Hokkaido (Ainu)

By tvaryny
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Kurz Der alte treue Hund der Ainu mit unbeugsamem Herzen: treu, mutig, ausdauernd und erstaunlich zäh. Der Hokkaido (Ainu-Ken) ist ein japanischer Ursprungsspitz, der es mit einem Bären aufnehmen kann; grenzenlos seinem Herrn ergeben, braucht er einen souveränen Halter und viel Bewegung.
Wohnung ⚠KinderKatzenAndere HundeAnfänger
Parameter
Höhe46–56 cm
Gewicht20–30 kg
Lebenserwartung12–15 Jahre
FCI-Gruppe5 · Urtyp
HerkunftJapan
Größe
Schulterhöhe 46–56 cmGewicht 20–30 kg
Bewertungen · 12 · Dataset
FamilieKinderAnfängerErziehungEnergieGesundhe.HaarenSabbernBellenWohnungWetterJagdtrieb
Genaue Bewertungen
Familie4.0
Kinder3.5
Anfänger2.0
Erziehung3.5
Energie4.5
Gesundheit3.5
Haaren4.0
Sabbern1.5
Bellen3.5
Wohnung2.0
Wetter4.5
Jagdtrieb4.0
Häufige Krankheiten
  • Collie Eye Anomaly (CEA, ~1/3 der Population)
  • Hüftgelenksdysplasie
  • Patellaluxation
  • Herzerkrankungen (Geräusche)
  • Psychogene Polydipsie
Ernährung

Hochwertiges Futter für eine aktive Rasse, Gewichtskontrolle. Das dichte Doppelfell haart saisonal stark; viel Bewegung ist Pflicht; verantwortungsvolle Züchter testen auf CEA.

Der Hokkaido oder Ainu ist nicht einfach nur ein Hund, er ist eine lebende Legende Japans, die Verkörperung des Geistes der nördlichen Inseln und eines ungebrochenen Willens. Es ist eine Rasse, die über Jahrhunderte in den rauen Bedingungen schneereicher Winter und bei der Jagd auf Großwild abgehärtet wurde. Wenn Sie nach einem Plüschtier für das Sofa suchen, sind Sie hier an der falschen Adresse. Aber wenn Sie einen treuen Samurai brauchen, der bereit ist, Ihre Familie notfalls mit seinem eigenen Leben zu beschützen, ist der Hokkaido genau die richte Wahl. Erfahren Sie mehr auf Tvaryny.

Hokkaido (Ainu): Kurzer Überblick und Eigenschaften
Hokkaido (Ainu)
ParameterEigenschaft
HerkunftslandJapan (Insel Hokkaido)
FCI-KlassifikationGruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 5 (Asiatische Spitze)
VerwendungJagdhund, Begleithund, Wachhund
Lebenserwartung11-13 Jahre (werden oft bis zu 15 Jahre alt)
Widerristhöhe (Rüden)48,5 – 51,5 cm
Widerristhöhe (Hündinnen)45,5 – 48,5 cm
Gewicht20-30 kg (abhängig von Geschlecht und Konstitution)
FelltypDoppeltes Haarkleid (hartes Deckhaar und weiche Unterwolle)
Herkunftsgeschichte: Von der Jomon-Zeit bis heute

Die Ainu-Hunde gehören zu den ältesten japanischen Hunden und sind lebende Träger der Geschichte des Archipels. Genetische Studien zeigen, dass sie direkte Nachkommen der Hunde der Jomon-Zeit (ca. 10.000 v. Chr.) sind. Die Ainu – das indigene Volk, das auf die nördliche japanische Insel Hokkaido verdrängt wurde – haben die Reinheit dieser Rasse über Jahrtausende bewahrt. Stellen Sie sich vor: Als in Europa gerade erst die ersten Zivilisationen entstanden, jagten die Vorfahren dieses Hundes bereits Bären in den dichten Wäldern Japans.

Diese ausdauernden Hunde konnten sowohl im Schneesturm als auch bei Gewittern arbeiten; sie fürchteten weder Kälte noch raue Gebirgsbedingungen. Sie spezialisierten sich auf die Jagd auf den Braunbären (Higuma), einen äußerst gefährlichen Gegner, sowie auf den Yezo-Hirsch. Eine Besonderheit des Hokkaido ist sein tadelloser Orientierungssinn. Diese Hunde verirren sich nie, egal wo sie sich befinden, was für die „Matagi“-Jäger, die ihrer Beute oft zig Kilometer weit folgten, überlebenswichtig war.

Im Jahr 1937 erklärte das japanische Bildungsministerium die Rasse zum Naturdenkmal, und genau zu dieser Zeit wurde der offizielle Name von „Ainu-Ken“ in „Hokkaido-Ken“ geändert. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Population der Rasse jedoch spürbar zurück. Die Menschen begannen, Hunde mit sanfterem Charakter oder westliche Rassen zu bevorzugen. Bis heute ist die Anzahl der Hokkaidos gering, und sie bleiben selbst in ihrer Heimat eine Seltenheit.

Wie sieht der Hokkaido aus: Detaillierte Beschreibung des Exterieurs

Der Hokkaido ist ein kräftiger, gedrungener und extrem muskulöser Hund. Er strahlt Kraft aus, wirkt dabei aber nicht schwerfällig. Es ist eine Balance zwischen Schnelligkeit und Stärke. Der Geschlechtsdimorphismus ist deutlich ausgeprägt: Rüden wirken maskuliner und massiver, Hündinnen eleganter, aber nicht weniger robust.

  • Kopf: Keilförmig, breit, mit flacher Stirn. Der Übergang von der Stirn zur Schnauze (Stop) ist nicht abrupt, aber gut sichtbar. Die Schnauze ist gerade und keilförmig. Ein sehr wichtiges Detail: Viele Hunde dieser Rasse haben blau-schwarze Flecken auf der Zunge, was eine einzigartige Eigenschaft unter den japanischen Spitzen ist (die Ähnlichkeit mit dem Chow-Chow deutet auf gemeinsame alte Wurzeln hin).
  • Augen: Recht klein, dreieckig, weit auseinanderstehend. Farbe: Dunkelbraun. Der Blick ist aufmerksam, durchdringend und wird manchmal als „wild“ beschrieben.
  • Ohren: Klein, dreieckig, dick, leicht nach vorne geneigt, als würde der Hund ständig auf die Schritte der Beute lauschen.
  • Körper: Der Hals ist kräftig, ohne Wamme. Der Brustkorb ist tief (reicht bis zu den Ellbogen) und gut entwickelt – er ist der „Motor“ des Hundes, der für Ausdauer sorgt. Der Rücken ist gerade, die Lenden breit.
  • Rute: Hoch angesetzt, dick, ringförmig oder sichelförmig über dem Rücken getragen.

Fell und Farbe

Das Haarkleid des Hokkaido ist perfekt an strenge Winter angepasst. Es ist doppelt: Das Deckhaar ist hart und gerade, die Unterwolle weich und sehr dicht. Die Farben sind vielfältig und jede hat in der japanischen Tradition ihren eigenen Namen:

  • Sesam (Sesame): Eine Mischung aus schwarzen, roten und weißen Haaren. Sieht sehr „wild“ und natürlich aus.
  • Gestromt (Brindle): Schwarze Streifen auf rotem oder hellem Hintergrund.
  • Rot (Red): Eine satte, tiefe Farbe.
  • Schwarz mit Loh (Black and Tan): Die klassische Kombination.
  • Weiß: Reine Farbe ohne Gelbstich (obwohl die Ohren einen leichten Cremeton haben können).

Es ist interessant, den Hokkaido mit anderen japanischen Rassen zu vergleichen. Zum Beispiel ist der majestätische Akita Inu deutlich größer und massiger, während der Shiba Inu eine kleinere und „städtischere“ Version darstellt. Der Hokkaido nimmt in Bezug auf die Größe die „goldene Mitte“ ein, übertrifft aber viele in seinen Arbeitsqualitäten.

Psychologie und Charakter: Ein Samurai im Hundepelz
Hokkaido (Ainu) — Psychologie und Charakter: Ein Samurai im Hundepelz

Ainu-Hunde sind ernsthafte Gebrauchshunde. Ihr Charakter lässt sich mit drei Worten beschreiben: Mut, Loyalität, Wachsamkeit. Das ist kein extrovertierter Hund wie ein Labrador. Der Hokkaido ist ein Introvertierter, der seine Seele nur vor „seinen Leuten“ offenbart.

Besonderheiten des Verhaltens:

  1. „Ein-Mann-Hund“: Sie wählen einen Anführer und bleiben ihm bis zum Ende treu. Den Rest der Familie lieben und beschützen sie, aber bedingungslos gehorchen werden sie nur dem Rudelführer.
  2. Hoher Jagdinstinkt: Alles, was sich schnell bewegt, kann als Beute angesehen werden. Das gilt für Katzen, Eichhörnchen und sogar kleine Hunde auf der Straße.
  3. Territorialverhalten: Der Hokkaido ist ein geborener Wächter. Er bellt nicht ohne Grund, aber wenn er Laut gibt, bedeutet das, dass wirklich jemand die Grenze verletzt hat.

Viele Menschen scheuen sich davor, solche Hunde wegen ihres toughen Wesens anzuschaffen. Andere wiederum glauben, dass der willensstarke Charakter des Vierbeiners nur von Vorteil ist. Solche Hunde sind Fremden gegenüber misstrauisch, unbestechlich, aufmerksam und furchtlos. Wenn Sie etwas Exotisches suchen, aber weniger Aggression gegenüber anderen Tieren wünschen, sollten Sie vielleicht den Mexikanischen Nackthund (Xoloitzcuintli) in Betracht ziehen – dies ist ebenfalls eine primitive Rasse, jedoch mit einem ganz anderen Temperament.

Vor- und Nachteile der Rasse
Hokkaido (Ainu) — Vor- und Nachteile der Rasse
Vorteile (+)Nachteile (-)
Hingabe und Bindung an die FamilieNeigung zu Dominanz und Sturheit
Robuste Gesundheit und AusdauerStarkes Haaren zweimal im Jahr
Hervorragende WacheigenschaftenAggression gegenüber anderen Hunden (besonders gleichen Geschlechts)
Reinlichkeit (kaum „Hundegeruch“)Erfordert ernsthafte körperliche Auslastung
Ruhig im Haus (bellen selten)Hoher Jagdinstinkt (Risiko für Katzen)
Exklusivität und SeltenheitSchwierigkeiten beim Welpenkauf
Gesundheit und Genetik: Typische Krankheiten
Hokkaido (Ainu) — Gesundheit und Genetik: Typische Krankheiten

Hokkaido-Hunde gehören zu den gesündesten der Welt. Dank der natürlichen Auslese (nur die stärksten Jäger überlebten) ist die Rasse nicht mit einer Vielzahl genetischer Defekte belastet, die künstlich gezüchteten Hunden oft eigen sind. Dennoch gibt es spezifische Punkte, die man kennen muss.

Collie Eye Anomaly (CEA): Erstaunlicherweise kommt diese Krankheit beim Hokkaido vor (etwa 1/3 der Population sind Träger des Gens). Dies ist eine Erbkrankheit, die zur Erblindung führen kann. Es ist wichtig, dass Züchter vor der Verpaarung Gentests bei den Elterntieren durchführen.

Hüftgelenksdysplasie: Obwohl seltener als bei großen Molossern, kommt sie vor. Gewichtskontrolle und moderate Belastung im Welpenalter sind die beste Vorbeugung. Vergessen Sie auch nicht die Standardmaßnahmen: Schutz vor Zecken (Babesiose ist sehr gefährlich) und geplante Impfungen.

Pflege und Haltung
Hokkaido (Ainu) — Pflege und Haltung

Hokkaidos passen sich leicht an alle klimatischen Bedingungen an. Sie können einen solchen Hund sowohl in der Wohnung als auch im Hof eines Privathauses halten (aber nicht an der Kette! Das bricht die Psyche des Hundes). Wenn Sie in einer Wohnung leben und nicht bereit sind, mindestens 2-3 Stunden am Tag aktiv spazieren zu gehen, sollten Sie lieber einen Japanischen Spitz (Nihon Supittsu) in Erwägung ziehen. Er ist ebenfalls weiß und schön, aber deutlich einfacher in der Pflege und weniger anspruchsvoll in Bezug auf Aktivität.

Grooming

Vertreter dieser Rasse sind sehr reinlich. Sie waschen sich oft mit der Pfote, ähnlich wie Katzen. Die Fellpflege beschränkt sich auf das Ausbürsten:

  • In der normalen Zeit: 1-2 Mal pro Woche mit einem Metallkamm.
  • Während des Fellwechsels: Das ist eine Naturkatastrophe. Haare werden überall sein. Man muss tägich mit einer Zupfbürste oder einem Furminator bürsten.
Erziehung: Ein Kampf der Charaktere
Hokkaido (Ainu) — Erziehung: Ein Kampf der Charaktere

Ein Hokkaido muss vom Moment seiner Ankunft im Haus an erzogen werden. Das Hauptproblem ist nicht die Intelligenz (sie sind sehr klug), sondern die Motivation. Der Hund stellt sich ständig die Frage: „Wozu soll ich das tun?“.

Schlüsselprinzipien beim Training des Hokkaido:

  • Konsequenz, aber keine Grausamkeit. Körperliche Bestrafung ist unzulässig. Dies führt dazu, dass sich der Hund in sich selbst verschließt oder beginnt, sich zu verteidigen.
  • Sozialisierung. Bis zum 4. Monat sollte der Welpe alles gesehen haben: Züge, Menschenmengen, andere Hunde, laute Geräusche. Andernfalls wird aus dem natürlichen Misstrauen Aggression.
  • Hierarchie. Sie gehen zuerst durch die Tür. Sie essen zuerst (oder der Hund frisst nach Kommando). Sie kontrollieren das Spielzeug.

Wenn Sie sich für andere japanische Rassen mit ähnlichem Temperament interessieren, beachten Sie den Kai Ken (Tora Inu) – einen weiteren seltenen Vertreter der „Nihon Ken“, der für seine Fähigkeit bekannt ist, auf Bäume zu klettern.

Ernährung: Energie für den Jäger
Hokkaido (Ainu) — Ernährung: Energie für den Jäger

Diesen Hunden liegt die Arbeit in den Genen, daher muss die Ernährung kalorienreich, aber ausgewogen sein. Hokkaidos neigen nicht so stark zu Allergien wie Shiba Inus, aber man sollte kein Risiko eingehen.

Basis der natürlichen Ernährung:

  • Fleisch (50-60%): Rind, Lamm, Pferd. Huhn – mit Vorsicht.
  • Fisch: Seefisch, tiefgefroren, ohne Gräten. Quelle für Omega-3 für das Fell.
  • Gemüse und Obst: Kürbis, Zucchini, Äpfel (außer Weintrauben und Zitrusfrüchte).
  • Innereien: Pansen, Leber (in kleinen Mengen).

Verboten: Röhrenknochen, Süßes, Salziges, Geräuchertes, Gebäck. Ein erwachsener Hund sollte zweimal täglich nach dem Spaziergang gefüttert werden (um eine Magendrehung zu vermeiden).

Interessante Fakten über den Hokkaido
  • Der Vater aus der Werbung: Der berühmteste Hokkaido der Gegenwart ist ein Hund namens Kai-kun, der viele Jahre lang die Rolle des „Vaters“ (Otousan) in einer beliebten Werbeserie des japanischen Mobilfunkanbieters SoftBank spielte. Er wurde zum Nationalhelden.
  • Bärenkämpfer: Es gibt einen dokumentierten Fall, in dem ein Hokkaido-Hund mit einem Gewicht von nur 25 kg einen 200 kg schweren Bären in Schach hielt und so seinen Besitzer rettete, bis dieser einen Schuss abgeben konnte.
  • Die sechs Samurai: Der Hokkaido gehört zu den „Nihon Ken“ – den sechs ursprünglichen japanischen Rassen (zusammen mit Akita, Shiba, Kai, Kishu und Shikoku).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bellen Hokkaidos viel?

Nein, sie sind keine Kläffer. Sie können heulen (kommunizieren) wie Wölfe oder kurze Laute von sich geben, um vor Gefahr zu warnen. Bellen hat immer einen Grund.

Ist diese Rasse für Anfänger geeignet?

Kategorisch nicht empfohlen. Ohne Erfahrung im Umgang mit schwierigen Rassen riskieren Sie, einen unkontrollierbaren, dominanten Hund zu bekommen.

Wie vertragen sie Hitze?

Wegen der dichten Unterwolle ist Hitze für sie gefährlicher als Frost. Im Sommer sollten Spaziergänge auf den frühen Morgen und späten Abend verlegt werden, zudem muss Zugang zu Wasser und Schatten gewährleistet sein.

Video über die Rasse
Vorteile
  • Grenzenlos seinem Herrn ergeben
  • Mutig, ausdauernd
  • Beständig gegen starken Frost
  • Klug, gefällig
Nachteile
  • Eigenständig, im Welpenalter stur
  • Starker Jagdinstinkt
  • Dichtes Fell haart stark
  • Braucht viel Bewegung und Platz
Vergleich mit ähnlichen Rassen
Shiba InuKai (Tigerhund)Kishu Ken
Höhe35–43 cm45–56 cm49–55 cm
Energie444
Wohnung2.52.52.5
Anfänger2.533
Häufige Fragen
Was ist am Hokkaido besonders?
Es ist einer der ältesten japanischen Ursprungshunde, Begleiter des Ainu-Volkes; er zeichnet sich durch unbeugsame Treue zum Herrn und die Fähigkeit aus, bei der Jagd sogar einem Bären zu trotzen.
Ist der Hokkaido gesund?
Insgesamt sehr, doch die Rasse hat eine erhöhte Häufigkeit der Collie Eye Anomaly (CEA — etwa ein Drittel der Tiere betroffen); die Untersuchung der Linien ist wichtig.
Ist der Hokkaido für Anfänger geeignet?
Bedingt — er ist treu und gefällig, aber eigenständig mit starkem Instinkt; nötig sind souveräne Erziehung und viel Bewegung.
Quellen

FCI-Standard Nr. 261 · The Kennel Club

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