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Groenendael (Belgischer Schäferhund) — Geschichte und Standard

Ein schwarzer Schäfer-Aristokrat mit brillantem Verstand: treu, wachsam, energisch und tief mit dem Menschen verbunden. Der Groenendael ist die vollständig schwarze langhaarige Varietät des Belgischen Schäferhundes; ein ernsthafter Arbeitshund für erfahrene, aktive Halter, der für angemessene Arbeit grenzenlose Treue schenkt.
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Groenendael (Belgischer Schäferhund)
Inhalt
1Geschichte der Herkunft der Rasse Groenendael 2Wie sieht der Groenendael aus: Detaillierte Beschreibung des Aussehens

Geschichte der Herkunft der Rasse Groenendael

Groenendael (Belgischer Schäferhund) — Geschichte der Herkunft der Rasse Groenendael

Die Geschichte des Groenendael ist eng mit der Geschichte aller Belgischen Schäferhunde verknüpft. Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Belgien eine Vielzahl unterschiedlicher Hütehunde, die sich in Felltyp, Farbe und Größe unterschieden. Professor Adolphe Reul von der Veterinärschule in Cureghem nahm sich der Systematisierung und Klassifizierung dieser Hunde an. Im September 1891 wurde in Brüssel der Club du Chien de Berger Belge (Club des Belgischen Schäferhundes) gegründet. Am 15. November desselben Jahres fand in Cureghem die erste Ausstellung statt, auf der 117 Hunde vorgestellt wurden.

Es war Nicolas Rose, der Besitzer des Restaurants „Château de Groenendael“ in der Nähe von Brüssel, der als „Vater“ der schwarz-langhaarigen Varietät gilt. Er war ein leidenschaftlicher Anhänger genau dieses Hundetyps und züchtete sie gezielt. Sein berühmter Rüde „Piccard d'Uccle“, ein prächtiger schwarzer Langhaarhund, wurde zu einem der Begründer der Groenendael-Linie. Ursprünglich war geplant, die Belgischen Schäferhunde nach Felltyp in drei Gruppen einzuteilen: langhaarig, kurzhaarig und rauhaarig. Später wurden die Langhaarigen nach Farbe unterteilt, wobei die schwarzen Groenendaels und die falbfarbenen/roten Tervueren getrennt wurden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Groenendaels schnell nicht nur als Hütehunde, sondern auch als ausgezeichnete Wach- und Diensthunde an Popularität gewannen. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs dienten sie aufopferungsvoll als Sanitätshunde, Meldehunde, Patrouillen- und Wachhunde und bewiesen dabei ihren Mut und ihre Intelligenz. Ihre Hingabe und Vielseitigkeit machten sie zu wertvollen Helfern unter schwierigsten Bedingungen. Heute ist der Groenendael nicht nur ein eleganter Ausstellungshund, sondern auch ein zuverlässiger Begleiter, Sportler und wachsamer Beschützer seiner Familie.

Wie sieht der Groenendael aus: Detaillierte Beschreibung des Aussehens

Groenendael (Belgischer Schäferhund) Foto

Der Groenendael ist ein mittelgroßer, harmonisch gebauter Hund, der Eleganz und Kraft in sich vereint. Sein Äußeres strahlt Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft aus. Er ist ein athletischer Hund mit gut entwickelter Muskulatur, aber ohne übermäßige Masse. Seine Bewegungen sind schnell, frei und energisch.

Hauptmerkmale des Exterieurs des Groenendael:

  • Kopf: Lang, trocken, gut gemeißelt. Die Stirn ist flach, der Stop mäßig ausgeprägt. Der Fang ist keilförmig und verjüngt sich allmählich zur Nase hin, ist aber nicht spitz. Die Länge des Fangs entspricht in etwa der Länge des Schädels.
  • Augen: Mittelgroß, mandelförmig, normalerweise dunkelbraun (je dunkler, desto besser). Der Blick ist lebhaft, intelligent und wachsam.
  • Ohren: Stehend, dreieckig, hoch angesetzt, klein. Die Ohrspitzen sind spitz. Sie reagieren aufmerksam auf Geräusche.
  • Nase: Der Nasenschwamm ist schwarz und gut entwickelt.
  • Gebiss: Scherengebiss. Ein vollständiges Gebiss (42 Zähne) ist erwünscht.
  • Hals: Gut aufgesetzt, muskulös, von mittlerer Länge, verbreitert sich allmählich zu den Schultern hin. Ohne Wamme.
  • Körper: Kräftig, aber nicht schwer. Die obere Linie ist gerade. Die Brust ist tief, aber nicht zu breit und reicht bis zu den Ellenbogen. Die Rippen sind gut gewölbt. Der Bauch ist mäßig aufgezogen.
  • Rute: An der Basis kräftig, von mittlerer Länge, reicht bis zum Sprunggelenk oder etwas darunter. In Ruhestellung herabhängend, mit einer leichten Biegung am Ende. In der Bewegung kann sie angehoben werden, darf aber nicht geringelt oder über den Rücken geworfen werden. Sehr buschig, bildet eine „Fahne“.
  • Gliedmaßen: Die Vorderläufe sind gerade, parallel, mit kräftigen Knochen und trockener Muskulatur. Die Hinterläufe sind kräftig mit gut ausgeprägten Winkelungen. Die Pfoten sind kompakt, rund („Katzenpfoten“), mit eng anliegenden Zehen und kräftigen, dunklen Krallen. Die Ballen sind dick und elastisch.
  • Fell: Das charakteristischste Merkmal des Groenendael ist sein üppiges, langes, glattes und dichtes Fell mit einer dichten Unterwolle, die einen ausgezeichneten Schutz vor Witterungseinflüssen bietet. Um den Hals bildet das Fell einen üppigen „Kragen“ und eine „Halskrause“ auf der Brust. An der Rückseite der Oberschenkel bildet es „Hosen“. Am Kopf, an der Außenseite der Ohren und an den unteren Teilen der Gliedmaßen ist das Fell kurz.
  • Farbe: Ausschließlich einfarbig schwarz. Kleine weiße Abzeichen auf der Brust („Krawatte“) und an den Zehen der Hinterpfoten sind zulässig. Graue Haare im Fang, die mit dem Alter auftreten, sind kein Fehler.

Der Gesamteindruck des Groenendael ist der eines Hundes voller Stolz und Adel, beweglich und ausdauernd, bereit für jede Herausforderung.

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