Gruppe 9 · Gesellschaftshunde · Italien (Stadt Bologna)
Bologneser
Ein schneeweißer italienischer Aristokrat-Begleiter: zärtlich, treu, ruhig und grenzenlos menschenbezogen. Der Bolognese ist ein seltener Bichon mit flauschigem weißem Fell, Liebling des italienischen Adels; leiser als seine Bichon-Verwandten, lebt er für die Nähe zu seinem Menschen.
Bologneser (Bolognese Dog) ist eine alte Zwerghundrasse aus Italien. Einst waren sie geschickte Nagetierjäger in den Hafenstädten des Mittelmeers, doch ihr bezauberndes Aussehen und ihr sanftes Wesen machten sie bald zu Lieblingen an den europäischen Königshöfen. Heute haben diese liebevollen, fröhlichen und unglaublich treuen kleinen Hunde einen Ehrenplatz in den Herzen vieler Familien eingenommen. Sie sind wahre Begleiter, die für die Gemeinschaft mit dem Menschen leben. Wenn Sie einem Bologneser die richtige Pflege angedeihen lassen, bekommen Sie nicht nur einen Hund, sondern einen treuen Freund in Form einer flauschigen weißen Wolke mit einem intelligenten und aufmerksamen Blick. Mehr über diese einzigartige Rasse lesen Sie weiter auf Tvaryny.
Bologneser: Kurzer Überblick über die Rasse
Bologneser: Kurzer Überblick über die Rasse · 11
Merkmal
Beschreibung
Herkunft
Italien (Stadt Bologna)
FCI-Klassifikation
Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 1 (Bichons und verwandte Rassen)
Lebenserwartung
12–14 Jahre (manchmal länger)
Widerristhöhe
Rüden: 27–30 cm, Hündinnen: 25–28 cm
Gewicht
2.5–4 kg
Felltyp
Lang, flauschig, baumwollartig, ohne Unterwolle
Farbe
Ausschließlich reinweiß
Temperament
Liebevoll, verspielt, anhänglich, ruhig, etwas zurückhaltend gegenüber Fremden
Pflegeaufwand
Sehr hoch
Aktivitätsniveau
Niedrig bis mäßig
Für die Wohnung geeignet
Ideal
Interessante Fakten über die Rasse
Diplomaten-Hunde: Über Jahrhunderte wurden Bologneser-Welpen als wertvolle diplomatische Geschenke zwischen den Königshöfen Europas ausgetauscht.
Lieblinge der Berühmtheiten: Neben Madame de Pompadour und Katharina der Großen besaßen auch historische Persönlichkeiten wie Maria Theresia von Österreich Bologneser.
„Anti-Stress-Hunde“: Ihr ruhiges, sanftes Wesen und ihr Bedürfnis nach Nähe machen sie zu wunderbaren Therapiehunden. Sie „absorbieren“ förmlich den Stress ihres Besitzers.
Kaum Haarausfall: Da sie keine Unterwolle haben, haaren sie praktisch nicht. Abgestorbene Haare bleiben im Fell hängen und werden beim täglichen Kämmen entfernt.
Ihr Fell hört nie auf zu wachsen: Ähnlich wie menschliches Haar wächst das Fell des Bolognesers ständig weiter, wenn es nicht geschnitten wird.
Nicht für Kälte gemacht: Das Fehlen der Unterwolle macht sie sehr anfällig für kaltes und nasses Wetter. Im Winter benötigen sie unbedingt warme Kleidung.
Pflege und Haltung
Die Pflege des Bolognesers ist vielleicht der anspruchsvollste Aspekt bei der Haltung dieser Rasse. Sie erfordert Zeit, Geduld und finanzielle Investitionen.
Fellpflege: So pflegt man das weiße Fell
Kämmen: Dies ist eine tägliche und obligatorische Prozedur. Ihr flauschiges Fell ohne Unterwolle neigt dazu, sehr leicht und schnell zu verfilzen, besonders hinter den Ohren, unter den Achseln und am Bauch. Wenn das Kämmen auch nur ein oder zwei Tage ausgelassen wird, können die Verfilzungen so dicht werden, dass sie nur noch herausgeschnitten werden können. Verwenden Sie einen Metallkamm mit unterschiedlicher Zinkendichte und eine weiche Bürste (Zupfbürste).
Scheren/Trimmen: Obwohl der Rassestandard langes, natürliches Fell vorsieht, ziehen es die meisten Besitzer, die nicht an Ausstellungen teilnehmen, vor, ihre Lieblinge zu scheren. Dies erleichtert die Pflege erheblich. Beliebt ist der „Puppy Cut“, bei dem das Fell am ganzen Körper gleichmäßig gekürzt wird. Der Schnitt muss alle 6–8 Wochen bei einem professionellen Hundefriseur erneuert werden.
Tränenstraßen: Dies ist ein häufiges Problem bei Bolognesern und anderen hellen Rassen. Es handelt sich um rot-braune Verfärbungen unter den Augen, die durch übermäßigen Tränenfluss (Epiphora) verursacht werden. Die Gründe können vielfältig sein: Allergien, verstopfte Tränenkanäle, falsche Ernährung oder einfach eine genetische Veranlagung. Es ist wichtig, den Bereich unter den Augen täglich mit speziellen Lotionen oder abgekochtem Wasser zu reinigen. In manchen Fällen hilft die Umstellung auf gefiltertes Wasser und hypoallergenes Futter.
Hygiene: Baden, Zähne und Ohren
Baden: Baden Sie den Bologneser nach Bedarf, aber nicht zu oft, um die Haut nicht auszutrocknen - normalerweise alle 3–4 Wochen. Verwenden Sie nur hochwertige, milde Shampoos für weiße Hunde, die keine Allergien auslösen. Nach dem Baden muss das Fell unbedingt trockengeföhnt und gleichzeitig gekämmt werden, sonst verfilzt es sofort wieder.
Zahnpflege: Dies ist von entscheidender Bedeutung! Kleine Rassen wie der Bologneser neigen zur Bildung von Zahnbelag und Zahnstein, was zu Parodontitis und frühem Zahnverlust führt. Idealerweise sollten die Zähne des Hundes täglich mit einer speziellen Paste und Bürste gereinigt werden.
Ohrenpflege: Die Hängeohren schaffen ein feuchtes Milieu, das Infektionen begünstigt. Kontrollieren Sie die Ohren regelmäßig, reinigen Sie sie mit einer speziellen Lotion und zupfen Sie die Haare, die im Gehörgang wachsen, für eine bessere Belüftung heraus.
Krallen: Schneiden Sie die Krallen alle 2–3 Wochen, um Unbehagen beim Laufen zu vermeiden.
Bewegung und Aktivität
Der Bologneser ist kein Sportler. Er braucht keine Marathons oder intensives Training. Sein Aktivitätsbedarf ist niedrig bis mäßig. Zwei kurze Spaziergänge an der Leine (jeweils 20–30 Minuten) pro Tag reichen ihm völlig aus. Viel wichtiger sind ihm die Spiele zu Hause mit seinem Besitzer. Sie lieben es, mit Spielzeug zu spielen und in der Wohnung einem Ball nachzujagen. Sie benötigen auch geistige Anregung - dafür eignen sich interaktive Spielzeuge und das Erlernen einfacher Kommandos.
Ernährung
Ernährung: Besonderheiten der Fütterung
Gesundheit und Risiken
Gesundheit: Typische Krankheiten und Prävention
Häufig gestellte Fragen (FAQ) · 5
Haaren Bologneser stark?
Nein, sie haaren fast gar nicht. Das Fehlen der Unterwolle bedeutet, dass abgestorbene Haare im Fell bleiben und nicht auf Ihren Möbeln landen. Sie müssen durch tägliches Kämmen entfernt werden. Das macht sie zu einer ausgezeichneten Wahl für ordnungsliebende Menschen.
Sind Bologneser hypoallergen?
Kein Hund ist zu 100% hypoallergen, da Allergien nicht durch das Fell selbst, sondern durch Proteine im Speichel und in den Hautschuppen ausgelöst werden. Der Bologneser gilt jedoch aufgrund seines geringen Haarausfalls und der minimalen Verbreitung von Hautschuppen als eine der besten Rassen für Allergiker.
Sind sie bellfreudig?
Sie neigen dazu, als „Klingel“ zu fungieren, d.h. sie bellen, wenn jemand kommt oder wenn sie ungewöhnliche Geräusche hören. Sie können auch aus Langeweile oder Einsamkeit bellen. Eine richtige Erziehung und Sozialisierung von klein auf hilft, dies unter Kontrolle zu halten.
Kann man einen Bologneser allein zu Hause lassen?
Davon ist dringend abzuraten. Bologneser sind Begleithunde, die unter Trennungsangst leiden. Sie sollten nicht für einen langen Arbeitstag (8–9 Stunden) alleingelassen werden. Sie eignen sich für Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, Rentner oder Familien, in denen immer jemand zu Hause ist.
Wie viel kostet ein Bologneser-Welpe?
Der Preis hängt von der Abstammung, der Gesundheit der Eltern und dem Ruf der Zuchtstätte ab. Es ist wichtig, nicht nach dem Preis, sondern nach der Qualität zu wählen, um zukünftige Probleme mit Gesundheit und Temperament zu vermeiden. Vor allem aber ist der Kauf der kleinste Posten — Futter, Tierarzt, Pflege und Versicherung über das Hundeleben hinweg wiegen ungleich schwerer.
Video über die Rasse
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich der Bolognese vom Bichon Frisé?
Er ist seltener, etwas ruhiger und leiser, mit flauschigerem, „flockigem“ Fell; historisch ein Hund des italienischen Adels (daher der Name — von Bologna).
Kann man den Bolognese allein lassen?
Schlecht — er bindet sich sehr und erträgt kein Alleinsein; es ist ein Begleiter, der beim Menschen sein soll.
Braucht das Fell viel Pflege?
Ja — das flauschige weiße Fell braucht regelmäßiges Kämmen, damit es nicht verfilzt, sowie Augenpflege (Tränenfluss).