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von der FCI nicht anerkannt (deutscher Lokaltyp) · Deutschland (Region Schwarzwald)

Wälderdackel

Ein niedriger Fährtensucher des Schwarzwalds — der „Försterhund“ mit feiner Nase: beharrlich, ausdauernd, treu, wenn auch eigenwillig. Der Wälderdackel (Schwarzwälder Bracke) ist ein seltener deutscher kurzbeiniger Laufhund des Schwarzwalds, ein Meister der Schweißfährte; ein hervorragender Arbeitshund für den Jäger, der bei richtiger Erziehung zum treuen Begleiter wird.
Größe
26–40 cm
Gewicht
8–15 kg
Lebenserwartung
12–15 Jahre
FCI-Gruppe
von der FCI nicht anerkannt
Wälderdackel
Fotos: 4

Bewertungen der Rasse

Familie Kinder Für Anfänger Erziehung Energie Gesundheit Haaren Sabbern Bellen Wohnung Wetter Jagdtrieb
Genaue Bewertungen · 12
Familie 4.0 Kinder 3.5 Für Anfänger 2.5 Erziehung 3.0 Energie 4.0 Gesundheit 4.0 Haaren 2.5 Sabbern 2.0 Bellen 3.5 Wohnung 2.5 Wetter 4.0 Jagdtrieb 4.5
Vorteile
Ausgezeichnete Nase, Meister der Schweißfährte
Ausdauernd und anspruchslos
Treu, ausgeglichen mit der Familie
Insgesamt robuste Gesundheit
Nachteile
Eigenwillig, selbstständig bei der Arbeit
Starker Jagdtrieb
Laut — „vertont“ die Fährte
Langer Rücken — vor Belastung schützen (IVDD-Risiko)
Größe
Eignung
Wohnung · bedingt Kinder · bedingt Katzen · ungeeignet Andere Hunde Für Anfänger · bedingt
Eigene Seiten zur Rasse

Der Wälderdackel, die Schwarzwälder Bracke oder Forest Dachsbracke ist eine einzigartige Jagdhunderasse, die in der mystischen Region des Schwarzwalds im Süden Deutschlands gezüchtet wurde und dort bis heute am weitesten verbreitet ist. Dieser Hund ist ein geschickter Jäger, fähig, einer blutigen Fährte zu folgen und Federwild für den Schuss aufzuschrecken. Bei der richtigen Herangehensweise kann er jedoch auch ein treues, wenn auch eigenwilliges Haustier werden. Erfahren Sie mehr auf Tvaryny.

Wälderdackel: Ein kurzer Rasseüberblick

Wälderdackel auf der Jagd
Wälderdackel: Ein kurzer Rasseüberblick · 6
HerkunftDeutschland (Region Schwarzwald)
Jahr der ersten Erwähnung (Standard)1987 (Gründung des Vereins)
GruppeLaufhunde, Dackel (nicht FCI-anerkannt)
Lebenserwartung12–15 Jahre
Widerristhöhe26–40 cm
Gewicht8–15 kg (je nach Typ)

Wie sieht der Wälderdackel aus: Detaillierte Beschreibung

Wälderdackel-Welpe im Gras

Das spezifische Aussehen des Dackels, dank dessen er mit keinem anderen Hund verwechselt werden kann, hat bei der Schwarzwälder Variante seine eigenen Besonderheiten. Diese vierbeinigen Helfer wurden jahrhundertelang für die kombinierte Jagd gezüchtet: sowohl über der Erde als auch im Bau. Folglich ist der Wälderdackel ein flinker, niedrigläufiger Hund mit kurzen, aber kräftigen Gliedmaßen und einem verlängerten, muskulösen Körper.

Hier sind die wichtigsten Merkmale des Exterieurs:

  • Kopf: Oval, proportional zum Körper. Der Fang ist verlängert, was einen hervorragenden Geruchssinn gewährleistet, der für die Fährtenarbeit notwendig ist.
  • Ohren: Weich, breit, herabhängend, eng an den Wangen anliegend. Dies schützt die Ohrmuschel bei der Arbeit im dichten Unterholz vor Schmutz und Zweigen.
  • Augen: Mandelförmig, dunkel, zeigen einen intelligenten, aufmerksamen und gewitzten Blick.
  • Rute: Lang, dick an der Basis und sich zum Ende hin verjüngend. Der Hund trägt sie fröhlich, wirft sie aber nicht über den Rücken.
  • Fell: Kurz, dicht, eng am Körper anliegend, verfügt über eine gut entwickelte Unterwolle, die vor schlechtem Wetter schützt.

Die Färbung kann sehr vielfältig sein, was sie von den strengen Standards anderer Clubs unterscheidet. Zulässig sind Schokoladen-, Honig- und Rottöne, oft mit weißen Abzeichen an Brust, Pfoten und Fang („Maske“), sowie gestromte und schwarz-rote Varianten.

Jagdliche Qualitäten des Wälderdackels

Gerade auf der Jagd entfaltet dieser Hund sein volles Potenzial. In den dichten Wäldern des Schwarzwalds wird vom Hund Universalität verlangt. Während sich der Hannoversche Schweißhund ausschließlich auf die Schweißfährte von Schalenwild spezialisiert, ist der Wälderdackel ein Allrounder (oder besser gesagt: ein Meister auf allen vier Pfoten).

Art der JagdBesonderheiten der Arbeit des Wälderdackels
BaujagdDank seiner geringen Größe dringt er in Fuchs- und Dachsbauten ein und treibt das Wild vor die Flinte.
Nachsuche (Schweißarbeit)Besitzt einen ausgezeichneten Geruchssinn, fähig, einer alten Wundfährte (Wildschwein, Hirsch) zu folgen.
StöberjagdArbeitet spurlaut, verfolgt Hase oder Reh und treibt sie auf die Schützenlinie zu. Das laute Bellen ermöglicht dem Jäger die Orientierung im dichten Wald.

Dieser Hund arbeitet „spurlaut“, was für den dichten Wald kritisch wichtig ist. Der Jäger weiß immer, wo sich der Hund befindet und in welche Richtung sich das Wild bewegt.

Interessante Fakten über den Wälderdackel

  1. Name: Das Wort „Bracke“ im Namen weist auf die Verwandtschaft mit Laufhunden hin, obwohl der Hund äußerlich eher einem Dackel ähnelt. Es ist ein einzigartiger Hybrid der Funktionalität.
  2. Wetter: Im Gegensatz zu glatthaarigen Standarddackeln, die frieren, ist der Wälderdackel dank dichterer Unterwolle und härterem Fell, das für diesen Typ charakteristisch ist, besser an Schnee und Regen angepasst.
  3. Gesang: Viele Besitzer bemerken, dass diese Hunde nicht einfach heulen, sondern „singen“ und die Tonlage ändern, wenn sie Musik oder eine Sirene hören.

Pflege der Rasse

Bei der Arbeit passt sich der Wälderdackel leicht an jedes Gelände an, und im Alltag zeigt er sich als recht anspruchsloser, „spartanischer“ Hund. Man kann ihn jedoch nicht als klassischen Wohnungshund bezeichnen, dem 15 Minuten Gassi reichen. Im Gegensatz zu ruhigeren, exotischen Rassen wie dem Kritikos Ichnilatis benötigt der Wälderdackel aktive Arbeit für Nase und Muskeln.

Hygiene und Fell

Das kurze Fell dieses aktiven Haustiers wird nur einmal pro Woche mit einem speziellen Handschuh oder einer Bürste gereinigt. Dies hilft, abgestorbene Haare zu entfernen und die Haut zu massieren. Die Ohren benötigen regelmäßige Kontrolle und Pflege: Reinigung des sichtbaren Teils der Ohrmuschel mit einer Lotion, die der Tierarzt empfiehlt. Hängeohren werden schlecht belüftet, daher entwickeln sich dort oft Pilzinfektionen.

Es ist wichtig, alle zwei Wochen die Krallen des Wälderdackels zu kürzen, wenn sie sich nicht auf natürlichem Weg auf Asphalt oder Steinen abnutzen. Lange Krallen führen zu einer falschen Pfotenstellung, was wiederum den Gang verdirbt und die Gelenke belastet.

Sicherheit im Haushalt

Im Familienkreis zeigt der Wälderdackel sein verspieltes Wesen, aber es ist wichtig darauf zu achten, dass sich der Hund nicht mit vertikalen Sprüngen überanstrengt. Die Besonderheiten der Wirbelsäule des Wälderdackels können auf einen abrupten Sprung vom Sofa mit einem Bandscheibenvorfall reagieren. Daher ist es bsser, neben dem hohen Sessel oder Bett, auf das der Hund darf, eine spezielle schräge Rampe aufzustellen.

Ernährung

Ernährung: Wichtige Empfehlungen

Gesundheit und Risiken

Gesundheit und typische Krankheiten: Worauf zu achten ist

Häufige Fragen zur Rasse (FAQ) · 3

Ist der Wälderdackel für die Wohnung geeignet?
Ja, aber nur unter der Bedingung langer Spaziergänge (mindestens 1,5–2 Stunden pro Tag) und aktiver Spiele. Ohne Auslastung kann der Hund anfangen, Möbel zu beschädigen.

Haaren sie?
Ja, das Haaren ist moderat, saisonal (Frühling/Herbst). Das Fell ist kurz, aber spitz wie Nadeln, weshalb es in Polstermöbeln stecken bleiben kann.

Kann man sie in der Stadt von der Leine lassen?
Es wird kategorisch nicht empfohlen. Wenn er ein Jagdobjekt sieht (selbst eine vom Wind verwehte Tüte), kann der Dackel „die Ohren auf Durchzug stellen“ und direkt vor ein Auto rennen.

Häufige Fragen

Warum nennt man die Rasse „Wälderdackel“?
Wegen des kurzbeinigen, langgestreckten „dackelartigen“ Baus und der Hauptaufgabe — der Arbeit im Wald: Die Schwarzwälder Bracke arbeitet die Schweißfährte verletzten Wilds und bringt Federwild vor die Flinte.
Ist die Rasse offiziell anerkannt?
Nein — es ist ein lokaler Typ des „Försterhunds“ aus dem Schwarzwald, um dessen Erhalt sich seit 1987 ein Fachverein kümmert; eine breite internationale Anerkennung (FCI) hat er nicht.
Ist der Wälderdackel für die Familie geeignet?
Ja, bei richtiger Erziehung — ein treuer und ausgeglichener Hund; er ist jedoch eigenwillig, laut und mit starkem Jagdtrieb, braucht also Beschäftigung und eine feste, konsequente Hand.

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Quellen

Deutscher Lokaltyp (Schwarzwälder Bracke / Wälderdackel)