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Kaukasischer Schäferhund — Geschichte und Standard

Ein furchteinflößender bärenhafter Wächter des Kaukasusgebirges: mächtig, furchtlos, unabhängig und territorial. Der Kaukasische Owtscharka ist einer der größten Herdenschutzhunde der Welt, fähig, Wolf und Bär aufzuhalten; ein ernster Wächter ausschließlich für sehr erfahrene Halter mit Raum und fester Hand.
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Kaukasischer Schäferhund
Inhalt
1Geschichte der Rasse 2Das Aussehen des Kaukasischen Schäferhundes

Geschichte der Rasse

Kaukasischer Schäferhund — Geschichte der Rasse

Kaukasische Schäferhunde sind eine sehr alte Rasse, deren Geschichte über zweitausend Jahre zurückreicht. Ihre Wurzeln liegen in den Bergregionen des Kaukasus, wo sie den Hirten jahrhundertelang dienten und Schafherden vor Raubtieren wie Wölfen und Bären sowie vor Dieben beschützten. Der wahre Ursprung lässt sich heute nur schwer nachverfolgen, daher gibt es lediglich Vermutungen. Am wahrscheinlichsten ist die Theorie, dass ihre Vorfahren alte tibetische Doggen (Mastiffs) waren. Es gibt auch die Annahme, dass diese Tiere im alten Reich Urartu auf dem Armenischen Hochland entstanden sind. Einige Historiker behaupten, dass genau solche Hunde bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. die Gebiete dieses Staates bewachten.

Die rauen Bedingungen der Bergwelt, der ständige Kampf ums Überleben und die spezifischen Anforderungen an die Arbeitsqualität formten den einzigartigen Charakter und das Aussehen der Rasse. Die Isolation in verschiedenen Regionen des Kaukasus führte zur Entstehung mehrerer interner Rassentypen, die sich in Exterieur und Fellbeschaffenheit etwas unterschieden. So zeichnet sich der georgische Typ durch einen massiveren Körperbau und langes Fell aus, während die aserbaidschanischen und dagestanischen Typen oft kürzeres Fell und einen leichteren Körperbau aufweisen. Diese Hunde waren nie nur Helfer, sondern immer Familienmitglieder des Hirten und seine verlässlichen Begleiter.

Die gezielte Zuchtarbeit begann in der UdSSR in den 1920er Jahren. Der erste Rassestandard wurde 1931 verabschiedet. Bei der Selektion lag das Hauptaugenmerk auf körperlicher Kraft, Ausdauer, Mut und angeborenen Wacheigenschaften. Im Jahr 1996 wurden Änderungen vorgenommen und ein neuer Standard verabschiedet, der bis heute gültig ist. Lange Zeit beschäftigte sich niemand außerhalb ihrer Heimat mit der speziellen Zucht reinrassiger Kaukasen, was die Qualität der Rasse hätte beeinträchtigen können. Heute werden Hunde, die in Georgien gezüchtet wurden, besonders geschätzt, da man sich dort am meisten um die Reinheit und Qualität der Rasse sowie die Einhaltung des Standards sorgt.

Das Aussehen des Kaukasischen Schäferhundes

Kaukasischer Schäferhund — Das Aussehen des Kaukasischen Schäferhundes

Der Kaukasische Schäferhund ist ein Hund von überdurchschnittlicher bis großer Statur, mit massiver Knochenstruktur und einer kräftigen, gut entwickelten Muskulatur. Seine Erscheinung strahlt Kraft, Selbstbewusstsein und Ruhe aus. Der Geschlechtsdimorphismus ist deutlich ausgeprägt: Rüden sind wesentlich größer, massiver und maskuliner als Hündinnen.

  • Kopf: Massiv, mit breitem Schädel und voluminösem, aber nicht langem Fang. Der Übergang von der Stirn zur Schnauze ist fließend. Die Lippen sind dick, trocken und liegen eng an.
  • Augen: Klein, oval geformt, dunkel. Der Blick ist intelligent, aufmerksam und misstrauisch.
  • Ohren: Hoch angesetzt, hängend, mittelgroß. Traditionell wurden die Ohren kurz kupiert, um sie bei Kämpfen mit Raubtieren zu schützen. In vielen Ländern, so auch in Deutschland, ist das Kupieren heute verboten.
  • Körper: Etwas gestreckt. Der Hals ist kurz und sehr muskulös. Der Widerrist ist gut ausgeprägt. Der Rücken ist breit, gerade und fest. Die Brust ist breit, tief und rundlich.
  • Rute: Hoch angesetzt, im entspannten Zustand bis zum Sprunggelenk herabhängend, bei Erregung sichel- oder ringförmig angehoben.
  • Gliedmaßen: Gerade, parallel, mit kräftigen Knochen. Die Pfoten sind groß, oval und kompakt geschlossen.

Das Fell des Kaukasischen Schäferhundes ist glatt, grob und besitzt eine sehr dichte, hellere Unterwolle, die es ihm ermöglicht, selbst strengste Fröste problemlos zu überstehen. Je nach Länge des Deckhaars unterscheidet man drei Felltypen:

  1. Langhaarig: Langes Deckhaar bildet eine „Mähne“ am Hals, „Hosen“ an den Hinterläufen und eine „Fahne“ an der Rute.
  2. Kurzhaarig: Das Fell ist relativ kurz, ohne Mähne und „Hosen“.
  3. Intermediär: Vereint Merkmale der ersten beiden Typen.

Die Farben können vielfältig sein: Grau (von dunkel bis hell-fahl), rötlich, fahlgelb, braun, gestromt, gescheckt und gefleckt. Oft ist die Färbung ungleichmäßig, mit einer dunklen Maske im Gesicht. Einfarbiges Schwarz, Leberbraun oder genetisch Blau gelten als disqualifizierende Fehler.

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