hündinnen: 8–13 kg |
| Felltyp | Kurzhaarig, glatt, ohne Unterwolle |
Wie sieht eine Französische Bulldogge aus: Detaillierte Beschreibung

Das Aussehen dieses Hundes ist eine Mischung aus Komik und Monumentalität. Die Ohren der Französischen Bulldogge erinnern an Fledermaus-Ortungsgeräte, was eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale der Rasse ist. Interessanterweise gab es lange Zeit Streitigkeiten zwischen europäischen und amerikanischen Kynologen über die Ohrenform: Die Amerikaner bestanden auf den stehenden „Fledermausohren“, während man in Europa das „Rosenohr“ zuließ.
Der kompakte, kräftige Körperbau deutet auf eine enorme Kraft hin, die in der kleinen Größe verborgen liegt. Es ist ein Hund im „Compact Format“ - schwerer Knochenbau, voluminöse Muskeln. Viele unerfahrene Besitzer verwechseln diese Rasse mit anderen Molossern. Ein Mops ähnelt zwar dem Schnauzenformat, hat aber eine ganz andere Körper- und Schwanzstruktur, während der Boston Terrier hochbeiniger und eleganter wirkt.
Besonderheiten von Kopf und Schnauze
Der massive Kopf mit der kurzen Schnauze und der gespaltenen Nase bezaubert durch den intelligenten Blick der ausdrucksstarken, runden Augen. Der Schädel ist breit und zwischen den Ohren fast flach. Die Haut am Kopf bildet symmetrische Falten und Runzeln, die dem Hund ein „nachdenkliches“ Aussehen verleihen.
- Kiefer: Kräftig, quadratisch. Der Unterkiefer steht vor (Vorbiss), aber die Zähne sollten bei geschlossenem Maul nicht sichtbar sein.
- Augen: Dunkel, weit auseinanderliegend, tief angesetzt. Der Ausdruck ist lebhaft und aufmerksam.
- Hals: Kurz, leicht gewölbt, ohne Wamme, sehr muskulös.
Körper und Gliedmaßen
Der Rücken der Französischen Bulldogge hat eine spezifische Form: Er ist in den Schultern breit und verjüngt sich zum Becken hin. Die Wirbelsäule bildet oft einen Bogen (den sogenannten „Karpfenrücken“), was bei dieser Rasse als normal gilt. Ein auffälliges äußeres Merkmal ist der kurze, wie abgeschnitten wirkende Schwanz mit charakteristischen Knicken. Er ist tief angesetzt und wird niemals über der Rückenlinie getragen.
Es sind kurzhaarige Hunde mit glänzendem, dichtem Fell. Das Haar fühlt sich angenehm an und hat keine Unterwolle, weshalb der Hund kälteempfindlich ist. Der Standard erkennt mehrere Hauptfarben an:
- Gestromt (Brindle): Mischung aus schwarzen und rötlichen Haaren, kleine weiße Abzeichen sind erlaubt.
- Fauve (Fawn): Von hellbraun bis rötlich („rot“), mit oder ohne schwarze Maske.
- Gescheckt (Pied): Weißer Hintergrund mit gestromten oder falbfarbenen Flecken.
Wie pflegt man eine Französische Bulldogge?

Die Französische Bulldogge darf nicht im Zwinger gehalten werden, da sie engen Kontakt und Kommunikation mit ihrem Besitzer sowie thermischen Komfort benötigt. Wenn dieser kleine Kerl bei Ihnen einzieht, bringt er nicht viele Haare, dafür aber möglicherweise einen spezifischen Geruch mit, wenn man die Falten nicht pflegt. Das gelegentliche Bürsten des kurzen Fells mit einem Gummihandschuh wirkt eher wie eine Massage, die der Hund sehr genießen wird.
Hygiene von Falten und Ohren
Das wichtigste Ritual ist das Auswischen der Falte unter den Augen und um die Nase. Dort sammeln sich Feuchtigkeit und Schmutz, was Reizungen verursacht. Verwenden Sie spezielle Lotionen oder Chlorhexidin und trocknen Sie die Haut danach gut ab. In den großen „Fledermausohren“ sammelt sich Ohrenschmalz und Dreck, was Entzündungen begünstigt - achten Sie daher reglmäßig auf deren Sauberkeit. Gehen Sie aber mit Wattestäbchen nicht tief in den Gehörgang.
Französische Bulldoggen baden gerne, aber man sollte es nicht zu oft tun, um die Schutzschicht der Haut nicht abzuwaschen. Wichtig zu wissen ist auch, dass die meisten Bullys wegen ihres schweren Kopfes nicht schwimmen können und wie ein Stein untergehen. In der Nähe von Gewässern ist Vorsicht geboten.
Interessante Fakten über die Rasse

- Prominente Fans: Leonardo DiCaprio, Lady Gaga, Dwayne „The Rock“ Johnson und viele andere Stars haben sich genau für diese Rasse entschieden.
- Kleine Frösche: Wenn eine Französische Bulldogge liegt und die Hinterbeine nach hinten streckt, erinnert sie an einen kleinen Frosch. Das ist die typische Pose dieser Rasse.
- Nicht für natürliche Geburten: Wegen der großen Köpfe der Welpen und des schmalen Beckens der Hündinnen kommen die meisten Französischen Bulldoggen per Kaiserschnitt zur Welt (über 80 % der Fälle).