Der Yorkshire Terrier (oder Yorkie) ist eine der beliebtesten Miniaturhunderassen der Welt, bekannt für sein luxuriöses, seidiges Fell, sein lebhaftes Wesen und seine Treue zu seinen Besitzern. Dieser kleine Hund mit großem Herzen besticht durch seine Eleganz und Energie. Trotz seiner winzigen Größe ist der Yorkie ein echter Terrier – mutig, neugierig und manchmal eigensinnig. Sein dekoratives Aussehen und seine Kompaktheit haben ihn zum idealen Begleiter für das Stadtleben und oft zur „Zierde“ von Damenhandtaschen gemacht, obwohl die Geschichte der Rasse weitaus komplexer und interessanter ist. Mehr über die faszinierende Welt der Haustiere und ihre Besonderheiten erfahren Sie auf Tvaryny.
Diese Hunde sind keine lebenden Spielzeuge, sondern Persönlichkeiten mit eigenen Bedürfnissen und Temperament. Sie benötigen Aufmerksamkeit, Pflege und die richtige Erziehung, um glückliche und gut angepasste Familienmitglieder zu werden. In diesem Artikel werden wir alle Aspekte des Lebens mit einem Yorkshire Terrier detailliert betrachten: von seiner spannenden Geschichte und dem Rassestandard bis hin zu den Besonderheiten der Pflege, Gesundheit und des Charakters.
Yorkshire Terrier: Kurzinformationen zur Rasse

Yorkshire Terrier: Kurzinformationen zur Rasse · 10
| Originalname der Rasse | Yorkshire Terrier (Yorkie) |
|---|---|
| Herkunftsland | Großbritannien (England, Grafschaft Yorkshire) |
| Entstehungszeit | Mitte des 19. Jahrhunderts |
| Anerkennung durch den Kennel Club | 1886 |
| FCI-Gruppe | Gruppe 3 (Terrier), Sektion 4 (Zwerg-Terrier) |
| Größe | Sehr klein |
| Widerristhöhe | Ca. 15–23 cm (Standard gibt keine genaue Höhe an) |
| Gewicht | Bis zu 3,2 kg (laut FCI-Standard) |
| Lebenserwartung | 12–16 Jahre |
| Hauptverwendung | Gesellschaftshund, früher – Nagetierjäger |
Interessante Fakten über den Yorkshire Terrier
- Kriegsheld: Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein Yorkshire Terrier namens Smoky zu einem wahren Helden. Er wurde von amerikanischen Soldaten im Dschungel von Neuguinea gefunden. Smoky begleitete seinen Besitzer, Corporal William Wynne, nahm an Kampfeinsätzen teil (mit eigenem Fallschirm), warnte vor Gefahren und half sogar dabei, ein Kommunikationskabel durch ein enges Rohr zu ziehen, was vielen Soldaten das Leben rettete. Nach dem Krieg wurde Smoky ein Therapiehund und besuchte Verwundete in Krankenhäusern.
- Farbwechsel: Yorkie-Welpen werden schwarz und lohfarben geboren. Ihr charakteristisches stahlblaues und goldenes Fell entwickelt sich allmählich, und die endgültige Farbe kann sich erst im Alter von 2–3 Jahren ausbilden.
- Nicht nur für die Handtasche: Obwohl der Yorkie zum Symbol eines „Glamour-Hündchens“ wurde, waren seine Vorfahren Arbeitsterrier, die in Minen und Fabriken Ratten jagten. Dieser Jagdinstinkt zeigt sich manchmal auch heute noch.
- „Menschliches“ Haar: Das Fell des Yorkshire Terriers ist in seiner Struktur dem menschlichen Haar sehr ähnlich. Es wächst ständig und hat keine Unterwolle, weshalb Yorkies als hypoallergene Rasse gelten (obwohl eine Allergie nicht nur auf das Fell, sondern auch auf Speichel oder Hautschuppen zurückzuführen sein kann).
- Verwandte und ähnliche Rassen: Sein seidiges Haar führt oft zu Vergleichen mit anderen eleganten Rassen wie dem eng verwandten Biewer Terrier oder dem Australian Silky Terrier, obwohl es sich um eigenständige Rassen handelt.
- Langlebigkeits-Rekordhalter: Yorkies gehören oft zu den langlebigsten Hunderassen. Bei richtiger Pflege können sie ihre Besitzer über 15 Jahre lang erfreuen.
- Beliebtheit bei Prominenten: Dank ihres Aussehens und ihrer Größe waren Yorkies schon immer bei Berühmtheiten und in der High Society beliebt, von der viktorianischen Ära bis heute.