Charakter: Temperament, Intelligenz und Verhalten

Wolfsspitze sind die Extrovertierten der Hundewelt. Sie sind unglaublich freundlich, fröhlich und menschenbezogen. Wenn Sie einen Hund suchen, der sein Leben in einer Ecke des Hofes fristet - dann ist der Keeshond nichts für Sie. Sie müssen im Zentrum des Geschehens stehen. Diese Rasse wird oft als „Schatten des Besitzers“ bezeichnet, da sie Ihnen von Zimmer zu Zimmer folgt, nur um in Ihrer Nähe zu sein.
Wesentliche Charakterzüge:
- Fehlende Aggression. Der Wolfsspitz ist in erster Linie ein Begleiter. Er besitzt praktisch keinen Jagdinstinkt. Das macht ihn zum idealen Freund für andere Haustiere. Sie verstehen sich bestens mit Katzen, Papageien und Hamstern. Verwandte Rassen wie der Samojede oder der Eurasier sind ebenfalls für ihren sanften Charakter bekannt, aber der Wolfsspitz zeichnet sich durch besondere Empathie aus.
- Wachsamkeit. Trotz seiner Freundlichkeit ist er eine hervorragende „Alarmanlage“. Die historische Vergangenheit als Wächter auf dem Kahn macht sich bemerkbar. Der Wolfsspitz meldet die Annäherung eines Fremden zuverlässig durch Bellen, wird aber kaum beißen. Seine Aufgabe ist es, zu melden.
- Hohe Intelligenz. Sie lernen blitzschnell. Manchmal zu schnell, wobei sie sich nicht nur Befehle merken, sondern auch Ihre Schwachstellen.
- Liebe zu Kindern. Sie sind wunderbare Kindermädchen, die geduldig kindliche Streiche ertragen.
Es ist erwähnenswert, dass sich der Charakter des „Deutschen“ und des „Holländers“ leicht unterscheiden kann. Deutsche Linien sind oft etwas ernster und zurückhaltender, näher am Wachtyp, ähnlich wie ihr größerer Verwandter, der Deutsche Großspitz. Keeshonds hingegen sind in der Regel verspielter und verschmuster.
Erziehung und Sozialisierung

Der Keeshond ist ein Intellektueller. Er wird Befehle nicht blind befolgen wie ein Schäferhund, wenn er keinen Sinn darin sieht. Das Training sollte auf positiver Verstärkung basieren. Härte und Schreien funktionieren bei dieser Rasse nicht - der Hund wird sich verschließen oder beginnen, Sie zu ignorieren.
Sie zeigen hervorragende Leistungen in Agility, Obedience und sogar beim Dogdancing. In den Niederlanden werden sie oft als Therapiehunde in Altersheimen eingesetzt, da ihr lächelndes Gesicht und das weiche Fell Wunder wirken. Ein wichtiger Punkt in der Erziehung ist die Kontrolle des Bellens. Wenn Sie dem Welpen nicht von klein auf das Kommando „Ruhe“ beibringen, riskieren Sie, einen sehr lauten Mitbewohner zu bekommen.
Vor- und Nachteile der Rasse

Vor- und Nachteile der Rasse · 6
| ✅ Vorteile | ❌ Nachteile |
|---|---|
| Toller Familienbegleiter, liebt Kinder. | Bellfreudig (erfordert Erziehung). |
| Kein Jagdinstinkt, freundet sich mit Katzen an. | Intensiver Fellwechsel zweimal im Jahr (Haare überall). |
| Hohe Intelligenz und Lernfähigkeit. | Braucht ständige Ansprache, erträgt kein Alleinsein. |
| Robuste Gesundheit und Langlebigkeit. | Neigung zu Überfressen und Gewichtszunahme. |
| Fell riecht nicht nach „Hund“ und reinigt sich selbst. | Fell trocknet nach dem Baden nur langsam. |
| Effektvolles Aussehen, das Blicke auf sich zieht. |


