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English Setter — Geschichte und Standard

Ein eleganter „Gentleman der Felder“ mit seidigem, geflecktem Fell: sanft, freundlich, ein energiegeladener Vorstehhund und treuer Begleiter. Er braucht viel Bewegung und Fellpflege; er versteht sich hervorragend mit Kindern und anderen Tieren.
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English Setter
Inhalt
1Die Geschichte der Rasse: Vom „Netzhund“ zum Aristokraten 2Das Aussehen des English Setters: Erscheinungsbild und einzigartige Färbung

Die Geschichte der Rasse: Vom „Netzhund“ zum Aristokraten

Die Geschichte des English Setters reicht Jahrhunderte zurück, lange bevor Feuerwaffen bei der Jagd zum Einsatz kamen. Diese wunderbaren, schönen und eleganten Jäger wurden für eine ganz bestimmte Aufgabe gezüchtet: Wild zu finden und dem Jäger anzuzeigen. Ursprünglich nannte man sie „Setting Spaniels“ (sich setzende Spaniels), da vor der Erfindung der Flinte mit Netzen gejagt wurde. Der Hund musste den Vogel finden, sich ihm nähern und sich davor hinlegen (oder setzen), damit der Jäger das Netz gleichzeitig über die Vögel und den Hund werfen konnte.

Man vermutet, dass dieser Hundetyp ursprünglich durch die Kreuzung des alten spanischen Vorstehhundes (Perro de Punta) mit Wasser- und Springerspaniels entstand. Die wirkliche Blütezeit der Rasse begann jedoch im 19. Jahrhundert. Erstmals traten Hunde dieser Rasse 1859 auf einer Ausstellung in Newcastle, England, in Erscheinung.

Die Ära von Laverack und Llewellyn

Wenn man über die Geschichte dieser Rasse spricht, kommt man an zwei Gentlemen nicht vorbei, die den modernen English Setter quasi erschufen. Sir Edward Laverack begann 1825 mit der gezielten Zucht. Er kaufte zwei Hunde, Ponto und Old Moll, und startete ein strenges Inzuchtprogramm, um die gewünschten Eigenschaften zu festigen. Laverack gelang es, den perfekten Setter zu schaffen - schön, mit herrlichem Fell und einem edlen Kopf. Genau dieser „Laverack-Typ“ dominiert heute in den Ausstellungsringen.

Etwas später betrat ein anderer Züchter die Bühne - R.L. Purcell Llewellyn. Er nahm die besten Hunde von Laverack und kreuzte Blutlinien anderer Stämme ein, um vor allem die feldspezifischen Jagdeigenschaften zu verbessern, wobei er etwas vom äußeren Glanz opferte. So entstand die Linie der „Llewellyn-Setter“ - schneller, passionierter und leichter. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden English Setter extrem populär und in die USA sowie andere Länder exportiert, wo sich die Trennung in Show- und Arbeitslinien weiter verstärkte.

Das Aussehen des English Setters: Erscheinungsbild und einzigartige Färbung

Das Aussehen des English Setters: Erscheinungsbild und einzigartige Färbung

Der English Setter gilt als eine der schönsten Hunderassen der Welt. Er ist ein Hund mit kräftigem Knochenbau und gut entwickelter Muskulatur, wirkt dabei aber keinesfalls grob. Er ist eher bodenständig und von leicht gestrecktem Format, was ihm einen freien, raumgreifenden Galopp ermöglicht.

  • Kopf: Lang, trocken, mit klaren Linien. Der Übergang von der Stirn zur Schnauze (Stop) ist deutlich ausgeprägt. Die Länge des Fangs entspricht fast der Länge des Schädels. Der Nasenrücken ist gerade.
  • Augen: Rund, weder hervorstehend noch tiefliegend. Die Farbe variiert von haselnussbraun bis dunkelbraun (je dunkler, desto besser). Der Blick ist sanft, ausdrucksstark und intelligent.
  • Ohren: Auf Augenhöhe angesetzt, hängend und dünn, mittellang mit abgerundeten Spitzen. Sie sind mit seidigem Haar bedeckt und liegen ästhetisch an den Wangen an.
  • Körper: Der Hals ist lang, kräftig und muskulös, im oberen Bereich elegant gebogen. Der Brustkorb ist mäßig breit, aber tief, mit gut gewölbten Rippen für viel Lungenvolumen. Der Rücken ist gerade und kurz.
  • Rute: Sie bildet die Verlängerung der Rückenlinie und ist säbelförmig. Sie wird niemals höher als die Rückenlinie getragen (im Gegensatz zu einigen anderen Rassen). Sie besitzt eine prächtige Fahne aus langem Haar, die etwas unterhalb des Ansatzes beginnt.

Das einzigartige „Belton“-Phänomen

Eine Besonderheit dieser Rasse ist die Fellfarbe. Edward Laverack führte den Begriff „Belton“ (nach einem Dorf in Northumberland) ein, um die einzigartige gesprenkelte Färbung zu beschreiben. Wichtig zu wissen: Welpen werden komplett weiß geboren (oder fast weiß), und erst nach ein oder zwei Wochen beginnt die charakteristische Tüpfelung sichtbar zu werden. Je mehr kleine Sprenkel und je weniger große Platten der Hund hat, desto wertvoller ist das Exemplar.

Varianten der Belton-Färbung:

  • Blue Belton: Schwarz-weiße Tüpfelung (erzeugt einen bläulichen Schimmer).
  • Orange Belton: Orange-weiße Tüpfelung.
  • Lemon Belton: Zitronenfarbene-weiße Tüpfelung (heller als Orange).
  • Liver Belton: Leberbraun-weiße Tüpfelung.
  • Tricolor: Blue Belton mit lohfarbenen Abzeichen (Tan) an Fang und Läufen.

Das Haar ist glatt, dicht, glänzend und seidig. An den Ohren, der Unterseite des Brustkorbs, der Rückseite der Läufe sowie an der Unterseite der Rute ist das Fell länger und dichter und bildet sogenannte Fransen bzw. eine Fahne. Im Vergleich zu anderen Rassen benötigt das Fell des Setters mehr Pflege als das von glatthaarigen Hunden wie dem English Pointer, neigt aber nicht so stark zum Verfilzen wie das üppige Haarkleid von Spitz-Vertretern, beispielsweise dem Wolfsspitz (Keeshond).

Vollständiges Rasseprofil → English Setter: Gesundheit und Risiken, Ernährung, Fotos
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