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Gruppe 2 · Molosser · Großbritannien

Bullmastiff

Ein schweigsamer Wächter mit zärtlichem Herzen: massiv, furchtlos, treu, aber zu Hause erstaunlich ruhig. Gezüchtet, um Wilderer zu stoppen, braucht der Bullmastiff einen souveränen Halter und frühe Sozialisierung; der Familie gegenüber ein sanfter Riese.
Größe
61–69 cm
Gewicht
50–60 kg
Lebenserwartung
8–10 Jahre
FCI-Gruppe
2 · Molosser
Bullmastiff
Fotos: 2

Bewertungen der Rasse

Familie Kinder Für Anfänger Erziehung Energie Gesundheit Haaren Sabbern Bellen Wohnung Wetter Jagdtrieb
Genaue Bewertungen · 12
Familie 4.5 Kinder 4.0 Für Anfänger 2.5 Erziehung 3.0 Energie 2.5 Gesundheit 2.5 Haaren 3.0 Sabbern 3.5 Bellen 2.0 Wohnung 3.0 Wetter 2.5 Jagdtrieb 3.0
Vorteile
Furchtloser, zuverlässiger Wächter
Ruhig zu Hause, nicht bellfreudig
Treu und zärtlich zur Familie
Braucht keine übermäßige Auslastung
Nachteile
Kurzes Leben (8–10 Jahre)
Hohe Krebsrate
Sabbert stark
Braucht Erfahrung und Sozialisierung
Größe
Eignung
Wohnung · bedingt Kinder Katzen · bedingt Andere Hunde · bedingt Für Anfänger · ungeeignet
Eigene Seiten zur Rasse

Der Bullmastiff – eine Hunderasse, die durch ihre Kraft, Edelmut und Loyalität besticht. Diese majestätischen Tiere, die Stärke und Intelligenz vereinen, sind nicht nur zuverlässige Beschützer, sondern auch sanfte, liebevolle Begleiter. Sie können zu echten Familienmitgliedern werden, indem sie eine erstaunliche Toleranz gegenüber Kindern und eine tiefe Zuneigung zu ihren Besitzern zeigen. Ihre wachsame Haltung gegenüber Fremden und die Bereitschaft, ihr Territorium zu verteidigen, machen sie zu idealen Wächtern, die ihre Kraft jedoch nur bei einer echten Bedrohung einsetzen. Dieser Überblick wurde von Tvaryny erstellt, um Ihnen zu helfen, die Besonderheiten dieser einzigartigen Rasse besser zu verstehen.

Bullmastiff: Ein kurzer Rasseüberblick

  • Herkunft: Großbritannien
  • Erste Erwähnung: 1923
  • Lebensdauer: 8–10 Jahre
  • Widerristhöhe: 61–68 cm
  • Gewicht: 41–59 kg

Der Bullmastiff ist ein Hund, der die besten Eigenschaften zweier alter Rassen vereint: des Englischen Mastiffs und des Altenglischen Bulldogs. Er ist ein kräftiges, aber zugleich elegantes Tier, das durch sein majestätisches Aussehen und seinen ruhigen Charakter besticht. Trotz seiner beachtlichen Größe ist der Bullmastiff eine sehr anpassungsfähige Rasse, die sich sowohl in einem geräumigen Haus als auch in einer Wohnung wohlfühlen kann, vorausgesetzt, es gibt ausreichend Auslauf und körperliche Aktivität.

Interessante Fakten über die Bullmastiff-Rasse

  • „Nachtwächter des Wildhüters“: So wurden Bullmastiffs ursprünglich genannt, um ihre Hauptfunktion zu betonen – den Schutz von Waldgebieten vor Wilderern in der Nacht. Sie wurden speziell für die stille Verfolgung und Festnahme von Eindringlingen ohne Bellen gezüchtet.
  • Rassenverhältnis: Ursprünglich war der Bullmastiff das Ergebnis einer Kreuzung von 60% Mastiff und 40% Bulldog. Dieses Verhältnis wurde sorgfältig ausgewählt, um die gewünschten Eigenschaften zu erzielen: Größe und Stärke des Mastiffs mit der Schnelligkeit und Entschlossenheit des Bulldogs.
  • Popularität bei Prominenten: Neben John D. Rockefeller hielten auch bekannte Persönlichkeiten wie der Schauspieler Humphrey Bogart, der Sänger Bob Dylan, sowie Vin Diesel Bullmastiffs. Dies zeugt von der Attraktivität der Rasse für Menschen mit unterschiedlichen Interessen.
  • Helden der Leinwand: Bullmastiffs traten in vielen Filmen und Fernsehserien auf, oft in Rollen als treue Begleiter oder furchterregende Wächter. Einer der bekanntesten ist Hercules aus dem Film „The Sandlot“, obwohl es sich dort um einen Englischen Mastiff handelte, spielen Bullmastiffs auch oft ähnliche Rollen.
  • Stille Wächter: Im Gegensatz zu vielen anderen Schutzrassen neigen Bullmastiffs nicht zu übermäßigem Bellen. Sie ziehen es vor, leise und entschlossen zu handeln, was sie zu noch effektiveren Wächtern macht. Ihre Präsenz und ihr Blick reichen oft aus, um abzuschrecken.
  • „Sanfte Riesen“: Trotz ihres furchterregenden Aussehens sind Bullmastiffs für ihre Sanftheit und Zärtlichkeit gegenüber ihrer Familie bekannt. Sie können sehr sensibel auf die Stimmung des Besitzers reagieren und möchten in seiner Nähe sein.
  • Langsame Reifung: Bullmastiffs, wie viele große Rassen, reifen langsam. Sie können Welpenverhalten bis zu 2–3 Jahren beibehalten, was Geduld von den Besitzern erfordert.

Fellpflege und allgemeine Pflege des Bullmastiffs

Die Pflege eines Bullmastiffs ist nicht übermäßig kompliziert, erfordert aber Regelmäßigkeit und Liebe zum Detail, damit Ihr Liebling gesund und gepflegt bleibt. Obwohl sein kurzes Fell keine intensive Fellpflege benötigt, gibt es andere Aspekte der Pflege, die wichtig zu berücksichtigen sind.

Fellpflege

Das Fell des Bullmastiffs ist kurz, hart und liegt dicht am Körper an. Es hat keine Unterwolle, was die Pflege erheblich vereinfacht. Es ist ratsam, den Bullmastiff täglich zu bürsten oder zumindest 2–3 Mal pro Woche mit einem speziellen Gummihandschuh oder einer Bürste mit Naturborsten. Dies hilft, abgestorbene Haare zu entfernen, die Durchblutung der Haut anzuregen und das Fell glänzend zu halten. Während des Fellwechsels (der zweimal im Jahr stattfindet) sollte häufiger gebürstet werden.

Baden sollte man den Bullmastiff sehr selten, nur bei starker Verschmutzung. Häufiges Baden kann Haut und Fell austrocknen und die natürliche Schutzschicht stören. In den meisten Fällen kann Schmutz mit einem feuchten, rauen Handtuch oder Trockenshampoo entfernt werden. Falls ein Bad doch notwendig ist, verwenden Sie ein spezielles Hundeshampoo, das keine Hautreizungen verursacht. Nach dem Baden den Hund gründlich abtrocknen, besonders in der kalten Jahreszeit.

Hygiene und Prävention

  • Ohren: Überprüfen Sie die Ohren des Bullmastiffs regelmäßig auf Schmutz, Rötungen oder unangenehmen Geruch. Reinigen Sie sie mit speziellen Ohrreinigern, indem Sie ein Wattepad oder Gaze verwenden.
  • Augen: Wischen Sie die Augen des Hundes täglich mit einem feuchten Wattepad ab, das in sauberem Wasser oder einer speziellen Augenlotion getränkt ist, um Sekret zu entfernen.
  • Zähne: Regelmäßiges Zähneputzen (mehrmals pro Woche) mit einer speziellen Zahnbürste und Zahnpasta für Hunde hilft, die Bildung von Zahnbelag und Zahnstein sowie die Entwicklung von Zahnfleischerkrankungen zu verhindern. Es können auch spezielle Kauartikel und Leckerlis zur Zahnreinigung verwendet werden.
  • Krallen: Schneiden Sie die Krallen des Bullmastiffs etwa einmal im Monat, oder häufiger, wenn sie schnell wachsen. Wenn der Hund viel auf harten Oberflächen läuft, können sich die Krallen auf natürliche Weise abnutzen. Es ist jedoch wichtig, ihre Länge zu überwachen, da zu lange Krallen Unbehagen und Probleme mit den Pfoten verursachen können.
  • Parasiten: Überprüfen Sie den Hund nach jedem Spaziergang auf Zecken und andere Parasiten, besonders in der warmen Jahreszeit. Behandeln Sie ihn regelmäßig mit speziellen Mitteln gegen Flöhe und Zecken (Tropfen, Sprays, Tabletten, Halsbänder) und geben Sie ihm Mittel gegen innere Parasiten (Würmer) gemäß dem vom Tierarzt empfohlenen Zeitplan.

Körperliche Aktivität und Lebensraum

Bullmastiffs fühlen sich in einer Wohnung wohl, wenn ihnen ausreichend körperliche Aktivität geboten wird. Dafür benötigen sie unbedingt einen gemütlichen und sauberen Ruheplatz, vorzugsweise ein großes und weiches Bett, auf dem sich der Hund bequem ausstrecken kann. Gönnen Sie Ihrem Liebling regelmäßige, lange Spaziergänge mit allerlei Spielen. Das bedeutet nicht, dass der Bullmastiff Marathons laufen muss, aber er benötigt tägliche moderate Belastungen: schnelles Gehen, Ball- oder Frisbee-Spiele. Es ist wichtig zu beachten, dass Bullmastiffs bei heißem Wetter zu Überhitzung neigen, daher sollten Spaziergänge besser am frühen Morgen oder späten Abend geplant werden. Auch sollte bei Welpen übermäßige Belastung vermieden werden, um ihre sich entwickelnden Gelenke nicht zu schädigen.

Ernährung

Ernährung des Bullmastiffs: Wichtige Empfehlungen

Gesundheit und Risiken

Gesundheit des Bullmastiffs: Typische Krankheiten und Prävention

Häufig gestellte Fragen zur Bullmastiff-Rasse

Ist der Bullmastiff für das Leben in einer Wohnung geeignet?

Ja, der Bullmastiff kann bequem in einer Wohnung leben, vorausgesetzt, ihm wird ausreichend körperliche Aktivität und regelmäßige Spaziergänge geboten. Er ist kein hyperaktiver Hund und ist zu Hause normalerweise ruhig. Das Wichtigste sind hochwertige und lange tägliche Spaziergänge sowie ausreichend Platz zum Ausruhen.

Wie aggressiv sind Bullmastiffs?

Bullmastiffs sind von Natur aus keine aggressive Rasse. Sie haben einen starken Schutzinstinkt und können Fremden gegenüber misstrauisch sein, zeigen aber selten grundlose Aggression. Eine korrekte Sozialisierung und Erziehung von klein auf sind entscheidend für die Entwicklung eines ausgeglichenen Charakters. Sie setzen ihre Kraft nur bei einer echten Bedrohung ein.

Verstehen sich Bullmastiffs gut mit Kindern?

Bullmastiffs verstehen sich in der Regel hervorragend mit Kindern und zeigen ihnen gegenüber große Toleranz, Zärtlichkeit und Schutzinstinkte. Sie können ausgezeichnete Kindermädchen sein. Aufgrund ihrer Größe sollte die Interaktion mit kleinen Kindern jedoch immer unter Aufsicht von Erwachsenen erfolgen, um versehentliche Verletzungen zu vermeiden.

Wie viel körperliche Aktivität benötigt ein Bullmastiff?

Ein Bullmastiff benötigt moderate körperliche Aktivität. Zwei bis drei tägliche Spaziergänge von 30–45 Minuten, einschließlich der Möglichkeit, auf sicherem Gelände frei zu laufen, sind ausreichend. Es ist wichtig, übermäßige Belastungen zu vermeiden, insbesondere bei heißem Wetter und bei Welpen, um die Gelenke nicht zu schädigen.

Wie pflegt man das Fell eines Bullmastiffs?

Die Fellpflege des Bullmastiffs ist recht einfach. Sein kurzes Fell benötigt keine komplizierte Pflege. Es reicht aus, den Hund 2–3 Mal pro Woche mit einem Gummihandschuh zu bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen. Baden sollte man ihn selten, nur bei starker Verschmutzung.

Haaren Bullmastiffs stark?

Bullmastiffs haaren das ganze Jahr über mäßig, mit intensiveren Phasen des Fellwechsels zweimal im Jahr (im Frühling und Herbst). Regelmäßiges Bürsten hilft, die Menge an Haaren im Haus zu minimieren.

Wie lange leben Bullmastiffs?

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Bullmastiffs beträgt 8–10 Jahre. Wie bei vielen großen Rassen ist sie relativ kurz. Richtige Ernährung, Pflege und regelmäßige Tierarztbesuche können helfen, das Leben Ihres Lieblings zu verlängern.

Ist ein Bullmastiff leicht zu trainieren?

Bullmastiffs sind intelligent und möchten gefallen, was sie relativ leicht zu trainieren macht. Sie können jedoch stur sein, daher sind Konsequenz, Geduld und Festigkeit seitens des Besitzers erforderlich. Frühes Training und Sozialisierung sind entscheidend.

Video über die Rasse

Häufige Fragen

Ist der Bullmastiff aggressiv?
Nein — ein ruhiger, ausgeglichener Wächter, der selten bellt und nur bei Bedarf handelt. Die Kraft verlangt einen erfahrenen Halter und Sozialisierung.
Bellt der Bullmastiff viel?
Kaum — er ist still und zurückhaltend, arbeitet eher mit dem Körper als mit der Stimme.
Eignet sich der Bullmastiff für die Wohnung?
Möglich — er ist zu Hause ruhig und wenig aktiv, wegen Größe und Speichel jedoch angenehmer in einem Haus mit Garten.

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Quellen

FCI-Standard Nr. 157 · The Kennel Club