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Bearded Collie — Geschichte und Standard

Ein zotteliger „lächelnder“ Hütehund mit unbändiger Energie: freundlich, verspielt, klug und treu. Der Bearded Collie ist ein wunderbarer Begleiter für eine aktive Familie; das üppige Fell braucht ernsthafte Pflege und das Wesen Auslastung.
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Bearded Collie
Inhalt
1Die detaillierte Geschichte des Bearded Collies 2Wie sieht ein Bearded Collie aus: Detaillierte Beschreibung des Aussehens

Die detaillierte Geschichte des Bearded Collies

Die Geschichte des Bearded Collies reicht Jahrhunderte zurück und ist eng mit dem Hirtenleben in den schottischen Highlands verknüpft. Obwohl genaue Ursprungsdaten im Laufe der Zeit verloren gegangen sind, wird angenommen, dass die Vorfahren des „Beardies“ verschiedene europäische Hütehunde waren, die möglicherweise von den Römern oder Händlern nach Britannien gebracht wurden. Es gibt Theorien über eine Verwandtschaft mit Rassen wie dem Polnischen Niederungshütehund, dem Komondor oder anderen zotteligen Hütehunden wie dem Briard und dem Bobtail.

Erste Erwähnungen von Hunden, die den heutigen Bearded Collies ähneln, stammen aus dem 16. Jahrhundert. Sie wurden für ihre Ausdauer, ihre Fähigkeit, unter den rauen Wetterbedingungen Schottlands zu arbeiten, und ihren unglaublichen Hütetrieb geschätzt. Diese Hunde waren nicht nur Helfer, sondern wahre Partner der Hirten, die in der Lage waren, selbstständig Entscheidungen zu treffen, wenn sie große Schaf- und Rinderherden zu den Märkten trieben. Ihr dichtes, zotteliges Fell schützte sie vor Kälte, Wind und Regen, und der charakteristische „Bart“ bewahrte die Schnauze vor dornigen Pflanzen.

Lange Zeit entwickelte sich die Rasse auf natürliche Weise, wobei der Fokus auf den Arbeitseigenschaften lag. Diese Hunde waren unter verschiedenen Namen bekannt: Highland Collie, Mountain Collie oder einfach Hairy Mou'ed Collie. Der Name „Bearded Collie“ (Bärtiger Collie) etablierte sich später und betont eines der markantesten Merkmale ihres Aussehens.

Die formale Anerkennung der Rasse begann Ende des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1891 wurde der erste Rassestandard verfasst, und 1912 wurde in Edinburgh der Bearded Collie Club gegründet. Eine Schlüsselfigur bei der Etablierung der Rasse war Mrs. G. O. Willison, die in den 1940er Jahren den Zwinger „Bothkennar“ gründete. Ihre Hunde spielten eine entscheidende Rolle bei der Wiederbelebung der Rasse nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Zahl der „Beardies“ erheblich zurückgegangen war. Viele moderne Bearded Collies führen ihren Stammbaum auf Hunde aus dem „Bothkennar“-Zwinger zurück.

Besondere Popularität erlangte die Rasse, nachdem ein Bearded Collie zum Liebling von Königin Victoria wurde, was das Interesse an diesen Hunden in der Aristokratie und der breiten Öffentlichkeit erheblich steigerte. Die herausragenden Eigenschaften der Rasse – Adel, Freundlichkeit, Einfallsreichtum und unermüdliche Energie – wurden sogar in Dichterballaden besungen. Heute ist der Bearded Collie eine weltweit beliebte Rasse, die als wunderbarer Begleiter, Familienliebling und talentierter Athlet in verschiedenen Hundesportarten geschätzt wird.

Wie sieht ein Bearded Collie aus: Detaillierte Beschreibung des Aussehens

Bearded Collie steht im Profil

Der Bearded Collie ist ein mittelgroßer Hund von kräftiger, aber nicht schwerer Statur, der Kraft, Beweglichkeit und Eleganz in sich vereint. Sein Erscheinungsbild ist harmonisch, ohne übertriebene Merkmale, und sein charakteristischstes Zeichen ist natürlich sein prächtiges, zotteliges Fell.

Allgemeines Erscheinungsbild: Der „Beardie“ vermittelt den Eindruck eines aktiven, wachsamen und selbstbewussten Hundes. Der Körper ist etwas länger als hoch, mit einem ungefähren Verhältnis von 5:4. Der Knochenbau ist kräftig, aber nicht massiv.

Fell: Der Hauptschmuck und das Markenzeichen der Rasse. Das Fell ist doppelt:

  • Deckhaar: Lang, gerade oder leicht gewellt, fühlt sich rau an, zottelig, aber nicht lockig oder wollig. Es bietet Schutz vor Witterungseinflüssen.
  • Unterwolle: Weich, dicht, liegt eng am Körper an und sorgt für Wärmeisolierung.

Im Gesicht bildet das Fell einen charakteristischen „Schnurrbart“ und „Bart“, und über den Augen lange „Augenbrauen“, die jedoch die Sicht nicht beeinträchtigen dürfen. Das Fell auf dem Rücken teilt sich natürlich durch einen Scheitel. Wichtig ist, dass das Fell nicht so dicht sein sollte, dass es die natürlichen Körperlinien verdeckt, und es sollte für Ausstellungen nicht künstlich getrimmt oder geformt werden, abgesehen von einer leichten Korrektur an den Pfoten.

Färbung: Bearded-Collie-Welpen werden deutlich dunkler geboren als erwachsene Hunde. Typische Farben bei Neugeborenen sind Schwarz, Dunkelbraun, Dunkelblau oder Kitzfarben. Mit dem Alter (etwa von 8 Wochen bis 3–4 Jahren) hellt das Fell allmählich auf und erhält seine endgültige Farbe. Zulässige Farbvarianten bei erwachsenen Hunden sind:

  • Schiefergrau
  • Rötlich-kitzfarben (von cremefarben bis zu einem satten Rotton)
  • Schwarz
  • Blau (grau-blau)
  • Alle Schattierungen von Grau, Braun und Sandfarben.

Häufig sind weiße Abzeichen im Gesicht (als „Blesse“), an der Brust, den Pfoten und der Schwanzspitze vorhanden. Ein weißer Kragen ist erlaubt, aber die Farbe Weiß sollte nicht über die Schulterlinie hinausgehen oder sich auf den Körper hinter den Sprunggelenken ausbreiten. Lohfarbene Abzeichen können an den Augenbrauen, Wangen, der Innenseite der Ohren, unter dem Schwanz und an den Gliedmaßen an den Übergängen von der Grundfarbe zu Weiß auftreten.

Kopf und Fang: Der Kopf ist proportional zur Körpergröße. Der Schädel ist breit und flach. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist mäßig ausgeprägt. Der Fang ist kräftig und entspricht etwa der Länge des Schädels. Der Nasenrücken ist gerade. Die Nase ist groß, quadratisch und normalerweise schwarz, kann aber bei blauen und braunen Hunden dem Hauptfarbton entsprechen (blau bzw. braun). Die Lippen liegen eng an und sind entsprechend der Nase pigmentiert.

Augen: Groß, ausdrucksstark, weit auseinanderliegend, aber nicht hervorstehend. Die Augenfarbe harmoniert mit der Hauptfarbe des Fells – von haselnussbraun bis dunkelbraun. Bei blauen Hunden können die Augen heller sein. Der Ausdruck der Augen ist intelligent, neugierig und sanft.

Ohren: Mittelgroß, hängend. Ziemlich tief angesetzt. In Ruhe liegen sie an den Wangen an, bei Erregung heben sie sich an der Basis leicht an, wodurch der Schädel optisch breiter wirkt. Sie sind mit langem Haar bedeckt.

Kiefer und Zähne: Die Kiefer sind kräftig mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss (die oberen Schneidezähne greifen eng über die unteren und stehen senkrecht im Kiefer).

Hals: Mäßig lang, muskulös, leicht gebogen, geht sanft in den Widerrist über.

Körper: Der Rücken ist gerade, die obere Linie ist eben. Die Lende ist kräftig und kurz. Die Brust ist tief, reicht bis zu den Ellbogen, mit gut entwickelten Rippen, aber nicht tonnenförmig.

Rute: Tief angesetzt, ohne Knicke oder Krümmungen, reicht mindestens bis zum Sprunggelenk. Dicht mit Haar bedeckt. In Ruhe hängt sie mit einer leichten Biegung am Ende. In der Bewegung oder bei Erregung trägt der Hund die Rute tief mit einer Aufwärtsbiegung oder hebt sie bis auf Rückenhöhe an, aber niemals über den Rücken.

Gliedmaßen:

  • Vorderhand: Gerade, senkrecht, mit kräftigen Knochen, gut mit zotteligem Haar bedeckt. Die Schulterblätter sind gut nach hinten geneigt. Die Ellbogen liegen eng an der Brust an.
  • Hinterhand: Muskulös, mit gut entwickelten Oberschenkeln und Unterschenkeln. Die Winkel der Sprunggelenke sind gut ausgeprägt. Die Mittelfußknochen sind kurz und stehen senkrecht zum Boden.

Die Pfoten sind oval, mit eng anliegenden Zehen und kräftigen Ballen. Die Zehen sind gewölbt. Zwischen den Zehen und Ballen wächst dichtes Haar.

Bewegung: Frei, fließend, mit gutem Schub aus der Hinterhand und weitem Vortritt der Vorderhand. Die Bewegungen sollten effizient und unermüdlich sein, was dem historischen Zweck der Rasse entspricht.

Interessanterweise werden Bearded-Collie-Welpen mit einer viel dunkleren Farbe geboren und hellen dann allmählich auf, bis sie ihre endgültige erwachsene Färbung erreichen. Bei Welpen unter vier Wochen ist es praktisch unmöglich, die zukünftige Farbe des erwachsenen Tieres genau zu bestimmen. Der Bearded Collie gilt zu Recht als einer der besten „Clowns“ unter den Hunden. Er ist immer fröhlich und emotional, verspielt und kindlich direkt, mit einem erstaunlichen Sinn für Humor und unerschöpflicher Energie.

Vollständiges Rasseprofil → Bearded Collie: Gesundheit und Risiken, Ernährung, Fotos
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