Geschichte der Rasse Australian Silky Terrier
Die Geschichte des Australian Silky Terriers begann Ende des 19. Jahrhunderts in Australien. Die Rasse entstand durch die gezielte Kreuzung von einheimischen Australischen Terriern mit aus England importierten Yorkshire Terriern. Das Hauptziel der Züchter war es, die Fellqualität der lokalen Hunde zu verbessern, insbesondere die gewünschte blaue mit lohfarbener Färbung und die seidige Textur zu erreichen. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen: Welpen mit einem einzigartigen Fell kamen zur Welt, die zu den Begründern der neuen Rasse wurden.
Anfangs war die Rasse unter verschiedenen Namen bekannt, darunter „Sydney Silky“ und „Seiden-Terrier“. Der erste Rassestandard wurde 1906 in Sydney entwickelt, ein zweiter im Bundesstaat Victoria im Jahr 1909. Diese Standards hatten einige Unterschiede, insbesondere in Bezug auf das Gewicht und den gewünschten Typ der Ohren (stehend oder halbstehend). Über einen langen Zeitraum wurde an der Vereinheitlichung gearbeitet, und erst 1926 wurde ein einziger, kompromissorientierter Standard verabschiedet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten amerikanische Soldaten, die aus Australien zurückkehrten, diese charmanten Hunde in die USA, wo sie schnell an Popularität gewannen. 1955 wurde der American Silky Terrier Club gegründet. Die internationale Anerkennung kam später: Die Rasse wurde 1995 offiziell von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) registriert. Heute ist der Australian Silky Terrier weltweit als wunderbarer Begleithund bekannt, der ein elegantes Äußeres mit einem echten Terrier-Geist verbindet.
Wie sieht der Australian Silky Terrier aus: Beschreibung des Äußeren

Der Australian Silky Terrier ist ein kompakter, niedriger, aber kräftig gebauter Hund mit eleganten Körperlinien. Sein Aussehen zeugt von Lebhaftigkeit, Energie und Bereitschaft zur Tat.
- Kopf: Mäßig lang, mit einem flachen Schädel zwischen den Ohren. Auf dem Kopf wächst ein charakteristischer „Schopf“ aus langem, seidigem Haar, der die Augen nicht bedecken sollte.
- Schnauze: Kräftige Kiefer, die Lippen liegen fest an. Der Nasenschwamm ist obligatorisch schwarz.
- Augen: Klein, oval oder mandelförmig, dunkel gefärbt, mit einem durchdringenden und intelligenten Ausdruck.
- Ohren: Klein, dreieckig, stehend, hoch angesetzt. Mit kurzem Haar bedeckt.
- Körper: Etwas in die Länge gestreckt. Der Rücken ist gerade, die Brust ist mäßig breit und tief.
- Rute: Hoch angesetzt. Früher wurde sie traditionell kupiert, aber heute ist dies in vielen Ländern verboten. Die natürliche Rute wird vertikal oder leicht gebogen getragen.
- Fell: Der Hauptstolz der Rasse. Es ist dünn, gerade, glänzend und seidig im Griff, mit einer Länge von 13–15 cm. Das Haar fällt auf beiden Seiten des Körpers herab und bildet einen klaren Scheitel vom Kopf bis zur Rute. Unterwolle ist nicht vorhanden.
- Färbung: Klassisch sattelfarben — blau mit loh oder graublau mit loh. Der „Sattel“ (der blaue Teil) bedeckt den Rücken, und die lohfarbenen oder rötlichen Schattierungen befinden sich auf der Schnauze, den Beinen und dem unteren Teil des Körpers. Welpen werden fast schwarz geboren, und ihre Färbung ändert sich allmählich und bildet sich endgültig bis zum 18. Lebensmonat.
