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Japanische Terrier — Geschichte und Standard

Zierlicher weiß-schwarzer japanischer Begleiter mit Terriertemperament — lebhaft und treu: fröhlich, klug, zärtlich und erstaunlich friedlich. Der Japan-Terrier (Nihon Teria) ist eine seltene Rasse und ein Nationalschatz Japans; trotz jagdlicher Wurzeln vor allem ein sanfter Hausgenosse, der Kinder liebt und sich — anders als viele Terrier — gut mit anderen Tieren versteht.
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Japanische Terrier
Inhalt
1Herkunftsgeschichte: Der Weg vom Kobe-Terrier zum Nihon Teria 2Rassestandard und äußeres Erscheinungsbild

Herkunftsgeschichte: Der Weg vom Kobe-Terrier zum Nihon Teria

Die Geschichte des Japanischen Terriers ist ein einzigartiges Beispiel dafür, wie westliche Hunderassen, die in den Osten gelangten, zu etwas völlig Neuem und Eigenständigem wurden. Obwohl die ersten Erwähnungen kleiner terrierähnlicher Hunde in Japan auf das 17. Jahrhundert zurückgehen, als holländische und englische Händler sie auf ihren Schiffen in den Hafen von Nagasaki brachten, begann die eigentliche Etablierung der Rasse erst viel später.

Als Vorfahren des modernen Nihon Teria gelten glatthaarige Foxterrier, die im 18. Jahrhundert nach Japan eingeführt wurden. Diese Hunde wurden mit lokalen Kleinrassen gekreuzt, was zur Entstehung der sogenannten „Kobe-Terrier“ oder „Mikado-Terrier“ führte. Es waren kleine, elegante Begleithunde, die in den Hafenstädten Kobe und Yokohama unter der wohlhabenden Bevölkerungsschicht sehr beliebt wurden. Sie dienten nicht als Jäger, sondern als „Zimmerhunde“, was für Terrier jener Zeit untypisch war.

Die planmäßige und gezielte Zucht der Rasse begann erst um das Jahr 1920. Enthusiasten strebten danach, den Typ zu stabilisieren und ihn feiner und eleganter zu gestalten. Es wird angenommen, dass zur Verbesserung der Rasse Blut von Hunden wie dem Glatthaar-Foxterrier und möglicherweise dem English Toy Terrier eingekreuzt wurde, was ihnen die charakteristische dreifarbige Kopffärbung und die schlanke Statur verlieh. Im Jahr 1930 wurde die Rasse vom Japanischen Kennel Club offiziell unter dem Namen „Nihon Teria“ anerkannt.

Der Zweite Weltkrieg versetzte der Rasse, wie vielen anderen weltweit, einen vernichtenden Schlag. Die Population der Japanischen Terrier stand am Rande des Aussterbens. Nur dank der Bemühungen einiger weniger engagierter Züchter konnte die Rasse gerettet werden. Die internationale Anerkennung kam viel später – die Fédération Cynologique Internationale (FCI) erkannte den Japanischen Terrier 1973 vorläufig an, und die volle Anerkennung erfolgte erst 1998. Heute bleibt der Japanische Terrier eine äußerst seltene Rasse, sogar in seinem Heimatland, und außerhalb Japans einen zu finden, ist ein großes Glück.

Rassestandard und äußeres Erscheinungsbild

Der Japanische Terrier ist ein kleiner, kompakter, aber sehr eleganter Hund mit klaren Linien und einer proportionalen Statur. Sein Aussehen vereint die Lebhaftigkeit eines Terriers mit der Feinheit einer Toy-Rasse.

  1. Gesamterscheinung: Ein kompakter, ausgewogener Hund mit quadratischem Format. Die Muskulatur ist gut entwickelt, aber trocken, was einen Eindruck von Leichtigkeit und Schnelligkeit vermittelt.
  2. Kopf: Der Schädel ist flach und schmal. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist kaum erkennbar. Der Fang ist gerade und verjüngt sich zur schwarzen Nase. Die Lippen sind dünn und liegen eng an. Das Gebiss ist ein Scherengebiss, die Zähne sind kräftig und weiß.
  3. Augen: Mittelgroß, oval, von dunkelbrauner Farbe. Der Blick ist sehr lebhaft, intelligent und neugierig.
  4. Ohren: Hoch angesetzt, klein, V-förmig und dünn. Sie hängen auf Knorpelbasis nach vorne und liegen an den Schläfen an.
  5. Hals: Mittellang, kräftig, ohne Wamme und geht fließend in den Widerrist über.
  6. Körper: Der Widerrist ist hoch. Der Rücken ist kurz und kräftig. Die Lende ist leicht gewölbt. Die Brust ist tief, aber nicht zu breit. Der Bauch ist gut aufgezogen und erzeugt eine elegante Silhouette.
  7. Rute: Mitteldick, traditionell bis zum 3. oder 4. Wirbel kupiert. Wird senkrecht oder leicht gebogen über dem Rücken getragen.
  8. Gliedmaßen: Die Vordergliedmaßen sind gerade, mit trockenen Knochen. Die Hintergliedmaßen haben gut entwickelte Muskeln und ausgeprägte Winkel der Sprunggelenke. Die Pfoten sind kompakt, „katzenartig“, mit kräftigen Krallen (vorzugsweise dunkler Farbe).
  9. Fell und Farbe: Das Fell ist sehr kurz (ca. 2 mm), glatt, dicht und glänzend. Die Färbung ist das charakteristischste Merkmal der Rasse. Der Körper ist hauptsächlich weiß mit schwarzen, schwarz-lohfarbenen oder rötlichen Flecken. Der Kopf ist immer schwarz, mit rötlichen (lohfarbenen) Abzeichen auf den Wangen, über den Augen und an der Innenseite der Ohren.
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