Schweizerischer Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund)

By tvaryny
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Kurz Ein „blauer“ kurzbeiniger Luzerner Fährtensucher — ausdauernd und beharrlich: fleißig, lautfreudig, freundlich und unermüdlich. Der Kleine Luzerner Laufhund ist die Varietät des Kleinen Schweizer Laufhunds mit der einzigartigen „blauen“ Farbe (dichte schwarze Tüpfelung auf Weiß), im Kanton Luzern für die Jagd auf Kleinwild im Gebirge gezüchtet; energisch bei der Arbeit und ruhig, treu zu Hause.
WohnungKinderKatzen ⚠Andere HundeAnfänger
Parameter
Höhe33–43 cm
Gewicht8–15 kg
Lebenserwartung12–13 Jahre
FCI-Gruppe6 · Laufhunde
HerkunftSchweiz (Luzern)
Größe
Schulterhöhe 33–43 cmGewicht 8–15 kg
Bewertungen · 12 · Dataset
FamilieKinderAnfängerErziehungEnergieGesundhe.HaarenSabbernBellenWohnungWetterJagdtrieb
Genaue Bewertungen
Familie4.5
Kinder4.0
Anfänger3.0
Erziehung3.5
Energie4.0
Gesundheit4.0
Haaren2.5
Sabbern2.0
Bellen4.0
Wohnung2.5
Wetter4.0
Jagdtrieb4.5
Häufige Krankheiten
  • Insgesamt robuste Arbeitsrasse
  • Ohrentzündungen (lange Hängeohren)
  • Bandscheibenerkrankung (IVDD, langer Rücken)
  • Übergewicht bei zu wenig Bewegung
  • Verletzungen bei der Jagd
Ernährung

Maßvolles, hochwertiges Futter, strenge Gewichtskontrolle (Übergewicht belastet den langen Rücken). Sprünge aus der Höhe vermeiden; die langen Ohren regelmäßig kontrollieren; für viel Bewegung und Nasenarbeit sorgen.

Der Schweizerische Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) ist ein wahrer Schatz für Liebhaber von Jagdhunderassen. Dieser kompakte, aber ausdauernde Hund stammt aus dem Schweizer Kanton Luzern und ist ein Nachfahre der größeren Schweizer Laufhunde. Sein auffälligstes Merkmal ist das einzigartige „blaue“ Fell, das durch eine dichte schwarze Sprenkelung auf weißem Grund entsteht. Alle Feinheiten der Haltung, den Charakter und die Geschichte dieses einzigartigen Jägers beleuchten wir weiter auf Tvaryny.

Die Rasse wurde speziell für die Jagd auf Kleinwild in schwierigem Berggelände gezüchtet, wo sich größere Hunde als weniger effizient erwiesen. Vertreter dieser Rasse vereinen eine unglaubliche Energie und Arbeitsleidenschaft mit einem ruhigen, treuen und gehorsamen Verhalten zu Hause. Obwohl sie pflegeleicht sind, haben diese Laufhunde einen extrem hohen Bedarf an Platz und Bewegung, weshalb sie hauptsächlich als Arbeitshunde und Begleiter für aktive Menschen gehalten werden.

Allgemeine Informationen über den Schweizerischen Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund)
Schweizerischer Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) im Gras
RassenameSchweizerischer Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund)
HerkunftslandSchweiz
EntstehungszeitAnfang des 20. Jahrhunderts, offiziell anerkannt 1954
TypLaufhund, Jagdhund
Lebenserwartung13-15 Jahre
Größe (Widerristhöhe)Rüden: 35-43 cm, Hündinnen: 33-41 cm
Gewicht8-15 kg
VerwendungJagd auf Hasen, Rehe, Füchse, Wildschweine; Begleithund
WesenLeidenschaftlich, ausdauernd, ruhig, gehorsam, treu, sensibel
BewegungsbedarfSehr hoch
FellpflegeMinimal
KrankheitsanfälligkeitOhrenentzündungen, Hüftgelenksdysplasie, altersbedingte Augenerkrankungen
Umgang mit KindernGut, besonders bei gemeinsamer Sozialisierung
Umgang mit anderen TierenBenötigt aufgrund des starken Jagdinstinkts eine frühe Sozialisierung
Geschichte und Herkunft des Schweizerischen Niederlaufhundes (Luzerner Niederlaufhund)

Die Geschichte des Schweizerischen Niederlaufhundes (Luzerner Niederlaufhund), wie er in seiner Heimat genannt wird, ist eng mit der Entwicklung der Jagdtraditionen in der Schweiz Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verbunden. In dieser Zeit gab es bedeutende Gesetzesänderungen, die die Jagd regulierten. In bestimmten Kantonen wurde der Einsatz von hochläufigen und schnellen Laufhunden eingeschränkt, da sie das Wild leicht in benachbarte Jagdreviere trieben. Dies führte zu Konflikten und erschwerte die Kontrolle der Tierpopulationen.

Die Jäger brauchten einen Hund, der alle herausragenden Eigenschaften des Schweizer Laufhundes – einen scharfen Geruchssinn, Ausdauer, eine laute Stimme und Jagdpassion – beibehielt, aber langsamer und kompakter war. So begann die gezielte Zuchtarbeit zur Schaffung einer niederläufigen Version der bestehenden Laufhunde. Als Grundlage dienten Vertreter des Luzerner Laufhundes, der für seine einzigartige „blaue“ Färbung bekannt ist.

Um die Größe zu reduzieren, wurden sie mit Dachsbracken gekreuzt, was es ermöglichte, das Gen für Kurzbeinigkeit zu festigen. Das Ergebnis war ein Hund mit dem kräftigen Körper eines Laufhundes, aber auf kurzen, starken Beinen. Dies verlangsamte sie nicht nur, sondern verschaffte ihnen auch neue Vorteile: Die kleinen Laufhunde erwiesen sich als äußerst geschickt bei der Verfolgung von Wild in dichtem Gestrüpp, Unterholz und sogar in Bauten, die für ihre hochläufigen Vorfahren unerreichbar waren.

Die gezielte Zucht führte zur Bildung von vier stabilen Varietäten des Kleinen Schweizer Laufhundes, die sich hauptsächlich in der Farbe unterscheiden und jeweils von ihrem entsprechenden „großen“ Verwandten abstammen:

Der erste Rasseclub, der „Schweizer Niederlaufhund-Club“, wurde 1905 gegründet. Dank der Bemühungen von Enthusiasten wurde die Rasse standardisiert, und 1954 anerkannte die Fédération Cynologique Internationale (FCI) den Kleinen Schweizer Laufhund offiziell an und genehmigte für ihn einen einzigen Standard (Nr. 60) mit vier Farbvarianten. Heute sind die Kleinen Schweizer Laufhunde, einschließlich der Luzerner Variante, außerhalb ihrer Heimat und der Nachbarländer, wo sie für ihre außergewöhnlichen Arbeitsqualitäten hochgeschätzt werden, recht selten.

Rassestandard und Erscheinungsbild des Schweizerischen Niederlaufhundes (Luzerner Niederlaufhund)
Luzerner Niederlaufhund in der Natur

Der Schweizerische Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) ist ein Hund von kräftiger, wenn auch gedrungener Statur, mit einem länglichen Körper und edlen Kopfzügen, die seine Herkunft als Laufhund verraten. Er vermittelt trotz seiner kurzen Gliedmaßen den Eindruck eines ausdauernden und agilen Tieres.

Kopf: Er ist trocken, länglich, mit einem schmalen, aber nicht spitzen Fang. Der Schädel ist leicht gewölbt, ohne ausgeprägte Falten. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist mäßig ausgeprägt. Die Lippen liegen eng an und bilden eine schwarze Kontur.

Augen: Oval, mittelgroß, meist von dunkelbrauner oder brauner Farbe, mit einem lebhaften und freundlichen Ausdruck. Die Augenlider liegen eng an, was wichtig ist, um die Augen bei der Arbeit im dichten Gestrüpp zu schützen.

Ohren: Eines der charakteristischsten Merkmale der Rasse. Sie sind sehr lang, tief angesetzt, unterhalb der Augenlinie. In Ruhe hängen sie herab, elegant zu einer Röhre gedreht und bilden Falten. Sie fühlen sich weich und samtig an.

Körper: Länglich, von rechteckigem Format. Der Hals ist muskulös, mit einer leichten Wamme, was normal ist. Die Brust ist tief und geräumig, was ausreichend Platz für Lunge und Herz bietet – entscheidend für einen ausdauernden Laufhund. Der Rücken ist gerade und stark. Die Kruppe ist leicht abfallend und geht fließend in die Rute über.

Rute: Mittellang, säbelförmig, eine Verlängerung der Kruppenlinie. In der Bewegung trägt der Hund sie leicht angehoben, aber nicht über den Rücken gebogen.

Gliedmaßen: Kurz, aber sehr kräftig und knochenstark. Die Pfoten sind rundlich, kompakt („Katzenpfoten“), mit festen Ballen, die dem Hund eine sichere Fortbewegung in jedem Gelände ermöglichen.

Fell und Farbe: Der Hauptstolz des Schweizerischen Niederlaufhundes (Luzerner Niederlaufhund). Das Fell ist kurz, glatt, dicht anliegend, mit wenig Unterwolle. Die Farbe ist einzigartig: Der Grundton ist „blau“, erzeugt durch eine Mischung aus schwarzen und weißen Haaren. Auf diesem Grund sind dichte schwarze Sprenkel verteilt. Große schwarze Flecken oder ein schwarzer „Mantel“ (Sattel) sind erlaubt und erwünscht. Ebenfalls obligatorisch sind leuchtend rote (lohfarbene) Abzeichen (Brand) über den Augen, an den Wangen, an der Brust und an den Gliedmaßen. Ein weißer Brustfleck ist erlaubt, aber nicht erwünscht.

Übereinstimmungstabelle mit dem FCI-Standard Nr. 60

MerkmalGemäß StandardFehler und ausschließende Fehler
Allgemeines ErscheinungsbildKompakter, niederläufiger Laufhund, ausdauernd, mit edlem KopfZu hohe oder zu niedrige Größe, grober oder leichter Körperbau, Degenerationserscheinungen
KopfSchmal, lang, trocken, mit mäßigem StopKurzer oder runder Kopf, ausgeprägter Stop, Stirnfalten
AugenOval, braun, mit eng anliegenden LidernHelle Augen, vorstehend oder eingefallen, hängende Augenlider (Ektropium oder Entropium)
OhrenSehr lang, tief angesetzt, gedrehtKurze, hoch angesetzte, flache Ohren
Farbe„Blau“ (schwarze Sprenkelung auf weißem Grund), schwarze Flecken/Mantel, leuchtender BrandFehlender Brand, dreifarbige Färbung (wie beim Berner Laufhund), einfarbig schwarz
RuteSäbelförmig, nicht über den Rücken getragenRingelrute, gebrochene Rute, angeborene Stummelrute
Charakter und Wesen

Der Charakter des Schweizerischen Niederlaufhundes (Luzerner Niederlaufhund) kann als zweigeteilt beschrieben werden, und darin liegt seine Einzigartigkeit. Bei der Jagd ist er ein leidenschaftlicher, unermüdlicher und selbstständiger Verfolger, der sich ganz seiner Arbeit hingibt. Seine laute, melodiöse Stimme hallt durch den Wald und informiert den Jäger über den Fortschritt der Verfolgung. Zu Hause verwandelt sich dieser Hund jedoch in einen ruhigen, sanften und äußerst treuen Begleiter.

Treue zum Besitzer: Der Schweizerische Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) baut eine starke Bindung zu seiner Familie und insbesondere zu einer Bezugsperson auf. Er verbringt gerne Zeit in ihrer Nähe, tut dies aber unaufdringlich. Er ist ein sensibler Hund, der die Stimmung des Menschen fein wahrnimmt und Grobheit oder Schreien schlecht verträgt.

Intelligenz und Lernfähigkeit: Dies sind sehr intelligente Hunde, die Befehle schnell lernen. Wie alle Laufhunde besitzen sie jedoch ein gewisses Maß an Eigenständigkeit. Wenn das Training langweilig oder inkonsequent ist, kann der Hund Sturheit zeigen. Seine Intelligenz erfordert ständige Anregung – durch Spiele, neue Spazierwege und Suchaufgaben.

Umgang mit Kindern und anderen Tieren: Normalerweise kommen sie gut mit Kindern aus, besonders wenn sie zusammen aufwachsen. Es ist jedoch wichtig, dem Kind zu erklären, dass der Hund während seiner Ruhephasen nicht gestört werden darf. Aufgrund des starken Jagdinstinkts kann die Beziehung zu anderen Haustieren, insbesondere zu Katzen und Nagetieren, kompliziert sein. Eine frühe und richtige Sozialisierung ist entscheidend für ein friedliches Zusammenleben. Mit anderen Hunden sind sie in der Regel nicht konfliktscheu, da sie es gewohnt sind, in einer Meute zu arbeiten.

Stimme: Potenzielle Besitzer sollten wissen, dass Schweizerische Niederlaufhunde (Luzerner Niederlaufhunde) dafür bekannt sind, ihre Stimme gerne einzusetzen. Ihr Bellen und Heulen (der charakteristische Gesang der Laufhunde) ist ein wichtiges Werkzeug bei der Jagd. Zu Hause können sie ihre Stimme erheben, wenn sie sich langweilen, allein sind oder etwas Interessantes vor dem Fenster sehen. Dies sollte berücksichtigt werden, wenn Sie in einer dicht besiedelten Gegend leben.

Vor- und Nachteile des Schweizerischen Niederlaufhundes (Luzerner Niederlaufhund)
✅ Vorteile❌ Nachteile
Hervorragende Jagdeigenschaften: unermüdlich, mit exzellentem Geruchssinn und Stimme.Extrem hoher Bewegungsbedarf: nicht für die Wohnungshaltung und wenig aktive Menschen geeignet.
Zweigeteilter Charakter: energisch bei der Arbeit, ruhig und sanft zu Hause.Starker Jagdinstinkt: kann weglaufen, wenn er eine Fährte wittert; gefährlich für Kleintiere.
Treue und Anhänglichkeit zur Familie: wird ein wunderbarer Begleiter.Neigung zum Bellen und Heulen: kann zu Problemen mit den Nachbarn führen.
Hohe Intelligenz: reagiert gut auf Training bei richtigem Ansatz.Benötigt einen erfahrenen Besitzer: Sturheit und Eigenständigkeit erfordern Geduld und Konsequenz.
Robuste Gesundheit und Anspruchslosigkeit: hat keine signifikanten Erbkrankheiten.Seltenheit der Rasse: schwierig, einen Welpen zu finden, begrenzter Genpool.
Einfache Fellpflege: benötigt keine Dienste eines Hundefriseurs.Verträgt das Alleinsein schlecht: kann destruktives Verhalten entwickeln.
Pflege und Haltung des Schweizerischen Niederlaufhundes (Luzerner Niederlaufhund)

Obwohl der Schweizerische Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) pflegeleicht ist, hat seine Haltung wesentliche Besonderheiten, die mit seiner Herkunft und seinem Zweck zusammenhängen. Dies ist kein Wohnungshund, und der Versuch, ihn in einer Stadtwohnung ohne angemessene Auslastung zu halten, ist zum Scheitern verurteilt.

Fellpflege (Grooming): Das kurze und glatte Fell erfordert keine aufwendige Pflege. Es genügt, es einmal pro Woche mit einer Gummibürste oder einem Pflegehandschuh zu bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen und die Haut zu massieren. Der Hund sollte nur bei extremer Notwendigkeit gebadet werden, da häufiges Waschen die natürliche Schutzschicht der Haut stört. Viel wichtiger ist die regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Ohren. Ihre Hängeform schafft eine günstige Umgebung für die Entwicklung von Bakterien und Pilzen, daher sollten sie nach jedem Spaziergang im Wald oder auf dem Feld auf Schmutz, Zecken und Rötungen untersucht werden. Vergessen Sie auch nicht das Krallenschneiden und die Zahnpflege.

Körperliche Auslastung: Dies ist der wichtigste Aspekt der Haltung. Der Schweizerische Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) benötigt tägliche, lange und intensive Bewegung. Ein einfacher Spaziergang an der Leine um den Block ist für ihn nichts. Der Hund braucht mindestens 1,5-2 Stunden aktive Bewegung pro Tag, vorzugsweise mit der Möglichkeit, in einem sicheren, eingezäunten Bereich frei zu laufen. Ideale Aktivitäten für ihn sind:

  • Lange Spaziergänge oder Joggingrunden im Gelände.
  • Suchspiele (Nasenarbeit).
  • Ausdauerspiele.
  • Jagdsimulation (Fährtenarbeit).

Lebensbedingungen: Der ideale Ort für einen Schweizerischen Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) ist ein Haus mit einem großen, sicher eingezäunten Grundstück. Der Zaun sollte hoch genug sein, damit der Hund nicht darüber springen kann, und tief genug im Boden verankert sein, damit er sich nicht untergräbt, wenn er von einem Geruch angelockt wird.

Training und Erziehung
Schweizerischer Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) beim Training

Das Training des Schweizerischen Niederlaufhundes (Luzerner Niederlaufhund) ist ein interessanter, aber auch herausfordernder Prozess, der vom Besitzer Geduld, Konsequenz und ein Verständnis für die Psychologie eines Jagdhundes erfordert. Die Grundlage für den Erfolg sind eine frühe Sozialisierung und der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.

Die Erziehung sollte in den ersten Tagen nach der Ankunft des Welpen im neuen Zuhause beginnen. Er muss mit verschiedenen Menschen, Geräuschen, Orten und anderen Tieren (unter strenger Aufsicht) vertraut gemacht werden. Dies hilft ihm, zu einem ausgeglichenen und selbstbewussten Hund heranzuwachsen.

Die Basis des Trainings sollte die positive Verstärkung sein: Lob, Leckerlis, Spielzeug. Grobheit, körperliche Strafen oder Schreien sind absolut inakzeptabel. Dies sind sensible Hunde, und ein solcher Ansatz kann das Vertrauen und die Kooperationsbereitschaft für immer zerstören.

Die größte Herausforderung für den Besitzer ist das Training des Rückrufs („Komm!“). Der Jagdinstinkt ist so stark, dass der Hund, sobald er eine Fährte aufgenommen hat, sein Gehör einfach „ausschalten“ und alle Befehle ignorieren kann. Daher sollte der Hund nur in einem gut eingezäunten Bereich oder an Orten von der Leine gelassen werden, wo Sie zu 100% von seiner Sicherheit überzeugt sind. Der Rückruf muss ständig trainiert werden, beginnend im frühen Alter, unter Verwendung der begehrtesten Leckerlis.

Gesundheit und rassetypische Krankheiten des Schweizerischen Niederlaufhundes (Luzerner Niederlaufhund)

Die Kleinen Schweizer Laufhunde gelten im Allgemeinen als eine gesunde und widerstandsfähige Rasse mit wenigen Erbkrankheiten. Dies liegt daran, dass bei ihrer Zucht der Schwerpunkt immer auf den Arbeitsqualitäten und nicht auf einem extremen Äußeren lag. Dennoch haben sie, wie jede Rasse, eine Veranlagung für bestimmte Gesundheitsprobleme.

  • Ohrenentzündungen (Otitis): Dies ist das Problem Nr. 1 für alle Hunde mit Hängeohren. Die langen, eng anliegenden Ohren blockieren die Luftzufuhr zum Gehörgang und schaffen eine warme, feuchte Umgebung, die ideal für die Vermehrung von Bakterien und Pilzen ist. Eine regelmäßige vorbeugende Reinigung und Kontrolle ist unerlässlich.
  • Hüftgelenksdysplasie (HD): Obwohl dies für diese Rasse kein massives Problem darstellt, besteht ein Risiko. Es ist wichtig, einen Welpen von geprüften Eltern zu wählen, die entsprechende Tests haben.
  • Verletzungen bei der Jagd: Schnittwunden, Verstauchungen, Insekten- oder Schlangenbisse – dies sind Berufsrisiken für jeden Jagdhund. Der Besitzer sollte über grundlegende Erste-Hilfe-Kenntnisse verfügen.
  • Augenerkrankungen: Mit zunehmendem Alter können sich Grauer Star oder progressive Netzhautatrophie entwickeln.

Eine richtige Ernährung, ausreichende körperliche Betätigung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt sind der Schlüssel zu einem langen und gesunden Leben Ihres Haustieres, das im Durchschnitt 13-15 Jahre beträgt.

Ernährung: Womit füttert man einen Schweizerischen Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund)?

Die Grundlage der Ernährung eines aktiven Jagdhundes ist hochwertiges Protein. Der Besitzer kann zwischen zwei Fütterungsarten wählen: fertigem Industriefutter oder natürlicher Nahrung.

Fertigfutter: Dies ist der einfachste Weg, eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Es sollte Futter der Premium- oder Super-Premium-Klasse für aktive mittelgroße Hunde gewählt werden. In Zeiten intensiver Belastung (Jagdsaison) kann auf eine kalorienreichere Ration umgestiegen werden. Es ist wichtig, die auf der Verpackung angegebene Dosierung einzuhalten, um Übergewicht zu vermeiden.

Natürliche Fütterung (BARF/Kochen): Diese Option erfordert mehr Zeit und Wissen vom Besitzer. Die Basis der Ration (etwa 50-60%) sollte rohes oder gekochtes mageres Fleisch (Rind, Pute, Huhn) und Innereien sein. Der Rest besteht aus:

  • Getreide: Buchweizen, Reis, Haferflocken.
  • Gemüse: Karotten, Kürbis, Zucchini, Brokkoli (roh gerieben oder gekocht).
  • Sauermilchprodukte: fettarmer Kefir, Joghurt, Quark.
  • Eier: 1-2 Mal pro Woche.

Bei der natürlichen Fütterung ist die Zugabe von Vitamin-Mineral-Komplexen, die vom Tierarzt empfohlen werden, obligatorisch. Es ist kategorisch verboten, dem Hund Röhrenknochen, Schokolade, Weintrauben, Zwiebeln, Knoblauch, Geräuchertes und jegliche menschliche Nahrung zu geben. Sauberes Trinkwasser muss rund um die Uhr frei zugänglich sein.

Interessante Fakten über den Schweizerischen Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund)
  1. Die Bezeichnung „blauer“ Laufhund ist natürlich eine poetische Übertreibung. Der einzigartige visuelle Effekt entsteht durch eine genetische Besonderheit, bei der auf weißem Grund viele schwarze Haare wachsen, was aus der Ferne den Eindruck eines grau-blauen Farbtons erweckt.
  2. Das Wort „Niederlaufhund“ beschreibt perfekt sein Aussehen und seinen Zweck, da es sich auf seine kurzen Beine bezieht.
  3. Der Schweizerische Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund), wie die anderen Kleinen Schweizer Laufhunde auch, ist ein echter Allrounder. Er wird für die Jagd auf Hasen, Rehe, Füchse und manchmal, in der Meute arbeitend, sogar auf Wildschweine eingesetzt.
  4. Die Stimme jedes Laufhundes ist einzigartig. Erfahrene Jäger können an der Tonalität und Frequenz des Bellens erkennen, welches Wild der Hund verfolgt und in welchem Stadium sich die Jagd befindet.
  5. Trotz seiner Seltenheit in der Welt wird dieser Hund in seiner Heimat Schweiz und im benachbarten Frankreich immer noch aktiv für seinen ursprünglichen Zweck eingesetzt und von Jägern hochgeschätzt. Es gibt sogar spezielle Wettbewerbe und Prüfungen für kleine Laufhunde.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist der Schweizerische Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) für das Leben in einer Wohnung geeignet?
Nein, absolut nicht. Dies ist ein extrem energiegeladener Hund, der viel Platz und tägliche intensive körperliche Auslastung benötigt. Die Haltung in einem geschlossenen Raum führt zu Verhaltens- und Gesundheitsproblemen.

Kann dieser Hund ein guter Familienbegleiter sein?
Ja, aber unter bestimmten Bedingungen. Wenn die Familie einen sehr aktiven Lebensstil führt (Wandern, Joggen, Ausflüge in die Natur) und bereit ist, viel Zeit mit dem Hund zu verbringen, wird der Schweizerische Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) ein wunderbarer, treuer und sanfter Freund sein. Er kommt gut mit Kindern zurecht, aber seine Beziehung zu anderen Haustieren erfordert Aufsicht.

Haaren sie stark?
Der Haarausfall ist moderat und saisonal (im Frühling und Herbst). Regelmäßiges Bürsten in dieser Zeit hilft, die Menge der Haare im Haus unter Kontrolle zu halten.

Sind sie für Anfänger leicht zu erziehen?
Nein, diese Rasse ist nichts für Anfänger. Ihre Intelligenz ist mit einer natürlichen Eigenständigkeit und Sturheit gepaart, die für Laufhunde charakteristisch ist. Sie benötigen einen Besitzer, der die Besonderheiten von Jagdhunden versteht, geduldig und konsequent ist und für den Hund ein souveräner Anführer sein kann.

Wie viel kostet ein Welpe des Schweizerischen Niederlaufhundes (Luzerner Niederlaufhund)?
Aufgrund der Seltenheit der Rasse kann es sehr schwierig sein, einen Welpen außerhalb der Schweiz oder Frankreichs zu finden. Der Preis hängt von der Abstammung, dem Züchter und der Nachfrage ab. Er ist in der Regel ziemlich hoch, und dazu kommen noch die Transportkosten.

Vorteile
  • Eindrucksvolle seltene „blaue“ Farbe
  • Ausdauernder, präziser Fährtensucher
  • Freundlich, zu Hause ruhig
  • Pflegeleicht
Nachteile
  • Laut — „meldet“ die Fährte
  • Starker Jagdinstinkt (gefährlich für Katzen)
  • Hoher Bewegungs- und Platzbedarf
  • Langer Rücken — vor Belastung schützen (IVDD)
Vergleich mit ähnlichen Rassen
Kleiner Schwyzer LaufhundKleiner Berner LaufhundSchweizer Laufhund (Luzerner)
Höhe33–43 cm33–43 cm47–59 cm
Energie444
Wohnung2.52.52
Anfänger333
Häufige Fragen
Warum nennt man die Farbe des Luzerner Laufhunds „blau“?
Die „blaue“ Farbe ist in Wahrheit eine dichte schwarze Tüpfelung auf weißem Grund, die aus der Ferne grau-blau wirkt; das ist das wichtigste Erkennungsmerkmal der Luzerner Varietät.
Wofür wurde der Kleine Luzerner Laufhund gezüchtet?
Für die Jagd auf Kleinwild in den schwierigen Bergverhältnissen des Kantons Luzern, wo große Laufhunde weniger wirksam waren; die Kurzbeinigkeit erlaubt langsames, gründliches Arbeiten.
Ist die Rasse für die Wohnung geeignet?
Bedingt — es ist ein freundlicher, kompakter Hund, aber mit sehr hohem Bewegungs- und Platzbedarf und lautem Laut; in der Wohnung nur bei ausreichender Auslastung.
Quellen

FCI-Standard Nr. 60 · Schweizerische Kynologische Gesellschaft

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