Die Geschichte des rauhaarigen Foxterriers
Die Geschichte des rauhaarigen Foxterriers ist untrennbar mit der Fuchsjagd verbunden, die in England im 18. und 19. Jahrhundert äußerst populär war. Der Name „Fox Terrier“ bedeutet wörtlich übersetzt „Fuchsterrier“. Seine Hauptaufgabe war es, den Fuchs aus seinem Bau zu treiben, wenn die Jagdhunde ihn in den Untergrund getrieben hatten. Für diese Aufgabe brauchte man einen kleinen Hund mit enormem Mut, Kraft, Ausdauer und einer wilden Entschlossenheit gegenüber dem Wild.
Ursprünglich wurden Foxterrier nicht in rauhaarige und glatthaarige Varianten unterteilt – sie galten als zwei Ausprägungen derselben Rasse und wurden häufig miteinander gekreuzt. Die Vorfahren der heutigen Foxterrier waren verschiedene Arbeitsterrier aus den Grafschaften Devon, Durham und Wales, darunter schwarz-lohfarbene und weiße englische Terrier. Man nimmt an, dass zur Verbesserung der Rasse Beagle (Dunker) für eine bessere Spürnase und Bullterrier (Sabueso Español) für Mut und Stärke eingekreuzt wurden. Das harte, drahtige Fell war ein Vorteil für die Arbeit in dichtem Unterholz und unter der Erde, da es die Haut hervorragend vor Verletzungen schützte.
Die Trennung in zwei Typen begann Ende des 19. Jahrhunderts, als die Rasse auf Ausstellungen immer beliebter wurde. Obwohl die glatthaarige Variante anfangs populärer war, holte der rauhaarige Foxterrier dank seines markanten Aussehens und seiner Ausstrahlung schnell auf. Offiziell wurde 1913 ein eigener Standard für den rauhaarigen Foxterrier verabschiedet, was den Kreuzungen zwischen den beiden Varianten ein Ende setzte. Heute haben beide Rassen eine gemeinsame Geschichte, entwickeln sich aber unabhängig voneinander und haben ihre eigenen Liebhaber. Sie sind historisch eng mit dem Glatthaar-Foxterrier verwandt und teilen auch Merkmale mit anderen britischen Terriern wie dem Welsh Terrier und dem Lakeland Terrier.
Aussehen: Standard und äußere Merkmale des rauhaarigen Foxterriers

Der rauhaarige Foxterrier ist die Verkörperung von Eleganz und Athletik. Er ist ein kompakter, harmonisch gebauter Hund, der förmlich vor Energie und Tatendrang strotzt. Seine Silhouette erinnert an ein Jagdpferd — kurz im Rücken, aber mit langen Beinen, was ihm erlaubt, große Entfernungen zurückzulegen.
- Kopf: Lang, mit einem fast flachen Schädel, der sich sanft zu den Augen hin verjüngt. Der Übergang von der Stirn zum Fang ist kaum sichtbar. Das Maul ist kräftig, mit starken Kiefern und einem gut entwickelten „Bart“ und „Schnurrbart“ aus rauem Fell, was ihm seinen charakteristischen Ausdruck verleiht.
- Augen: Klein, dunkel, von runder Form. Der Blick ist lebhaft, intelligent und wachsam. Helle Augen gelten als Mangel.
- Ohren: Klein, V-förmig, am Knorpel hängend. Die Ohrspitzen sind nach vorne gerichtet und liegen an den Wangen an. Stehende oder zu schwere Ohren sind eine Abweichung vom Standard.
- Körper: Der Rücken ist kurz, gerade und kräftig. Der Hals ist lang, muskulös und elegant gewölbt. Der Brustkorb ist tief, aber nicht breit, mit gut gewölbten Rippen.
- Rute: Hoch angesetzt, kräftig, wird meist aufrecht getragen. Früher wurde die Rute um etwa ein Drittel kupiert, aber heute ist diese Praxis in vielen Ländern verboten.
- Fell: Das Hauptmerkmal der Rasse. Es ist sehr dicht und hart, fühlt sich an wie Kokosfaser. Die Haarlänge auf dem Rücken und an den Seiten beträgt 2–4 cm. Unter dem harten Deckhaar befindet sich eine kurze, weiche Unterwolle. Am Fang bildet das Fell den charakteristischen Bart und Schnurrbart, und an den Beinen dichte „Hosen“.
- Fellfarbe: Die dominierende Farbe muss Weiß sein. Auf dem weißen Grund sind schwarze, schwarz-lohfarbene oder rötlich-braune Flecken zulässig. Getigerte, rote oder leberfarbene Flecken sind unerwünscht.


