| Höhe | 40–50 cm |
| Gewicht | 12–20 kg |
| Lebenserwartung | 12–15 Jahre |
| FCI-Gruppe | 1 · Hüte- und Treibhunde |
| Herkunft | Niederlande |
Genaue Bewertungen
- Insgesamt eine sehr gesunde Rasse
- Hüftdysplasie (seltener)
- Progressive Retinaatrophie (PRA)
- Neigung zu Langeweile ohne Beschäftigung
- Fellpflege beugt Verfilzung vor
Ausgewogenes Futter für eine aktive Rasse, Gewichtskontrolle. Regelmäßiges Bürsten des zotteligen Fells; für Bewegung, geistige Beschäftigung (Agility, Flyball) und Gesellschaft sorgen.
Wenn Sie aktiv sind und gerne in der Natur unterwegs sind, wird der Schapendoes Ihnen ein treuer Freund, ein seelenvoller Begleiter und bei Bedarf ein guter Hütehund und aufmerksamer Wächter sein. Vertreter dieser Rasse werden als Spür- und Rettungshunde eingesetzt. Sie haben ein freundliches Wesen und binden sich sehr stark an ihre Besitzer, und das fast gleichermaßen an alle Familienmitglieder.
Im niederländischen Namen der Rasse – Schapendus – ist das Aussehen dieses fröhlichen, verspielten Hundes „verschlüsselt“. Der aufmerksame Blick intelligenter Augen, ein „struppiger“ Kopf, der durch Schnurrbart, Bart und Augenbrauen sehr groß und breit wirkt, Leichtigkeit in den Bewegungen und außergewöhnliche Ausdauer – das sind die Merkmale der Rasse. Die seltene Kombination aus entwickelter Intelligenz und umgänglichem Charakter macht den Schapendoes einfach in der Erziehung und Haltung. Der Vierbeiner wird sich leicht mit anderen Haustieren vertragen, sich anfreunden und stundenlang mit Kindern spielen und gerne mit Ihnen den morgendlichen Jogginglauf teilen. Und wenn der „zottelige Schäfer“ eine Aufgabe an einer Herde findet, wird er ein ausgezeichneter Hütehund sein. Mehr über diese faszinierende Rasse erfahren Sie auf Tvaryny.
Schapendoes: Kurzer Überblick über die Rasse

- Herkunft: Niederlande
- Jahr der ersten Erwähnung: 1953 (Beginn der systematischen Zucht – 1940-1945)
- Verwendung: Hütehund, Begleithund, Sporthund
- Lebenserwartung: 12-15 Jahre
- Widerristhöhe: 42-50 cm (Rüden), 40-47 cm (Hündinnen)
- Gewicht: 13-20 kg (proportional zur Größe)
- Fellfarbe: Jede Farbe, bevorzugt blaugrau mit schwarzem Einschlag
Geschichte der Rasse Schapendoes
Die Geschichte der Rasse Schapendoes, auch als Niederländischer Schäferhund bekannt, ist eng mit den landwirtschaftlichen Traditionen der Niederlande verbunden, insbesondere mit den sumpfigen und torfigen Gebieten der Provinzen Drenthe und Veluwe. Dieser Hund war über Jahrhunderte ein unersetzlicher Helfer von Bauern und Viehzüchtern und erfüllte die Funktion eines Hirten für Schafe und Großvieh. Seine Herkunft ist etwas rätselhaft, aber es wird angenommen, dass der Schapendoes von alten europäischen Hütehunden mit langem Fell abstammt. Seine Vorfahren könnten verschiedene lokale Schäferhunde gewesen sein, die auf dem Gebiet der Niederlande und angrenzender Regionen lebten.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, mit den Veränderungen in der Landwirtschaft und dem Rückgang des Schafbestands, sank der Bedarf an Hütehunden erheblich, und die Rasse Schapendoes stand kurz vor dem Aussterben. Während des Zweiten Weltkriegs schrumpfte ihre Population auf ein kritisch niedriges Niveau. Genau zu dieser Zeit nahmen sich Enthusiasten, darunter der herausragende niederländische Kynologe Pieter Toepoel, der Erhaltung dieser einzigartigen Rasse an. Herr Toepoel begann in der Zeit von 1940 bis 1945 mit der systematischen Zucht des Schapendoes und sammelte die Überreste reinrassiger Vertreter der Rasse, die gefunden werden konnten.
Die gezielte Arbeit zur Wiederherstellung der Population trug Früchte. Im Jahr 1952 wurde die Rasse vom Niederländischen Kynologischen Dachverband (Raad van Beheer op Kynologisch Gebied in Nederland) vorläufig anerkannt. Dies war ein wichtiger Schritt zur offiziellen Anerkennung und Standardisierung. Der erste offizielle Rassestandard für den Schapendoes wurde 1954 genehmigt, gleichzeitig wurde ein Zuchtbuch eingerichtet, in das reinrassige Hunde eingetragen wurden. Seitdem wurden in der Zucht nur offiziell registrierte Individuen verwendet, was die Kontrolle des Wiederherstellungs- und Entwicklungsprozesses der Rasse ermöglichte.
Die internationale Anerkennung kam für die Rasse Schapendoes im Jahr 1971, als sie offiziell von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) unter der Nummer 313 (Gruppe 1, Sektion 1: Hütehunde ohne Arbeitsprüfung) registriert wurde. Diese Anerkennung trug zur wachsenden Popularität der Rasse außerhalb der Niederlande bei und zog die Aufmerksamkeit von Kynologen aus anderen Ländern auf sich. Trotz der erheblichen Fortschritte bei der Wiederherstellung wird die Rasse Schapendoes immer noch als in der Entwicklung befindlich angesehen, und die Zucht erfolgt mit
Der Schapendoes hat gemeinsame Wurzeln mit vielen anderen europäischen Hütehunderassen, die sich ebenfalls durch langes Fell und Ausdauer auszeichnen. Dazu gehören der Bearded Collie, der Polski Owczarek Nizinny (Polnischer Niederungshütehund) sowie einige Varietäten der Belgischen Schäferhunde, insbesondere der Malinois (als Arbeitslinie mit ähnlichen Instinkten) und der Tervueren (als langhaariger Verwandter). Trotz gemeinsamer Merkmale hat der Schapendoes seine einzigartigen Eigenschaften bewahrt, die ihn besonders machen.
Offizieller Rassestandard des Schapendoes und Beschreibung des Aussehens

Der Schapendoes ist ein mittelgroßer, langhaariger Hund von leichter und beweglicher Statur. Gemäß dem FCI-Standard ist es ein Hund, der Wachsamkeit, Freude und Energie ausstrahlt. Er wirkt nicht schwerfällig oder massig, seine Bewegungen sind leicht, federnd und schnell. Das Gewicht des Hundes sollte proportional zu seiner Größe sein und liegt normalerweise zwischen 13 und 20 kg. Die Widerristhöhe für Rüden beträgt 42-50 cm, für Hündinnen 40-47 cm. Abweichungen von diesen Parametern sind unerwünscht.
Der Kopf des Schapendoes wirkt durch das üppige Fell am Fang groß. Der Schädel ist breit, die Stirn leicht gewölbt. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist ausgeprägt, aber nicht abrupt. Der Fang verjüngt sich allmählich zur Nase hin und sollte nicht spitz sein. Ein besonderes Merkmal sind die dichten Schnurrhaare, der Bart und die Augenbrauen, die dem Kopf ein charakteristisches „zotteliges“ Aussehen verleihen. Die Nase ist schwarz, mit gut entwickelten Nasenlöchern.
Die Augen des Schapendoes sind eines der ausdrucksstärksten Merkmale der Rasse. Sie sind groß, rund, dunkelbraun, gerade eingesetzt und nicht tief liegend. Der Blick ist lebhaft, intelligent, offen und ehrlich, was den freundlichen Charakter des Hundes widerspiegelt. Gerade der Blick gilt als eines der Schlüsselmerkmale der Rasse.
Die Ohren sind mittelgroß, hängend, dreieckig und mit langem Fell bedeckt. Im erregten Zustand können sich die Ohransätze heben, was dem Hund einen aufmerksamen Ausdruck verleiht.
Der Hals ist kräftig, muskulös, mittellang und gut eingesetzt.
Der Körper ist kräftig, aber nicht schwer. Der Rücken ist gerade und fest. Die Lenden sind kurz und muskulös. Die Kruppe ist leicht abfallend. Der Brustkorb ist tief, aber nicht zu breit, die Rippen sind gut gewölbt. Die untere Linie ist mäßig aufgezogen.
Die Gliedmaßen sind kräftig, gerade und parallel. Die Schultern sind schräg, die Ellbogen liegen am Körper an. Die Unterarme sind gerade. Die Pfoten sind oval, geschlossen, mit elastischen Ballen. Die Zehen liegen eng aneinander. Die Bewegungen des Schapendoes sind leicht, federnd und raumgreifend, was seine Hütefähigkeiten widerspiegelt.
Der Schwanz ist lang, reicht bis zum Sprunggelenk oder darunter. In Ruhestellung ist er herabhängend oder leicht angehoben. Bei Bewegung oder Erregung wird er hoch über den Rücken getragen und bildet einen Bogen, sollte sich aber nicht ringeln. Der Schwanz ist gut behaart.
Das Fell ist das Hauptmerkmal des Schapendoes. Es ist lang, dicht, leicht gewellt, aber nicht gelockt und nicht seidig. Am Kopf, Fang und den Gliedmaßen ist das Fell besonders lang und bildet Schnurrhaare, Bart, Augenbrauen und „Hosen“ an den Hinterläufen. Die Unterwolle ist gut entwickelt. Das Fell sollte natürlich sein, ohne übermäßiges Trimmen. Die Bildung von Verfilzungen bei erwachsenen Hunden ist zulässig, sollte aber die Bewegung nicht behindern. Das Fell bietet Schutz vor schlechtem Wetter.
Die Fellfarbe des Schapendoes kann beliebig sein, wobei blaugrau mit schwarzem Einschlag bevorzugt wird. Flecken in jeder Farbe sind erlaubt.
| Parameter | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe (Rüden) | 42-50 cm |
| Widerristhöhe (Hündinnen) | 40-47 cm |
| Gewicht | 13-20 kg (proportional zur Größe) |
| Augen | Groß, rund, dunkelbraun, direkter Blick |
| Fell | Lang, dicht, leicht gewellt, mit Unterwolle |
| Fellfarbe | Jede (blaugrau bevorzugt) |
| Schwanz | Lang, wird bei Bewegung hoch getragen |
Charakter des Schapendoes: Temperament und Verhalten

Einer der Hauptgründe für die wachsende Beliebtheit des Schapendoes ist sein wunderbares Temperament und seine stets fröhliche, freundliche Art. Er ist ein sehr aktiver, lebensfroher und verspielter Hund, der seine „Welpen“-Eigenschaften sein ganzes Leben lang behält. Der Schapendoes ist seiner Familie außerordentlich zugetan und möchte an allen Familienangelegenheiten teilhaben. Er befolgt leicht Kommandos, wenn er einen Sinn darin sieht und positive Bestätigung erhält, behält dabei aber eine gewisse Selbstständigkeit und Initiative – Eigenschaften, die er aus seiner Hütehundvergangenheit geerbt hat.
Der Schapendoes ist bekannt für seine Freundlichkeit gegenüber Kindern. Er ist geduldig, verspielt und kann stundenlang die Kleinen unterhalten, indem er als deren „zotteliger Babysitter“ fungiert. Es ist wichtig, dass Kinder verstehen, wie man mit einem Hund umgeht, und dass die Interaktion immer unter Aufsicht von Erwachsenen stattfindet. Auch der Schapendoes versteht sich in der Regel gut mit anderen Haustieren, besonders wenn er mit ihnen aufwächst. Eine frühe Sozialisierung spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung seiner Einstellung zu Fremden und anderen Tieren.
Obwohl der Schapendoes ein ausgezeichneter Wachhund sein kann, der das Herannahen von Fremden mit lautem Bellen signalisiert, ist er nicht zu übermäßigem Bellen ohne Grund geneigt. Seine Wachhundqualitäten zeigen sich eher in Wachsamkeit und Warnung als in Aggression. Freunden und Bekannten der Familie gegenüber verhält er sich in der Regel freundlich, nachdem der Besitzer signalisiert hat, dass alles in Ordnung ist.
Es ist wichtig zu verstehen, dass der Schapendoes, obwohl er sehr menschenbezogen ist, auch ein Arbeitshund mit einem hohen Maß an Energie und Intelligenz ist. Hunde, die aktiv in der Hütearbeit oder im Hundesport eingesetzt werden, können eine größere Unabhängigkeit in der Entscheidungsfindung zeigen als diejenigen, die ausschließlich als Begleithunde leben. Doch selbst „Haus“-Schapendoes benötigen eine erhebliche körperliche und geistige Auslastung, sonst finden sie sich möglicherweise selbst „Arbeit“, was dem Besitzer nicht immer gefallen wird (z.B. Graben oder Kauen).
Der Schapendoes ist ein Hund, der Einsamkeit hasst. Er strebt nach ständigem Kontakt mit seinem Besitzer und seiner Familie. Wenn er zu lange allein gelassen wird, kann er unter Trennungsangst leiden und destruktives Verhalten entwickeln. Dies ist kein Hund, der für Menschen geeignet ist, die den ganzen Tag außer Haus sind. Der ideale Besitzer für einen Schapendoes ist eine aktive Person oder Familie, die bereit ist, dem Hund viel Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken und ihm ausreichend Auslastung zu bieten.
Ideale Lebensumgebung und körperliche Auslastung
Dank seiner Hütehundherkunft und seines hohen Energieniveaus fühlt sich der Schapendoes am wohlsten in einem Privathaus mit einem gut eingezäunten Garten, wo er sich frei bewegen und einen Teil seiner Energie abbauen kann. Selbst mit einem Garten benötigt er dennoch regelmäßige und lange Spaziergänge außerhalb davon. Wenn Sie einen Schapendoes in einer Wohnung halten, müssen Sie damit rechnen, dass Sie ihm täglich mehrere Stunden aktive Spaziergänge ermöglichen müssen. Ein einfacher 15-20-minütiger Gang „fürs Geschäft“ ist für diese Rasse kategorisch unzureichend.
Die körperliche Auslastung für den Schapendoes sollte vielfältig und intensiv sein. Dies kann sein:
- Lange Spaziergänge oder Wanderungen: Der Schapendoes begleitet Sie gerne beim Joggen oder Radfahren (nach Erreichen der vollen körperlichen Entwicklung).
- Spiele im Freien: Apportieren, Frisbee, aktive Ballspiele. Sie lieben es zu rennen und zu springen.
- Hundesportarten: Der Schapendoes eignet sich hervorragend für Agility, Flyball, Hütetraining, Obedience, Such- und Rettungsarbeit. Diese Aktivitäten befriedigen nicht nur die körperlichen, sondern auch die geistigen Bedürfnisse des Hundes.
- Schwimmen: Viele Schapendoes lieben das Schwimmen, was eine ausgezeichnete, gelenkschonende Möglichkeit ist, Energie abzubauen.
Mangelnde körperliche und geistige Auslastung kann zu problematischem Verhalten führen, wie z.B. Hyperaktivität in der Wohnung, Zerstörung von Gegenständen oder übermäßigem Bellen. Denken Sie daran: Ein müder Schapendoes ist ein glücklicher Schapendoes und ein glücklicher Besitzer.
Fellpflege des Schapendoes

Das lange, dichte Fell ist eines der auffälligsten Merkmale des Schapendoes und erfordert regelmäßige Pflege, wenn auch nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Es ist wichtig zu beachten, dass das Fell des Schapendoes natürlich aussehen sollte, ohne übermäßiges Trimmen oder komplizierte Schnitte. Seine Hauptfunktion ist der Schutz des Hundes vor Kälte, Hitze und Feuchtigkeit.
Bürsten: Die Hauptpflege besteht im regelmäßigen Bürsten, um die Bildung von Verfilzungen zu verhindern und abgestorbenes Fell zu entfernen. Verwenden Sie eine Metallbürste mit langen, nicht scharfen Zinken oder einen Kamm mit weit auseinander liegenden Zinken. Vorsichtig bürsten, die Bürste bis zur Haarwurzel durchdringen, aber die Haut nicht kratzen. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Stellen gewidmet werden, an denen das Fell zur Verfilzung neigt: hinter den Ohren, unter den Achseln, an der Innenseite der Oberschenkel, an den „Hosen“ und am Schwanz. Die Häufigkeit des Bürstens hängt von den individuellen Besonderheiten des Hundefells ab, aber im Durchschnitt reichen 1-2 Mal pro Woche aus. Während des Fellwechsels (normalerweise zweimal im Jahr) muss häufiger gebürstet werden.
Baden: Der Schapendoes benötigt kein häufiges Baden. Baden Sie den Hund nur bei Bedarf, wenn er wirklich schmutzig ist. Übermäßiges Baden kann Haut und Fell austrocknen und die natürliche Schutzschicht stören. Verwenden Sie spezielle Shampoos für langhaarige Hunde. Nach dem Baden sollte das Fell gründlich getrocknet werden, am besten mit einem Föhn mit kühler Luft, während es gleichzeitig gebürstet wird.
Augen- und Ohrenpflege: Überprüfen Sie regelmäßig die Augen auf Ausfluss und die Ohren auf Sauberkeit. Langes Fell um die Augen und an den Ohren kann die Ansammlung von Schmutz und die Entwicklung von Infektionen begünstigen. Entfernen Sie bei Bedarf vorsichtig Verunreinigungen mit einem feuchten Wattepad oder einem speziellen Augen-/Ohrenreiniger.
Krallenschneiden: Wie bei jedem Hund müssen die Krallen des Schapendoes regelmäßig geschnitten werden, wenn sie sich nicht auf natürliche Weise beim Spazierengehen abnutzen. Zu lange Krallen können Unbehagen und Probleme mit den Pfoten verursachen.
- Bürsten Sie das Fell 1-2 Mal pro Woche mit einer Metallbürste.
- Achten Sie besonders auf Risikobereiche für Verfilzungen (hinter den Ohren, unter den Achseln usw.).
- Baden Sie den Hund nur bei Bedarf.
- Überprüfen und reinigen Sie regelmäßig Augen und Ohren.
- Schneiden Sie die Krallen, sobald sie zu lang werden.
Erziehung und Sozialisierung des Schapendoes

Schapendoes sind äußerst intelligente und kluge Hunde, was sie besonders für erfahrene Personen leicht erziehbar macht. Sie erfassen schnell neue Kommandos und möchten ihrem Besitzer gefallen. Doch dank ihrer Unabhängigkeit, die sie von ihrer Hütearbeit geerbt haben, können sie auch Sturheit zeigen, wenn sie keinen Sinn in einer Aufgabe sehen oder wenn das Training monoton wird. Daher ist der Schlüssel zum Erfolg Konsequenz, Geduld und der Einsatz positiver Methoden.
Positive Bestärkung: Schapendoes sind sehr sensibel und reagieren hervorragend auf Lob, Leckerlis, Spiele und andere Formen positiver Bestärkung. Harter Zwang, Schreien oder körperliche Strafen sind kategorisch inakzeptabel, da sie das Vertrauen des Hundes zum Besitzer zerstören und sich negativ auf dessen Psyche auswirken können. Sie können ängstlich oder im Gegenteil sturer werden.
Frühe Sozialisierung: Wie bei jeder Rasse ist eine frühe und umfassende Sozialisierung von entscheidender Bedeutung für den Schapendoes. Schon in jungen Jahren sollte der Welpe verschiedene Menschen (unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Aussehens), Orte, Geräusche, andere Hunde und Tiere kennenlernen. Dies wird dazu beitragen, einen ausgeglichenen und selbstbewussten Hund zu formen, der in neuen Situationen nicht ängstlich oder übermäßig misstrauisch ist.
Abwechslung im Training: Um das Interesse des Schapendoes zu erhalten, gestalten Sie das Training abwechslungsreich und spannend. Fügen Sie Spiele, Problemlösungsaufgaben und das Erlernen von Tricks hinzu. Ihre hohe Energie und Sprungkraft machen sie zu idealen Kandidaten für Hundesportarten wie Agility, Flyball, Obedience. Diese Aktivitäten stärken nicht nur die Bindung zwischen Hund und Besitzer, sondern sorgen auch für die notwendige körperliche und geistige Auslastung.
Hüteinstinkte: Obwohl viele Schapendoes heute als Begleithunde leben, bleiben ihre Hüteinstinkte stark. Sie können versuchen, Kinder, andere Haustiere oder sogar Sie zu „hüten“. Es ist wichtig, dem Hund beizubringen, diese Instinkte auf erlaubte Objekte oder Aktivitäten umzuleiten, wenn Sie nicht vorhaben, mit ihm Hütetraining zu betreiben.
Gesundheit des Schapendoes: Typische Krankheiten und Prävention

Der Schapendoes hat sich den Ruf einer extrem gesunden und robusten Rasse erworben. Dass keine Erbkrankheiten beschrieben sind, bedeutet nicht, dass kein Risiko besteht — Zuchttiere werden trotzdem untersucht. Dies ist das Ergebnis einer verantwortungsvollen Zucht, die darauf abzielt, die Gesundheit der Population zu erhalten.
Wie jede Rasse kann der Schapendoes jedoch anfällig für bestimmte Gesundheitsprobleme sein, wenn auch in wesentlich geringerem Maße. Die häufigsten sind:
- Hüftdysplasie (Hip Dysplasia): Dies ist eine Erbkrankheit, bei der sich das Hüftgelenk nicht richtig entwickelt. Sie kann zu Arthritis und Schmerzen führen. Es ist wichtig, Welpen von Eltern zu wählen, die auf Hüftdysplasie getestet wurden und gute Ergebnisse aufweisen.
- Progressive Retinaatrophie (Progressive Retinal Atrophy – PRA): Eine Gruppe genetischer Augenerkrankungen, die zu einem allmählichen Verlust des Sehvermögens und schließlich zur Blindheit führen. Es gibt Gentests, um Träger bestimmter PRA-Formen zu identifizieren, und verantwortungsbewusste Züchter führen diese obligatorisch durch.
- Einige Augenerkrankungen: Neben PRA können auch Katarakte oder andere kleinere Augenprobleme auftreten.
Um die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Schapendoes zu erhalten, ist eine standardmäßige, aber sorgfältige Pflege erforderlich:
- Ausgewogene Ernährung: Hochwertiges Futter oder eine richtig zusammengestellte Ration aus natürlichen Produkten, die dem Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau des Hundes entsprechen.
- Ausreichende körperliche Auslastung: Regelmäßige und intensive Spaziergänge und Spiele zur Aufrechterhaltung des Muskeltonus, eines gesunden Gewichts und des allgemeinen körperlichen Zustands.
- Regelmäßige Tierarztbesuche: Routinemäßige Untersuchungen, Impfungen, Parasitenbehandlung (Würmer, Flöhe, Zecken).
- Vorsorgeuntersuchungen: Auf Empfehlung des Tierarztes können Untersuchungen auf Dysplasie oder Gentests auf Augenerkrankungen durchgeführt werden, insbesondere wenn Sie beabsichtigen, den Hund zur Zucht einzusetzen.
- Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts: Übergewicht belastet die Gelenke und inneren Organe zusätzlich.
- Ihre Fürsorge und Liebe: Der emotionale Zustand des Hundes beeinflusst auch seine körperliche Gesundheit.
Dank ihrer Ausdauer und der fehlenden Anfälligkeit für viele rassetypische Krankheiten erreichen Schapendoes oft ein hohes Alter und bleiben dabei aktiv und lebensfroh.
Fütterung des Schapendoes: Wichtige Empfehlungen
Die Organisation der Fütterung eines Schapendoes ist recht unkompliziert, da diese Rasse im Allgemeinen wenig anspruchsvoll ist, was das Futter angeht. Es ist jedoch wichtig, eine ausgewogene Ration sicherzustellen, die dem Alter, Gewicht, Aktivitätsniveau und den individuellen Bedürfnissen Ihres Hundes entspricht.
Der Besitzer kann zwischen zwei Haupttypen der Fütterung wählen:
- Fertigfutter: Wählen Sie hochwertige Futter der Premium- oder Super-Premium-Klasse für aktive Hunde mittlerer Größe. Es ist wichtig, dass das Futter ausreichend Protein (Fleisch sollte die Hauptzutat sein), Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien enthält. Befolgen Sie die Empfehlungen des Herstellers bezüglich der Dosierung, passen Sie diese jedoch an die Aktivität Ihres Hundes an.
- Natürliche Fütterung: Wenn Sie sich für eine natürliche Fütterung entscheiden, muss die Ration sorgfältig ausgewogen sein. Sie sollte Folgendes umfassen:
- Fleisch: Mageres Rindfleisch, Geflügel (Huhn, Pute), Innereien. Fleisch sollte die Grundlage der Ration bilden (ca. 50-70%).
- Getreide: Reis, Buchweizen, Haferflocken (gut gekocht).
- Gemüse: Karotten, Zucchini, Kürbis, Brokkoli, Grünes. Kann sowohl roh (gehackt) als auch gekocht gegeben werden.
- Milchsäureprodukte: Kefir, Joghurt ohne Zusätze, magerer Quark (mehrmals pro Woche).
- Eier: Hühner- oder Wachteleier (mehrmals pro Woche).
- Fisch: Seefisch, mager, grätenfrei (1-2 Mal pro Woche anstelle von Fleisch).
Unabhängig von der Art der Fütterung, achten Sie immer darauf, dass Ihr Hund jederzeit Zugang zu einem Napf mit frischem, sauberem Wasser hat. Wasser sollte rund um die Uhr verfügbar sein.
Für einen erwachsenen Schapendoes mit einem Gewicht von etwa 15-20 kg und einem aktiven Lebensstil können täglich 400-500 Gramm natürliches Futter benötigt werden, wovon etwa 170-200 Gramm Fleisch sind. Dies sind jedoch sehr ungefähre Zahlen, die variieren können. Es ist wichtig, das Gewicht des Schapendoes zu kontrollieren und die Futtermenge anzupassen, damit der Hund keine unnötigen Pfunde zunimmt.
Vitamin- und Mineralstoffkomplexe: Bei natürlicher Fütterung sollten Sie unbedingt einen Tierarzt bezüglich der Notwendigkeit und Dosierung von Vitamin- und Mineralstoffzusätzen konsultieren, da es schwierig ist, selbst ein vollständiges Gleichgewicht aller Nährstoffe zu gewährleisten. Bei der Fütterung mit hochwertigem Fertigfutter sind Ergänzungen normalerweise nicht erforderlich, es sei denn, der Tierarzt empfiehlt dies.
Der Schapendoes als Familienhund

Der Schapendoes ist nicht nur ein Arbeitshund, sondern ein wunderbarer Familienbegleiter für aktive Menschen. Dank seines freundlichen Wesens, seiner Spielfreude und seiner außerordentlichen Zuneigung zu seinen Besitzern passt er hervorragend in das Familienleben. Wie bereits erwähnt, versteht er sich hervorragend mit Kindern, wird für sie zu einem geduldigen und lustigen Spielkameraden. Seine Energie entspricht der Energie von Kindern, und er wird mit Freude an allen Aktivitäten teilnehmen.
Diese Rasse ist sehr auf den Menschen fixiert und strebt nach ständiger Interaktion. Der Schapendoes möchte bei seiner Familie sein, an den häuslichen Aktivitäten teilnehmen und abends zu Füßen seines Herrchens entspannen. Er bindet sich stark an alle Familienmitglieder und nicht nur an eine Person, was ihn zu einer idealen Wahl für eine große Familie macht.
Man sollte jedoch bedenken, dass der Schapendoes kein „Sofahund“ ist. Er benötigt einen aktiven Lebensstil und ausreichend körperliche sowie geistige Auslastung. Eine Familie, die die Anschaffung eines Schapendoes in Betracht zieht, sollte bereit sein, viel Zeit für Spaziergänge, Spiele, Erziehung und gemeinsame Aktivitäten aufzuwenden. Für inaktive Menschen oder solche, die viel Zeit außer Haus verbringen, ist der Schapendoes möglicherweise nicht geeignet.
Bei richtiger Sozialisierung nimmt der Schapendoes Gäste gut auf und kann mit anderen Haustieren zusammenleben. Seine natürliche Wachsamkeit macht ihn zu einem guten „Klingelzeichen“, das Fremde ankündigt, aber er neigt nicht zu grundloser Aggression.
Arbeitsfähigkeiten: Hirte und mehr

Obwohl heute die meisten Schapendoes als Begleithunde leben, hat ihre Hütehundvergangenheit tiefe Spuren in ihrem Charakter und ihren Fähigkeiten hinterlassen. Sie wurden gezüchtet, um mit großen Schafherden auf offenen Flächen zu arbeiten, was von ihnen Selbstständigkeit, Initiative, Ausdauer und die Fähigkeit erforderte, schnell auf sich ändernde Situationen zu reagieren. Im Gegensatz zu einigen anderen Hütehunderassen, die hauptsächlich mit dem Blick („eye dogs“) arbeiten, nutzt der Schapendoes seine Bewegung und Stimme, um die Herde zu kontrollieren.
Selbst in häuslicher Umgebung können sich die Hüteinstinkte in der Neigung zeigen, Familienmitglieder oder andere Tiere zu „hüten“. Diese Instinkte können erfolgreich in den Bereich des Hundesports, wie zum Beispiel den Hütetriebsport (Herding), gelenkt werden. Das Training im Hütetrieb ermöglicht es dem Hund, seine natürlichen Anlagen zu verwirklichen, körperliche und geistige Auslastung zu erhalten, und dem Besitzer – das Verhalten seines Lieblings besser zu verstehen.
Neben der Hütearbeit haben sich Schapendoes als ausgezeichnete Hunde für Agility erwiesen. Ihre Schnelligkeit, Agilität, Sprungfähigkeit und der Wunsch, im Team mit dem Besitzer zu arbeiten, machen sie zu einigen der besten Sportler in dieser Disziplin. Sie nehmen auch erfolgreich an Gehorsamkeitswettbewerben, Flyball teil und betätigen sich in der Such- und Rettungsarbeit dank ihres entwickelten Geruchssinns und ihrer Ausdauer.
Dem Schapendoes die Möglichkeit zu geben, seine Arbeitsfähigkeiten zu nutzen, auch wenn es sich nicht um das klassische Hüten von Schafen handelt, ist eine wichtige Voraussetzung für ein glückliches und erfülltes Leben. Dies kann regelmäßiges Gehorsamstraining, Sport oder einfach intellektuelle Spiele sein, die Arbeitsaufgaben imitieren.
Vor- und Nachteile der Rasse Schapendoes
Wie jede Rasse hat der Schapendoes seine Vor- und Nachteile, die ein potenzieller Besitzer berücksichtigen sollte, bevor er sich für einen solchen Hund entscheidet.
| Vorteile des Schapendoes | Nachteile des Schapendoes |
|---|---|
| Extrem freundlich und familienorientiert | Hoher Energielevel, benötigt viel Aktivität |
| Versteht sich hervorragend mit Kindern | Verträgt Einsamkeit nicht, kann unter Trennungsangst leiden |
| Intelligent, lässt sich mit positiven Methoden leicht erziehen | Benötigt frühe und umfassende Sozialisierung |
| Insgesamt gesunde Rasse mit guter Lebenserwartung | Die Pflege des langen Fells erfordert Regelmäßigkeit |
| Lebensfroh und verspielt, behält seine „Welpenhaftigkeit“ | Kann Hüteinstinkte zeigen („hütet“ Familienmitglieder) |
| Wunderbarer Partner für aktive Sportarten und Freizeit | Nicht geeignet für inaktive Menschen oder ein Leben ausschließlich im Zwinger/an der Leine |
| Guter Wachhund (warnt) | Kann stur sein, wenn das Training monoton ist |
| Versteht sich gut mit anderen Tieren bei früher Sozialisierung | Geringe Anfälligkeit für einige genetische Erkrankungen (Augen, Gelenke) |
Interessante Fakten über den Schapendoes
- Der Name „Schapendoes“ leitet sich vom niederländischen Wort „schapendoes“ ab, was wörtlich „Schäferhund“ oder „zotteliger Schäferhund“ bedeutet.
- Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rasse so selten, dass ihre Population praktisch von Grund auf neu aufgebaut werden musste. Herr Pieter Toepoel spielte dabei eine Schlüsselrolle.
- Schapendoes sind bekannt für ihre „Sprungfähigkeiten“. Sie können ziemlich hoch springen, besonders bei der Arbeit an der Herde oder beim Agility.
- Der Blick des Schapendoes gilt als eines der Markenzeichen der Rasse – große, runde, dunkelbraune Augen strahlen Intelligenz, Freundlichkeit und Aufrichtigkeit aus.
- Trotz des langen Fells ist die Pflege nicht allzu kompliziert, Hauptsache ist die Regelmäßigkeit. Das Fell soll natürlich bleiben.
- Der Schapendoes ist eine der weniger bekannten niederländischen Hütehunderassen außerhalb der Niederlande, verglichen mit den populäreren Niederländischen Schäferhunden (Nederlandse Herdershond) verschiedener Felltypen.
- Diese Rasse ist in den skandinavischen Ländern sehr beliebt, wo sie aktiv im Hundesport eingesetzt wird.
Häufig gestellte Fragen zur Rasse Schapendoes
- Haaren Schapendoes? Ja, Schapendoes haaren saisonal, normalerweise zweimal im Jahr. Während des Fellwechsels muss der Hund häufiger gebürstet werden, um die abgestorbene Unterwolle zu entfernen.
- Ist der Schapendoes für die Wohnungshaltung geeignet? Der Schapendoes kann in einer Wohnung leben, aber nur unter der Bedingung, dass ihm ausreichend körperliche Auslastung und lange tägliche Spaziergänge geboten werden. Er ist kein Hund für ein „Sofa-Leben“.
- Ist es schwierig, einen Schapendoes zu erziehen? Schapendoes sind intelligent und lernen mit positiven Methoden leicht. Sie möchten ihrem Besitzer gefallen. Ihre Unabhängigkeit erfordert jedoch Konsequenz und Geduld in der Erziehung.
- Verstehen sich Schapendoes gut mit Kindern? Ja, Schapendoes verstehen sich in der Regel sehr gut mit Kindern, sie sind geduldig und verspielt. Es ist wichtig, Kindern den richtigen Umgang mit dem Hund beizubringen und ihre Interaktion zu beaufsichtigen.
- Was kostet ein Schapendoes-Welpe? Der Preis für einen Schapendoes-Welpen kann je nach Abstammung, Ruf des Züchters, Region und anderen Faktoren variieren. In der Regel liegt der Preis für einen reinrassigen Welpen mit Papieren im mittleren Preissegment für FCI-Rassen.
- Wie lange lebt ein Schapendoes? Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Schapendoes beträgt 12-15 Jahre, was für einen mittelgroßen Hund als gute Lebensdauer gilt.
- Benötigt ein Schapendoes professionelles Grooming? Professionelles Grooming ist für den Schapendoes nicht zwingend erforderlich, wenn der Besitzer bereit ist, ausreichend Zeit für die regelmäßige Fellpflege zu Hause (Bürsten, Baden bei Bedarf) aufzuwenden.
Video über die Rasse
- Freundlich, fröhlich, gut mit Kindern
- Klug, wendig, leicht auszubilden
- Vielseitig: Hirte, Wächter, Retter
- Sehr robuste Gesundheit
- Hoher Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf
- Das zottelige Fell muss regelmäßig gebürstet werden
- Verträgt kein Alleinsein
- Neigt zum Bellen
| Bearded Collie | Polnischer Niederungshütehund | Puli | |
|---|---|---|---|
| Höhe | 51–56 cm | 42–50 cm | 36–45 cm |
| Energie | 4 | 4 | 4 |
| Wohnung | 2.5 | 3 | 3 |
| Anfänger | 3 | 3 | 2.5 |
Ist der Schapendoes gut für die Familie?
Was kann der Schapendoes?
Braucht das Fell viel Pflege?
FCI-Standard Nr. 313 · Raad van Beheer
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