DE
Tvaryny › Hunde › Deutsche Schäferhund Stockhaar › Geschichte und Standard

Deutsche Schäferhund Stockhaar — Geschichte und Standard

Der klassische kurzhaarige Deutsche Schäferhund — ein Symbol für Treue und Vielseitigkeit: klug, ausgeglichen, furchtlos und grenzenlos treu. Der Kurzhaar-Deutsche-Schäferhund ist die Standardvarietät der bekanntesten Diensthundrasse der Welt; vom Hütehund bis zu Polizei, Militär und Rettungsdiensten verbindet er herausragenden Verstand und Arbeitsqualitäten mit der Rolle eines zuverlässigen Beschützers und Familienbegleiters.
← Vollständiges Rasseprofil
Deutsche Schäferhund Stockhaar
Inhalt
1Detaillierte Geschichte des Deutschen Schäferhundes Stockhaar 2Aussehen und Standard des Deutschen Schäferhundes Stockhaar

Detaillierte Geschichte des Deutschen Schäferhundes Stockhaar

Die Geschichte des Deutschen Schäferhundes ist untrennbar mit dem Namen des Rittmeisters Max Emil Friedrich von Stephanitz verbunden, der zu Recht als „Vater“ der Rasse gilt. Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Deutschland viele Arten von lokalen Hütehunden, die sich in Exterieur und Arbeitseigenschaften unterschieden. Von Stephanitz, Kavallerieoffizier und Student an der Tierärztlichen Hochschule in Berlin, träumte davon, einen universellen deutschen Diensthund zu schaffen, der Intelligenz, Kraft, Ausdauer und Treue in sich vereint.

Im Jahr 1899 sah von Stephanitz auf einer Hundeausstellung in Karlsruhe einen Rüden namens Hektor von Linksrhein (später umbenannt in Horand von Grafrath). Dieser Hund beeindruckte ihn mit seinen Eigenschaften, und von Stephanitz kaufte ihn. Horand von Grafrath wurde der erste registrierte Deutsche Schäferhund und der Stammvater der Rasse. Im selben Jahr, am 22. April, gründete Max von Stephanitz zusammen mit seinem Freund Arthur Meyer und einigen anderen Enthusiasten den Verein für Deutsche Schäferhunde (SV). Sie entwickelten den ersten Rassestandard, dessen Hauptkriterium die Funktionalität war: "Die Zucht des Deutschen Schäferhundes muss die Zucht von Arbeitshunden sein. Dies muss immer der Ausgangspunkt sein, sonst hören wir auf, Deutsche Schäferhunde zu züchten."

Die Selektion erfolgte nach dem Prinzip der besten körperlichen und geistigen Eignung des Hundes für Hüte- und Dienstfunktionen. Es wird angenommen, dass verschiedene deutsche Hütehunde an der Entstehung der Rasse beteiligt waren, und einige Quellen erwähnen sogar eine mögliche Blutmischung mit dem indischen Wolf, obwohl diese Behauptung umstritten ist und keine wissenschaftliche Bestätigung hat. Der Hauptakzent lag auf Intelligenz, Gehorsam, Ausdauer und körperlicher Stärke.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als der Bedarf an Hütehunden abnahm, wurden Deutsche Schäferhunde zunehmend bei Polizei und Militär eingesetzt. Ihre außergewöhnliche Lernfähigkeit, ihr Geruchssinn und ihr Mut machten sie ideal für Dienstaufgaben. Während des Ersten Weltkriegs dienten Deutsche Schäferhunde als Melder, Sanitäter, Aufklärer und Wachen. Ihre Effektivität war so hoch, dass die Rasse nach dem Krieg auch in anderen Ländern, einschließlich Großbritannien und den USA, aktiv gezüchtet wurde.

Mitte des 20. Jahrhunderts fanden Deutsche Schäferhunde eine noch breitere Anwendung in Militäroperationen, Such- und Rettungsarbeiten, als Blindenführhunde und in vielen anderen Bereichen. Es ist wichtig zu beachten, dass der Rassestandard zwei Felltypen vorsah: Stockhaar und Langstockhaar. Zeitweise wurde der Langstockhaar-Schäferhund von der FCI nicht zur Zucht zugelassen, aber seit 2010 ist er wieder als eigenständige Varietät innerhalb der Rasse voll anerkannt. Die Stockhaar-Variante blieb immer die klassische und am weitesten verbreitete.

Aussehen und Standard des Deutschen Schäferhundes Stockhaar

Deutsche Schäferhund Stockhaar — Aussehen und Standard des Deutschen Schäferhundes Stockhaar

Der Deutsche Schäferhund Stockhaar ist ein Hund mit einem harmonischen, gut ausbalancierten Körperbau, der Kraft, Wendigkeit und Ausdauer vereint. Sein äußeres Erscheinungsbild entspricht seiner funktionalen Bestimmung – ein arbeitsfähiger und ausdauernder Hund zu sein. Der FCI-Standard Nr. 166 beschreibt alle Aspekte des Exterieurs im Detail.

Allgemeines Erscheinungsbild: Mittelgroßer, leicht gestreckter, kräftiger und gut bemuskelter Hund, Knochen trocken, Gesamtstruktur fest. Wichtige Proportionen: Die Widerristhöhe beträgt bei Rüden 60–65 cm, bei Hündinnen 55–60 cm. Die Rumpflänge übertrifft die Widerristhöhe um etwa 10–17%.

Kopf: Keilförmig, in gutem Verhältnis zur Körpergröße (Länge ca. 40% der Widerristhöhe), nicht grob und nicht zu leicht. Oberkopf und Fang sind von gleicher Länge. Die Breite des Schädels entspricht etwa seiner Länge. Von oben und von vorne gesehen ist der Schädel leicht gewölbt, ohne oder mit kaum ausgeprägter Mittelfurche. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist fließend, nicht scharf ausgeprägt. Der Fang ist keilförmig, kräftig; der Nasenrücken ist gerade. Die Lippen sind trocken, fest anliegend, von dunkler Farbe.

Nase: Die Nasenkuppe muss schwarz sein.

Gebiss: Kräftig, gut entwickelt, Scherengebiss (die oberen Schneidezähne greifen scherenartig über die unteren). Zangengebiss, Vor- oder Rückbiss sind fehlerhaft. Vollständiges Gebiss mit 42 Zähnen.

Augen: Mittelgroß, mandelförmig, leicht schräg gestellt, nicht vorstehend. Die Augenfarbe sollte so dunkel wie möglich sein. Helle, stechende Augen sind unerwünscht, da sie den Ausdruck des Hundes beeinträchtigen.

Ohren: Mittelgroße Stehohren, senkrecht und parallel getragen (nicht seitlich abstehend), spitz zulaufend, mit den Ohrmuscheln nach vorne gerichtet. Kipp- oder Hängeohren sind fehlerhaft. In der Bewegung oder in Ruhestellung nach hinten angelegte Ohren sind kein Fehler.

Hals: Kräftig, muskulös, ohne Wamme. In einem Winkel von ca. 45° zur Horizontalen angesetzt.

Körper: Die obere Linie verläuft vom Halsansatz über den hohen, langen Widerrist und den geraden Rücken bis zur leicht abfallenden Kruppe ohne sichtbare Unterbrechung. Der Rücken ist mäßig lang, fest, stark, gut bemuskelt. Die Lenden sind breit, kurz, kräftig entwickelt, gut bemuskelt. Die Kruppe ist lang, leicht abfallend (ca. 23° zur Horizontalen), und geht fließend in den Rutenansatz über.

Brust: Mäßig breit, das Brustbein so lang und ausgeprägt wie möglich. Die Brusttiefe beträgt ca. 45–48% der Widerristhöhe. Die Rippen sind mäßig gewölbt.

Rute: Reicht mindestens bis zum Sprunggelenk, aber nicht über die Mitte des Hintermittelfußes hinaus. Unten ist sie dichter behaart. In Ruhestellung hängt sie in einem sanften Bogen. Bei Erregung oder in der Bewegung wird sie höher, aber nicht über die Rückenlinie getragen.

Gliedmaßen: Vorderhand: Von allen Seiten betrachtet gerade, von vorne absolut parallel. Die Schulterblätter sind lang, schräg gestellt (Winkel ca. 45°), fest anliegend. Der Oberarm ist kräftig, gut bemuskelt. Die Unterarme sind gerade, trocken, muskulös. Die Vordermittelfüße sind fest, der Winkel beträgt ca. 20–22°. Die Pfoten sind rundlich, fest geschlossen, gewölbt; die Ballen sind hart, aber nicht spröde. Die Krallen sind kräftig, von dunkler Farbe. Hinterhand: Leicht nach hinten gestellt, von hinten betrachtet parallel. Die Oberschenkel sind breit, muskulös. Die Unterschenkel sind lang, kräftig. Die Sprunggelenke sind fest, mit gut ausgeprägten Winkeln. Die Hintermittelfüße sind fest, senkrecht. Die Pfoten sind geschlossen, leicht gewölbt; die Ballen sind hart, dunkel. Die Krallen sind kräftig, gebogen, von dunkler Farbe.

Gangwerk: Der Deutsche Schäferhund ist ein Traber. Die Gliedmaßen müssen in Länge und Winkel so aufeinander abgestimmt sein, dass der Hund ohne wesentliche Veränderung der Rückenlinie die Hinterhand bis zur Rumpflänge und die Vorderhand ebenso weit vorschieben kann. Die Bewegungen sind raumgreifend, fließend und zeugen von Ausdauer.

Haut: Fest anliegend, ohne Falten.

Haarkleid (Stockhaar): Der Deutsche Schäferhund Stockhaar hat ein doppeltes Haarkleid mit Unterwolle. Das Deckhaar sollte so dicht wie möglich, gerade, hart und fest anliegend sein. Am Kopf, an der Innenseite der Ohren, an der Vorderseite der Gliedmaßen, an den Pfoten und Zehen ist es kurz. Am Hals ist das Haar etwas länger und dichter. An der Rückseite der Gliedmaßen verlängert sich das Haar bis zum Vordermittelfuß oder Sprunggelenk, an der Rückseite der Oberschenkel bildet es mäßige „Hosen“. Die Länge des Deckhaars variiert, aber es ist immer gerade und hart.

Farbe: Die häufigsten und anerkannten Farben sind: Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen: Mit schwarzem Sattel. Die Maske im Gesicht ist schwarz. Schwarz: Einfarbig schwarz. Grau gewolkt oder rotbraun gewolkt: Mit dunkleren Haarspitzen. Ebenfalls mit schwarzer Maske. Kleine weiße Abzeichen an der Brust oder sehr helle Bereiche an den Innenseiten sind zulässig, aber nicht erwünscht. Die Nasenkuppe ist immer schwarz. Hunde ohne Maske, mit hellen Augen, hellen oder weißen Abzeichen an Brust und Innenseiten, hellen Krallen und roter Rutenspitze werden als Hunde mit mangelnder Pigmentierung bewertet. Die Unterwolle ist immer hellgrau, außer bei schwarzen Hunden, bei denen sie auch schwarz sein kann.

Vollständiges Rasseprofil → Deutsche Schäferhund Stockhaar: Gesundheit und Risiken, Ernährung, Fotos
Deutsche Schäferhund Stockhaar Deutsche Schäferhund Stockhaar Deutsche Schäferhund Stockhaar Deutsche Schäferhund Stockhaar
Ähnliche Rassen
Holländischer SchäferhundEnergie 4.5 Malinois (Belgischer Schäferhund)Energie 5