Der Cavalier King Charles Spaniel ist der Inbegriff von Eleganz und grenzenloser Hingabe. Er ist nicht einfach nur ein Hund, sondern ein intellektueller Begleiter, der über Jahrhunderte gelernt hat, die Stimmung des Menschen mit nur einem halben Blick zu erfassen. Diese aristokratische Rasse gehört zu den zehn teuersten Hunderassen. Der liebevolle und raffinierte Hund mag keinen Lärm und keine Hektik; er vermag allein durch sein Verhalten zu beruhigen und erfreut das Auge mit den glatten Strähnen seines herabfallenden Fells. Dieser vierbeinige Freund eignet sich besser als lebendes Schmuckstück für das Wohnzimmer denn als aktiver Partner für Marathonläufe, wenngleich man seine Spaniel-Natur nicht unterschätzen sollte. Erfahren Sie mehr dazu bei Tvaryny.
Cavalier King Charles Spaniel: Kurzer Überblick und Rassepass

Cavalier King Charles Spaniel: Kurzer Überblick und Rassepass · 7
| Eigenschaft | Standard-Daten |
|---|---|
| Herkunft | Großbritannien |
| FCI-Klassifikation | Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 7 (Englische Gesellschaftsspaniele) |
| Jahr der offiziellen Anerkennung | 1954 (als eigene Rasse getrennt vom King Charles) |
| Lebenserwartung | 10–12 Jahre (einige Tiere werden 14–15 Jahre alt) |
| Widerristhöhe | 30–33 cm |
| Gewicht | 5,4–8,2 kg (vorzugsweise innerhalb des Standards) |
| Felltyp | Lang, seidig, ohne Locken |
Wie sieht der Cavalier King Charles Spaniel aus: Detaillierte Beschreibung

Dieser graziöse Hund von kleiner Statur mit langem, seidigem Fell vermittelt einen Eindruck von Sanftheit und Zartheit. Im Gegensatz zu vielen anderen Toy-Rassen sollte der „Cavalier“ nicht zu zerbrechlich oder leicht wirken; es ist ein kleiner Spaniel mit ausreichendem Knochenbau.
Kopf und Ausdruck der Augen
Der Kopf ist ein wesentliches Rassemerkmal. Der Schädel zwischen den Ohren sollte fast flach sein, was ihn vom kuppelförmigen Schädel des King Charles unterscheidet. Der Übergang von der Stirn zur Schnauze (Stop) ist moderat, nicht zu tief. Die Schnauze mit einer Länge von etwa 3,8 cm verjüngt sich zur Nase hin, darf aber nicht spitz sein. Die Haupt-„Waffe“ des Cavaliers sind seine Augen. Sie müssen groß, dunkel und rund sein, dürfen aber nicht hervorquellen. Der Blick sollte sanft und „dahinschmelzend“ sein, was augenblicklich den Wunsch weckt, dem Hund ein Leckerli zu geben.
Fell und Farben
Das Fell ist lang, seidig und angenehm im Griff. Eine leichte Wellung ist zulässig, Locken gelten jedoch als Fehler. Reiche „Fransen“ zieren Ohren, Pfoten und Rute. Es gibt vier offiziell anerkannte Farben des Cavalier King Charles Spaniels:
- Blenheim: Dies ist wohl die bekannteste Farbe. Sie kombiniert zwei Töne: leuchtende kastanienrote Flecken auf perlweißem Grund. Die Flecken am Kopf sollten symmetrisch angeordnet sein und zwischen den Ohren eine weiße Raute freilassen. Sehr geschätzt wird das Vorhandensein eines einzigartigen roten Flecks in der Mitte dieser Raute - der „Spot of Lord Marlborough“.
- Ruby (Rubinrot): Bedeutet eine einfarbige Färbung in sattem Rot (Mahagoni). Weiße Flecken an Brust oder Pfoten sind bei dieser Farbe unerwünscht.
- Tricolor: Wird manchmal auch „Prinz Charles“ genannt. Dies ist eine schwarz-weiße Färbung mit klar abgegrenzten Flecken. Ein obligatorisches Element sind die lohtan-farbenen Abzeichen über den Augen, an den Wangen, unter den Ohren und unter der Rute.
- Black and Tan (Schwarz und Loh): Rabenschwarze Farbe mit leuchtenden lohtan-farbenen Abzeichen. Weiße Flecken sind bei dieser Färbung nicht zulässig. Diese Farbe wird manchmal „König Charles“ genannt.
Vergleich mit anderen Rassen: Verwechslungen vermeiden

Anfänger verwechseln Cavaliere oft mit ähnlichen Rassen. Am häufigsten entsteht Verwirrung mit seinem engsten Verwandten und Vorfahren – dem King Charles Spaniel. Der Hauptunterschied: Der King Charles ist kleiner, hat eine Stupsnase und einen stärker gewölbten Kopf.
Es gibt auch eine gewisse Ähnlichkeit mit anderen dekorativen Hunden. Zum Beispiel hat auch der Kontinentale Zwergspaniel (Papillon) Spaniel-Wurzeln, unterscheidet sich aber durch die charakteristischen „Schmetterlingsohren“ und einen zierlicheren Körperbau. Der Vertreter aus dem Osten, der Japan Chin, war ebenfalls ein Liebling der Kaiser, hat aber eine ganz andere Mimik und Fellstruktur.
Wenn Sie jedoch einen exotischeren langhaarigen Freund suchen, lohnt sich ein Blick auf Rassen wie den Tibet-Terrier (der eigentlich kein Terrier ist, sondern ein Hüte- und Begleithund) oder den heiligen Tibet-Spaniel, der jahrhundertelang Klöster im Himalaya bewachte.
Interessante Fakten über die Rasse
- Der Cavalier King Charles Spaniel kam in der Serie „Sex and the City“ als Liebling von Charlotte namens Elizabeth Taylor vor.
- Der Legende nach verweigerte der Hund von König Karl I. nach dessen Hinrichtung das Futter und starb vor Kummer, was zum Symbol für die Treue der Rasse wurde.
- Das Wort „Duchess“ (Herzogin) wurde im viktorianischen Zeitalter oft als Name für Hunde dieser Rasse verwendet.
- Trotz ihres „spielzeugartigen“ Aussehens nehmen Cavaliere erfolgreich an Agility- und Obedience-Wettbewerben (Gehorsam) teil.
