Bologneser

By tvaryny
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Kurz Ein schneeweißer italienischer Aristokrat-Begleiter: zärtlich, treu, ruhig und grenzenlos menschenbezogen. Der Bolognese ist ein seltener Bichon mit flauschigem weißem Fell, Liebling des italienischen Adels; leiser als seine Bichon-Verwandten, lebt er für die Nähe zu seinem Menschen.
WohnungKinderKatzenAndere HundeAnfänger
Parameter
Höhe25–30 cm
Gewicht2.5–4 kg
Lebenserwartung12–14 Jahre
FCI-Gruppe9 · Gesellschaftshunde
HerkunftItalien
Größe
Schulterhöhe 25–30 cmGewicht 2.5–4 kg
Bewertungen · 12 · Dataset
FamilieKinderAnfängerErziehungEnergieGesundhe.HaarenSabbernBellenWohnungWetterJagdtrieb
Genaue Bewertungen
Familie5.0
Kinder4.0
Anfänger4.0
Erziehung3.5
Energie2.5
Gesundheit3.0
Haaren2.0
Sabbern1.5
Bellen2.5
Wohnung4.5
Wetter2.5
Jagdtrieb2.0
Häufige Krankheiten
  • Patellaluxation
  • Zahnerkrankungen (kleiner Kiefer)
  • Progressive Retinaatrophie (PRA)
  • Hautallergien
  • Augenerkrankungen (Tränenfluss)
Ernährung

Hochwertiges Futter, Gewichtskontrolle (winzig — leicht zu überfüttern). Das flauschige weiße Fell braucht regelmäßiges Kämmen; Augen- und Zahnpflege.

Bologneser (Bolognese Dog) ist eine alte Zwerghundrasse aus Italien. Einst waren sie geschickte Nagetierjäger in den Hafenstädten des Mittelmeers, doch ihr bezauberndes Aussehen und ihr sanftes Wesen machten sie bald zu Lieblingen an den europäischen Königshöfen. Heute haben diese liebevollen, fröhlichen und unglaublich treuen kleinen Hunde einen Ehrenplatz in den Herzen vieler Familien eingenommen. Sie sind wahre Begleiter, die für die Gemeinschaft mit dem Menschen leben. Wenn Sie einem Bologneser die richtige Pflege angedeihen lassen, bekommen Sie nicht nur einen Hund, sondern einen treuen Freund in Form einer flauschigen weißen Wolke mit einem intelligenten und aufmerksamen Blick. Mehr über diese einzigartige Rasse lesen Sie weiter auf Tvaryny.

Bologneser: Kurzer Überblick über die Rasse
Bologneser auf weißem Hintergrund
MerkmalBeschreibung
HerkunftItalien (Stadt Bologna)
FCI-KlassifikationGruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 1 (Bichons und verwandte Rassen)
Lebenserwartung12-14 Jahre (manchmal länger)
WiderristhöheRüden: 27-30 cm, Hündinnen: 25-28 cm
Gewicht2.5 – 4 kg
FelltypLang, flauschig, baumwollartig, ohne Unterwolle
FarbeAusschließlich reinweiß
TemperamentLiebevoll, verspielt, anhänglich, ruhig, etwas zurückhaltend gegenüber Fremden
PflegeaufwandSehr hoch
AktivitätsniveauNiedrig bis mäßig
Für die Wohnung geeignetIdeal
Geschichte und Herkunft der Rasse

Die Geschichte des Bolognesers reicht weit in die Antike zurück und ist eng mit der italienischen Aristokratie verbunden. Diese Rasse gehört zur Familie der Bichons, zu der mehrere kleine, weiße Hunde gehören, die im Mittelmeerraum bereits zur Zeit des Römischen Reiches bekannt waren. Es wird angenommen, dass ihre Vorfahren, ähnlich den heutigen Maltesern, beliebte Begleiter römischer Matronen waren.

Als eigenständige Rasse entwickelte sich der Bologneser jedoch in Italien und erhielt seinen Namen von der Stadt Bologna, die während der Renaissance zu ihrem Zuchtzentrum wurde. Bereits im 11. bis 12. Jahrhundert wurden diese charmanten Hunde zu Lieblingen des Adels. Sie wurden für ihre Schönheit, Intelligenz und unglaubliche Anhänglichkeit geschätzt. Reiche und einflussreiche Familien wie die Medici und die Gonzaga betrachteten es als prestigeträchtig, Bologneser-Welpen als wertvolles diplomatisches Geschenk an andere Monarchen und Würdenträger zu überreichen.

Der spanische König Philipp II. schrieb, nachdem er zwei Bologneser vom Herzog d’Este geschenkt bekommen hatte: „Dies ist das königlichste Geschenk, das man einem Kaiser machen kann.“ Die Rasse war am französischen Hof äußerst beliebt. Sogar die Marquise de Pompadour, die Mätresse Ludwigs XV., war eine bekennende Liebhaberin dieser Hunde. Auch Katharina die Große, die Zarin von Russland, war als Kennerin der Rasse bekannt und besaß mehrere Bologneser.

Trotz jahrhundertelanger Popularität wäre die Rasse nach dem Zweiten Weltkrieg beinahe ausgestorben, wie so viele andere europäische Rassen auch. Dank der Bemühungen engagierter italienischer Liebhaber, insbesondere des Züchters Gian Franco Bolognini (dessen Nachname symbolisch mit dem Namen der Stadt übereinstimmt), konnte die Rasse gerettet werden. Sie sammelten die überlebenden Exemplare und begannen ein sorgfältiges Zuchtprogramm. Der offizielle Rassestandard wurde erstmals 1955 veröffentlicht.

Wie sieht der Bologneser aus: Standard und Aussehen
Wie sieht der Bologneser aus: Standard und Aussehen

Der Bologneser ist ein kleiner, kompakter Hund von quadratischem Format. Sein Körper wirkt harmonisch und seine Bewegungen sind voller Anmut. Seine größte Zierde ist natürlich sein einzigartiges Fell.

Der Kopf des Bolognesers ist mittellang, mit einem ziemlich breiten Schädel. Der Übergang von der Stirn zum Fang (der Stop) ist gut ausgeprägt. Der Fang ist kurz, aber nicht flach. Die Augen sind eines der ausdrucksstärksten Merkmale. Sie sind groß, rund, sehr dunkel (fast schwarz) und blicken geradeaus. Der Blick ist lebhaft, intelligent und aufmerksam. Die Augenlider müssen schwarz pigmentiert sein.

Die Nase (Nasenschwamm) muss groß und ausschließlich schwarz sein. Die Ohren sind hoch angesetzt, lang und hängend und liegen dicht am Kopf an. Sie sind mit langem Haar bedeckt, das mit dem Fell des Körpers verschmilzt. Der Körper ist kompakt und quadratisch gebaut, was bedeutet, dass die Körperlänge etwa der Widerristhöhe entspricht. Der Rücken ist gerade, und die Rute ist hoch angesetzt, wird anmutig über den Rücken gebogen getragen und ist mit langem, flauschigem Haar bedeckt.

Das einzigartige Fell des Bolognesers

Das Fell ist das Hauptmerkmal des Bolognesers. Es hat keine Unterwolle, was den Hund zu einer guten Wahl für Menschen macht, die zu Allergien neigen (obwohl es keine völlig hypoallergenen Hunde gibt). Das Haar ist am ganzen Körper sehr lang, flauschig, weich und hat eine Textur, die an Baumwolle oder Watte erinnert. Es liegt nicht am Körper an, sondern steht ab und bildet eine „Wolke“. Es sollte niemals seidig oder hart sein und bildet keine Locken, sondern eher freie „Strähnen“ oder „Flocken“.

Farbe: Der Standard erlaubt nur eine einzige Farbe – reines Weiß. Jegliche Flecken oder Farbschattierungen (selbst blasse oder gelbliche Töne, wie sie in alten Beschreibungen erwähnt wurden) sind ein schwerwiegender Fehler oder ein disqualifizierendes Merkmal. Lediglich leichte „elfenbeinfarbene“ Schattierungen an den Ohren sind erlaubt, aber reines Weiß wird immer bevorzugt.

Bologneser im Vergleich zu Verwandten

Der Bologneser wird oft mit anderen weißen Hunderassen verwechselt. Er ist Teil der Bichon-Familie, zu der auch der Bichon Frisé, der Malteser und der Havaneser gehören (obwohl letzterer in verschiedenen Farben vorkommt). Hier sind die Hauptunterschiede:

  • Vom Bichon Frisé: Der Bologneser ist im Temperament etwas ruhiger. Sein Fell ist flauschig und „baumwollartig“, während das des Bichon Frisé eher lockig, dicht und federnd ist, ähnlich wie Samt.
  • Vom Malteser: Der Malteser hat eine völlig andere Fellstruktur – es ist lang, glatt, seidig und fällt wie ein Mantel zu Boden. Das Fell des Bolognesers ist flauschig und steht ab. Außerdem hat der Bologneser einen quadratischeren Körperbau.

Vergleichstabelle

MerkmalBologneserBichon FriséMalteser
FellstrukturFlauschig, baumwollartig, „Wolke“, ohne UnterwolleDoppelt, dicht, federnd, samtig, bildet SpirallockenEinfach, lang, glatt, seidig, fällt zu Boden, „Mantel“
KörperformatQuadratischLeicht gestreckt (Länge etwas größer als Höhe)Gestreckt (Länge deutlich größer als Höhe)
TemperamentRuhig, ausgeglichen, sehr auf den Besitzer fixiert, zurückhaltend bei FremdenSehr verspielt, energiegeladen, „Clown“, sehr kontaktfreudig mit allenVerspielt, kann aber stur sein, elegant, manchmal bellfreudig
EnergielevelNiedrig bis mäßigMäßig bis hochMäßig
FellpflegeSehr hoch (tägliches Kämmen)Sehr hoch (professionelles Trimmen zur Formerhaltung nötig)Am höchsten (wenn im vollen Fell gehalten)
Charakter und Temperament: Der ideale Begleiter
Bologneser Foto

Wenn man den Charakter des Bolognesers mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es „Begleiter“. Dieser Hund wurde über Jahrhunderte ausschließlich dazu gezüchtet, beim Menschen zu sein, ihm Liebe zu schenken und sie zu empfangen. Sie sind unglaublich stark auf ihre Familie und ihren Besitzer fixiert.

Die ursprüngliche Beschreibung eines „unabhängigen Wesens“ ist für den modernen Bologneser nicht ganz zutreffend. Tatsächlich sind sie sehr vom Besitzer abhängig. Sie folgen ihm buchstäblich wie ein Schatten von Raum zu Raum und ertragen das Alleinsein nur schlecht. Diese Rasse ist kategorisch ungeeignet für Menschen, die den ganzen Tag bei der Arbeit verbringen. Ein alleingelassener Bologneser leidet, was zu destruktivem Verhalten und ständigem Bellen führen kann. Das ist ein Hauptmerkmal ihres Tempraments, das man berücksichtigen muss.

Sie sind sehr liebevoll, sanft und lieben körperlichen Kontakt – auf dem Schoß sitzen, kuscheln. Dabei sind sie nicht aufdringlich, sondern eher ruhig und ausgeglichen. Sie sind kein „Energiebündel“ wie ein Jack Russell, sondern eher ein Hund für ruhige Abende.

Umgang mit Familie, Kindern und anderen Tieren

Bologneser verstehen sich hervorragend mit allen Familienmitgliedern, wählen aber meist einen „Liebling“. Sie können gute Begleiter für ältere, rücksichtsvolle Kinder sein, die verstehen, wie man mit einem kleinen und recht zerbrechlichen Hund umgeht. Für Familien mit sehr kleinen oder lauten Kindern ist der Bologneser nicht die beste Wahl, da er sich erschrecken oder sogar verletzen könnte.

Fremden gegenüber sind sie zurückhaltend und misstrauisch, aber ohne Aggression. Sie werden definitiv anschlagen, wenn jemand zur Tür kommt, was sie zu brauchbaren „Klingeln“ oder Wachhunden macht (aber natürlich nicht zu Schutzhunden). Mit anderen Tieren (Hunden, Katzen) kommen sie in der Regel gut aus, besonders wenn sie zusammen aufgewachsen sind. Ihre Jagdinstinkte sind längst erloschen.

Vor- und Nachteile der Rasse
Bologneser Foto

Wie jede Rasse hat auch der Bologneser seine Vor- und Nachteile. Es ist wichtig, diese nüchtern abzuwägen, bevor man sich einen solchen Hund anschafft.

Vorteile (Pro)Nachteile (Contra)
Unglaubliche Anhänglichkeit
Sie vergöttern ihre Besitzer und möchten 24/7 bei ihnen sein.
Neigung zu Trennungsangst
Können absolut nicht allein sein, neigen zu Heulen und Zerstörungswut.
Hypoallergenes Fell
Keine Unterwolle und geringer Haarausfall machen sie zu einer guten Wahl für Allergiker.
Sehr hoher Pflegeaufwand
Benötigen tägliches Kämmen und regelmäßiges professionelles Trimmen.
Hohe Intelligenz
Sie sind klug, lernfähig und lassen sich gut erziehen.
Neigung zu Zahnproblemen
Wie viele kleine Rassen benötigen sie eine sehr sorgfältige Zahnpflege.
Ideal für die Wohnung
Kompakte Größe und mäßige Aktivität ermöglichen ein komfortables Leben auch in kleinen Wohnungen.
Zerbrechlichkeit
Ihre geringe Größe macht sie anfällig für Verletzungen. Nicht geeignet für Familien mit kleinen Kindern.
Ruhiges Temperament
Sie sind nicht hyperaktiv, sondern eher verspielt, aber ausgeglichen.
Neigung zum „Small Dog Syndrome“
Ohne konsequente Erziehung können sie bellfreudig, verzogen und unbeherrschbar werden.
Guter Begleiter für ältere Menschen
Ihre Zuneigung und ihr geringer Bewegungsdrang machen sie zu wunderbaren Gefährten.
Schwierigkeiten bei der Stubenreinheit
Manche Vertreter der Rasse können in dieser Hinsicht hartnäckig sein.
Pflege und Haltung
Bologneser — Pflege und Haltung

Die Pflege des Bolognesers ist vielleicht der anspruchsvollste Aspekt bei der Haltung dieser Rasse. Sie erfordert Zeit, Geduld und finanzielle Investitionen.

Fellpflege: So pflegt man das weiße Fell

Kämmen: Dies ist eine tägliche und obligatorische Prozedur. Ihr flauschiges Fell ohne Unterwolle neigt dazu, sehr leicht und schnell zu verfilzen, besonders hinter den Ohren, unter den Achseln und am Bauch. Wenn das Kämmen auch nur ein oder zwei Tage ausgelassen wird, können die Verfilzungen so dicht werden, dass sie nur noch herausgeschnitten werden können. Verwenden Sie einen Metallkamm mit unterschiedlicher Zinkendichte und eine weiche Bürste (Zupfbürste).

Scheren/Trimmen: Obwohl der Rassestandard langes, natürliches Fell vorsieht, ziehen es die meisten Besitzer, die nicht an Ausstellungen teilnehmen, vor, ihre Lieblinge zu scheren. Dies erleichtert die Pflege erheblich. Beliebt ist der „Puppy Cut“, bei dem das Fell am ganzen Körper gleichmäßig gekürzt wird. Der Schnitt muss alle 6-8 Wochen bei einem professionellen Hundefriseur erneuert werden.

Tränenstraßen: Dies ist ein häufiges Problem bei Bolognesern und anderen hellen Rassen. Es handelt sich um rot-braune Verfärbungen unter den Augen, die durch übermäßigen Tränenfluss (Epiphora) verursacht werden. Die Gründe können vielfältig sein: Allergien, verstopfte Tränenkanäle, falsche Ernährung oder einfach eine genetische Veranlagung. Es ist wichtig, den Bereich unter den Augen täglich mit speziellen Lotionen oder abgekochtem Wasser zu reinigen. In manchen Fällen hilft die Umstellung auf gefiltertes Wasser und hypoallergenes Futter.

Hygiene: Baden, Zähne und Ohren

  • Baden: Baden Sie den Bologneser nach Bedarf, aber nicht zu oft, um die Haut nicht auszutrocknen – normalerweise alle 3-4 Wochen. Verwenden Sie nur hochwertige, milde Shampoos für weiße Hunde, die keine Allergien auslösen. Nach dem Baden muss das Fell unbedingt trockengeföhnt und gleichzeitig gekämmt werden, sonst verfilzt es sofort wieder.
  • Zahnpflege: Dies ist von entscheidender Bedeutung! Kleine Rassen wie der Bologneser neigen zur Bildung von Zahnbelag und Zahnstein, was zu Parodontitis und frühem Zahnverlust führt. Idealerweise sollten die Zähne des Hundes täglich mit einer speziellen Paste und Bürste gereinigt werden.
  • Ohrenpflege: Die Hängeohren schaffen ein feuchtes Milieu, das Infektionen begünstigt. Kontrollieren Sie die Ohren regelmäßig, reinigen Sie sie mit einer speziellen Lotion und zupfen Sie die Haare, die im Gehörgang wachsen, für eine bessere Belüftung heraus.
  • Krallen: Schneiden Sie die Krallen alle 2-3 Wochen, um Unbehagen beim Laufen zu vermeiden.

Bewegung und Aktivität

Der Bologneser ist kein Sportler. Er braucht keine Marathons oder intensives Training. Sein Aktivitätsbedarf ist niedrig bis mäßig. Zwei kurze Spaziergänge an der Leine (jeweils 20-30 Minuten) pro Tag reichen ihm völlig aus. Viel wichtiger sind ihm die Spiele zu Hause mit seinem Besitzer. Sie lieben es, mit Spielzeug zu spielen und in der Wohnung einem Ball nachzujagen. Sie benötigen auch geistige Anregung – dafür eignen sich interaktive Spielzeuge und das Erlernen einfacher Kommandos.

Gesundheit: Typische Krankheiten und Prävention
Bologneser — Gesundheit: Typische Krankheiten und Prävention

Bologneser gelten im Allgemeinen als relativ gesunde Rasse mit einer Lebenserwartung von 12-14 Jahren, oft sogar bis zu 16 Jahren. Wie alle Rassen haben sie jedoch eine Veranlagung für bestimmte Erbkrankheiten.

  • Augenprobleme: Dies ist eines der häufigsten Probleme. Dazu gehören die Progressive Retinaatrophie (PRA), die zur Erblindung führen kann, und der Katarakt (Grauer Star). Häufig sind auch Probleme mit den Tränenkanälen, die die bereits erwähnten „Tränenstraßen“ verursachen.
  • Patellaluxation: Ein häufiges Problem bei vielen kleinen Rassen. Dies ist ein Zustand, bei dem die Kniescheibe aus ihrer normalen Position herausspringt. Es kann zu Lahmheit und Schmerzen führen und erfordert in schweren Fällen einen chirurgischen Eingriff.
  • Zahnerkrankungen: Das häufigste Problem. Aufgrund des kleinen Kiefers stehen die Zähne oft eng, was die schnelle Bildung von Zahnstein, Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis begünstigt. Regelmäßiges Zähneputzen zu Hause und professionelle Zahnreinigungen beim Tierarzt sind ein Muss.
  • Allergien: Bologneser können eine empfindliche Haut haben. Sie neigen sowohl zu Futtermittelallergien als auch zu atopischer Dermatitis (Allergie auf Umweltfaktoren wie Pollen oder Hausstaubmilben). Dies äußert sich durch Juckreiz, Hautrötungen und Lecken an den Pfoten.
  • Legg-Calvé-Perthes-Krankheit: Dies ist eine Erkrankung des Hüftgelenks, bei der es zu einem Absterben des Oberschenkelkopfes kommt. Sie tritt bei kleinen Rassen auf und zeigt sich meist in jungen Jahren.

Prävention: Der Schlüssel zur Gesundheit liegt in der Auswahl eines verantwortungsvollen Züchters, der seine Hunde auf gängige Erbkrankheiten (insbesondere PRA und Patella) testen lässt. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen, Impfungen, eine artgerechte Ernährung und sorgfältige Hygiene (besonders der Zähne) helfen Ihrem Bologneser, ein langes und glückliches Leben zu führen.

Ernährung: Besonderheiten der Fütterung
Bologneser — Ernährung: Besonderheiten der Fütterung

Obwohl Bologneser oft nicht wählerisch beim Futter sind, erfordert ihre Ernährung aufgrund der Neigung zu Allergien und Zahnproblemen Aufmerksamkeit. Es ist wichtig, sich für eine Fütterungsart zu entscheiden und diese beizubehalten.

  • Hochwertiges Trockenfutter: Dies ist die einfachste und ausgewogenste Option. Wählen Sie ein Futter für kleine Rassen (Small Breed Formula), vorzugsweise hypoallergen (z. B. mit Lamm, Pute oder Fisch). Die kleinen Kroketten des Trockenfutters helfen auch, die Zähne mechanisch von Belägen zu reinigen.
  • Natürliche Fütterung (z.B. BARF oder gekocht): Eine mögliche Option, die jedoch eine sorgfältige Planung erfordert. Die Ration sollte aus magerem Fleisch (Rind, Pute, Huhn – falls keine Allergie vorliegt), Innereien, einer kleinen Menge Getreide (Reis, Buchweizen) und Gemüse bestehen. Bei der natürlichen Fütterung sind vom Tierarzt verordnete Vitamin- und Mineralstoffzusätze zwingend erforderlich.
  • Mischfütterung: Tierärzte raten in der Regel davon ab, Trocken- und Nassfutter in einer Mahlzeit zu mischen, da sie unterschiedliche Verdauungszeiten und Enzyme erfordern.

Wichtige Regeln:

  • Portionen: Halten Sie sich an die auf der Futterverpackung angegebenen Mengen und achten Sie auf das Gewicht des Hundes. Bologneser neigen zu Übergewicht, was die Gelenke zusätzlich belastet.
  • Fütterungszeiten: Ein erwachsener Hund wird zweimal täglich gefüttert, morgens und abends.
  • Allergene: Am häufigsten werden Allergien durch Huhn, Weizen, Mais und Milchprodukte ausgelöst. Wenn Sie Juckreiz oder Hautprobleme bemerken, überprüfen Sie als Erstes die Ernährung.
  • Verbotene Lebensmittel: Geben Sie Ihrem Hund niemals Schokolade, Weintrauben (Rosinen), Zwiebeln, Knoblauch, Knochen (insbesondere gekochte Röhrenknochen) sowie Essen von Ihrem Tisch.
  • Wasser: Der Hund muss immer Zugang zu sauberem, frischem Trinkwasser haben.
Erziehung und Training
Bologneser Foto

Bologneser sind intelligente Hunde, die ihrem Besitzer aufrichtig gefallen wollen. Das macht ihre Erziehung relativ einfach, es gibt aber Nuancen. Sie reagieren sehr sensibel auf den Tonfall und die Stimmung des Menschen. Man darf sie nicht anschreien oder harte Strafmethoden anwenden – das führt nur dazu, dass der Hund sich verschließt, ängstlich wird und die Zusammenarbeit verweigert.

Positive Verstärkung – das ist die einzig richtige Methode. Lob, Leckerlis, Spiel – das ist es, was den Bologneser motiviert. Die Trainingseinheiten sollten kurz (10-15 Minuten) und interessant sein, am besten in spielerischer Form.

Eine frühe Sozialisierung ist von entscheidender Bedeutung. Wegen ihrer natürlichen Zurückhaltung gegenüber Fremden muss der Bologneser-Welpe von klein auf an verschiedene Menschen, Geräusche, Orte und andere Hunde gewöhnt werden. Dies hilft, einen selbstbewussten und keinen schreckhaften oder bellfreudigen Hund heranzuziehen.

Die Stubenreinheit kann eine Herausforderung sein. Kleine Rassen haben eine kleine Blase und müssen häufiger nach draußen. Seien Sie konsequent, verwenden Sie bei Bedarf Welpenunterlagen und loben Sie jeden Erfolg im Freien.

Die größte Gefahr bei der Erziehung ist das „Small Dog Syndrome“ (Kleinhundesyndrom). Das passiert, wenn Besitzer einem kleinen Hund Dinge durchgehen lassen, die sie einem großen niemals erlauben würden (an Menschen hochspringen, bellen, am Futter knurren), weil es „süß“ oder „ungefährlich“ erscheint. Das Ergebnis ist ein kleiner Tyrann. Mit einem Bologneser muss man genauso konsequent und fordernd (aber sanft) sein wie mit jeder anderen Rasse.

Interessante Fakten über die Rasse
  • Diplomaten-Hunde: Über Jahrhunderte wurden Bologneser-Welpen als wertvolle diplomatische Geschenke zwischen den Königshöfen Europas ausgetauscht.
  • Lieblinge der Berühmtheiten: Neben Madame de Pompadour und Katharina der Großen besaßen auch historische Persönlichkeiten wie Maria Theresia von Österreich Bologneser.
  • „Anti-Stress-Hunde“: Ihr ruhiges, sanftes Wesen und ihr Bedürfnis nach Nähe machen sie zu wunderbaren Therapiehunden. Sie „absorbieren“ förmlich den Stress ihres Besitzers.
  • Kaum Haarausfall: Da sie keine Unterwolle haben, haaren sie praktisch nicht. Abgestorbene Haare bleiben im Fell hängen und werden beim täglichen Kämmen entfernt.
  • Ihr Fell hört nie auf zu wachsen: Ähnlich wie menschliches Haar wächst das Fell des Bolognesers ständig weiter, wenn es nicht geschnitten wird.
  • Nicht für Kälte gemacht: Das Fehlen der Unterwolle macht sie sehr anfällig für kaltes und nasses Wetter. Im Winter benötigen sie unbedingt warme Kleidung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Haaren Bologneser stark?

Nein, sie haaren fast gar nicht. Das Fehlen der Unterwolle bedeutet, dass abgestorbene Haare im Fell bleiben und nicht auf Ihren Möbeln landen. Sie müssen durch tägliches Kämmen entfernt werden. Das macht sie zu einer ausgezeichneten Wahl für ordnungsliebende Menschen.

Sind Bologneser hypoallergen?

Kein Hund ist zu 100% hypoallergen, da Allergien nicht durch das Fell selbst, sondern durch Proteine im Speichel und in den Hautschuppen ausgelöst werden. Der Bologneser gilt jedoch aufgrund seines geringen Haarausfalls und der minimalen Verbreitung von Hautschuppen als eine der besten Rassen für Allergiker.

Sind sie bellfreudig?

Sie neigen dazu, als „Klingel“ zu fungieren, d.h. sie bellen, wenn jemand kommt oder wenn sie ungewöhnliche Geräusche hören. Sie können auch aus Langeweile oder Einsamkeit bellen. Eine richtige Erziehung und Sozialisierung von klein auf hilft, dies unter Kontrolle zu halten.

Kann man einen Bologneser allein zu Hause lassen?

Davon ist dringend abzuraten. Bologneser sind Begleithunde, die unter Trennungsangst leiden. Sie sollten nicht für einen langen Arbeitstag (8-9 Stunden) alleingelassen werden. Sie eignen sich für Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, Rentner oder Familien, in denen immer jemand zu Hause ist.

Wie viel kostet ein Bologneser-Welpe?

Der Preis hängt von der Abstammung, der Gesundheit der Eltern und dem Ruf der Zuchtstätte ab. Es ist wichtig, nicht nach dem Preis, sondern nach der Qualität zu wählen, um zukünftige Probleme mit Gesundheit und Temperament zu vermeiden. Vor allem aber ist der Kauf der kleinste Posten — Futter, Tierarzt, Pflege und Versicherung über das Hundeleben hinweg wiegen ungleich schwerer.

Video über die Rasse
Vorteile
  • Zärtlich, treu, ruhig
  • Leiser als andere Bichons
  • Ideal für die Wohnung
  • Anhänglich und menschenbezogen
Nachteile
  • Erträgt kein Alleinsein
  • Das flauschige Fell braucht Pflege
  • Zart — Vorsicht mit kleinen Kindern
  • Kann Fremden gegenüber schüchtern sein
Vergleich mit ähnlichen Rassen
Bichon FriséMalteserCoton de Tuléar
Höhe23–30 cm20–25 cm22–30 cm
Energie3.533
Wohnung444
Anfänger3.53.54
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich der Bolognese vom Bichon Frisé?
Er ist seltener, etwas ruhiger und leiser, mit flauschigerem, „flockigem“ Fell; historisch ein Hund des italienischen Adels (daher der Name — von Bologna).
Kann man den Bolognese allein lassen?
Schlecht — er bindet sich sehr und erträgt kein Alleinsein; es ist ein Begleiter, der beim Menschen sein soll.
Braucht das Fell viel Pflege?
Ja — das flauschige weiße Fell braucht regelmäßiges Kämmen, damit es nicht verfilzt, sowie Augenpflege (Tränenfluss).
Quellen

FCI-Standard Nr. 196 · The Kennel Club

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