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Gruppe 3 (Terrier), Sektion 4 (Zwerg-Terrier) · Großbritannien (England, Grafschaft Yorkshire)

Yorkshire Terrier

Ein winziger Terrier mit seidigem Fell und furchtlosem Charakter: mutig, treu, ideal für die Wohnung und Stadtbewohner. Haart kaum (hypoallergen), braucht aber Pflege; wie alle Toy-Terrier — zerbrechlich, mit Risiko für Patellaluxation und Trachealkollaps.
Größe
Sehr klein
Gewicht
Bis zu 3,2 kg
Lebenserwartung
12–16 Jahre
FCI-Gruppe
Gruppe 3, Sektion 4
Yorkshire Terrier
Fotos: 3

Bewertungen der Rasse

Familie Kinder Für Anfänger Erziehung Energie Gesundheit Haaren Sabbern Bellen Wohnung Wetter Jagdtrieb
Genaue Bewertungen · 12
Familie 4.5 Kinder 3.0 Für Anfänger 3.5 Erziehung 3.5 Energie 3.5 Gesundheit 3.0 Haaren 1.0 Sabbern 1.0 Bellen 4.0 Wohnung 5.0 Wetter 2.0 Jagdtrieb 3.0
Vorteile
Kompakt, immer dabei
Haart kaum (hypoallergen)
Mutig und treu
Langlebig (13–16)
Nachteile
Zerbrechlich — leicht verletzt
Kläffend
Braucht Fellpflege
Zahn- und Trachealprobleme
Größe
Eignung
Wohnung Kinder · ungeeignet Katzen · bedingt Andere Hunde · bedingt Für Anfänger · bedingt
Eigene Seiten zur Rasse

Der Yorkshire Terrier (oder Yorkie) ist eine der beliebtesten Miniaturhunderassen der Welt, bekannt für sein luxuriöses, seidiges Fell, sein lebhaftes Wesen und seine Treue zu seinen Besitzern. Dieser kleine Hund mit großem Herzen besticht durch seine Eleganz und Energie. Trotz seiner winzigen Größe ist der Yorkie ein echter Terrier – mutig, neugierig und manchmal eigensinnig. Sein dekoratives Aussehen und seine Kompaktheit haben ihn zum idealen Begleiter für das Stadtleben und oft zur „Zierde“ von Damenhandtaschen gemacht, obwohl die Geschichte der Rasse weitaus komplexer und interessanter ist. Mehr über die faszinierende Welt der Haustiere und ihre Besonderheiten erfahren Sie auf Tvaryny.

Diese Hunde sind keine lebenden Spielzeuge, sondern Persönlichkeiten mit eigenen Bedürfnissen und Temperament. Sie benötigen Aufmerksamkeit, Pflege und die richtige Erziehung, um glückliche und gut angepasste Familienmitglieder zu werden. In diesem Artikel werden wir alle Aspekte des Lebens mit einem Yorkshire Terrier detailliert betrachten: von seiner spannenden Geschichte und dem Rassestandard bis hin zu den Besonderheiten der Pflege, Gesundheit und des Charakters.

Yorkshire Terrier: Kurzinformationen zur Rasse

Yorkshire Terrier
Yorkshire Terrier: Kurzinformationen zur Rasse · 10
Originalname der RasseYorkshire Terrier (Yorkie)
HerkunftslandGroßbritannien (England, Grafschaft Yorkshire)
EntstehungszeitMitte des 19. Jahrhunderts
Anerkennung durch den Kennel Club1886
FCI-GruppeGruppe 3 (Terrier), Sektion 4 (Zwerg-Terrier)
GrößeSehr klein
WiderristhöheCa. 15–23 cm (Standard gibt keine genaue Höhe an)
GewichtBis zu 3,2 kg (laut FCI-Standard)
Lebenserwartung12–16 Jahre
HauptverwendungGesellschaftshund, früher – Nagetierjäger

Interessante Fakten über den Yorkshire Terrier

  • Kriegsheld: Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein Yorkshire Terrier namens Smoky zu einem wahren Helden. Er wurde von amerikanischen Soldaten im Dschungel von Neuguinea gefunden. Smoky begleitete seinen Besitzer, Corporal William Wynne, nahm an Kampfeinsätzen teil (mit eigenem Fallschirm), warnte vor Gefahren und half sogar dabei, ein Kommunikationskabel durch ein enges Rohr zu ziehen, was vielen Soldaten das Leben rettete. Nach dem Krieg wurde Smoky ein Therapiehund und besuchte Verwundete in Krankenhäusern.
  • Farbwechsel: Yorkie-Welpen werden schwarz und lohfarben geboren. Ihr charakteristisches stahlblaues und goldenes Fell entwickelt sich allmählich, und die endgültige Farbe kann sich erst im Alter von 2–3 Jahren ausbilden.
  • Nicht nur für die Handtasche: Obwohl der Yorkie zum Symbol eines „Glamour-Hündchens“ wurde, waren seine Vorfahren Arbeitsterrier, die in Minen und Fabriken Ratten jagten. Dieser Jagdinstinkt zeigt sich manchmal auch heute noch.
  • „Menschliches“ Haar: Das Fell des Yorkshire Terriers ist in seiner Struktur dem menschlichen Haar sehr ähnlich. Es wächst ständig und hat keine Unterwolle, weshalb Yorkies als hypoallergene Rasse gelten (obwohl eine Allergie nicht nur auf das Fell, sondern auch auf Speichel oder Hautschuppen zurückzuführen sein kann).
  • Verwandte und ähnliche Rassen: Sein seidiges Haar führt oft zu Vergleichen mit anderen eleganten Rassen wie dem eng verwandten Biewer Terrier oder dem Australian Silky Terrier, obwohl es sich um eigenständige Rassen handelt.
  • Langlebigkeits-Rekordhalter: Yorkies gehören oft zu den langlebigsten Hunderassen. Bei richtiger Pflege können sie ihre Besitzer über 15 Jahre lang erfreuen.
  • Beliebtheit bei Prominenten: Dank ihres Aussehens und ihrer Größe waren Yorkies schon immer bei Berühmtheiten und in der High Society beliebt, von der viktorianischen Ära bis heute.
Ernährung

Ernährung des Yorkshire Terriers: Wichtige Empfehlungen

Gesundheit und Risiken

Gesundheit des Yorkshire Terriers: Typische Krankheiten und Vorbeugung

Häufig gestellte Fragen zur Rasse Yorkshire Terrier (FAQ) · 8

Haaren Yorkshire Terrier stark?
Nein, Yorkies haaren sehr wenig. Ihr Fell ähnelt menschlichem Haar und fällt allmählich aus, nicht saisonal wie bei Rassen mit Unterwolle. Das macht sie zu einer potenziell besseren Wahl für Allergiker, obwohl es keine 100% hypoallergenen Hunde gibt.

Sind Yorkies für Familien mit kleinen Kindern geeignet?
Yorkies können sich gut mit älteren Kindern verstehen, die gelernt haben, vorsichtig mit einem kleinen Hund umzugehen. Aufgrund ihrer Zerbrechlichkeit und ihrer empfindlichen Knochen sind sie jedoch nicht für Familien mit sehr kleinen Kindern zu empfehlen, die den Hund versehentlich verletzen könnten.

Bellen Yorkies viel?
Ja, Yorkies neigen zum Bellen. Sie sind wachsam und reagieren auf fremde Geräusche und Personen. Eine frühe Sozialisierung und das Erlernen des Kommandos „Ruhig!“ können helfen, diese Eigenschaft zu kontrollieren.

Wie viel Bewegung braucht ein Yorkie?
Trotz ihrer geringen Größe benötigen sie tägliche Bewegung. Kurze Spaziergänge (15–20 Minuten) ein- bis zweimal täglich und aktive Spiele zu Hause reichen in der Regel aus, um sie fit zu halten.

Ist ein Yorkshire Terrier leicht zu erziehen?
Yorkies sind intelligent, können aber eigensinnig sein. Sie reagieren gut auf positive Verstärkung und kurze, interessante Trainingseinheiten. Konsequenz und Geduld sind der Schlüssel.

Kann man einen Yorkie lange allein lassen?
Yorkies sind sehr menschenbezogen und ertragen Einsamkeit schlecht. Sie können unter Trennungsangst leiden, was sich in destruktivem Verhalten oder übermäßigem Bellen äußert. Diese Rasse eignet sich am besten für Menschen, die ihnen genügend Aufmerksamkeit schenken können oder von zu Hause aus arbeiten.

Welche Pflege benötigt das Fell eines Yorkies?
Die Pflege hängt von der Felllänge ab. Langes Fell erfordert tägliches Bürsten, regelmäßiges Baden und die Pflege des Top-Knots. Ein Kurzhaarschnitt erleichtert die Pflege erheblich, erfordert aber dennoch regelmäßiges Bürsten (mehrmals pro Woche) und Baden.

Was ist ein „Teacup“-Yorkie? Sollte man einen solchen Hund kaufen?
„Teacup“ ist keine offizielle Varietät der Rasse, sondern ein Marketingbegriff für Yorkies, die deutlich weniger als der Standard wiegen (unter 1,8 kg). Solche Hunde sind oft das Ergebnis unverantwortlicher Zucht und haben sehr ernste Gesundheitsprobleme (Hypoglykämie, Herzerkrankungen, erhöhte Knochenbrüchigkeit, Hydrozephalus etc.) und eine deutlich kürzere Lebenserwartung. Verantwortungsvolle Züchter und Tierärzte raten vom Kauf von „Teacup“-Hunden ab.

Video über den Yorkshire Terrier

Häufige Fragen

Passt ein Yorkshire in eine Familie mit kleinen Kindern?
Nicht empfehlenswert: Die Rasse ist zerbrechlich und kann durch Unachtsamkeit verletzt werden. Besser für Erwachsene oder Familien mit älteren Kindern.
Haart der Yorkshire Terrier?
Kaum — das Haar ähnelt Menschenhaar und wächst, statt auszufallen, weshalb die Rasse als hypoallergen gilt. Dafür braucht sie regelmäßige Pflege.
Warum hustet ein Yorkshire?
Oft ist es ein Trachealkollaps oder „Rückwärtsniesen“ — typisch für kleine Rassen. Bei anhaltendem Husten zum Tierarzt.

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Quellen

FCI-Standard Nr. 86 · The Kennel Club