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Japanese Bobtail — Geschichte und Standard

Eine Glückskatze mit „Bommel“ statt Schwanz und melodischer Stimme — lebhaft und gesellig: klug, „hundeartig“, verspielt und menschenbezogen. Die Japanese Bobtail ist eine alte Ursprungsrasse Japans, verewigt als „Maneki-neko“ (die Glück rufende Katze); ihr Markenzeichen ist der kurze flauschige „Bommel“-Schwanz, und ihr Wesen ist aktiv, gesellig und menschenliebend: Sie liebt Wasser, Apportieren und die Teilnahme an allen Familienangelegenheiten.
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Japanese Bobtail
Inhalt
1Geschichte und Herkunft des Japanese Bobtail 2Wie sieht der Japanese Bobtail aus: Standard und äußere Merkmale

Geschichte und Herkunft des Japanese Bobtail

Die Geschichte des Japanese Bobtail reicht tief in die Antike zurück. Es wird angenommen, dass Katzen mit kurzen Schwänzen vor über 1000 Jahren aus Asien (wahrscheinlich aus China oder Korea) nach Japan kamen. Es gibt Hinweise darauf, dass sie von buddhistischen Mönchen mitgebracht wurden, um wertvolle Schriftrollen vor Nagetieren zu schützen. Mit der Zeit verbreiteten sich diese Katzen in ganz Japan und wurden zu einem festen Bestandteil der lokalen Kultur und Folklore.

Über Jahrhunderte entwickelte sich die Rasse auf natürliche Weise auf den japanischen Inseln, isoliert von der Außenwelt. Die Mutation, die für den kurzen Schwanz verantwortlich ist, ist rezessiv und hat sich daher in der Population gefestigt. Im Gegensatz zu vielen anderen Rassen ist der Japanese Bobtail bis Mitte des 20. Jahrhunderts nicht das Ergebnis gezielter menschlicher Zucht. Es handelt sich um eine Naturrasse, die ihre Einzigartigkeit bewahrt hat.

In der japanischen Kunst und in Legenden finden sich häufig Darstellungen von Katzen mit kurzen Schwänzen. Das bekannteste Beispiel ist die „Maneki-neko“ – eine Katzenfigur, die mit der Pfote winkt und Glück und Wohlstand bringen soll. Oft diente gerade der Japanese Bobtail, besonders in der dreifarbigen Variante (Mi-Ke), als Vorbild für die Maneki-neko.

Außerhalb Japans wurde die Rasse erst nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt. Amerikanische Soldaten und ihre Familien brachten diese ungewöhnlichen Katzen in die USA. Als erste offizielle Züchterin, die 1968 mit der gezielten Zucht von Japanese Bobtails in den USA begann, gilt Elizabeth Freret. Dank ihrer Bemühungen und denen anderer Enthusiasten begann die Rasse an Popularität zu gewinnen.

Die Cat Fanciers' Association (CFA) erkannte den kurzhaarigen Japanese Bobtail 1976 und den langhaarigen 1993 an. Heute ist diese Rasse von allen großen felinologischen Organisationen weltweit anerkannt, obwohl sie außerhalb Japans und Nordamerikas immer noch relativ selten ist.

Wie sieht der Japanese Bobtail aus: Standard und äußere Merkmale

Fellfarben des Japanese Bobtail

Der Japanese Bobtail ist eine mittelgroße Katze mit eleganter, aber gut entwickelter Muskulatur. Der Körper ist länglich, schlank, aber nicht zerbrechlich. Die Hinterbeine sind merklich länger als die Vorderbeine, was ihr einen charakteristischen „federnden“ Gang und eine unglaubliche Sprungkraft verleiht. Die Pfoten sind oval und zierlich.

Der Kopf hat die Form eines gleichseitigen Dreiecks mit weichen Linien, hohen Wangenknochen und einem deutlichen Pinch (Verengung) an den Schnurrhaarkissen. Die Nase ist lang und gerade. Die Ohren sind groß, weit auseinanderstehend, aufrecht und verleihen der Katze ein wachsames Aussehen. Die Augen sind groß, oval, ausdrucksstark und leicht schräg gestellt. Die Augenfarbe sollte mit der Fellfarbe harmonieren. Alle Farben sind zulässig, einschließlich Blau und Gold. Heterochromie (verschiedenfarbige Augen) ist zulässig und sogar ein erwünschtes Merkmal, besonders bei weißen und zweifarbigen Katzen.

Das herausragendste Merkmal des Japanese Bobtail ist sein Schwanz. Er ist kurz, normalerweise 2,5 bis 8 cm lang im gestreckten Zustand (obwohl er aufgrund der Struktur der Wirbel nicht vollständig gestreckt werden kann). Der Schwanz kann gerade, gebogen oder mehrfach geknickt sein, ist aber immer mit langem Fell bedeckt, was ihn wie einen Pompon oder einen Hasenschwanz aussehen lässt. Wichtig: Die Struktur des Schwanzes ist für jede einzelne Katze einzigartig, wie ein Fingerabdruck beim Menschen. Das Gen, das für den kurzen Schwanz beim Japanese Bobtail verantwortlich ist, ist rezessiv und nicht mit Wirbelsäulenproblemen verbunden, im Gegensatz zu einigen anderen Rassen (z. B. Manx).

Es gibt zwei Fellvarianten:

  • Kurzhaariger Japanese Bobtail: Das Fell ist mittellang, weich, seidig, liegt eng am Körper an und hat praktisch keine Unterwolle.
  • Langhaariger Japanese Bobtail: Das Fell ist mittellang bis lang, weich und seidig, ebenfalls mit minimaler Unterwolle. Längeres Fell bildet „Hosen“ an den Hinterbeinen, einen flauschigen Kragen und einen üppigen Pompon am Schwanz. Trotz der Länge neigt das Fell der langhaarigen Bobtails nicht zu starkem Verfilzen.

Fellfarben: Es sind praktisch alle genetisch möglichen Farben und deren Kombinationen erlaubt, sowohl einfarbig als auch mit Weiß (Bicolor, Van, Harlekin) sowie Tabby. Als traditionellste und wertvollste gilt die dreifarbige Färbung – „Mi-Ke“ (Weiß mit klar abgegrenzten schwarzen und roten/cremefarbenen Flecken). Genau solche Katzen werden am häufigsten mit den Maneki-neko-Figuren in Verbindung gebracht. Wichtig ist, dass die Farben leuchtend und kontrastreich sind.

Merkmal · 8
MerkmalStandardbeschreibung (CFA)
KörperMittelgroß, elegant, muskulös, länglich. Hinterbeine länger als Vorderbeine.
KopfGleichseitiges Dreieck, hohe Wangenknochen, lange gerade Nase, ausgeprägte Schnurrhaarkissen.
OhrenGroß, aufrecht, weit auseinanderstehend, wachsam.
AugenGroß, oval, ausdrucksstark, leicht schräg gestellt. Farbe harmoniert mit der Fellfarbe, Heterochromie zulässig.
SchwanzKurz (2,5–8 cm), sichtbar über der Rückenlinie, kann gerade, gebogen, gekringelt sein. Mit Fell bedeckt, das einen Pompon bildet. Einzigartig für jedes Tier.
Fell (Kurzhaar)Mittellang, weich, seidig, ohne Unterwolle.
Fell (Langhaar)Mittellang bis lang, weich, seidig, minimale Unterwolle. Bildet „Hosen“, Kragen.
FellfarbenJede Farbe außer Zeichnungen im Stil der Siamkatze oder Abessinierkatze; auch typische Point-Abzeichen, wie sie etwa bei der Heiligen Birma vorkommen, sind nicht standardkonform. Bevorzugt werden leuchtende, kontrastreiche Farben, besonders Mi-Ke.
Vollständiges Rasseprofil → Japanese Bobtail: Gesundheit und Risiken, Ernährung, Fotos
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