Der Picardische Schäferhund (Picardy Shepherd/Berger Picard) ist ein mittelgroßer Hund mit einem gestreckten Körperbau und einem charakteristischen rauen, zotteligen Fell. Dieses „unordentliche“ Erscheinungsbild verleiht der Rasse einen rustikalen, fast ursprünglichen Look, der jedoch einen lebhaften, klugen und überaus sensiblen Charakter verbirgt. Dank ihrer langen Beine gehören diese Hunde zu den eleganten und athletischen Schäferhunden, die historisch zum Bewachen und Treiben von Viehherden gezüchtet wurden. Sie strotzen vor Energie, sind stets aktiv und brauchen den engen Kontakt und die Aufmerksamkeit ihres Besitzers. Dazu mehr auf Tvaryny.
Der Picardische Schäferhund: Ein kurzer Überblick

Der Picardische Schäferhund ist nicht einfach nur ein Hund, sondern ein lebendiges Stück französischer Geschichte, das Arbeitsqualitäten und ein einzigartiges Äußeres vereint. Seine Ausdauer, sein Verstand und seine Treue machen ihn zu einem wunderbaren Gefährten für aktive Menschen, die bereit sind, Zeit in seine Erziehung zu investieren und für eine artgerechte Haltung zu sorgen. Es handelt sich um eine seltene Rasse, die durch ihr etwas wildes, aber gleichzeitig intelligentes Erscheinungsbild besticht. Die folgende Tabelle gibt einen schnellen Überblick über die wichtigsten Merkmale der Rasse.
| Merkmal | Beschreibung |
| Herkunft | Picardie, Frankreich |
| Originalname | Berger Picard |
| Jahr der ersten offiziellen Erwähnung/Anerkennung | Der Rassestandard wurde in Frankreich 1925 verabschiedet, die offizielle Anerkennung durch die FCI erfolgte 1955. |
| Lebenserwartung | 12-14 Jahre |
| Widerristhöhe | Rüden: 60-65 cm, Hündinnen: 55-60 cm |
| Gewicht | 23-32 kg |
| FCI-Gruppe | Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde, ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 1 (Schäferhunde) |
| Wesen | Energisch, wachsam, treu, intelligent, sensibel, manchmal eigenwillig, mit einem Sinn für Humor. |
| Fell | Rau, zottelig, 5-6 cm lang, mit wenig Unterwolle. Charakteristisch sind der „Ziegenbart“ und die buschigen Augenbrauen. |
| Fellfarben | Fauve (rehbraun), gestromt (fauve oder grau mit dunklen Streifen). Graue Schattierungen sind zulässig: grauschwarz, graublau, graurot. Kleine weiße Abzeichen an der Brust und den Pfotenspitzen sind erlaubt. |
Geschichte des Picardischen Schäferhundes
Der Picardische Schäferhund gilt als eine der ältesten Hütehundrassen Frankreichs, deren Geschichte von Geheimnissen umgeben ist. Seine Wurzeln reichen Jahrhunderte zurück; einigen Theorien zufolge wurden die Vorfahren dieser Hunde bereits im 9. Jahrhundert, vielleicht sogar früher, von keltischen Stämmen in die Picardie (eine historische Region in Nordfrankreich) gebracht. Über die Jahrhunderte dienten diese Hunde loyal den Schäfern, schützten die Herden vor Raubtieren und halfen beim Viehtrieb. Ihr raues, wetterbeständiges Fell und ihre unglaubliche Ausdauer machten sie ideal für die Arbeit unter den rauen Bedingungen des atlantischen Klimas. Es gibt mehrere Theorien über die genaue Herkunft der Picards. Eine davon besagt, dass sie Nachfahren lokaler europäischer Schäferhunde sind, möglicherweise verwandt mit dem Deutschen und dem Belgischen Schäferhund. Eine andere Theorie vermutet, dass der Picardische Schäferhund aus Kreuzungen mit anderen französischen Hirtenhunden wie dem Briard und dem Beauceron hervorgegangen sein könnte, obwohl sich der Picard durch eine leichtere Statur und einen anderen Felltyp von ihnen unterscheidet. Es gibt auch Annahmen über eine Verbindung zum Holländischen Schäferhund, mit dem er eine Ähnlichkeit in Fellstruktur und Statur aufweist.
Trotz seiner langen Geschichte blieb die Rasse lange Zeit außerhalb ihrer Heimatregion kaum bekannt. Die offizielle Anerkennung erfolgte erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Picardische Schäferhund wurde erstmals 1863 auf einer Ausstellung gezeigt, aber lange Zeit zusammen mit Beaucerons und Briards gerichtet. Erst dank der Bemühungen von Enthusiasten, insbesondere Paul Mégnan, begann man, die Rasse als eigenständig zu betrachten. Der erste Rassestandard wurde 1925 in Frankreich verabschiedet. Leider hatten die beiden Weltkriege katastrophale Folgen für die Population der Picardischen Schäferhunde. Die Felder der Picardie waren Schauplatz erbitterter Kämpfe, und viele Hunde kamen ums Leben. Die Überlebenden wurden oft für militärische Zwecke eingesetzt, beispielsweise zur Übermittlung von Nachrichten. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Rasse am Rande des Aussterbens. Dank der Bemühungen engagierter Züchter, darunter Monsieur Robert Montagné, konnte die Population aus einigen wenigen überlebenden Tieren allmählich wieder aufgebaut werden. Trotzdem bleibt der Picardische Schäferhund bis heute eine relativ seltene Rasse, besonders außerhalb Frankreichs. Weltweit gibt es schätzungsweise 3500-4500 Exemplare. Die meisten leben in Frankreich, aber auch in Deutschland, Kanada und den USA, wo die Rasse aufgrund ihres einzigartigen Aussehens und ihrer Arbeitsqualitäten eine gewisse Beliebtheit erlangte.
Das Aussehen des Picardischen Schäferhundes: eine detaillierte Beschreibung

Der Picardische Schäferhund ist ein mittelgroßer Hund mit einem kräftigen, aber nicht schweren Körperbau und gut entwickelter Muskulatur, was seine Ausdauer und Wendigkeit bezeugt. Das Gesamtbild ist elegant, aber gleichzeitig etwas zottelig, was ihm einen besonderen Charme verleiht. Der Körper ist leicht gestreckt, d. h. die Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe geringfügig. Das Hauptmerkmal ist sein einzigartiges, raues Fell.
Der Kopf des Picards ist proportional zum Körper, weder zu massiv noch zu leicht. Schädel und Fang sind etwa gleich lang. Von oben betrachtet sollte der Schädel so breit wie lang sein. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist sanft, nicht scharf ausgeprägt. Der Fang ist kräftig, aber nicht grob und verjüngt sich zur Nase hin. Der Nasenrücken ist gerade. Die Lefzen sind trocken, anliegend und schwarz. Die Nase ist gut entwickelt und immer schwarz.
Die Augen sind mittelgroß, oval, dunkel (von Haselnussbraun bis Dunkelbraun) und nicht hervorstehend. Der Blick ist lebhaft, intelligent, wachsam und wirkt oft fröhlich oder sogar ein wenig verschmitzt. Helle Augen gelten als Mangel. Der direkte, selbstbewusste Blick spiegelt den mutigen Charakter des Hundes wider.
Die Ohren sind mittelgroß (etwa 10 cm), recht hoch angesetzt und an der Basis breit. Sie stehen immer aufrecht, mit leicht abgerundeten Spitzen. Die Ohren sind sehr beweglich und drücken die Stimmung des Hundes deutlich aus – von Interesse bis zur Wachsamkeit. Der Rassestandard schreibt vor, dass die Ohren natürlich sein müssen; Kupieren ist streng verboten.
Das Fell ist das Markenzeichen der Rasse. Es ist rau, dicht, zottelig und am ganzen Körper etwa 5-6 cm lang. Die Unterwolle ist kurz, weich und dicht und bietet einen guten Schutz vor Regen, Kälte und Hitze. Das Fell sollte nicht gelockt oder zu weich sein, was als schwerwiegender Mangel gilt. Eine charakteristische Eigenschaft sind die rauen Haare, die eine Art Bart und Schnurrbart am Fang bilden („griffonnage“), sowie ausgeprägte Augenbrauen, die dem Hund einen intelligenten und aufmerksamen Ausdruck verleihen. Dieses „unordentliche“ Erscheinungsbild ist natürlich für die Rasse und erfordert kein aufwendiges Grooming oder Trimmen.
Die Fellfarben können fauve (von hellem Weizenfarben bis zu einem dunkleren Rehbraun) oder gestromt sein (fauve oder graue Grundfarbe mit dunklen Streifen). Es kommen auch verschiedene Grautöne vor: grauschwarz (mit überwiegend schwarzen Haaren auf grauem Grund), graublau (mit bläulichem Schimmer) und graurot. Durchgehend schwarzes, weißes, fauve mit schwarzem Rücken oder geschecktes Fell entspricht nicht dem Standard. Kleine weiße Abzeichen an der Brust und an den Zehenspitzen sind zulässig, aber in großen Mengen unerwünscht.
Der Schwanz ist von natürlicher Länge und reicht bis zum Sprunggelenk. Im Ruhezustand trägt der Hund ihn tief, mit einer leichten Biegung am Ende (in Form eines „J“). Bei Bewegung oder Erregung kann der Schwanz höher getragen werden, sollte sich aber nicht über dem Rücken einrollen. Der Schwanz ist gut behaart, mit dem gleichen zotteligen Fell wie am Körper, was ihm einen „Rattenschwanz“-artigen Look verleiht.
| Merkmal | Standard-Beschreibung (zusammenfassend) |
|---|---|
| Gesamterscheinung | Mittelgroßer Hund, kräftig, beweglich, muskulös, aber elegant, leicht gestrecktes Format. |
| Kopf | Proportional, Schädel und Fang gleich lang, Stop sanft. Nase schwarz. |
| Augen | Mittelgroß, oval, dunkel, mit lebhaftem und intelligentem Ausdruck. |
| Ohren | Mittelgroß, hoch angesetzt, aufrecht stehend, an der Basis breit. |
| Fell | Rau, zottelig, 5-6 cm, mit Unterwolle. Charakteristisch sind Bart, Schnurrbart und Augenbrauen. |
| Fellfarben | Fauve, gestromt, verschiedene Grautöne. Kleine weiße Abzeichen zulässig. |
| Schwanz | Natürlich, reicht bis zum Sprunggelenk, tief getragen mit einer Biegung am Ende („J“-Form). |
| Bewegungen | Frei, fließend, energisch, leicht. Der Hund macht einen eleganten und geschmeidigen Eindruck. |
Der Charakter des Picardischen Schäferhundes: Wesen und Verhalten

Der Picardische Schäferhund ist ein Hund mit einer reichen Innenwelt und einem komplexen, aber faszinierenden Charakter. Er ist nicht für jedermann geeignet, da er Verständnis, Geduld und konsequente Erziehung erfordert. Picards sind in erster Linie intelligente und kluge Hunde. Sie lernen schnell, aber ihre Intelligenz kann mit einem gewissen Maß an Eigensinn und Unabhängigkeit einhergehen. Dies ist ein Erbe ihrer Vergangenheit als Hütehunde, wo sie oft eigenständige Entscheidungen treffen mussten. Sie sind keine Hunde, die blind Befehle ausführen; sie neigen dazu, die Situation zu analysieren und können die Angemessenheit Ihrer Anweisungen „hinterfragen“. Daher muss der Besitzer eine Autoritätsperson für sie sein, die sich diese Rolle jedoch nicht durch Gewalt, sondern durch Verständnis, Fairness und Konsequenz verdienen muss. Ähnlich wie der intelligente langhaarige Deutsche Schäferhund oder sein Verwandter, der kurzhaarige Deutsche Schäferhund, benötigen Picards eine geduldige und konsequente Erziehung, die auf positiver Verstärkung und gegenseitigem Respekt basiert.
Eines der Schlüsselmerkmale ihres Charakters ist ihre Energie und Lebhaftigkeit. Sie sind Arbeitshunde, die regelmäßige körperliche Auslastung und geistige Stimulation benötigen. Ohne genügend Aktivität können sie sich langweilen, was manchmal zu unerwünschtem Verhalten wie dem Zerstören von Gegenständen, übermäßigem Bellen oder sogar Fluchtversuchen führen kann. Sie lieben lange Spaziergänge, Joggen, Spiele und jede gemeinsame Aktivität mit ihrem Besitzer.
Die Familienbindung ist ein weiteres wichtiges Merkmal der Picards. Sie binden sich sehr eng an ihre Menschen und leiden stark unter längerer Einsamkeit oder einem Besitzerwechsel. Diese Bindung macht sie zu wunderbaren Gefährten, verlangt aber auch vom Besitzer die Bereitschaft, dem Hund genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen. Fremden gegenüber sind Picards in der Regel zurückhaltend und wachsam, was sie zu guten Wachhunden macht. Sie neigen nicht zu grundloser Aggression, sind aber immer bereit, Fremde mit lautem Bellen anzukündigen. Eine korrekte Sozialisierung von klein auf ist äußerst wichtig, damit der Hund angemessen auf verschiedene Situationen und Menschen reagiert und nicht übermäßig ängstlich oder misstrauisch wird.
Was die Beziehung zu Kindern betrifft, kann der Picardische Schäferhund unter den richtigen Erziehungs- und Sozialisierungsbedingungen ein wunderbarer Freund und Beschützer sein. Aufgrund ihres Hütetriebs könnten sie jedoch versuchen, kleine Kinder zu „hüten“, indem sie leicht in die Fersen zwicken. Dieses Verhalten sollte von klein auf korrigiert werden. Wichtig ist auch, Kindern den richtigen Umgang mit dem Hund beizubringen. Mit anderen Tieren im Haus können Picards auskommen, besonders wenn sie gemeinsam aufwachsen. Ihr Jagdinstinkt kann sich jedoch gegenüber kleinen Tieren (Katzen, Nagetiere) zeigen, daher sollten das Kennenlernen und die gemeinsame Haltung sorgfältig überwacht werden.
Picardische Schäferhunde werden oft als Hunde mit Sinn für Humor beschrieben. Sie können verspielt, erfinderisch und manchmal sogar ein wenig „clownhaft“ in ihrem Verhalten sein und versuchen, ihren Besitzer aufzuheitern. Dieses Merkmal macht den Umgang mit ihnen besonders angenehm. Sie sind aber auch sehr sensibel für die Stimmung ihres Besitzers und die Atmosphäre im Haus. Grobheit, Schreien oder ungerechte Bestrafung können den Hund tief verletzen und das Vertrauen untergraben.
Gesundheit des Picardischen Schäferhundes: Typische Krankheiten und Vorsorge
Der Picardische Schäferhund gilt im Allgemeinen als relativ gesunde und robuste Rasse, was zum großen Teil darauf zurückzuführen ist, dass er nie übermäßig populär wurde und somit die Probleme unverantwortlicher Zucht vermieden hat. Dennoch hat auch der Picard eine Veranlagung für bestimmte genetische Krankheiten und Zustände. Es ist wichtig, diese potenziellen Probleme zu kennen, um rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und dem Hund ein langes und gesundes Leben zu ermöglichen.
- Hüftdysplasie (HD): Dies ist eine weit verbreitete Erbkrankheit bei mittelgroßen und großen Hunderassen. Sie ist durch eine fehlerhafte Ausbildung des Hüftgelenks gekennzeichnet, was zu Subluxation, Arthrose und Schmerzen führt. Zu den Symptomen können Lahmheit, Schwierigkeiten beim Aufstehen oder ein „hoppelnder“ Gang beim Laufen gehören. Verantwortungsbewusste Züchter lassen ihre Zuchttiere auf HD testen (mittels Röntgenaufnahmen) und schließen betroffene Tiere von der Zucht aus. Zur Vorbeugung ist es wichtig, Welpen während des Wachstums nicht übermäßig zu belasten und das gesunde Gewicht des Hundes sein ganzes Leben lang zu halten.
- Progressive Retinaatrophie (PRA): Dies ist eine Gruppe genetischer Augenerkrankungen, die zu einem fortschreitenden Abbau der Photorezeptoren der Netzhaut führen. Zuerst verliert der Hund die Nachtsicht („Nachtblindheit“), und mit der Zeit schreitet die Krankheit bis zur vollständigen Blindheit fort. Leider gibt es keine wirksame Behandlung für PRA. Die einzige Möglichkeit zur Bekämpfung ist der Gentest bei Zuchthunden, um Träger des Gens von der Zucht auszuschließen.
- Andere Augenkrankheiten: Picards können auch zu Katarakten (Linsentrübung) und Hornhautdystrophie neigen. Es werden regelmäßige Untersuchungen bei einem Tieraugenarzt empfohlen.
- Empfindlichkeit gegenüber Anästhesie: Einige Picardische Schäferhunde können eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Narkosemitteln, insbesondere Barbituraten, aufweisen. Es ist wichtig, den Tierarzt vor jedem chirurgischen Eingriff über diese Besonderheit der Rasse zu informieren.
Die allgemeine Vorsorge zur Erhaltung der Gesundheit des Picardischen Schäferhundes umfasst:
- Regelmäßige Tierarztbesuche: Vorsorgeuntersuchungen (mindestens einmal pro Jahr), rechtzeitige Impfungen und die Behandlung gegen Parasiten (Flöhe, Zecken, Würmer) sind obligatorisch.
- Ausgewogene Ernährung: Hochwertiges Futter, das dem Alter, der Größe und dem Aktivitätslevel des Hundes entspricht, hilft, ein optimales Gewicht zu halten und den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.
- Ausreichende Bewegung: Regelmäßige Aktivität hilft, den Muskeltonus, die Gelenkgesundheit und das Herz-Kreislauf-System zu erhalten.
- Zahnpflege: Regelmäßiges Zähneputzen oder die Verwendung spezieller Kauartikel hilft, Zahnstein und Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen.
- Verantwortungsvolle Zucht: Der wichtigste Schritt ist die Wahl eines Welpen von einem seriösen Züchter, der auf die Gesundheit seiner Hunde achtet, die notwendigen Gentests durchführt und entsprechende Papiere vorlegt.
Bei richtiger Pflege, artgerechter Fütterung und ausreichender Aufmerksamkeit für seine Gesundheit kann ein Picardischer Schäferhund ein langes und glückliches Leben führen und seine Besitzer 12-14 Jahre lang erfreuen.
Pflege des Picardischen Schäferhundes: Bedürfnisse der Rasse

Fellpflege des Picardischen Schäferhundes
Trotz seines zotteligen Aussehens benötigt das Fell des Picardischen Schäferhundes keine aufwendige oder häufige Pflege. Seine raue Struktur verhindert starkes Verfilzen und die Bildung von Knötchen, die bei Rassen mit weicherem Fell typisch sind. Schmutz und Sand trocknen leicht und fallen von selbst ab oder lassen sich ausbürsten. Die Hauptpflege besteht aus regelmäßigem Bürsten – etwa 1-2 Mal pro Woche, um abgestorbene Haare und Schmutz zu entfernen und die Bildung kleiner Verfilzungen zu verhindern, insbesondere an Stellen mit Reibung (unter den Achseln, hinter den Ohren, an den „Hosen“). Dafür eignet sich eine Bürste mit breiten Metallzinken oder ein spezieller Kamm für raues Fell. Während des saisonalen Fellwechsels (normalerweise im Frühjahr und Herbst) muss der Hund häufiger gebürstet werden, möglicherweise täglich.
Das Baden des Picardischen Schäferhundes sollte nur bei äußerster Notwendigkeit erfolgen, wenn der Hund wirklich schmutzig ist. Häufiges Waschen kann das natürliche Gleichgewicht der Haut und des Fells stören, das den Hund vor Witterungseinflüssen schützt und dem Fell seine charakteristische Textur verleiht. Verwenden Sie ein mildes Shampoo, das für Hunde mit rauem Fell geeignet ist. Nach dem Baden ist es wichtig, den Hund gut mit einem Handtuch zu trocknen, besonders in der kalten Jahreszeit, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Die Verwendung eines Föhns wird nicht empfohlen, da dies die Haut austrocknen kann.
Ein Trimmen ist bei Picards in der Regel nicht notwendig. Der Rassestandard betont das natürliche, leicht „unordentliche“ Erscheinungsbild. Jede übermäßige Gestaltung des Fells oder ein Trimmen, das das charakteristische Aussehen der Rasse verändert, ist unerwünscht. Was eventuell notwendig sein könnte, ist das vorsichtige Schneiden der Haare um die Pfotenballen aus hygienischen Gründen und für besseren Halt, sowie das Entfernen überschüssiger Haare aus dem Gehörgang, um Infektionen vorzubeugen (dies sollte am besten einem Tierarzt oder Hundefriseur überlassen werden).
Vergessen Sie auch nicht die regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Ohren, das Schneiden der Krallen (falls sie sich nicht auf natürliche Weise abnutzen) und die Zahnpflege. Die Ohren sollten wöchentlich auf Rötungen, Schmutz oder unangenehmen Geruch untersucht werden. Krallen werden nach Bedarf geschnitten, normalerweise einmal im Monat.
Körperliche Auslastung und Aktivität für den Picardischen Schäferhund
Der Picardische Schäferhund ist eine energiegeladene Rasse, die historisch für ganztägige aktive Arbeit eingesetzt wurde. Daher benötigt er unbedingt regelmäßige und ausgiebige körperliche Auslastung. Er ist kein Hund, der mit einem kurzen Spaziergang an der Leine um das Haus herum zufrieden ist. Er braucht mindestens 1,5-2 Stunden aktive Bewegung pro Tag. Dazu gehören:
- Lange Spaziergänge oder Joggingrunden: Sie sind ausgezeichnete Begleiter beim Joggen, Wandern oder bei Radtouren (bei denen der Hund nebenher läuft).
- Spiele im Freien: Spiele mit dem Ball, Frisbee oder Zerrspiele helfen, die Energie abzubauen.
- Die Möglichkeit, frei zu laufen: Es ist sehr wichtig, dem Picard die Gelegenheit zu geben, in einem sicheren, eingezäunten Bereich ohne Leine zu rennen.
- Hundesport: Agility, Obedience, Flyball, Herding – dies sind ideale Aktivitäten, die körperliche Auslastung und geistige Stimulation miteinander verbinden.
Neben der körperlichen Auslastung ist auch die geistige Stimulation für Picards wichtig. Sie sind sehr kluge Hunde, die ohne „Gehirnarbeit“ schnell gelangweilt sind. Das Lösen von Hundepuzzles, das Erlernen neuer Kommandos und Tricks, Suchspiele oder das Verstecken von Leckerlis – all das hilft, ihren Verstand fit zu halten und destruktivem Verhalten vorzubeugen. Wenn ein Picardischer Schäferhund nicht genügend körperliche und geistige Aktivität erhält, kann er unruhig und laut werden, anfangen Möbel zu zerkauen oder Löcher im Garten zu graben.
Haltungsbedingungen für den Picardischen Schäferhund
Ein idealer Lebensraum für den Picardischen Schäferhund ist ein Haus mit einem großen, sicher eingezäunten Garten, in dem der Hund genügend Platz zum Spielen und Toben hat. Der Zaun sollte hoch und stabil sein, da diese Hunde bei Langeweile zum Springen und Ausbrechen neigen können. Sie können sich jedoch auch an das Leben in einer Stadtwohnung anpassen, aber nur unter der Voraussetzung, dass der Besitzer bereit ist, ihnen täglich lange und aktive Spaziergänge zu ermöglichen. Unabhängig vom Wohnort sind Picards nicht dafür gemacht, ständig an der Kette oder allein in einem Zwinger gehalten zu werden. Sie sind extrem menschenbezogen und brauchen den engen Kontakt zu ihrer Familie. Längere Isolation kann sich negativ auf ihre Psyche auswirken und zu Angstzuständen und destruktivem Verhalten führen.
Dank ihres dichten Fells mit Unterwolle vertragen Picardische Schäferhunde verschiedene Witterungsbedingungen recht gut, aber bei extremer Hitze oder starkem Frost ist es besser, sie im Haus zu halten. Sorgen Sie für einen bequemen Ruheplatz, an dem sich der Hund sicher fühlt und das Familienleben beobachten kann.
Erziehung und Sozialisierung des Picardischen Schäferhundes

Die Erziehung eines Picardischen Schäferhundes kann sowohl spannend als auch etwas herausfordernd sein. Der hohe Intellekt dieser Hunde ermöglicht es ihnen, neue Kommandos und Fähigkeiten schnell zu lernen. Allerdings paart sich ihre natürliche Klugheit oft mit einem gewissen Eigensinn und Unabhängigkeit. Ein Picard kann einen Befehl „überdenken“, bevor er ihn ausführt, oder sogar versuchen, eine eigene Lösung für eine Aufgabe vorzuschlagen. Daher sind von seinem Besitzer Geduld, Konsequenz, Kreativität und die Fähigkeit, den richtigen Zugang zu seinem Vierbeiner zu finden, gefordert.
Methoden der positiven Verstärkung funktionieren am besten: Lob, Leckerlis, Spielzeug. Die Trainingseinheiten sollten kurz, interessant und abwechslungsreich sein, damit der Hund das Interesse nicht verliert. Monotones Wiederholen von Kommandos wird einen Picard schnell langweilen. Grobheit, körperliche Strafen oder Schreien sind nicht nur ineffektiv, sondern können das Vertrauen des Hundes für immer zerstören und ihn scheu oder im Gegenteil noch eigensinniger machen. Picards sind sensibel für die Stimmlage ihres Besitzers und verstehen gut, wann er zufrieden ist und wann nicht. Es ist wichtig, ein fester, aber gerechter Rudelführer zu sein und klare Regeln und Grenzen vom ersten Tag an festzulegen.
Eine frühe Sozialisierung ist für den Picardischen Schäferhund von entscheidender Bedeutung. Schon im Welpenalter (nach den notwendigen Impfungen) sollte der Welpe mit verschiedenen Menschen (Erwachsenen, Kindern, älteren Menschen), anderen Hunden (unterschiedlicher Rassen und Größen), anderen Tieren (falls eine gemeinsame Haltung geplant ist) sowie mit verschiedenen Geräuschen, Gerüchen und Situationen (Autofahrten, belebte Straßen, Besuche an öffentlichen Plätzen, wo dies erlaubt ist) vertraut gemacht werden. Ein gut sozialisierter Picard wächst zu einem selbstbewussten, ausgeglichenen und souveränen Hund heran, der keine übermäßige Ängstlichkeit oder Aggression gegenüber Fremden zeigt.
Dank ihrer Arbeitsqualitäten können Picardische Schäferhunde in verschiedenen Hundesportarten wie Agility, Obedience, Flyball oder als Rettungshunde erfolgreich sein. Dies sorgt nicht nur für die notwendige körperliche und geistige Auslastung, sondern stärkt auch die Bindung zum Besitzer. Wenn ein Picard ohne Aufgabe und angemessene Aufmerksamkeit bleibt, kann seine unerschöpfliche Energie sich in unerwünschtem Verhalten wie dem Zerstören von Eigentum oder übermäßigem Bellen entladen.
Ernährung des Picardischen Schäferhundes: Wichtige Empfehlungen
Eine weitere Besonderheit des Picardischen Schäferhundes im Vergleich zu manch anderen Hirtenhunden ist seine mögliche Wählerigkeit beim Fressen. Nicht alle Picards sind wählerisch, aber dieses Merkmal kommt vor. Sie müssen Geduld bei der Auswahl einer Diät haben, die sowohl den geschmacklichen Vorlieben Ihres Lieblings als auch seinen Ernährungsbedürfnissen gerecht wird. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die richtige Ernährung der Schlüssel zur Gesundheit, Energie und Langlebigkeit Ihres Hundes ist.
Grundprinzipien der Fütterung des Picardischen Schäferhundes:
- Futterqualität: Wählen Sie hochwertige Futtersorten (Trocken- oder Nassfutter) der Klassen Premium, Super-Premium oder Holistic. Die Hauptzutat sollte Fleisch sein (Huhn, Truthahn, Rind, Fisch) und nicht Getreide. Bei einer natürlichen Fütterung sollte die Nahrung aus magerem Fleisch, Innereien, einer kleinen Menge Getreide (Reis, Buchweizen), Gemüse und Sauermilchprodukten bestehen.
- Ausgewogenheit: Die Nahrung muss ausgewogen in Bezug auf Proteine, Fette und Kohlenhydrate sein. Aktive Arbeitshunde benötigen mehr Protein und Kalorien als weniger aktive Haustiere.
- Fütterungsplan: Ein ausgewachsener Hund sollte 2 Mal täglich gefüttert werden (morgens und abends) zur gleichen Zeit. Dies fördert die Verdauung und beugt Überfressen vor. Nach dem Essen sollte der Hund sich ausruhen; ein sofortiger aktiver Spaziergang sollte vermieden werden, um das Risiko einer Magendrehung zu verringern.
- Portionsgröße: Die Größe der Portion hängt vom Alter, Gewicht, Aktivitätslevel des Hundes und dem Kaloriengehalt des Futters ab. Halten Sie sich an die Empfehlungen des Futterherstellers, passen Sie die Portion aber an, indem Sie die körperliche Verfassung Ihres Hundes beobachten. Picards sollten weder zu dünn noch zu dick sein; ihre Rippen sollten leicht tastbar sein.
- Zugang zu frischem Wasser: Der Hund sollte immer freien Zugang zu sauberem und frischem Trinkwasser haben.
- Vermeidung schädlicher Produkte: Geben Sie Ihrem Hund niemals Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben, Rosinen, Knochen (insbesondere gekochte), fettiges, gebratenes und geräuchertes Essen.
| Nährstofftyp | Quellen (Beispiele) | Bedeutung für den Picardischen Schäferhund |
|---|---|---|
| Proteine (tierisch) | Mageres Fleisch (Huhn, Truthahn, Rind), Fisch, Eier, Sauermilchprodukte | Grundbaustein für Muskeln, Gewebe, Enzyme. Wichtig für Wachstum und Erholung. |
| Fette | Fischöl, Pflanzenöle (Leinöl, Olivenöl), Fleischfette in Maßen | Energiequelle, notwendig für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine, Haut- und Fellgesundheit. |
| Kohlenhydrate | Getreide (Reis, Buchweizen, Haferflocken), Gemüse (Karotten, Kürbis, Zucchini), Obst (Äpfel, Bananen – in Maßen) | Energiequelle, Ballaststoffe für eine normale Verdauung. |
| Vitamine und Mineralien | Fleisch, Innereien, Gemüse, Obst, spezielle Nahrungsergänzungsmittel (nach Anweisung des Tierarztes) | Notwendig für alle Lebensfunktionen, Immunsystem, Knochen- und Zahngesundheit. |
Vor- und Nachteile der Rasse Picardischer Schäferhund

Wie jede Rasse hat auch der Picardische Schäferhund seine einzigartigen Vorteile und bestimmten Herausforderungen für potenzielle Besitzer. Es ist wichtig, diese realistisch zu bewerten, bevor man sich entscheidet, einen solchen Hund anzuschaffen.
Vorteile der Rasse Picardischer Schäferhund:
- Hoher Intellekt und Klugheit: Sie lernen schnell und können komplexe Aufgaben lösen, was sie interessant in der Erziehung und im Umgang macht.
- Treue und Bindung an die Familie: Sie werden vollwertige Familienmitglieder, lieben ihre Besitzer sehr und suchen die Nähe zu ihnen.
- Energiegeladen und verspielt: Ein wunderbarer Begleiter für aktive Menschen, zum Wandern, Sport. Ihr Sinn für Humor macht das Zusammenleben mit ihnen fröhlich.
- Einzigartiges und ansprechendes Aussehen: Ihr „zotteliges“ Äußeres und ihre ausdrucksstarken Augen ziehen die Blicke auf sich und lassen niemanden gleichgültig.
- Gute Wachhundqualitäten: Sie sind wachsam und aufmerksam, kündigen Fremde immer an, aber ohne unnötige Aggression.
- Relativ robuste Gesundheit: Da die Rasse nie übermäßig populär wurde, hat sie viele Gesundheitsprobleme, die bei anderen Rassen auftreten, vermieden.
- Pflegeleichtes Fell: Benötigt kein Trimmen und seltenes Baden, regelmäßiges Bürsten ist ausreichend.
Nachteile der Rasse Picardischer Schäferhund:
- Hoher Bedarf an körperlicher und geistiger Auslastung: Nicht geeignet für inaktive Menschen oder solche, die nicht bereit sind, viel Zeit in die Beschäftigung mit dem Hund zu investieren.
- Neigung zu Eigensinn und Unabhängigkeit: Erfordert einen erfahrenen, geduldigen und konsequenten Besitzer. Nicht die beste Wahl für Anfänger.
- Benötigt frühe und konsequente Sozialisierung: Ohne angemessene Sozialisierung können sie übermäßig misstrauisch und ängstlich werden.
- Mögliche Zurückhaltung gegenüber Fremden: Muss lernen, angemessen auf Gäste und Fremde zu reagieren.
- Mögen keine Einsamkeit: Können unter Trennungsangst leiden, wenn sie zu lange allein gelassen werden, was sich in destruktivem Verhalten äußern kann.
- Seltenheit der Rasse: Einen Welpen von einem verantwortungsvollen Züchter zu finden, kann schwierig und teuer sein, und es kann eine lange Wartezeit geben.
- Mögliche Wählerigkeit beim Fressen: Einige Vertreter der Rasse können wählerisch beim Essen sein, was zusätzlichen Aufwand bedeutet.
Interessante Fakten über den Picardischen Schäferhund
- Einer der ältesten französischen Schäferhunde: Es wird angenommen, dass Picardische Schäferhunde auf Wandteppichen und Stichen aus dem Mittelalter abgebildet sind.
- Fast ausgestorben nach den Weltkriegen: Die Population war so klein, dass titanische Anstrengungen unternommen werden mussten, um sie wieder aufzubauen, und die Rasse gilt immer noch als selten.
- „Filmstars“: Die Popularität der Rasse außerhalb Frankreichs stieg nach der Veröffentlichung der Filme „Winn-Dixie – Mein zotteliger Freund“ (2005) und „Sind wir schon fertig?“ (2007), in denen Picardische Schäferhunde die Hauptrollen spielten.
- Natürlich „zotteliges“ Aussehen: Ihr Fell muss nicht getrimmt werden. Jeder Versuch, ihr Aussehen „aufzuwerten“, zum Beispiel durch Schneiden, gilt auf Ausstellungen als unzulässig.
- Ausdrucksstarke „Augenbrauen“ und „Lächeln“: Durch die besondere Wuchsrichtung der Haare am Fang und die beweglichen Lefzen sehen Picards oft so aus, als würden sie lächeln oder etwas im Schilde führen, was ihnen einen sehr menschlichen Ausdruck verleiht.
- Selten außerhalb Frankreichs: Selbst heute ist es beispielsweise in Deutschland eine Seltenheit, einen Picardischen Schäferhund zu finden. Die meisten Zuchtstätten befinden sich in Frankreich, aber auch in Deutschland und Nordamerika.
- Wunderbare Sportler: Dank ihrer Wendigkeit, Intelligenz und Energie sind sie in vielen Hundesportarten erfolgreich und zeigen erstaunliche Geschwindigkeit und Präzision.
Häufig gestellte Fragen zur Rasse Picardischer Schäferhund (FAQ)
Haart der Picardische Schäferhund stark?
Picardische Schäferhunde haaren das ganze Jahr über mäßig, mit zwei ausgeprägteren saisonalen Fellwechselperioden (im Frühjahr und Herbst), in denen sie ihre Unterwolle abwerfen. Ihr raues Haar verteilt sich nicht so stark im Haus wie das weiche Fell anderer Rassen. Regelmäßiges Bürsten (1-2 Mal pro Woche, während des Fellwechsels häufiger) hilft, die Menge des Haares im Haus effektiv zu kontrollieren.
Ist der Picardische Schäferhund für unerfahrene Besitzer geeignet?
Aufgrund ihres hohen Intellekts, ihrer Energie, ihrer Sensibilität und eines gewissen Eigensinns werden Picardische Schäferhunde normalerweise nicht für Anfänger empfohlen. Sie benötigen einen erfahrenen, selbstbewussten und konsequenten Besitzer, der eine autoritäre Führungsperson für sie sein kann, klare Regeln aufstellt und für eine angemessene Erziehung und Sozialisierung sorgt. Ein Anfänger könnte mit ihrem Bewegungsdrang und ihrem unabhängigen Denken überfordert sein.
Wie versteht sich der Picardische Schäferhund mit Kindern?
Unter der Voraussetzung einer korrekten Sozialisierung und Erziehung können sich Picards gut mit Kindern verstehen, besonders wenn sie gemeinsam aufwachsen. Sie können geduldige und verspielte Begleiter sein. Es ist jedoch wichtig, den Kindern beizubringen, den Hund und seinen persönlichen Freiraum zu respektieren und ihn nicht beim Essen oder Schlafen zu stören. Außerdem müssen ihre gemeinsamen Spiele überwacht werden, da der Hütetrieb den Hund dazu veranlassen könnte, Kinder zu „zwicken“, um sie zu „hüten“.
Wie viel Aktivität braucht der Picardische Schäferhund?
Sehr viel. Es ist eine sehr energiegeladene Rasse, die mindestens 1,5-2 Stunden aktive körperliche Bewegung pro Tag sowie geistige Stimulation in Form von Spielen und Training benötigt. Ohne genügend Aktivität können sie sich langweilen, ängstlich werden und unerwünschtes Verhalten entwickeln (Bellen, Zerstören von Gegenständen).
Was sind die Hauptgesundheitsprobleme des Picardischen Schäferhundes?
Die häufigsten Erbkrankheiten, auf die man achten sollte, sind Hüftdysplasie und Progressive Retinaatrophie (PRA). Auch andere Augenprobleme können auftreten. Es ist wichtig, einen Welpen von verantwortungsvollen Züchtern zu wählen, die ihre Zuchttiere auf diese Krankheiten testen.
Ist der Picardische Schäferhund leicht zu erziehen?
Sie sind intelligent und lernen schnell, können aber eigensinnig und unabhängig sein. Die Erziehung erfordert Geduld, Konsequenz, Kreativität und die Anwendung von Methoden der positiven Verstärkung. Sie reagieren am besten auf einen gerechten und selbstbewussten Rudelführer, mit dem sie eine enge Bindung aufgebaut haben. Grobe Methoden funktionieren bei ihnen nicht.
Wo kann man einen Welpen des Picardischen Schäferhundes kaufen?
Der Picardische Schäferhund ist eine seltene Rasse. Am besten sucht man einen Welpen über offizielle Rasseclubs oder bei bekannten Züchtern, die auf die Gesundheit und das Wesen ihrer Hunde achten und entsprechende Tests durchführen. Seien Sie auf eine mögliche Warteliste vorbereitet und überprüfen Sie sorgfältig den Ruf des Züchters. Kaufen Sie keine Welpen auf Märkten oder bei fragwürdigen Verkäufern.
