Geschichte der Rasse: Von der Idee zur Anerkennung

Die besonders in Kanada und den USA beliebte Mi-Ki-Hunderasse wurde erst vor relativ kurzer Zeit gezüchtet. Die Geschichte dieser charmanten Geschöpfe beginnt im US-Bundesstaat Wisconsin, wo die talentierte Züchterin Maureen Westberg das Ergebnis ihrer jahrelangen Selektionsarbeit präsentierte. In den 1980er Jahren setzte sie sich das Ziel, den idealen Begleithund zu erschaffen: klein, robust gesund, mit ruhigem Temperament und hypoallergenem Fell.
Um dieses Ziel zu erreichen, nutzte sie komplexe Kreuzungen. Im genetischen Code des Mi-Ki finden sich Spuren des edlen Maltesers, der ihm die Fellqualität verlieh, sowie von Shih Tzus, Tibet-Spaniels und Yorkshire Terriern. Die markantesten optischen Merkmale jedoch, insbesondere den Aufbau von Schnauze und Augen, haben sie vom Japan Chin geerbt. Auch an der Formung der Schmetterlingsohren war der grazile Kontinentale Zwergspaniel Papillon beteiligt.
Die Züchterin benannte die neue Rasse nach dem Namen eines ihrer Lieblingswelpen - „Mikki“ (später zu Mi-Ki umgewandelt). Dieser Welpe vereinte die besten Eigenschaften aller „Vorfahren“ - seidiges Fell, einen lustigen Körperbau und ein extrem liebevolles Wesen. Es ist erwähnenswert, dass es sich hierbei nicht einfach um einen zufälligen Mischling handelt, sondern um das Ergebnis durchdachter Zuchtarbeit mit der Festigung erwünschter Merkmale über viele Generationen hinweg. Fast die Hälfte ihrer Geschichte verbrachten die Mi-Kis ohne breite Anerkennung durch große kynologische Organisationen wie den American Kennel Club (AKC), aufgrund strenger Regeln für die Registrierung neuer Rassen. Heute jedoch schreitet die Rasse selbstbewusst auf dem Weg zur weltweiten Anerkennung voran und verfügt über eigene Clubs und Standards.
Wie sieht der Mi-Ki aus: Detaillierte Beschreibung des Äußeren

Der Mi-Ki ist ein eleganter kleiner Hund mit einem rundlichen, apfelförmigen Kopf und einem Schwänzchen, das kokett zu einem Ring auf dem Rücken gerollt ist. Der Mi-Ki hat eine sehr kurze Schnauze (der Stop ist deutlich ausgeprägt) und große, ausdrucksstarke runde Augen, die in seinem Aussehen starke Gene östlicher Rassen verraten. Ihr Blick ist immer sanft, ein wenig überrascht udn sehr „menschlich“.
Seine winzige Nase hat oft breite Nasenlöcher, was für eine freie Atmung wichtig ist. Die Ohren sind der besondere Stolz der Rasse. Sie sind sehr beweglich und können in zwei Typen auftreten:
- Stehohren: erinnern an Schmetterlingsflügel (Erbe der Papillons);
- Hängeohren: verleihen dem Hund das Aussehen eines ewigen Welpen.
In jedem Fall sind die Ohren sehr stark behaart, ebenso wie der Schwanz des Hundes, der mit einem prächtigen Federbusch geschmückt ist. Eine wichtige Besonderheit ist, dass Vertreter dieser Rasse praktisch keine Unterwolle haben, oder diese nur minimal vorhanden ist. Die Farbpalette ist recht breit und nicht durch einen strengen Standard begrenzt: von schneeweiß bis creme, schwarz, zobel oder gefleckt. Das Haarkleid des Mi-Ki gibt es in zwei Varianten - lange seidige Strähnen (Long Coat) oder kurzes und weiches Fell (Smooth Coat). Es wächst dicht zwischen den Zehen des Hundes, weshalb es aus hygienischen Gründen regelmäßig entfernt werden muss. Trotz seiner Zierlichkeit bewahrt dieser winzige „Amerikaner“ eine robuste Konstitution und sieht immer stilvoll aus.

