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Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 5 (Tibetanische Hunderassen) · Tibet

Lhasa Apso

Ein alter tibetischer Langlebiger unter üppiger Mähne: eigenständig, würdevoll, treu und erstaunlich ausdauernd. Der Lhasa Apso bewachte jahrhundertelang die tibetischen Klöster; hinter dem verspielten Äußeren verbirgt sich ein souveräner Wächter mit Stimme und eigenem Kopf.
Größe
Rüden: 25–28 cm; Hündinnen: etwas kleiner
Gewicht
6–8 kg
Lebenserwartung
12–18 Jahre
FCI-Gruppe
Gruppe 9, Sektion 5
Lhasa Apso
Fotos: 8

Bewertungen der Rasse

Familie Kinder Für Anfänger Erziehung Energie Gesundheit Haaren Sabbern Bellen Wohnung Wetter Jagdtrieb
Genaue Bewertungen · 12
Familie 4.0 Kinder 3.0 Für Anfänger 2.5 Erziehung 3.0 Energie 2.5 Gesundheit 3.0 Haaren 2.5 Sabbern 1.5 Bellen 4.0 Wohnung 4.5 Wetter 3.0 Jagdtrieb 2.5
Vorteile
Treu, würdevoll, langlebig
Kompakt, für die Wohnung
Souveräner „Glöckchen“-Wächter
Ausdauernder als viele Kleine
Nachteile
Eigenständig, stur
Neigt zu lautem Bellen
Üppiges Fell braucht Pflege
Zurückhaltend und misstrauisch gegenüber Fremden
Größe
Eignung
Wohnung Kinder · bedingt Katzen Andere Hunde Für Anfänger · bedingt
Eigene Seiten zur Rasse

Lhasa Apso - dieser goldene Miniaturhund vermag Sie auf den ersten Blick zu verzaubern. Doch Vorsicht: Sein unter dichten Strähnen verborgener Blick könnte all Ihre Gedanken erspähen – so glaubt man es zumindest in seiner Heimat Tibet. Der unabhängige Charakter des kleinen „Löwen“ kann für Besitzer eine gewisse Herausforderung darstellen, doch er bindet sich eng an seine Familie. Dieser dekorative Zimmergenosse kommt gut mit Kindern aus, begegnet Fremden aber traditionell mit Misstrauen. Seine Wächter-Genetik und robuste Gesundheit machen ihn zu einem zuverlässigen Aufpasser für Ihr Zuhause. Erfahren Sie mehr dazu auf Tvaryny.

Lhasa Apso: Detaillierter Überblick der Rassemerkmale

Lhasa Apso
Lhasa Apso: Detaillierter Überblick der Rassemerkmale · 7
MerkmalWerte und Beschreibung
UrsprungslandTibet (China)
Jahr der offiziellen Anerkennung1959 (FCI-Standard)
Lebenserwartung12–18 Jahre (oft erreichen sie sogar 20 Jahre)
WiderristhöheRüden: 25–28 cm; Hündinnen: etwas kleiner
Gewicht6–8 kg (Idealgewicht für Ausstellungshunde)
FelltypLang, schwer, gerade, hart, nicht wollig; dichte Unterwolle
FCI-GruppeGruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 5 (Tibetanische Hunderassen)

Vergleich mit anderen Rassen: Verwechslungsgefahr vermeiden

Wegen des dichten Fells und der östlichen Herkunft wird der Lhasa Apso oft mit seinen engsten Verwandten verwechselt. Ein erfahrener Kynologe bemerkt den Unterschied jedoch sofort. Zum Beispiel hat der Shih Tzu, der aus einer Kreuzung von Lhasa Apso und Pekingese stammt, eine kürzere Schnauze, einen runderen Schädel und einen offeneren, freundlicheren Gesichtsausdruck – im Gegensatz zum etwas arroganten Apso.

Erwähnenswert ist auch der größere Bruder – der Tibet-Terrier. Trotz des Namens ist er kein Terrier, sondern ein Hirtenhund, steht deutlich höher auf den Beinen und hat eine quadratische Körperform, während der Lhasa gestreckter ist. Ein weiterer Verwandter, der Tibet-Spaniel, hat generell kurzes Fell im Gesicht und erinnert an einen kleinen Löwen ohne die üppige Mähne vor den Augen.

Wenn wir über die Fellstruktur sprechen, so ist diese beim Lhasa einzigartig. Sie hat nichts mit dem weichen Flaum gemein, den der Chinesische Schopfhund (Powderpuff) besitzt, dessen Fell leicht ist und beim kleinsten Windzug zum Verfilzen neigt. Und natürlich ist dies das völlige Gegenteil zu Exoten wie dem Chinesischen Schopfhund (Hairless), wo Fell nur fragmentarisch vorhanden ist.

Interessante Fakten über den Lhasa Apso

  • Der Name der Rasse stammt von der Hauptstadt Tibets – Lhasa – und dem Wort „Apso“, was man als „bärtig“ oder, einer anderen Version nach, als „ziegenähnlich“ (wegen der Fellstruktur) übersetzen kann.
  • Der Lhasa Apso liebt es oft, auf hohen Sofalehnen zu sitzen, ähnlich wie eine Katze, um einen besseren Überblick über das Territorium zu haben.
  • Man geht davon aus, dass die Rasse seit über 2000 Jahren in unveränderter Form existiert.
  • Genetische Studien haben gezeigt, dass der Lhasa Apso trotz seines niedlichen Aussehens aufgrund seiner DNA eine der dem alten Wolf am nächsten stehenden Rassen ist.

Hygiene und Grooming: Wie pflegt man das Fell des Lhasa Apso?

Hygiene und Grooming: Wie pflegt man das Fell des Lhasa Apso?

Der Lhasa Apso ist ein reiner Wohnungshund, der keine Marathonläufe benötigt, aber marathonartige Geduld bei der Pflege erfordert. Das luxuriöse Fell ist das Hauptobjekt der Fürsorge. Wenn Sie nicht vorhaben, den Hund auszustellen, empfiehlt sich ein hygienischer Schnitt („Puppy Cut“), der das Leben sowohl für Sie als auch für das Tier erheblich erleichtert.

Algorithmus der Fellpflege

  1. Kämmen: Zwei- bis dreimal pro Woche sollten die langen Strähnen mit einer Zupfbürste und einem Metallkamm mit langen Zinken ausgekämmt werden. Kämmen Sie niemals trockenes Fell – verwenden Sie immer ein Spray oder einen Conditioner, um das Haar nicht zu beschädigen.
  2. Baden: Baden Sie den Liebling alle 7–10 Tage. Verwenden Sie professionelle Feuchtigkeitsshampoos für Langhaarrassen. Nach dem Shampoo ist ein Balsam oder eine Maske Pflicht.
  3. Trocknen: Das Fell des Lhasa Apso muss geföhnt werden, wobei die Strähnen mit der Bürste glattgezogen werden. Natürliches Trocknen kann zu dichten Verfilzungen direkt an der Haut führen.
  4. Top-Knot: Damit das Fell nicht in die Augen fällt und die Hornhaut reizt, wird der Pony auf dem Kopf zu einem Zopf gebunden oder geflochten.

Es ist wichtig, schon im Welpenalter das Zähneputzen einzuführen, da kleine Rassen zur Zahnsteinbildung neigen. Achten Sie auch auf den Zustand seiner behaarten Ohren – zupfen Sie abgestorbenes Haar aus dem Gehörgang, um Belüftung zu gewährleisten. Obwohl sich die Krallen des Lhasa Apso auf Asphalt von selbst abnutzen können, überprüfen Sie regelmäßig deren Länge, besonders an der fünften Zehe.

Ernährung

Ernährung: Wichtige Empfehlungen

Gesundheit und Risiken

Gesundheit: Typische Krankheiten und Vorbeugung

Häufige Fragen zur Rasse (FAQ) · 3

Haaren Lhasa Apsos stark?

Lhasa Apsos haaren sehr mäßig. Ihr Haar fällt ähnlich aus wie menschliches Haar, und abgestorbene Haare bleiben oft in der Fellmasse hängen, anstatt auf den Boden zu fallen. Das ist ein Plus für die Sauberkeit im Haus, aber ein Minus für die Pflege – wenn man sie nicht auskämmt, entstehen schreckliche Verfilzungen.

Ist diese Rasse für Allergiker geeignet?

Sie werden oft als hypoallergen angesehen, da ihre Fellstruktur dem Haar ähnelt. Allerdings wird eine Allergie meist nicht durch das Fell, sondern durch Speichel und Hautpartikel (Schuppen) ausgelöst. Daher wird vor dem Kauf empfohlen, einige Stunden in Gesellschaft eines erwachsenen Hundes dieser Rasse zu verbringen.

Können sie draußen im Zwinger leben?

Kategorisch nein. Trotz des warmen Pelzes ist dies ein Begleithund, der ständigen Kontakt zum Menschen benötigt. Zudem würde sich ihr luxuriöses Fell im Zwinger innerhalb weniger Tage in schmutzige Lumpen verwandeln.

Video über die Rasse

Häufige Fragen

Wird der Lhasa Apso alt?
Ja — es ist eine langlebige Rasse (12–15 Jahre, mitunter über 20); der Legende nach galt er als Sitz der Seelen von Mönchen.
Ist der Lhasa Apso für Anfänger geeignet?
Bedingt — er ist treu, aber eigenständig, stur und neigt zum Bellen; nötig sind Geduld und Konsequenz.
Braucht das Fell viel Pflege?
Ja — das lange, üppige Fell braucht häufiges Kämmen; viele Halter wählen einen kurzen „Welpen“-Schnitt.

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Quellen

FCI-Standard Nr. 227 · The Kennel Club