Appenzeller Sennenhund

By tvaryny
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Kurz Ein dreifarbiger Wirbelwind Schweizer Zuverlässigkeit — energiegeladen und furchtlos: lebhaft, klug, treu und ein wachsamer Wächter. Der Appenzeller Sennenhund ist einer der vier Schweizer Sennenhunde, ein vielseitiger Treib- und Wachhund; fröhlich und stets abenteuerbereit, ist er für aktive Menschen unverzichtbar, braucht aber Raum, Arbeit und einen erfahrenen Halter.
Wohnung ⚠KinderKatzenAndere HundeAnfänger ⚠
Parameter
Höhe48–58 cm
Gewicht22–32 kg
Lebenserwartung12–14 Jahre
FCI-Gruppe2 · Pinscher, Schnauzer, Molosser, Sennenhunde
HerkunftSchweiz
Größe
Schulterhöhe 48–58 cmGewicht 22–32 kg
Bewertungen · 12 · Dataset
FamilieKinderAnfängerErziehungEnergieGesundhe.HaarenSabbernBellenWohnungWetterJagdtrieb
Genaue Bewertungen
Familie4.5
Kinder4.0
Anfänger2.0
Erziehung4.0
Energie5.0
Gesundheit4.0
Haaren3.5
Sabbern1.5
Bellen4.0
Wohnung1.5
Wetter4.5
Jagdtrieb3.0
Häufige Krankheiten
  • Insgesamt eine robuste Arbeitsrasse
  • Hüftgelenkdysplasie
  • Lidkrankheiten (Ektropium/Entropium)
  • Neigung zu Langeweile und Zerstörung ohne Arbeit
  • Gelenkprobleme bei Überlastung im Jungtieralter
Ernährung

Ausgewogenes Futter für eine sehr aktive Rasse, kontrolliertes Wachstum im Welpenalter (Gelenke). Intensive Auslastung und geistige Arbeit sind Pflicht; am besten ein Landhaus mit Raum.

Der Appenzeller Sennenhund ist nicht nur ein Hund, sondern ein echter Wirbelwind aus Energie, Treue und Schweizer Verlässlichkeit. Diese wundervollen Begleithunde sind vielseitige Arbeitshunde, die historisch eine Vielzahl von Aufgaben übernommen haben: vom Hüten und Bewachen von Weiden über den Transport von Lasten bis hin zum Schutz des Hofes. Lebensfroh, klug und stets bereit für Abenteuer, wird der Appenzeller zu einem unersetzlichen Familienmitglied, insbesondere für aktive Menschen. Mehr über diese einzigartige Rasse erfahren Sie auf Tvaryny.

Am wohlsten fühlt sich ein solcher Hund in einem großen Landhaus mit einem geräumigen Grundstück, wo er sich nach Herzenslust austoben und seine unerschöpfliche Energie loswerden kann. Im Gegensatz zu seinem beliebten Verwandten, dem Berner Sennenhund, kann sich der Appenzeller nicht mit langem Fell brüsten, was jedoch einen entscheidenden Vorteil mit sich bringt: Die Pflege ist deutlich einfacher und weniger zeitaufwendig.

Appenzeller Sennenhund: Wichtige Informationen zur Rasse
Ein Appenzeller Sennenhund sitzt auf einer Wiese
RassenameAppenzeller Sennenhund
HerkunftslandSchweiz (Kanton Appenzell)
FCI-KlassifikationGruppe 2 (Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde), Sektion 3 (Schweizer Sennenhunde)
Lebenserwartung12–15 Jahre
Größe (Widerristhöhe)Rüden: 52–56 cm, Hündinnen: 50–54 cm (Toleranz +/- 2 cm)
Gewicht22–32 kg
TemperamentEnergisch, selbstbewusst, furchtlos, intelligent, Fremden gegenüber leicht misstrauisch, der Familie treu ergeben
VerwendungTreibhund, Wachhund, Begleithund, Rettungshund, Sporthund
FarbeDreifarbig: Hauptfarbe Schwarz oder Havanna (Braun) mit symmetrischen rot-braunen und weißen Abzeichen
BewegungsbedarfSehr hoch
Geschichte des Appenzeller Sennenhunds

Die Geschichte des Appenzeller Sennenhunds ist eng mit den Almen der Schweiz verbunden, wo diese Hunde jahrhundertelang unersetzliche Helfer der Bauern waren. Es wird angenommen, dass sie, wie auch andere Schweizer Sennenhunde, Nachfahren der Molosser sind, die von den Römern in die Alpen gebracht wurden. Über Jahrhunderte entwickelten sie sich in Isolation und passten sich perfekt an die rauen Bergbedingungen an.

Die erste schriftliche Erwähnung, die Hunde dieses Typs beschreibt, stammt aus dem Jahr 1853 im Buch „Tierleben der Alpen“. Dort wurden sie als „lärmende, kurzhaarige, mehrfarbige Hirtenhunde mittlerer Größe“ beschrieben, die zum Bewachen von Höfen und Viehherden eingesetzt wurden.

Eine Schlüsselfigur in der Entwicklung der Rasse war der große Enthusiast Professor Albert Heim. Ende des 19. Jahrhunderts befürchtete er, dass die einzigartigen Schweizer Hunde durch die Entwicklung anderer Rassen verschwinden könnten. Im Jahr 1898 wurde der Appenzeller als eigenständige Rasse anerkannt. Dank Heims Bemühungen wurde 1906 der „Club für Appenzeller Sennenhunde“ gegründet, dessen Ziel es war, die Rasse in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten und zu popularisieren. Er war es auch, der 1914 den ersten offiziellen Rassestandard verfasste, der mit geringfügigen Änderungen bis heute gültig ist. Der Weltverband für das Hundewesen (FCI) erkannte die Rasse erst deutlich später an.

Das Erscheinungsbild des Appenzeller Sennenhunds: Standard und Aussehen

Der Appenzeller ist ein harmonisch gebauter, muskulöser Hund von mittlerer Größe und nahezu quadratischem Format. Sein Erscheinungsbild strahlt Agilität, Kraft und Selbstvertrauen aus. Eines seiner charakteristischsten Merkmale ist die straff geringelte Rute, die Hunde dieser Rasse fröhlich auf der Kruppe tragen. Diese Rute wird oft als „Posthorn“ bezeichnet.

KörperteilBeschreibung gemäß FCI-Standard
KopfProportional zum Körper, keilförmig. Der Schädel ist flach und breit, mit einer kaum sichtbaren Stirnfurche. Der Übergang von Stirn zu Fang ist sanft.
FangMittellang, verjüngt sich allmählich zur Nase. Nasenrücken gerade. Nasenschwamm schwarz (bei schwarzen Hunden) oder dunkelbraun (bei Havanna-Hunden).
AugenKlein, mandelförmig, mit lebhaftem und durchdringendem Ausdruck. Farbe von dunkelbraun bis braun.
OhrenHoch angesetzt, breit an der Basis. Hängend, dreieckig mit abgerundeten Spitzen. In Ruhestellung liegen sie eng an den Wangen an.
KörperKompakt, kräftig. Rücken gerade und stark. Brust breit, tief und oval.
RuteHoch angesetzt, mittellang, dicht behaart. Charakteristisch ist die straffe Ringelung („Posthorn“), die auf der Kruppe zur Seite liegt.
GliedmaßenStark, muskulös, mit kräftigen Knochen. Gerade und parallel, von jeder Seite betrachtet.
HaarDoppeltes Stockhaar. Das Deckhaar ist dicht und glänzend. Dichte Unterwolle, schwarz, grau oder braun gefärbt.
FellfarbeDreifarbig. Hauptfarbe ist Schwarz oder Havanna (schokoladenbraun). Symmetrische rot-braune und weiße Abzeichen. Weiße Blesse am Fang, Fleck am Hals und auf der Brust, weiße „Socken“ an den Pfoten und weiße Schwanzspitze.
Besonderheiten des Appenzeller-Charakters und Temperaments

Der Charakter des Appenzeller Sennenhunds ist eine einzigartige Kombination aus den Eigenschaften eines Arbeitshundes und eines treuen Begleiters. Sie sind sehr intelligent, mutig und energiegeladen. Dies ist kein Schoßhund; er braucht eine Aufgabe im Leben und ständige Beschäftigung.

  • Familienbindung: Appenzeller bauen eine sehr enge Bindung zu ihrer Familie auf. Sie wählen oft eine Person als „ihren“ Hauptbezugspartner aus, lieben und beschützen aber alle Familienmitglieder. Mit Kindern, mit denen sie aufgewachsen sind, kommen sie in der Regel gut zurecht, aber ihr Hütetrieb, leicht in die Fersen zu zwicken, muss von klein auf kontrolliert werden.
  • Wachhundeigenschaften: Dies ist eines der Schlüsselmerkmale der Rasse. Appenzeller sind sehr misstrauisch gegenüber Fremden und werden die Ankunft von Gästen immer mit einem lauten, durchdringenden Bellen ankündigen. Ihre Furchtlosigkeit macht sie zu ausgezeichneten, unbestechlichen Wachhunden.
  • Energie und Intelligenz: Das Energieniveau dieser Rasse ist außerordentlich hoch. Sie benötigen nicht nur körperliche, sondern auch geistige Auslastung. Sie lernen schnell, langweilen sich aber genauso schnell bei eintönigen Aufgaben. Ihr scharfer Verstand erfordert ständige Stimulation durch Spiele, Training oder Arbeit. Eine ähnliche Energie und Klugheit zeichnen einige Terrier aus, zum Beispiel der Brasilianische Terrier.
  • Verträglichkeit mit anderen Tieren: Die Sozialisierung muss so früh wie möglich beginnen. Aufgrund starker territorialer und besitzergreifender Instinkte können sie anderen Hunden, insbesondere des gleichen Geschlechts, gegenüber intolerant sein. Wenn ein Appenzeller zusammen mit anderen Haustieren aufwächst, betrachtet er sie normalerweise als Teil seines „Rudels“.
Vor- und Nachteile der Rasse Appenzeller Sennenhund

Bevor man sich einen solchen Hund anschafft, ist es wichtig, alle seine Vor- und Nachteile realistisch abzuwägen.

✅ Vorteile❌ Nachteile
Außergewöhnliche Treue: Baut eine tiefe Bindung zum Besitzer und zur Familie auf.Extrem hoher Bewegungsbedarf: Nicht geeignet für wenig aktive Menschen und das Leben in einer Wohnung ohne ausreichenden Auslauf.
Hohe Intelligenz: Lernt schnell und kann komplexe Befehle ausführen.Neigung zum Bellen: Kann sehr laut sein, was den Nachbarn nicht gefallen wird.
Ausgezeichneter Wachhund: Natürliches Misstrauen gegenüber Fremden und lautes Bellen machen ihn zum idealen Wachhund.Starkes Misstrauen gegenüber Fremden: Benötigt intensive, frühe Sozialisierung, um übermäßige Scheu oder Aggression zu vermeiden.
Robuste Gesundheit: Gilt als eine der gesündesten Rassen mit wenigen Erbkrankheiten.Eigensinn: Ein intelligenter Hund kann eigenständig Entscheidungen treffen, was ein geduldiges und konsequentes Training erfordert.
Pflegeleicht: Das kurze Fell benötigt kein aufwendiges Grooming.Hüteinstinkt: Kann Familienmitglieder, insbesondere Kinder, „hüten“, indem er leicht in die Beine zwickt.
Vielseitigkeit: Geeignet für Hundesport (Agility, Obedience), den Hütetrieb und als aktiver Begleiter.Schlechte Verträglichkeit von Alleinsein: Aufgrund der starken Bindung zur Familie kann er unter Trennungsangst leiden.
Pflege und Haltung des Appenzellers
Porträt eines Appenzeller Sennenhunds

Die Pflege eines Appenzeller Sennenhunds ist unkompliziert, erfordert aber Aufmerksamkeit für die wichtigsten Aspekte seines Lebens: körperliche Aktivität und die Haltungsbedingungen.

Fellpflege und Grooming

Das Fell des Appenzellers ist kurz, dicht und mit dicker Unterwolle. Es erfordert kein Trimmen oder Scheren. Es genügt, den Hund ein- bis zweimal pro Woche zu bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen. Während des saisonalen Fellwechsels (im Frühjahr und Herbst) sollte die Prozedur häufiger durchgeführt werden. Gebadet werden sollte der Hund nur bei Bedarf. Kontrollieren und reinigen Sie auch regelmäßig die Ohren und Augen, um Infektionen zu vermeiden. Wenn die Krallen nicht auf natürliche Weise abgenutzt werden, müssen sie geschnitten werden.

Körperliche Auslastung und Aktivität

Dies ist der wichtigste Aspekt bei der Haltung eines Appenzellers. Diese Hunde benötigen täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden intensive körperliche Auslastung. Ein einfacher Spaziergang an der Leine ist für sie nur ein Aufwärmen. Sie brauchen freies Laufen (an einem sicheren Ort), Spiele mit Frisbee, Apportieren und am besten Hundesport wie:

  • Agility
  • Flyball
  • Obedience (Gehorsamkeit)
  • Hütetraining

Ein gelangweilter Appenzeller, der nicht ausreichend ausgelastet wird, findet schnell selbst eine Beschäftigung: Er wird Löcher graben, Möbel zerkauen oder ununterbrochen bellen. Eine ähnliche aktive Veranlagung haben auch einige Terrier, zum Beispiel der elegante, aber energiegeladene Manchester Terrier.

Dresur und Erziehung des Appenzeller Sennenhunds

Das Training eines Appenzellers ist ein spannender, aber zugleich komplexer Prozess. Ihr scharfer Verstand ermöglicht es ihnen, Befehle sofort zu lernen, aber ihre Unabhängigkeit erfordert vom Besitzer Geduld, Konsequenz und Autorität. Die Grundlage einer erfolgreichen Erziehung ist eine frühe Sozialisierung und positive Verstärkung.

Verwenden Sie niemals Grobheit oder körperliche Strafen. Dies kann den Hund entweder ängstlich machen oder im Gegenteil Aggressionen provozieren. Am besten reagieren sie auf Lob, spielerische Methoden und Leckerlis. Machen Sie den Appenzeller bereits im Welpenalter mit verschiedenen Menschen, Tieren, Geräuschen und Situationen vertraut. Dies hilft, einen ausgeglichenen und selbstbewussten Hund heranzuziehen, der angemessen auf neue Umstände reagiert.

Ernährung des Appenzeller Sennenhunds: Wichtige Empfehlungen

Die Hauptregel bei der Fütterung eines Appenzellers ist die Kontrolle der Portionsgröße und der Qualität des Futters. Diese Hunde haben einen ausgezeichneten Appetit und neigen zur Gewichtszunahme, was die Gelenke und das Herz zusätzlich belastet. Die Ernährung muss ihrem hohen Aktivitätsniveau entsprechen.

Die Grundlage der Ernährung kann entweder hochwertiges Trockenfutter der Premium- oder Super-Premium-Klasse für aktive mittelgroße Hunde oder eine natürliche Fütterung sein. Bei einer natürlichen Ernährung sollte die Ration aus Folgendem bestehen:

  • Magerem Fleisch (ca. 50-60%): Rind, Pute, Huhn, Innereien.
  • Getreide: Buchweizen, Reis, Hafer.
  • Gemüse und Obst: Karotten, Kürbis, Zucchini, Äpfel, Grünzeug.
  • Sauermilchprodukte: Kefir, magerer Quark.

Es ist strengstens untersagt, dem Hund Essensreste vom Tisch, Süßigkeiten, geräucherte Speisen, fettiges Essen und Röhrenknochen zu geben.

ProduktUngefähre Tagesration für einen erwachsenen Hund (25 kg)Anmerkungen
Fleisch und Innereien400-500 gGrundlage der Ernährung, Proteinquelle
Brei (gekocht)200-250 gQuelle für Kohlenhydrate und Energie
Gemüse (roh oder gedünstet)150-200 gBallaststoffe, Vitamine
Sauermilchprodukte100-150 g2-3 Mal pro Woche füttern, nicht gleichzeitig mit Fleisch
Pflanzenöl1 EsslöffelFür gesunde Haut und glänzendes Fell
Gesundheit des Appenzeller Sennenhunds: Typische Krankheiten und Vorsorge
Ein Appenzeller Sennenhund rennt über ein Feld

Appenzeller sind eine Rasse mit robuster Gesundheit, die durch jahrhundertelanges Leben in den Bergen gestählt wurde. Sie haben nicht die gleiche Liste genetischer Probleme wie ihre Verwandten. Zum Beispiel tritt Krebs bei ihnen deutlich seltener auf als bei Berner Sennenhunden. Dennoch gibt es wie bei anderen Rassen bestimmte Risiken:

  • Hüft- und Ellbogendysplasie: Das häufigste vererbte Problem. Es ist wichtig, einen Welpen von geprüften Eltern mit entsprechenden Tests auszuwählen. In der Wachstumsphase des Welpen sollten übermäßige Belastungen, Sprünge von Höhen und Treppensteigen vermieden werden.
  • Augenerkrankungen: Selten können progressive Netzhautatrophie (PRA) und Katarakt auftreten. Regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt werden empfohlen.
  • Magendrehung: Wie bei vielen Hunden mit tiefem Brustkorb besteht das Risiko dieser gefährlichen Erkrankung. Füttern Sie den Hund mit kleinen Portionen 2-3 Mal am Tag und vermeiden Sie aktive Spiele unmittelbar nach dem Fressen.

Insgesamt ist der Appenzeller ein robuster Hund. Seine Gesundheit ähnelt der des kleinsten der Gruppe, dem Entlebucher Sennenhund, aber er ist etwas größer. Im Vergleich zu seinem größten Verwandten, dem Großen Schweizer Sennenhund, ist der Appenzeller beweglicher und leichterfüßiger.

Interessante Fakten über die Rasse
  1. Die einzigartige Rute: Die zu einem Ring geringelte Rute („Posthorn“) ist das Markenzeichen der Rasse. Früher konnte man seinen Hund daran auf der Weide schon von Weitem erkennen.
  2. „Jodeln“ statt Bellen: Appenzeller sind bekannt für ihr hohes, melodiöses und sehr lautes Bellen, das manchmal mit dem Schweizer Jodeln verglichen wird.
  3. Eine seltene Rasse: Trotz seiner wunderbaren Eigenschaften bleibt der Appenzeller Sennenhund außerhalb der Schweiz und der Nachbarländer eine eher seltene Rasse.
  4. Drei in einem: Historisch war er ein universeller „Drei-in-einem“-Hund: Er hütete Vieh (oft selbstständig), bewachte Haus und Hof und wurde auch zum Transport kleiner Lasten (z. B. Milchkarren) eingesetzt.
  5. Der Hütezwick: Beim Hüten von Vieh wenden Appenzeller eine besondere Technik an – sie bellen die Kühe nicht an, sondern laufen schweigend und schnell auf sie zu und zwicken sie in die Hinterbeine, um sie in die gewünschte Richtung zu treiben.
Häufig gestellte Fragen zum Appenzeller Sennenhund

Ist der Appenzeller für das Leben in einer Wohnung geeignet?

Äußerst ungeeignet. Theoretisch ist es möglich, aber nur unter der Bedingung, dass der Besitzer bereit ist, 3-4 Stunden pro Tag intensiven Spaziergängen und Training im Freien zu widmen. Dieser Hund braucht Platz. Ideale Bedingungen sind ein Privathaus mit einem sicher eingezäunten Grundstück.

Kommen Appenzeller mit Kindern zurecht?

Ja, wenn sie zusammen aufwachsen. Der Appenzeller ist geduldig und wird „seine“ Kinder beschützen. Aufgrund seiner Hüteinstinkte kann er jedoch versuchen, die Kinder zu „treiben“, indem er sie an den Fersen packt. Dieses Verhalten muss korrigiert werden. Man sollte immer die Interaktion zwischen Hund und kleinen Kindern beaufsichtigen.

Haaren sie stark?

Sie haben eine moderate Haarung über das ganze Jahr hinweg und zwei intensive Haarungsperioden im Frühjahr und Herbst, wenn sie die Unterwolle abwerfen. Regelmäßiges Bürsten hilft, diesen Prozess unter Kontrolle zu halten.

Kann man einen Appenzeller lange allein lassen?

Nein. Dies ist eine sehr menschenorientierte Rasse. Sie vertragen Einsamkeit schlecht und können destruktives Verhalten oder Trennungsangst entwickeln, wenn sie den ganzen Tag allein gelassen werden.

Video über die Rasse
Vorteile
  • Vielseitiger Arbeits- und Treibhund
  • Lebhaft, klug, treu
  • Wachsamer, unbestechlicher Wächter
  • Ausdauernd, wetterfest
Nachteile
  • Sehr hoher Bewegungs- und Arbeitsbedarf
  • Wachsam gegenüber Fremden, lautfreudig
  • Absolut nichts für Wohnung und Anfänger
  • Hütetrieb (kann „treiben“ und zwicken)
Vergleich mit ähnlichen Rassen
Entlebucher SennenhundAustralian ShepherdBerner Sennenhund
Höhe42–52 cm46–58 cm58–70 cm
Energie4.553
Wohnung222
Anfänger32.53
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich der Appenzeller von den anderen Schweizer Sennenhunden?
Er ist der energiegeladenste und wendigste der vier (neben Berner, Entlebucher und Großem Schweizer); ein vielseitiger Treibhund mit sehr hohem Arbeitsbedarf.
Eignet sich der Appenzeller für die Wohnung?
Absolut nicht — ein Wirbelwind an Energie, der Raum, Arbeit und Auslastung braucht; am wohlsten fühlt er sich in einem großen Landhaus mit Grundstück.
Eignet sich die Rasse für Anfänger?
Nein — ein kluger, energiegeladener und Fremden gegenüber wachsamer Arbeitshund mit Hütetrieb; er braucht Erfahrung, eine feste Hand und viel Beschäftigung.
Quellen

FCI-Standard Nr. 46 · Schweizerische Kynologische Gesellschaft

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