Der Rampur Greyhound ist eine aristokratische Hunderasse, die leider vom Aussterben bedroht ist. In der modernen Welt, in der die Jagd auf Großkatzen keine zwingende Notwendigkeit mehr darstellt, verlieren diese majestätischen Athleten ihren ursprünglichen Zweck. Es ist ein athletischer und eleganter Hund, der über enorme Geschwindigkeit, phänomenale Sehkraft und grenzenlosen Mut verfügt. Er ist kühn, ausdauernd und erfolgreich bei der Arbeit, fähig, riesige Distanzen unter der sengenden indischen Sonne zu überwinden. Erfahren Sie mehr auf Tvaryny.
Der Rampur Greyhound: Kurzer Rasseüberblick und Hauptmerkmale

Der Rampur Greyhound: Kurzer Rasseüberblick und Hauptmerkmale · 7
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Herkunft | Indien (Region Rampur, Bundesstaat Uttar Pradesh) |
| Erste Erwähnung | Ungefähr um 1700 (Ende der Mogul-Ära) |
| Verwendung | Jagd auf Wildschweine, Schakale und historisch auf Leoparden und Tiger |
| Lebenserwartung | 13–15 Jahre (für die Größe recht langlebig) |
| Widerristhöhe | Rüden: 65–75 cm; Hündinnen: 60–70 cm |
| Gewicht | 22–30 kg (Muskelmasse ohne überflüssiges Fett) |
| Felltyp | Kurz, glatt, eng anliegend (mausgrau) |
Wie sieht der Rampur Greyhound aus: Detaillierte Beschreibung des Exterieurs

Es ist ein schlanker, muskulöser Hund, der optisch etwas robuster wirken kann als der englische Greyhound, aber deutlich größer ist als ein Sloughi, obwohl er diesem in den allgemeinen Umrissen sehr ähnelt. Man erkennt den Rampur Greyhound an seinem spezifischen Blick: Seine Augen haben eine Farbe von Bernstein bis Dunkelbraun (manchmal als „gelb“ beschrieben) und sind oft dunkel umrandet, was dem Blick Ausdruckskraft und eine gewisse Magie verleiht.
Kopf und Schnauze: Er besitzt eine charakteristische Kopfform, die breiter ist als bei klassischen westlichen Windhunden. Der Schädel ist flach, die Schnauze lang und kräftig, sie verjüngt sich zur Nase hin, ist aber nicht spitz zulaufend („Scharfschützen-Schnauze“). Die Ohren sind dreieckig und hoch angesetzt; im Ruhezustand sind sie nach hinten gelegt („Rosenohren“), bei Erregung können sie halb aufgerichtet sein. Ein besonderes Merkmal ist die sogenannte „Ramsnase“ (ein leichter Höcker), die bei den besten Vertretern häufig vorkommt.
Körperbau: Der Hund besitzt einen ausgesprochen athletischen Körperbau, was sein fester, in der Lendenpartie leicht gewölbter Rücken und die langen, sehnigen Gliedmaßen beweisen. Typisch für Rampur Greyhounds ist ein sehr tiefer Brustkorb, der ein großes Lungenvolumen für ausdauerndes Laufen bietet, sowie eine extrem schlanke Taille mit stark aufgezogener Bauchlinie. Dies schafft die klassische Silhouette eines Windhundes, der jederzeit zum Sprung bereit ist.
Gliedmaßen und Rute: Die Pfoten des Rampurs sind vom „Hasen-Typ“, länglich, mit eng aneinanderliegenden Zehen und dicken Ballen, was es ihnen ermöglicht, auf den harten, steinigen Böden Indiens zu laufen, ohne sich zu verletzen. Dies unterscheidet sie beispielsweise vom Poitevin, der eine etwas andere, an europäische Wälder angepasste Pfotenstruktur hat. Ihre dünne, lange Rute verjüngt sich zum Ende hin, reicht bis unter die Sprunggelenke und ist am Ende oft hakenförmig gebogen.
Üblicherweise haben Vertreter dieser Rasse eine schwarze Fellfarbe, manchmal auch grau (blau) oder weiß. Es gibt auch Rampurs mit gestromter oder gefleckter Zeichnung auf glattem Fell. Das kurze Haarkleid dieser Hunde ist pflegeleicht und fühlt sich wie Samt oder Maulwurfsfell an. Insgesamt ist der Rampur Greyhound eine wahre Schönheit mit einem besonderen, wiedererkennbaren Äußeren, das Kraft und Noblesse ausstrahlt.
Interessante Fakten über die Rasse
- Königlicher Status: In der Blütezeit der Rasse in Rampur trugen diese Hunde mit Edelsteinen besetzte Halsbänder und hatten eigene Diener.
- Einzigartige Pfote: Die Pfoten des Rampurs haben eine Struktur, die es den Zehen erlaubt, sich ähnlich wie menschliche Finger zu biegen, was ihnen hilft, sich bei scharfen Kurven besser am Boden festzuhalten.
- Nichtanerkennung: Die Rasse ist bisher nicht von den größten kynologischen Weltverbänden (FCI, AKC) anerkannt, wohl aber vom Kennel Club of India (KCI) und dem Kanadischen Club.
- Verwandte: Genetische Studien zeigen, dass der Rampur gemeinsame Wurzeln mit dem uralten Afghanischen Windhund hat, was ihre Ausdauer erklärt.
- Augenfarbe: Die einzigartige „stachelbeerfarbene“ Augenfarbe gilt als Zeichen der Reinheit der Rasse, obwohl auch dunkle Töne zulässig sind.
