| Höhe | 60–75 cm |
| Gewicht | 30–45 kg |
| Lebenserwartung | 10–12 Jahre |
| FCI-Gruppe | 1 · Hüte- und Treibhunde |
| Herkunft | Niederlande |
Genaue Bewertungen
- Insgesamt eine robuste Rasse vom Wolfstyp
- Hüftdysplasie
- Degenerative Myelopathie (DM)
- Verhaltensprobleme bei mangelnder Sozialisierung (Neophobie)
- Besondere Ansprüche an Bewegung und Raum
Hochwertige Eiweißkost, Gewichtskontrolle. Entscheidend sind ein riesiger Raum, viel Bewegung und eine frühe, sehr geduldige Sozialisierung; ein sicherer hoher Zaun (Neigung zum Ausbrechen und Jagen).
Äußerlich erinnert der Saarlooswolfhond (Saarloos Wolfdog) stark an seinen wilden Vorfahren — den Wolf. Es ist ein kräftiges, harmonisch gebautes Tier mit deutlich „wölfischen“ Merkmalen in Erscheinung und Verhalten. Saarloos-Hunde besitzen eine lange, buschige und meist tief getragene Rute, einen durchdringenden Blick und ein unabhängiges Wesen. Sie haben viele Gewohnheiten des Waldraubtiers bewahrt, darunter die Neigung zu charakteristischem Heulen statt Bellen sowie zur Jagd im Rudel (oder deren Imitation innerhalb der Familie). Halter und Familienmitglieder betrachtet der Saarlooswolfhund als sein Rudel, wobei er einen „Anführer“ wählt, dem er sich unterordnet und an den er sich stark bindet. Es ist eine äußerst intelligente, aufmerksame und eigenständige Rasse. Obwohl die Fédération Cynologique Internationale (FCI) sie der Gruppe 1 — Hütehunde und Treibhunde — zuordnet, sind auch ihre Gebrauchseigenschaften und der Jagdtrieb gut ausgeprägt. Erfahren Sie mehr auf Tvaryny.
Der Saarlooswolfhond ist nicht nur ein Hund mit wolfsähnlichem Aussehen, sondern eine Rasse mit einer komplexen Seele, die ein tiefes Verständnis für ihre Natur erfordert. Er ist nicht für jedermann geeignet, aber für einen erfahrenen Besitzer, der bereit ist, Zeit in Erziehung und Sozialisierung zu investieren, kann er ein unglaublich treuer Begleiter werden. Es ist wichtig zu bedenken, dass ihre Unabhängigkeit und Vorsicht gegenüber Fremden angeborene Merkmale und keine Anzeichen für schlechte Erziehung sind.
Der Saarlooswolfhond: Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Merkmale

| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Herkunft | Niederlande |
| FCI-Klassifikation | Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde, ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 1 (Schäferhunde). FCI-Standard Nr. 311. Ohne Arbeitsprüfung. |
| Jahr der FCI-Anerkennung | 1981 (vorläufige Anerkennung durch den niederländischen kynologischen Dachverband Raad van Beheer 1975) |
| Lebenserwartung | 10-12 Jahre (einige Quellen geben 12-15 Jahre an) |
| Widerristhöhe (FCI) | Rüden: 65-75 cm; Hündinnen: 60-70 cm |
| Gewicht (ungefähr) | 30-45 kg (der FCI-Standard gibt kein Gewicht an, dies ist jedoch der typische Bereich) |
| Temperament | Energisch, stolz, unabhängig, seinem Besitzer treu, zuverlässig, vorsichtig gegenüber Fremden, nicht grundlos aggressiv. |
| Verwendung | Begleithund; früher als Blindenführ- und Rettungshunde eingesetzt, aber aufgrund der wölfischen Züge ist diese Verwendung eingeschränkt. |
Die Entstehungsgeschichte des Saarlooswolfhonds
Die Geschichte des Saarlooswolfhonds ist untrennbar mit dem Namen des niederländischen Seemanns und Hundeliebhabers Leendert Saarloos (1884-1969) verbunden. Er war ein leidenschaftlicher Anhänger des Deutschen Schäferhundes, war aber der Meinung, dass die Rasse durch intensive Zucht und den Fokus auf Arbeitseigenschaften einen Teil ihrer natürlichen Qualitäten verloren hatte. Saarloos träumte davon, einen natürlicheren, widerstandsfähigeren und gesünderen Hund zu schaffen, indem er ihm „Wolfsblut“ zurückgab.
Sein ehrgeiziges Experiment begann in den 1920er Jahren. Die Grundlage für die neue Rasse bildeten der Deutsche Schäferhund Gerard van Fransenum vom klassischen preußischen Typ und die europäische Wölfin Fleur, die Saarloos einigen Quellen zufolge aus dem Zoo Blijdorp in Rotterdam erwarb und anderen zufolge aus einem sibirischen Zweig europäischer Wölfe erhielt. Der erste Wurf aus dieser Verbindung kam 1925 zur Welt. Daraus wurden die besten Welpen für die weitere Zuchtarbeit ausgewählt, die die gewünschten Eigenschaften beider Elternteile vereinten.
Leendert Saarloos war sehr sorgfältig in seiner Arbeit. Er wählte die Welpen für die weitere Zucht erst im Alter von acht Monaten aus, als ihr Charakter und ihr Äußeres bereits klar beurteilt werden konnten. Er strebte danach, einen Hund mit hoher Intelligenz, robuster Gesundheit und natürlichem Verhalten zu züchten, der aber gleichzeitig in der Lage war, mit dem Menschen zu interagieren. Im Jahr 1962 wurde zur Erweiterung des Genpools und zur Verstärkung der wölfischen Merkmale erneut das Blut eines wilden Wolfs eingekreuzt – diesmal war es die Wölfin Fleur II, die wiederum mit einem Nachkommen der ursprünglichen Linie gekreuzt wurde. Die Nachfolger von Saarloos behaupteten, dies sei die einzig erfolgreiche Einkreuzung von „frischem“ Wolfsblut gewesen.
Nach dem Tod von Leendert Saarloos im Jahr 1969 wurde seine Arbeit von seiner Frau und seiner Tochter sowie einer Gruppe von Enthusiasten fortgesetzt. Ihre Bemühungen waren nicht vergebens: 1975 wurde die Rasse vom niederländischen Hundeverband (Raad van Beheer) unter dem Namen „Saarlooswolfhond“ zu Ehren ihres Schöpfers anerkannt. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) registrierte die Rasse 1981 offiziell unter der Nummer 311.
Ursprünglich hoffte Saarloos, dass seine Hunde ausgezeichnete Diensthunde werden würden, insbesondere Blindenführhunde. Tatsächlich zeigten einige Vertreter der Rasse aufgrund ihrer Vorsicht und ihres Orientierungssinns gute Fähigkeiten in diesem Bereich. Die Dominanz der wölfischen Instinkte, insbesondere die natürliche Vorsicht und das Misstrauen gegenüber Fremden und neuen Situationen, schränkte jedoch ihre breite Verwendung als Diensthunde im herkömmlichen Sinne ein. Heute ist der Saarlooswolfhond hauptsächlich ein Begleiter für erfahrene Besitzer, die seinen einzigartigen Charakter und seine natürliche Schönheit schätzen.
Wie sieht der Saarlooswolfhond aus: Eine detaillierte Beschreibung des Aussehens

Der Saarlooswolfhond ist ein Tier, das den Eindruck von Kraft, Ausdauer und natürlicher Harmonie vermittelt. Sein Äußeres, einschließlich Körperbau, Bewegung und Fell, erinnert stark an einen Wolf. Er ist ein kräftig gebauter, ausgewogener Hund mit recht langen Gliedmaßen, ohne jedoch hochbeinig zu wirken.
Wichtige Proportionen:
- Die Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe geringfügig.
- Das Verhältnis von Fanglänge zu Schädellänge beträgt etwa 1:1.
Kopf: Der Kopf hat eine typische Wolfsform. Der Schädel ist flach und breit, aber nicht übermäßig, um die Gesamtproportionen nicht zu stören. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist sanft und kaum merklich. Der Fang ist keilförmig, gut unter den Augen gefüllt und verjüngt sich zur Nase hin. Der Nasenrücken ist gerade. Der Nasenschwamm ist groß, gut pigmentiert, schwarz bei wolfsgrauen und weißen Hunden und leberfarben (braun) bei braunen Hunden.
Augen: Mandelförmig, leicht schräg gestellt. Die bevorzugte Farbe ist Gelb, was den wölfischen Ausdruck verstärkt. Der Blick ist aufmerksam, wachsam, manchmal etwas reserviert, aber nicht furchtsam. Die Pigmentierung der Augenlider ist schwarz oder leberfarben, je nach Fellfarbe.
Ohren: Mittelgroß, stehend, fleischig, dreieckig mit abgerundeten Spitzen. Die Innenseite des Ohres ist behaart. Sie sind sehr beweglich und spiegeln die Stimmung und die Emotionen des Hundes deutlich wider.
Hals: Trocken, kräftig, muskulös, geht fließend in die Rückenlinie über. Ohne Wamme.
Körper: Der Rücken ist gerade und fest. Die Lenden sind breit und muskulös. Die Kruppe ist breit, ziemlich lang und leicht abfallend. Der Brustkorb ist breit, von mäßiger Tiefe und reicht etwa bis zu den Ellenbogen. Die Rippen sind gut gewölbt, aber nicht tonnenförmig. Die untere Bauchlinie ist mäßig aufgezogen.
Rute: Säbelförmig, tief angesetzt, oft etwas unterhalb der Rückenlinie aufgrund einer leichten Vertiefung am Rutenansatz. In Ruhe hängt sie herab und kann sich am Ende leicht biegen. In der Bewegung oder bei Erregung wird sie höher getragen, aber niemals über den Rücken gerollt. Sie ist dicht behaart.
Gliedmaßen: Die Vorderläufe sind gerade, parallel und haben kräftige Knochen. Die Schulterblätter sind lang und schräg gestellt. Die Schultern sind gut entwickelt. Die Ellenbogen liegen eng am Brustkorb an. Die Vordermittelfüße sind leicht schräg. Die Hinterläufe sind kräftig und gut bemuskelt. Die Winkelung der Sprunggelenke ist mäßig ausgeprägt, was einen starken Schub ermöglicht. Die Hintermittelfüße sind mittellang und im Stand leicht schräg. Die Pfoten sind oval, kompakt, geschlossen, mit festen Ballen und dunklen Krallen.
Fell: Typisch für einen Wolf, saisonal. Es besteht aus hartem, geradem Deckhaar und dichter, weicher Unterwolle. Im Winter ist die Unterwolle sehr ausgeprägt und bildet einen dichten Pelz, besonders am Hals (Kragen). Im Sommer überwiegt das Deckhaar. Das Fell muss guten Schutz vor Witterungseinflüssen bieten.
Farbe:
- Wolfsgrau: Von hellen bis zu dunklen Grautönen mit charakteristischer Schattierung (Agouti). Dies ist die häufigste und typischste Farbe.
- Waldbraun (Bosbruin): Von hellen bis zu dunklen Brauntönen, ebenfalls mit Schattierung.
- Von Hellcreme bis Weiß: Eine seltenere Variante. Bei weißen Hunden müssen Nase, Augenlider, Lefzen und Krallen schwarz pigmentiert sein.
Bei allen Farbvarianten ist ein helleres Fell an der Unterseite des Körpers, der Innenseite der Gliedmaßen und der Rückseite der Oberschenkel charakteristisch. Eine ausgeprägte „Maske“ im Gesicht sollte ebenfalls vorhanden sein. Die Pigmentierung von Nase, Lefzen, Augenlidern und Krallen muss bei wolfsgrauen und weißen Hunden schwarz und bei braunen Hunden leberfarben sein.
Bewegung: Ein typischer, ausdauernder Traber. Die Bewegungen sind leicht, frei, fließend und ermöglichen es dem Hund, mühelos große Entfernungen ohne sichtbare Anstrengung zu überwinden. Die Bewegungen ähneln denen eines Wolfs – der Hund scheint über den Boden zu „schweben“. Genau dieser leichte, „wölfische“ Gang ist eines der Markenzeichen der Rasse.
Es ist interessant, den Saarlooswolfhond mit einer anderen bekannten wolfsähnlichen Rasse zu vergleichen – dem Tschechoslowakischen Wolfhund. Obwohl beide Rassen wölfische Vorfahren haben, unterscheiden sie sich sowohl im Aussehen als auch im Temperament. Der Saarlooswolfhond zeigt in der Regel ausgeprägtere „wölfische“ Verhaltensweisen, insbesondere eine größere Vorsicht und eine geringere Neigung zu typisch „hündischen“ Reaktionen.
Charakter- und Temperamentmerkmale des Saarlooswolfhonds

Der Charakter des Saarlooswolfhonds ist eine einzigartige Mischung aus Merkmalen, die er vom wilden Wolf und dem Deutschen Schäferhund geerbt hat. Er ist ein energischer, lebhafter Hund mit einem stolzen und unabhängigen Wesen. Er ist dafür bekannt, in erster Linie seinem eigenen Willen zu folgen, was vom Besitzer Geduld, Verständnis und Konsequenz in der Erziehung erfordert.
Schlüsselmerkmale des Temperaments:
- Treue zur Familie: Seinem Besitzer und den Mitgliedern seines „Rudels“ (der Familie) gegenüber ist der Saarlooswolfhond sehr loyal und zuverlässig. Er baut starke Bindungen auf und kann sehr sanft zu denen sein, die er liebt und denen er vertraut.
- Vorsicht gegenüber Fremden: Dies ist eines der charakteristischsten Merkmale der Rasse. Der Saarlooswolfhond ist normalerweise zurückhaltend, misstrauisch und sucht keinen Kontakt zu Fremden. Er kann direkten Blickkontakt und Berührungen von Fremden meiden. Dies ist keine Feigheit, sondern natürliche wölfische Vorsicht. Bei richtiger Sozialisierung entwickelt sich diese Eigenschaft nicht zu Aggression.
- Unabhängigkeit und Eigenständigkeit: Diese Rasse neigt nicht dazu, Befehle blind auszuführen. Sie analysiert die Situation und kann eigene Entscheidungen treffen. Das macht die Ausbildung anspruchsvoller, aber auch interessanter.
- Hoher Energielevel: Der Saarlooswolfhond benötigt viel körperliche Bewegung und geistige Anregung. Lange Spaziergänge, Laufen, Spiele – all das ist für seine harmonische Entwicklung unerlässlich.
- Rudelinstinkt: Er ist stark auf sein „Rudel“ ausgerichtet. Er verträgt Einsamkeit schlecht und kann unter Trennungsangst leiden, wenn er lange allein gelassen wird. Idealerweise sollte er ein vollwertiges Familienmitglied sein.
- Keine grundlose Aggression: Trotz seines respekteinflößenden Aussehens ist der Saarlooswolfhond keine aggressive Rasse. Er kann eine Abwehrreaktion zeigen, wenn er eine reale Bedrohung für sich oder seine Familie spürt, greift aber niemals ohne Grund an. Seine typische Reaktion auf eine unklare oder beunruhigende Situation ist der Rückzug und die Vermeidung von Konflikten.
- Ruhiges Verhalten: Saarlooswolfhunde bellen selten. Ihre Kommunikation ähnelt eher der von Wölfen – sie können winseln, murmeln oder heulen, besonders wenn sie Sirenen oder ähnliche Geräusche hören.
- Jagdinstinkt: Obwohl die Rasse als Schäferhund klassifiziert ist, ist ihr Jagdinstinkt ziemlich ausgeprägt. Dies sollte bei Spaziergängen in Gebieten mit Kleintieren berücksichtigt werden.
Der Saarlooswolfhond ist nichts für Anfänger. Er braucht einen Menschen, der seine wölfische Natur versteht, bereit ist, sich für Sozialisierung und Erziehung zu engagieren, und ihm einen aktiven Lebensstil bieten kann. Dies ist kein Hund, der glücklich ist, wenn er den ganzen Tag auf dem Sofa liegt. Er braucht Platz, Bewegung und Aufgaben für den Geist. Rassen wie der Welsh Corgi Pembroke haben völlig andere Bedürfnisse und ein anderes Temperament, was sie für verschiedene Arten von Besitzern vielseitiger macht.
Es ist wichtig zu verstehen, dass ihre Vorsicht fälschlicherweise als Angst oder Unsicherheit interpretiert werden kann. Es handelt sich jedoch um eine tief verwurzelte Eigenschaft, die mit dem Selbsterhaltungstrieb zusammenhängt. Eine frühe und richtige Sozialisierung hilft dem Saarlooswolfhond, sich in der menschlichen Welt sicherer zu fühlen, aber er wird niemals so offen und kontaktfreudig wie beispielsweise ein Labrador sein.
Gesundheit des Saarlooswolfhonds: Typische Krankheiten und Vorbeugung

Der Saarlooswolfhond gilt im Allgemeinen als eine relativ gesunde Rasse, was zu einem großen Teil seinem „wölfischen“ Erbe und den Bemühungen von Leendert Saarloos zu verdanken ist, der ein widerstandsfähiges und lebensfähiges Tier schaffen wollte. Wie jede Rasse hat er jedoch eine Veranlagung für bestimmte Krankheiten.
Die wichtigsten Gesundheitsprobleme, auf die man achten sollte:
- Hüft- und Ellbogendysplasie: Wie viele große Hunderassen können Saarlooswolfhunde zu Gelenkproblemen neigen. Es ist wichtig, einen Welpen von verantwortungsbewussten Züchtern zu kaufen, die ihre Zuchttiere auf Dysplasie testen. Eine richtige Ernährung und moderate körperliche Belastung während des Wachstums spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung.
- Degenerative Myelopathie (DM): Dies ist eine fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks, die zu einer Lähmung der Hinterbeine führen kann. Es gibt Gentests, um Träger dieser Krankheit zu identifizieren.
- Hypophysärer Zwergwuchs (Pituitary Dwarfism): Eine seltene, aber ernste Erbkrankheit, die zu einer unzureichenden Produktion von Wachstumshormonen führt. Betroffene Hunde bleiben klein, haben Probleme mit Haut, Fell und der allgemeinen Entwicklung. Verantwortungsvolle Züchter testen ihre Hunde auf diese Krankheit.
- Augenprobleme: Gelegentlich können Krankheiten wie die progressive Retinaatrophie (PRA) oder Katarakte auftreten. Regelmäßige Augenuntersuchungen beim Spezialisten helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen.
- Empfindlichkeit gegenüber einigen Medikamenten: Einige Vertreter der Rasse können eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten aufweisen, insbesondere gegenüber einigen Arten von Anästhetika und Antibiotika. Es ist sehr wichtig, dass der behandelnde Tierarzt über diese Besonderheit des Saarlooswolfhonds informiert ist.
Vorbeugende Maßnahmen:
- Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen: Jährliche Kontrollen, Impfungen und Parasitenbehandlungen sind unerlässlich.
- Ausgewogene Ernährung: Hochwertiges Futter, das dem Alter, der Größe und dem Aktivitätsniveau des Hundes entspricht.
- Ausreichende körperliche Betätigung: Erhält den Muskeltonus und die Gesundheit der Gelenke.
- Gentests: Bevorzugen Sie bei der Auswahl eines Welpen Züchter, die Gentests auf rassetypische Krankheiten durchführen.
- Beobachtung von Verhalten und Zustand: Jede Veränderung im Appetit, der Aktivität, der Stimmung oder dem äußeren Erscheinungsbild des Hundes sollte Anlass für einen Tierarztbesuch sein.
Insgesamt ist der Saarlooswolfhond ein robustes Tier, das dank seines dichten Fells gut an verschiedene Wetterbedingungen angepasst ist. Er erfordert keine komplizierte Pflege, benötigt aber eine aufmerksame Haltung gegenüber seiner Gesundheit, insbesondere in Bezug auf die Vorbeugung von Erbkrankheiten und die Medikamentenempfindlichkeit. Es ist wichtig zu bedenken, dass diese Hunde aufgrund ihrer natürlichen Vorsicht Anzeichen von Schmerz oder Unwohlsein verbergen können, weshalb der Besitzer besonders aufmerksam sein muss.
Fellpflege und allgemeine Pflege des Saarlooswolfhonds

Die Pflege des Saarlooswolfhonds ist nicht übermäßig kompliziert, hat aber ihre Besonderheiten, die mit seinem dichten, „wölfischen“ Fell und seinem Bewegungsbedarf zusammenhängen.
Fellpflege:
- Fellwechsel: Saarlooswolfhunde haben einen ausgeprägten saisonalen Fellwechsel, normalerweise zweimal im Jahr (Frühling und Herbst), bei dem sie eine große Menge Unterwolle verlieren. In dieser Zeit wird tägliches Bürsten mit speziellen Bürsten oder einem Furminator empfohlen, um dem Hund zu helfen, das abgestorbene Fell loszuwerden und Verfilzungen zu vermeiden.
- Regelmäßiges Bürsten: Ansonsten genügt es, den Hund 1-2 Mal pro Woche zu bürsten, um das Fell in gutem Zustand zu halten und die Hautdurchblutung zu fördern.
- Baden: Der Saarlooswolfhond sollte nur bei Bedarf gebadet werden, nicht öfter als 1-2 Mal im Jahr oder wenn der Hund stark verschmutzt ist. Häufiges Baden kann das natürliche Fettgleichgewicht von Haut und Fell stören, das ihn vor Witterungseinflüssen schützt. Verwenden Sie milde Hundeshampoos.
Haltungsbedingungen und Aktivität:
- Platz: Diese Rasse ist kategorisch nicht für die Haltung in einer kleinen Wohnung geeignet. Sie braucht Platz zum Bewegen. Ideal ist ein Privathaus mit einem großen, sicher eingezäunten Grundstück. Der Zaun muss hoch und stabil sein, da diese Hunde zum Ausbrechen neigen können, besonders wenn sie sich langweilen oder einen starken Jagdinstinkt verspüren.
- Körperliche Aktivität: Der Saarlooswolfhond ist ein extrem energiegeladenes Tier. Er benötigt lange tägliche Spaziergänge (mindestens 2-3 Stunden pro Tag) mit der Möglichkeit, an einem sicheren Ort frei zu laufen. Er ist ein unermüdlicher Traber, der mühelos große Strecken zurücklegen kann. Mangelnde körperliche Aktivität kann zu Verhaltensproblemen wie Zerstörungswut oder übermäßiger Angst führen. Rassen wie der Bergamasker Hirtenhund haben, obwohl sie ebenfalls Hütehunde sind, möglicherweise etwas andere Anforderungen an die Art der Auslastung.
- Geistige Anregung: Neben körperlicher Auslastung braucht der Saarlooswolfhond auch geistige Aufgaben. Das können Suchspiele, das Erlernen neuer Kommandos (obwohl sie stur sein können) oder einfach das Erkunden neuer Routen bei Spaziergängen sein.
Weitere Aspekte der Pflege:
- Augen und Ohren: Untersuchen Sie regelmäßig Augen und Ohren auf Anzeichen von Infektionen oder Reizungen. Reinigen Sie sie bei Bedarf mit speziellen Lotionen.
- Zähne: Zur Vorbeugung von Zahnstein und Zahnfleischerkrankungen wird empfohlen, die Zähne des Hundes regelmäßig mit einer speziellen Bürste und Paste zu putzen oder ihm zahnärztliche Leckerbissen zu geben.
- Krallen: Wenn die Krallen sich nicht auf natürliche Weise bei Spaziergängen abnutzen, müssen sie alle paar Wochen geschnitten werden.
Das Wichtigste bei der Pflege des Saarlooswolfhonds ist, ihm möglichst naturnahe Bedingungen zu bieten: viel Bewegung, frische Luft, die Möglichkeit zu erkunden und sich als Teil des „Rudels“ zu fühlen.
Training und Sozialisierung des Saarlooswolfhonds

Training und Sozialisierung des Saarlooswolfhonds sind ein komplexer, aber äußerst wichtiger Prozess, der vom Besitzer Geduld, Konsequenz, Verständnis für die Rassenpsychologie und Führungsqualitäten erfordert. Leendert Saarloos wollte die wilde Natur „zähmen“, aber wie das Sprichwort sagt: „Man kann das Tier aus der Wildnis holen, aber nicht die Wildnis aus dem Tier.“ Dieser Satz spiegelt teilweise die Essenz der Erziehung des Saarlooswolfhonds wider: Seine wölfischen Instinkte werden immer ein Teil seiner Natur sein.
Schlüsselaspekte von Training und Sozialisierung:
- Frühe Sozialisierung: Dies ist eine kritisch wichtige Phase. Von klein auf muss der Welpe an verschiedene Menschen, Geräusche, Orte und andere Tiere (unter Aufsicht) gewöhnt werden. Dies hilft, die natürliche Vorsicht und Zurückhaltung der Rasse zu verringern. Die Sozialisierung muss jedoch positiv und schrittweise erfolgen, um den Welpen nicht zu überfordern.
- Positive Verstärkung: Trainingsmethoden, die auf Bestrafung und Härte basieren, sind für den Saarlooswolfhond absolut ungeeignet. Sie verstärken nur sein Misstrauen und können zu Verhaltensproblemen führen. Am besten funktionieren Methoden der positiven Verstärkung: Lob, Leckerbissen, Spielzeug.
- Führung etablieren: Der Saarlooswolfhond muss klar verstehen, wer der „Rudelführer“ ist. Die Führung muss ruhig, selbstbewusst und konsequent sein, nicht aggressiv oder despotisch. Er muss den Besitzer respektieren, nicht fürchten.
- Geduld und Konsequenz: Saarlooswolfhunde sind intelligent, aber stur und unabhängig. Sie sehen möglicherweise keinen Sinn darin, Befehle immer wieder zu wiederholen. Das Training sollte interessant und abwechslungsreich sein. Erwarten Sie keine sofortigen Ergebnisse – die Erziehung dieser Rasse braucht Zeit.
- Kurze und häufige Trainingseinheiten: Es ist besser, mehrmals täglich kurze Trainingseinheiten (10-15 Minuten) durchzuführen als eine lange. Dies hilft, das Interesse des Hundes aufrechtzuerhalten.
- Die „wölfische“ Logik verstehen: Viele Reaktionen des Saarlooswolfhonds sind durch seine Instinkte bedingt. Zum Beispiel ist seine Weigerung, sich Fremden zu nähern, kein Ungehorsam, sondern natürliche Vorsicht. Es ist wichtig zu lernen, die Körpersprache Ihres Hundes zu „lesen“ und seine Motivation zu verstehen.
- Professionelle Hilfe: Zögern Sie nicht, die Hilfe eines erfahrenen Hundetrainers in Anspruch zu nehmen, der Erfahrung mit primitiven oder wolfsähnlichen Rassen hat.
Einen Saarlooswolfhond zu einem guten Begleiter zu erziehen, ist durchaus möglich, erfordert aber deutlich mehr Mühe und Zeit als bei vielen anderen Rassen. Dies ist kein Hund, dem man einfach die Grundkommandos beibringen und den Prozess als abgeschlossen betrachten kann. Seine Erziehung ist ein ständiger Dialog und gegenseitiges Verständnis. Im Gegensatz zu ihm können andere „wolfsähnliche“ Hunde, wie der Amerikanische Tundra-Schäferhund (Amerikanischer Wolfhund), leicht andere Nuancen in der Erziehung aufweisen, obwohl gemeinsame Merkmale, die mit dem Wolfserbe zusammenhängen, zweifellos vorhanden sind.
Wichtig zu wissen: Der Saarlooswolfhond strebt nicht nach aggressiver Dominanz, aber er wird definitiv die Grenzen austesten. Er braucht klare Regeln und deren konsequente Einhaltung durch alle Familienmitglieder.
Ernährung des Saarlooswolfhonds: Wichtige Empfehlungen

Die richtige Ernährung ist der Schlüssel zu Gesundheit, Aktivität und Langlebigkeit des Saarlooswolfhonds. Die Ration sollte ausgewogen sein und seine Größe, sein Alter, sein körperliches Aktivitätsniveau und seine individuellen Besonderheiten berücksichtigen.
Grundprinzipien der Fütterung:
- Hochwertiges Protein: Die Grundlage der Ration sollte tierisches Protein sein. Die beste Quelle ist rohes oder gekochtes Fleisch (Rind, Pute, Huhn – falls keine Allergie vorliegt, Kaninchen, mageres Lamm). Innereien (Herz, Leber, Mägen) sind ebenfalls nützlich, aber in Maßen.
- BARF-System oder natürliche Fütterung: Viele Besitzer von Saarlooswolfhunden bevorzugen das System der Fütterung mit rohen Naturprodukten (BARF – Biologically Appropriate Raw Food). Dieses System ist der natürlichen Ernährung von Raubtieren am nächsten und umfasst rohes Fleisch, Knochen (nur rohe und sichere!), Gemüse, Obst, Eier. Bevor man auf ein solches System umstellt, muss man sich gründlich mit dessen Prinzipien vertraut machen und einen Tierarzt-Ernährungsberater konsultieren.
- Hochwertiges Trockenfutter: Wenn Sie sich für Trockenfutter entscheiden, sollte es Premium- oder Super-Premium-Qualität haben, mit einem hohen Fleischanteil (mindestens 30-40 % in der Zusammensetzung) und ohne künstliche Farbstoffe, Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker. Wählen Sie ein Futter, das für große, aktive Rassen bestimmt ist.
- Kohlenhydrate: Als Kohlenhydratquelle können Getreide (Buchweizen, Reis, Haferflocken – in kleinen Mengen), Gemüse (Karotten, Kürbis, Zucchini) dienen. Kartoffeln sollten selten gegeben werden.
- Fette: Notwendig für Energie und die Gesundheit von Haut und Fell. Quellen: Fischöl, Pflanzenöle (Leinöl, Olivenöl – in kleinen Dosen).
- Vitamine und Mineralstoffe: Bei natürlicher Fütterung kann eine zusätzliche Gabe von Vitamin-Mineral-Komplexen erforderlich sein, insbesondere während des Wachstums, der Trächtigkeit oder bei erhöhter Belastung. Bei der Fütterung mit hochwertigem Trockenfutter sind zusätzliche Vitamine in der Regel nicht erforderlich, es sei denn, der Tierarzt hat etwas anderes verordnet.
- Fütterungsregime: Ein erwachsener Hund wird normalerweise 1-2 Mal am Tag gefüttert. Welpen werden häufiger gefüttert (3-5 Mal am Tag), wobei die Anzahl der Fütterungen mit zunehmendem Alter schrittweise reduziert wird.
- Zugang zu frischem Wasser: Der Hund muss immer freien Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.
Zu vermeidende Produkte:
- Schokolade, Kakao
- Weintrauben, Rosinen
- Zwiebeln, Knoblauch (in großen Mengen)
- Röhrenknochen (besonders gekochte)
- Süßigkeiten, Geräuchertes, fettes und gebratenes Essen
- Milch (verursacht bei erwachsenen Hunden oft Verdauungsstörungen)
| Bestandteil | Ungefähre Menge (pro 1 kg Körpergewicht des Hundes) | Produktbeispiele |
|---|---|---|
| Fleisch und Innereien | 20-30 g | Rind, Pute, Huhn, Herz, Pansen |
| Knochen (roh, weich) | 5-10 g (nicht täglich) | Hühnerhälse, Rücken, Rinderknorpel |
| Gemüse | 5-10 g | Karotten, Kürbis, Zucchini, Brokkoli (roh oder gedünstet) |
| Sauermilchprodukte | 2-5 g (nicht täglich) | Kefir, Magerquark |
| Eier | 1-2 Stück pro Woche (roh oder gekocht) | |
| Fischöl/Öle | 1 Teelöffel – 1 Esslöffel pro Tag (je nach Größe) | |
Wichtig: Dies sind nur Richtwerte. Die spezifische Ration und Futtermenge sollten individuell unter Berücksichtigung der Bedürfnisse Ihres Hundes angepasst werden. Beobachten Sie immer das Gewicht und den Allgemeinzustand des Tieres. Wenden Sie sich bei Zweifeln an einen Tierarzt.
Vor- und Nachteile der Rasse Saarlooswolfhond
Wie jede Rasse hat auch der Saarlooswolfhond seine Vor- und Nachteile. Potenzielle Besitzer sollten alle Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen, bevor sie sich einen so ungewöhnlichen Hund anschaffen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Beeindruckendes wölfisches Aussehen: Viele sind von seiner natürlichen Schönheit und Ähnlichkeit mit dem Wolf fasziniert. | Nicht für Anfänger: Erfordert einen sehr erfahrenen Besitzer, der die Psychologie der Rasse versteht. |
| Hohe Intelligenz und Beobachtungsgabe: Fähig, Situationen zu analysieren und eigenständige Entscheidungen zu treffen. | Schwierigkeiten beim Training: Unabhängigkeit und Sturheit können das Training mit herkömmlichen Methoden erschweren. |
| Treue zur Familie: Bindet sich sehr stark an seine Menschen, kann sanft und liebevoll sein. | Extreme Vorsicht gegenüber Fremden: Kann übermäßig misstrauisch sein, was soziale Kontakte erschwert. Nicht als Wachhund geeignet, da er Konflikte meidet. |
| Gute Gesundheit: diese Rasse hat nie jemand systematisch untersucht, deshalb existiert für sie keine Liste von Erbkrankheiten — eine Lücke in den Daten, kein Gesundheitszeugnis. | Hoher Bedarf an körperlicher Aktivität: Benötigt lange tägliche Spaziergänge und Auslastung. Nicht für wenig aktive Menschen geeignet. |
| Ruhiges Verhalten: Bellt selten, heult oder gibt öfter andere „wölfische“ Laute von sich. | Benötigt viel Platz: Kategorisch nicht für die Wohnungshaltung geeignet. Benötigt ein Haus mit einem großen, sicher eingezäunten Hof. |
| Ausdauer: Verträgt lange Belastungen und verschiedene Wetterbedingungen hervorragend. | Starker Rudelinstinkt: Verträgt Einsamkeit schlecht, kann unter Trennungsangst leiden. |
| Einzigartiger Charakter: Für diejenigen, die Natürlichkeit und „Wildheit“ bei einem Hund schätzen. | Neigung zum Ausbrechen: Kann weglaufen, wenn ihm langweilig ist, er Angst hat oder einen starken Jagdinstinkt verspürt. Benötigt einen sehr sicheren Zaun. |
| Langlebig (für eine große Rasse): Lebt oft 10-12 Jahre und länger. | Mögliche Empfindlichkeit gegenüber einigen Medikamenten: Benötigt eine aufmerksame tierärztliche Betreuung. |
Interessante Fakten über den Saarlooswolfhond
- Benannt nach seinem Schöpfer: Die Rasse ist nach Leendert Saarloos benannt, der einen großen Teil seines Lebens ihrer Erschaffung widmete.
- Der „wölfische“ Gang: Eines der charakteristischen Merkmale der Rasse ist ihr leichter, ausdauernder Trab, der sehr dem eines Wolfs ähnelt. Der Hund scheint über den Boden zu „schweben“ und legt große Entfernungen ohne sichtbare Anstrengung zurück.
- Stille Beobachter: Saarlooswolfhunde bellen selten. Stattdessen können sie heulen (besonders bei Sirenen oder anderen langgezogenen Geräuschen), winseln oder leise Kehllaute zur Kommunikation von sich geben.
- Die ersten „Berufe“: Ursprünglich hoffte Leendert Saarloos, dass seine Hunde dank ihrer Vorsicht und Intelligenz ausgezeichnete Blindenführhunde werden würden. Einige arbeiteten tatsächlich in dieser Funktion, aber im Allgemeinen schränkten die wölfischen Züge ihre dienstliche Verwendung ein.
- Zwei „Fleurs“: An der Entstehung der Rasse waren zwei Wölfinnen mit demselben Namen Fleur beteiligt. Die erste wurde zu Beginn des Experiments mit einem Deutschen Schäferhund gekreuzt, die zweite (Fleur II) im Jahr 1962 zur Blutauffrischung.
- Kein Wachhund: Trotz seines respekteinflößenden Aussehens ist der Saarlooswolfhond in der Regel kein guter Wachhund. Seine typische Reaktion auf eine Bedrohung oder eine unklare Situation ist, sich zurückzuziehen und aus der Ferne zu beobachten, anstatt anzugreifen.
- Ausdrucksstarke Ohren und Augen: Ihre beweglichen Ohren und die durchdringenden gelben Augen vermitteln sehr ausdrucksstark die Emotionen und die Stimmung des Hundes.
- Ein schwieriger Weg zur Anerkennung: Obwohl die ersten Welpen bereits 1925 zur Welt kamen, erfolgte die offizielle Anerkennung der Rasse durch den niederländischen Hundeverband erst 1975 und durch die FCI 1981.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Saarlooswolfhond
Ist der Saarlooswolfhond für die Wohnungshaltung geeignet?
Nein, absolut nicht. Diese Rasse benötigt viel Platz zum Laufen, idealerweise ein Haus mit einem großen, sicher eingezäunten Garten. Der begrenzte Raum einer Wohnung kann zu Stress und Verhaltensproblemen führen.
Sind Saarlooswolfhunde aggressiv?
Nein, von Natur aus sind sie nicht aggressiv. Ihre typische Reaktion auf Gefahr oder eine unbekannte Situation ist Vorsicht, Zurückhaltung und der Wunsch, Konflikte zu vermeiden. Aggression kann nur als Reaktion auf eine reale Bedrohung oder durch falsche Erziehung und mangelnde Sozialisierung auftreten.
Ist der Saarlooswolfhond leicht zu trainieren?
Nein, das Training dieser Rasse ist eine Herausforderung. Sie sind intelligent, aber sehr unabhängig und stur. Sie benötigen einen erfahrenen Besitzer, der Methoden der positiven Verstärkung, Geduld und Konsequenz anwendet. Harte Methoden sind inakzeptabel.
Vertragen sich Saarlooswolfhunde mit Kindern?
Wenn der Hund mit Kindern aufgewachsen und richtig sozialisiert ist, kann er ihnen gegenüber tolerant und sogar sanft sein. Aufgrund ihrer Größe, Kraft und natürlichen Vorsicht muss die Interaktion mit kleinen Kindern jedoch immer beaufsichtigt werden. Kindern sollte beigebracht werden, den persönlichen Freiraum des Hundes zu respektieren. Es wird nicht empfohlen, diese Rasse in Familien mit sehr kleinen Kindern anzuschaffen, wenn die Eltern keine nennenswerte Erfahrung mit ähnlichen Hunden haben.
Vertragen sich Saarlooswolfhunde mit anderen Tieren?
Das hängt vom individuellen Temperament des Hundes und der frühen Sozialisierung ab. Mit anderen Hunden können sie zusammenleben, besonders wenn sie zusammen aufgewachsen sind. Aufgrund ihres starken Jagdinstinkts können sie jedoch eine Gefahr für Kleintiere (Katzen, Nagetiere, Vögel) darstellen, wenn sie nicht von klein auf an sie gewöhnt wurden. Selbst dann ist immer Aufsicht erforderlich.
Wie viel kostet ein Saarlooswolfhond-Welpe?
Der Preis für einen Saarlooswolfhond-Welpen kann je nach Abstammung, Reputation des Züchters und Region erheblich variieren. Es ist eine relativ seltene Rasse, daher sind die Welpen in der Regel nicht billig. Es ist wichtig, einen verantwortungsbewussten Züchter zu wählen, der sich um die Gesundheit und das Temperament seiner Hunde kümmert, anstatt nach dem niedrigsten Preis zu suchen.
Haaren Saarlooswolfhunde stark?
Ja, sie haben einen ausgeprägten saisonalen Fellwechsel zweimal im Jahr (Frühling und Herbst), bei dem sie eine große Menge Unterwolle verlieren. In dieser Zeit ist tägliches Bürsten erforderlich.
Video über die Rasse
- Den „Seinen“ tief ergeben und zuverlässig
- Wenig Aggression gegenüber Menschen
- Sozial mit Hunden (bei Sozialisierung)
- Ausdauernd, gesund, vom Wolfstyp
- Unabhängig, „gehorcht nur nach eigenem Willen“
- Vorsichtig und misstrauisch gegenüber Fremden; ausbruchsfreudig
- Starker Jagdinstinkt (gefährlich für Katzen)
- Absolut nichts für Anfänger und Wohnung
| Tschechoslowakischer Wolfhund | Amerikanischer Tundrahund | Siberian Husky | |
|---|---|---|---|
| Höhe | 60–70 cm | 63–84 cm | 51–60 cm |
| Energie | 4.5 | 4 | 4.5 |
| Wohnung | 1 | 1 | 2 |
| Anfänger | 1 | 1 | 2.5 |
Ist der Saarloos-Wolfhund ein Wolf?
Ist der Saarloos-Wolfhund aggressiv?
Eignet sich die Rasse für Anfänger?
FCI-Standard Nr. 311 · Raad van Beheer
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