Geschichte der Rasse Altdänischer Vorstehhund
Die Geschichte des Altdänischen Vorstehhundes ist untrennbar mit dem Namen des dänischen Enthusiasten Morten Bak verbunden, der um 1710 in Glenstrup lebte. Er gilt als Begründer der Rasse. Sein Ziel war es, einen idealen Jagdhund zu züchten, der die besten Eigenschaften der damaligen Vorstehhunde in sich vereinte. Dazu kreuzte er über acht Generationen lokale Bauernhunde mit Hunden zigeunerischer Herkunft, die wahrscheinlich Nachkommen spanischer kurzhaariger Vorstehhunde (wie der Perdiguero de Burgos) und anderer europäischer Jagdhunderassen waren. Eine wichtige Rolle bei der Formung der Rasse spielten auch die Bloodhounds (Hubertushunde), die aus den Niederlanden nach Dänemark gebracht wurden. Von ihnen erbte der Gammel Dansk Hønsehund seinen außergewöhnlichen Geruchssinn, seine kräftige Statur und die charakteristische Hautfalte am Hals (Wamme).
Das Ergebnis der Zuchtarbeit war ein Hund mit einer einzigartigen weiß-braunen Färbung, der nicht nur ein geschickter Jäger, sondern auch ein treuer Begleiter war. Die Rasse gewann schnell an Popularität unter dänischen Jägern, aber ihre Zahl blieb gering. Die beiden Weltkriege versetzten der Population einen verheerenden Schlag, und Mitte des 20. Jahrhunderts stand der Altdänische Vorstehhund am Rande des Aussterbens. Nur dank der Bemühungen einer kleinen Gruppe dänischer Züchter und Liebhaber konnte die Rasse gerettet werden. Sie wählten sorgfältig die am besten erhaltenen Exemplare aus und bauten den Bestand allmählich wieder auf. Heute ist der Altdänische Vorstehhund der Stolz Dänemarks und wird für seine vielseitigen Jagdeigenschaften, sein stabiles Wesen und seine Treue zur Familie geschätzt.
Wie der Altdänische Vorstehhund aussieht: Standard und Beschreibung des Erscheinungsbildes

Der Altdänische Vorstehhund ist ein Hund von kräftiger, harmonischer Statur, der einen Eindruck von Kraft und Ausdauer vermittelt, aber ohne übermäßige Massivität. Er ist für lange Arbeit im Feld geschaffen, und jedes Merkmal seines Äußeren unterstreicht diese Bestimmung.
- Kopf: Schwer, breit, aber nicht grob. Schädel und Fang sind ungefähr gleich lang. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist deutlich ausgeprägt.
- Fang: Breit und tief. Die Lefzen sind leicht herabhängend, was dem Hund einen ernsten Ausdruck verleiht. Der Nasenschwamm ist groß, fleischig, ausschließlich leberfarben.
- Augen: Mittelgroß, weder hervorstehend noch tief liegend. Die Farbe ist dunkelbraun. Der Blick ist ruhig, selbstbewusst und intelligent.
- Ohren: Mittellang, ziemlich tief angesetzt. Sie sind breit, an den Enden leicht abgerundet und liegen eng an den Backen an.
- Körper: Rechteckiges Format, leicht gestreckt. Der Hals ist muskulös, mit einer deutlichen Wamme (Hautfalte). Die Brust ist tief und breit, was ausreichend Platz für Herz und Lungen bietet. Der Rücken ist kräftig und gerade, gehet in einen starken Lendenbereich über.
- Rute: Mittellang, dick an der Wurzel und sich zum Ende hin verjüngend. Im Ruhezustand trägt der Hund sie herabhängend. Bei Bewegung hebt sich die Rute, aber nicht über die Rückenlinie.
- Gliedmaßen: Kräftig, gerade und muskulös. Die Pfoten sind kompakt, mit eng anliegenden Zehen und robusten Ballen, was dem Hund eine leichte Bewegung in unterschiedlichem Gelände ermöglicht.
- Fell und Farbe: Das Fell ist kurz, dicht und eng anliegend. Die Färbung ist ein Markenzeichen der Rasse: weiß mit braunen Flecken oder großen Abzeichen. Über den gesamten weißen Grund ist ein dichter brauner Schimmel verteilt. Je mehr Schimmel, desto besser. Große, durchgehende braune Flecken sind ebenfalls zulässig.



