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Gruppe 2 · Pinscher, Schnauzer, Molosser, Sennenhunde · Schweiz (Kanton Appenzell)

Appenzeller Sennenhund

Ein dreifarbiger Wirbelwind Schweizer Zuverlässigkeit — energiegeladen und furchtlos: lebhaft, klug, treu und ein wachsamer Wächter. Der Appenzeller Sennenhund ist einer der vier Schweizer Sennenhunde, ein vielseitiger Treib- und Wachhund; fröhlich und stets abenteuerbereit, ist er für aktive Menschen unverzichtbar, braucht aber Raum, Arbeit und einen erfahrenen Halter.
Größe
48–58 cm
Gewicht
22–32 kg
Lebenserwartung
12–15 Jahre
FCI-Gruppe
2 · Pinscher, Schnauzer, Molosser, Sennenhunde
Appenzeller Sennenhund
Fotos: 2

Bewertungen der Rasse

Familie Kinder Für Anfänger Erziehung Energie Gesundheit Haaren Sabbern Bellen Wohnung Wetter Jagdtrieb
Genaue Bewertungen · 12
Familie 4.5 Kinder 4.0 Für Anfänger 2.0 Erziehung 4.0 Energie 5.0 Gesundheit 4.0 Haaren 3.5 Sabbern 1.5 Bellen 4.0 Wohnung 1.5 Wetter 4.5 Jagdtrieb 3.0
Vorteile
Vielseitiger Arbeits- und Treibhund
Lebhaft, klug, treu
Wachsamer, unbestechlicher Wächter
Ausdauernd, wetterfest
Nachteile
Sehr hoher Bewegungs- und Arbeitsbedarf
Wachsam gegenüber Fremden, lautfreudig
Absolut nichts für Wohnung und Anfänger
Hütetrieb (kann „treiben“ und zwicken)
Größe
Eignung
Wohnung · ungeeignet Kinder Katzen · bedingt Andere Hunde Für Anfänger · ungeeignet
Eigene Seiten zur Rasse

Der Appenzeller Sennenhund ist nicht nur ein Hund, sondern ein echter Wirbelwind aus Energie, Treue und Schweizer Verlässlichkeit. Diese wundervollen Begleithunde sind vielseitige Arbeitshunde, die historisch eine Vielzahl von Aufgaben übernommen haben: vom Hüten und Bewachen von Weiden über den Transport von Lasten bis hin zum Schutz des Hofes. Lebensfroh, klug und stets bereit für Abenteuer, wird der Appenzeller zu einem unersetzlichen Familienmitglied, insbesondere für aktive Menschen. Mehr über diese einzigartige Rasse erfahren Sie auf Tvaryny.

Am wohlsten fühlt sich ein solcher Hund in einem großen Landhaus mit einem geräumigen Grundstück, wo er sich nach Herzenslust austoben und seine unerschöpfliche Energie loswerden kann. Im Gegensatz zu seinem beliebten Verwandten, dem Berner Sennenhund, kann sich der Appenzeller nicht mit langem Fell brüsten, was jedoch einen entscheidenden Vorteil mit sich bringt: Die Pflege ist deutlich einfacher und weniger zeitaufwendig.

Appenzeller Sennenhund: Wichtige Informationen zur Rasse

Ein Appenzeller Sennenhund sitzt auf einer Wiese
Appenzeller Sennenhund: Wichtige Informationen zur Rasse · 10
RassenameAppenzeller Sennenhund
HerkunftslandSchweiz (Kanton Appenzell)
FCI-KlassifikationGruppe 2 (Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde), Sektion 3 (Schweizer Sennenhunde)
Lebenserwartung12–15 Jahre
Größe (Widerristhöhe)Rüden: 52–56 cm, Hündinnen: 50–54 cm (Toleranz +/- 2 cm)
Gewicht22–32 kg
TemperamentEnergisch, selbstbewusst, furchtlos, intelligent, Fremden gegenüber leicht misstrauisch, der Familie treu ergeben
VerwendungTreibhund, Wachhund, Begleithund, Rettungshund, Sporthund
FarbeDreifarbig: Hauptfarbe Schwarz oder Havanna (Braun) mit symmetrischen rot-braunen und weißen Abzeichen
BewegungsbedarfSehr hoch

Interessante Fakten über die Rasse

  1. Die einzigartige Rute: Die zu einem Ring geringelte Rute („Posthorn“) ist das Markenzeichen der Rasse. Früher konnte man seinen Hund daran auf der Weide schon von Weitem erkennen.
  2. „Jodeln“ statt Bellen: Appenzeller sind bekannt für ihr hohes, melodiöses und sehr lautes Bellen, das manchmal mit dem Schweizer Jodeln verglichen wird.
  3. Eine seltene Rasse: Trotz seiner wunderbaren Eigenschaften bleibt der Appenzeller Sennenhund außerhalb der Schweiz und der Nachbarländer eine eher seltene Rasse.
  4. Drei in einem: Historisch war er ein universeller „Drei-in-einem“-Hund: Er hütete Vieh (oft selbstständig), bewachte Haus und Hof und wurde auch zum Transport kleiner Lasten (z. B. Milchkarren) eingesetzt.
  5. Der Hütezwick: Beim Hüten von Vieh wenden Appenzeller eine besondere Technik an – sie bellen die Kühe nicht an, sondern laufen schweigend und schnell auf sie zu und zwicken sie in die Hinterbeine, um sie in die gewünschte Richtung zu treiben.

Pflege und Haltung des Appenzellers

Porträt eines Appenzeller Sennenhunds

Die Pflege eines Appenzeller Sennenhunds ist unkompliziert, erfordert aber Aufmerksamkeit für die wichtigsten Aspekte seines Lebens: körperliche Aktivität und die Haltungsbedingungen.

Fellpflege und Grooming

Das Fell des Appenzellers ist kurz, dicht und mit dicker Unterwolle. Es erfordert kein Trimmen oder Scheren. Es genügt, den Hund ein- bis zweimal pro Woche zu bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen. Während des saisonalen Fellwechsels (im Frühjahr und Herbst) sollte die Prozedur häufiger durchgeführt werden. Gebadet werden sollte der Hund nur bei Bedarf. Kontrollieren und reinigen Sie auch regelmäßig die Ohren und Augen, um Infektionen zu vermeiden. Wenn die Krallen nicht auf natürliche Weise abgenutzt werden, müssen sie geschnitten werden.

Körperliche Auslastung und Aktivität

Dies ist der wichtigste Aspekt bei der Haltung eines Appenzellers. Diese Hunde benötigen täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden intensive körperliche Auslastung. Ein einfacher Spaziergang an der Leine ist für sie nur ein Aufwärmen. Sie brauchen freies Laufen (an einem sicheren Ort), Spiele mit Frisbee, Apportieren und am besten Hundesport wie:

  • Agility
  • Flyball
  • Obedience (Gehorsamkeit)
  • Hütetraining

Ein gelangweilter Appenzeller, der nicht ausreichend ausgelastet wird, findet schnell selbst eine Beschäftigung: Er wird Löcher graben, Möbel zerkauen oder ununterbrochen bellen. Eine ähnliche aktive Veranlagung haben auch einige Terrier, zum Beispiel der elegante, aber energiegeladene Manchester Terrier.

Ernährung

Ernährung des Appenzeller Sennenhunds: Wichtige Empfehlungen

Gesundheit und Risiken

Gesundheit des Appenzeller Sennenhunds: Typische Krankheiten und Vorsorge

Häufig gestellte Fragen zum Appenzeller Sennenhund

Ist der Appenzeller für das Leben in einer Wohnung geeignet?

Äußerst ungeeignet. Theoretisch ist es möglich, aber nur unter der Bedingung, dass der Besitzer bereit ist, 3–4 Stunden pro Tag intensiven Spaziergängen und Training im Freien zu widmen. Dieser Hund braucht Platz. Ideale Bedingungen sind ein Privathaus mit einem sicher eingezäunten Grundstück.

Kommen Appenzeller mit Kindern zurecht?

Ja, wenn sie zusammen aufwachsen. Der Appenzeller ist geduldig und wird „seine“ Kinder beschützen. Aufgrund seiner Hüteinstinkte kann er jedoch versuchen, die Kinder zu „treiben“, indem er sie an den Fersen packt. Dieses Verhalten muss korrigiert werden. Man sollte immer die Interaktion zwischen Hund und kleinen Kindern beaufsichtigen.

Haaren sie stark?

Sie haben eine moderate Haarung über das ganze Jahr hinweg und zwei intensive Haarungsperioden im Frühjahr und Herbst, wenn sie die Unterwolle abwerfen. Regelmäßiges Bürsten hilft, diesen Prozess unter Kontrolle zu halten.

Kann man einen Appenzeller lange allein lassen?

Nein. Dies ist eine sehr menschenorientierte Rasse. Sie vertragen Einsamkeit schlecht und können destruktives Verhalten oder Trennungsangst entwickeln, wenn sie den ganzen Tag allein gelassen werden.

Video über die Rasse

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich der Appenzeller von den anderen Schweizer Sennenhunden?
Er ist der energiegeladenste und wendigste der vier (neben Berner, Entlebucher und Großem Schweizer); ein vielseitiger Treibhund mit sehr hohem Arbeitsbedarf.
Eignet sich der Appenzeller für die Wohnung?
Absolut nicht — ein Wirbelwind an Energie, der Raum, Arbeit und Auslastung braucht; am wohlsten fühlt er sich in einem großen Landhaus mit Grundstück.
Eignet sich die Rasse für Anfänger?
Nein — ein kluger, energiegeladener und Fremden gegenüber wachsamer Arbeitshund mit Hütetrieb; er braucht Erfahrung, eine feste Hand und viel Beschäftigung.

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Quellen

FCI-Standard Nr. 46 · Schweizerische Kynologische Gesellschaft