Charakter: Temperament, Verhalten und die Psychologie des Jägers

Der Rampur Greyhound ist nicht einfach nur ein Haustier für das Sofa, sondern ein vollwertiges, mitdenkendes Familienmitglied mit einer komplexen Innenwelt. Er ist fähig, seinem Besitzer grenzenlose Treue und Hingabe zu schenken und allen Hausbewohnern angenehme und sanfte Gesellschaft zu leisten. Dieser Hund geht mit unglaublicher Zärtlichkeit mit Kindern um und fungiert oft als geduldige „Nanny“, was für solch ernsthafte Jagdhunderassen eine Seltenheit ist.
Er benötigt viel Körperkontakt und Kommunikation mit dem Menschen und neigt nicht zu grundlosen Aggressionen. Im Alltag ist der Rampur oft „unsichtbar“ - er liebt es, zusammengerollt zu schlafen, und nervt nicht mit Gebell. Übrigens bellen sie äußerst selten, nur im Falle einer echten Bedrohung oder starker Erregung. Man sollte ihre Ruhe jedoch nicht mit Schwäche verwechseln. Rampurs werden erfolgreich im Schutzdienst und zum Stellen von Einbrechern ausgebildet, und der vierbeinige Kraftprotz erzielt dabei dank seiner blitzschnellen Reaktion beachtliche Erfolge.
Während der Jagd verwandeln sich die Vertreter der Rasse augenblicklich. Sie entwickeln eine enorme Geschwindigkeit (bis zu 60 km/h und mehr), sind mutig, passioniert und ausdauernd. Trotz ihrer physischen Überlegenheit selbst gegenüber gefährlichen Raubtieren sind Rampur Greyhounds zu Hause gehorsame Schützlinge, die jeden Blick des Besitzers auffangen. Dieser aristokratische Hund im Hof verspricht ein gutes Verhältnis zum Hausherrn und allen, die dieser als Freunde betrachtet. Fremden gegenüber kann der Rampur jedoch misstrauisch und kühl distanziert sein und keine Vertraulichkeiten dulden. Natürlich ist dieses ideale Bild nur unter der Bedingung einer angemessenen Erziehung und frühen Sozialisierung möglich.
Erziehung und Sozialisierung: Wie man eine gemeinsame Sprache findet

Der erste und wichtigste Schritt bei der Ausbildung eines Rampur Greyhounds ist das Training von Gehorsam und der Kontakt zum Besitzer. Von Natur aus neigt diese Rasse zu Hause zu gehorsamem Verhalten, draußen können jedoch die Instinkte die Oberhand gewinnen. Die rechtzeitige Klärung der Rangordnung ist ein Pflichtaspekt der Welpenerziehung. Hier sollte der Besitzer Festigkeit und Konsequenz zeigen, sich jedoch vor übermäßiger Strenge oder körperlicher Bestrafung hüten. Der Rampur ist ein stolzer Hund; er soll den Trainer nicht fürchten, sondern ihn respektieren und ihm vertrauen.
Vertreter der Rasse verfügen über genügend Intelligenz, um verschiedene Tricks und Kommandos auszuführen, auch wenn sie manchmal lange über die Sinnhaftigkeit einer Handlung nachdenken. Der Hund wird alles lernen, wenn das Training seinen Alltag bereichert und auf positiver Verstärkung (Leckerlis, Spielzeug) basiert. Normalerweise zieht sich die Grundausbildung von Rampur Greyhounds nicht in die Länge. Der richtige Ansatz ermöglicht es, einen gut erzogenen Hund zu bekommen, der verschiedene Kunststücke beherrscht und komplexe Befehle ausführt.
Wichtig ist eine frühe Sozialisierung. Machen Sie den Welpen mit verschiedenen Menschen, Geräuschen, Verkehrsmitteln und anderen Tieren bekannt. Dies hilft, übermäßige Schreckhaftigkeit oder Aggression in der Zukunft zu vermeiden. Denken Sie an ihre Verwandtschaft mit Rassen wie dem Caravan Hound – es sind Meutehunde, daher fühlen sie sich in Gesellschaft anderer Windhunde wohl, können aber mit dominanten Hunden anderer Rassen in Konflikt geraten.
Vor- und Nachteile der Rasse

| Vorteile (+) | Nachteile (-) |
|---|---|
| Treue: Extrem an die Familie gebunden, wählen oft „einen Herrn“. | Jagdinstinkt: Können beim Spaziergang Katzen, kleine Hunde und Eichhörnchen jagen. |
| Minimale Pflege: Fell benötigt kein Trimmen oder häufiges Baden. | Bewegungsdrang: Benötigen große, eingezäunte Gelände für freien Lauf. |
| Gesundheit: Genetisch robuste Rasse ohne übermäßige „kommerzielle“ Zucht. | Seltenheit: Extrem schwierig, einen reinrassigen Welpen außerhalb Indiens zu finden. |
| Wachqualitäten: Können dank Misstrauen gegenüber Fremden gute Wächter sein. | Unabhängigkeit: Können beim Training stur sein, verlangen Partnerschaft, keinen Drill. |
| Ruhe: Bellen fast nie ohne Grund. | Kälteempfindlichkeit: Frieren aufgrund fehlender Unterwolle in kaltem Klima. |


