Die Geschichte des Boston Terriers
Die Geschichte dieser Rasse ist ein klassisches Beispiel für den amerikanischen Traum in der Hundewelt. Der Boston Terrier wurde vor über einem Englische Bulldogge und dem heute ausgestorbenen Weißen Englischen Terrier war. Genau dieser Hund wurde zum Stammvater der heutigen Rasse.
Anfangs nannte man diese Hunde „Rundköpfe“ (Round Heads) oder „Bull-und-Terrier“. Liebhaber von Bullterriern und Bulldoggen protestierten jedoch wegen der Verwechslungsgefahr gegen diesen Namen. Im Jahr 1891 wurde der American Boston Terrier Club gegründet, und die Rasse erhielt ihren modernen Namen zu Ehren der Stadt, in der sie so beliebt war. Die einzigartige Kombination aus der massiven Kraft der Vorfahren und der leichteren Konstitution des Terriers führte zu einem hochklassigen Hund, dessen Aussehen durch besonderen Stil besticht.
Interessanterweise wurden die Vorfahren der Boston Terrier in der Frühzeit für Hundekämpfe eingesetzt. Wenn man den heutigen gutmütigen Hund ansieht, ist es schwer zu glauben, dass in seinen Adern das Blut von Kämpfern fließt. Züchter arbeiteten jedoch jahrzehntelang daran, die Aggression zu beseitigen und nur den Mut und die Loyalität zu bewahren. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen: Aus wilden Kämpfern wurden ideale Begleiter.
Aussehen: Wie sieht der ideale Boston Terrier aus?

Optisch ist der Boston Terrier die Verkörperung von Harmonie und Balance. Er vereint den Kopf eines Molossers (Bulldogge) und den kompakteren, straffen Körper eines Terriers. Es ist ein Hund, der entschlossen, stark und aktiv wirkt, trotz seiner geringen Größe. Er sollte weder zu fein noch zu grob wirken.
Kopf und Schnauze
Der Kopf des Boston ist quadratisch, oben flach und faltenfrei (im Gegensatz zum Mops oder der Bulldogge, bei denen Falten ein Rassemerkmal sind). Der Fang ist kurz, quadratisch, breit und tief. Ein wichtiges Detail ist der Biss - er kann gerade sein oder einen leichten Vorbiss haben, was der Schnauze das charakteristische quadratische Aussehen verleiht.
- Augen: Weit auseinanderliegend, groß, rund und dunkel. Ihr Ausdruck strahlt Intelligenz und Freundlichkeit aus. Genau die Augen werden oft als „Visitenkarte“ der Rasse bezeichnet.
- Ohren: Klein, stehend, so nah wie möglich an den Schädelrändern platziert. Sie verleihen dem Hund einen stets wachsamen und interessierten Ausdruck.
- Nase: Zwingend schwarz, breit, mit einer deutlichen Linie zwischen den Nasenlöchern.
Körper und Gliedmaßen
Der Körper des Boston Terriers ist kurz und kompakt gebaut. Der Rücken ist recht kurz, was dem Hund ein gedrungenes Aussehen verleiht. Der Brustkorb ist breit. Die Gliedmaßen sind gerade, muskulös und sorgen für freie und anmutige Bewegungen. Die Rute ist ein Thema für sich. Sie ist tief angesetzt, kurz, dünn und verjüngt sich zum Ende hin. Sie kann gerade oder schraubenförmig sein, darf aber niemals über die Rückenlinie steigen (das Kupieren der Rute ist bei dieser Rasse laut Standard verboten).
Die „Smoking“-Färbung
Ihren Spitznamen „American Gentleman“ erhielt die Rasse genau wegen ihrer Fellzeichnung, die an einen Frack oder Smoking erinnert. Der Standard erkennt an:
- Schwarz mit weißen Abzeichen (der Klassiker).
- „Seal“ (Seehund) - wirkt schwarz, hat aber in der Sonne einen rötlichen Schimmer.
- Gestromt (Brindle) - helle Streifen auf dunklem Grund.
Pflichtgemäße weiße Abzeichen: Blesse um die Schnauze, weißer Streifen zwischen den Augen, weiße Brust. Wünschenswert sind auch ein weißer Kragen, teilweise oder ganz weiße Vorderpfoten und weiße Hinterbeine unterhalb der Sprunggelenke.



