DE
Tvaryny › Hunde › Norwegischer Buhund
Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 3 (Nordische Wach- und Hütehunde) · Norwegen

Norwegischer Buhund

Ein alter „Hofhund“ der Wikinger: energiegeladen, freundlich, klug und unermüdlich. Der Norwegische Buhund ist ein vielseitiger Hüte- und Wachspitz aus Skandinavien; er ist treu, leicht in Schwung zu bringen und hervorragend in der Familie, wenn er genug Bewegung und Beschäftigung bekommt.
Größe
41–47 cm
Gewicht
12–18 kg
Lebenserwartung
13–15 Jahre
FCI-Gruppe
Gruppe 5, Sektion 3
Norwegischer Buhund
Fotos: 7

Bewertungen der Rasse

Familie Kinder Für Anfänger Erziehung Energie Gesundheit Haaren Sabbern Bellen Wohnung Wetter Jagdtrieb
Genaue Bewertungen · 12
Familie 4.5 Kinder 4.5 Für Anfänger 3.5 Erziehung 4.0 Energie 4.5 Gesundheit 3.5 Haaren 4.0 Sabbern 1.5 Bellen 4.0 Wohnung 3.0 Wetter 4.0 Jagdtrieb 3.5
Vorteile
Freundlich, energiegeladen, treu
Klug und leicht auszubilden
Hervorragender „Glöckchen“-Wächter
Gut mit Kindern in einer aktiven Familie
Nachteile
Braucht viel Bewegung und Beschäftigung
Neigt zum Bellen
Dichtes Fell haart stark
Ohne Auslastung langweilt er sich
Größe
Eignung
Wohnung · bedingt Kinder Katzen · bedingt Andere Hunde Für Anfänger · bedingt
Eigene Seiten zur Rasse

Der Norwegische Buhund (Norwegian Buhund) ist nicht einfach nur ein Hund; er ist lebendige Geschichte Skandinaviens, verpackt in einem energiegeladenen, flauschigen Körper. Diese Tiere sind extrem liebevoll zu allen Familienmitgliedern, und ihre Hingabe kennt keine Grenzen. Im Kreis ihrer vertrauten Menschen sind Hunde dieser Rasse so sanftmütig, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie gegenüber Fremden Aggression zeigen könnten. Doch genau das ist der Fall, wenn es um den Schutz des Territoriums geht. Der Schutz- und Wachtrieb ist dem Norwegischen Buhund angeboren, denn über Jahrhunderte bewachten seine Vorfahren die Höfe in den rauen Fjorden. Zudem sind diese Hunde exzellente Jäger, auch wenn sich dieser Instinkt heute öfter in verspieltem Verhalten äußert. Erfahren Sie mehr auf Tvaryny.

Norwegischer Buhund: Detaillierter Überblick und Eigenschaften

Norwegischer Buhund
Norwegischer Buhund: Detaillierter Überblick und Eigenschaften · 8
ParameterEigenschaft
UrsprungslandNorwegen
FCI-GruppeGruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 3 (Nordische Wach- und Hütehunde)
VerwendungWachhund, Hütehund, Begleithund
Lebenserwartung13–15 Jahre
Widerristhöhe (Rüden)43–47 cm
Widerristhöhe (Hündinnen)41–45 cm
Gewicht (Rüden)14–18 kg
Gewicht (Hündinnen)12–16 kg

Wie sieht der Norwegische Buhund aus: Detaillierte Beschreibung des Exterieurs

Norwegischer Buhund — Wie sieht der Norwegische Buhund aus: Detaillierte Beschreibung des Exterieurs

Der Norwegische Buhund ist ein typischer Spitz: etwas kleiner als mittelgroß, kompakt, quadratisches Format, mit stolz erhobenem Kopf und ringelförmiger Rute. Sein Äußeres strahlt Wachsamkeit und Energie aus. Er wirkt weder grob noch übermäßig schwer; er ist ein Athlet, der auf Ausdauer ausgelegt ist, nicht auf Kraftkampf.

Kopf und Schnauze

Der Kopf ist keilförmig, sauber modelliert, ohne überflüssige Hautfalten, mit einer recht breiten und flachen Stirn. Der Übergang von der Stirn zur Schnauze (Stop) ist gut ausgeprägt, aber nicht abrupt. Die Schnauze ist recht kurz, verjüngt sich allmählich zum Nasenschwamm hin, darf aber nicht spitz oder im negativen Sinne „fuchsartig“ wirken. Der Nasenrücken ist gerade. Der Nasenschwamm ist immer schwarz.

Die Augen sind der Spiegel der Seele des Buhunds. Sie sind recht groß, oval und von möglichst dunkler Farbe. Der Blick ist intelligent, lebhaft und mutig. Die Augenlider sind schwarz und liegen eng an. Die Ohren sind hoch angesetzt, mittelgroß, stehend, dreieckig und haben spitze Enden. Sie sind sehr beweglich und reagieren blitzschnell auf jedes Geräusch, indem sie sich wie Radargeräte drehen.

Körper und Gliedmaßen

Der Hals ist kräftig, mittellang, ohne Wamme und trägt den Kopf stolz. Der Rumpf ist kompakt und „kernig“. Der Rücken ist kurz und stark, gerade. Der Brustkorb ist tief, mit gut gewölbten Rippen, was ein ausreichendes Lungenvolumen für langes Laufen gewährleistet. Die Gliedmaßen sind gerade, parallel zueinander, mit gut entwickelter Muskulatur und festen Knochen. Die Winkelungen der Gelenke sind moderat, was dem Hund erlaubt, sich leicht und ökonomisch zu bewegen.

Die Pfoten sind kompakt, oval, die Zehen eng geschlossen („Katzenpfote“). Die Rute ist hoch angesetzt, fest zu einem Ring eingerollt und wird über dem Rücken getragen, jedoch nicht seitlich. Sie ist mit dichtem Haar bedeckt, was sie wie einen Pompon aussehen lässt.

Fell und Farbe

Das Fell ist doppelt, was typisch für nordische Rassen ist. Das Deckhaar ist hart, dick und liegt eng am Körper an. Die Unterwolle ist weich, sehr dicht und flauschig wie Watte. Diese Fellstruktur schützt den Hund hervorragend vor Regen, Schnee und beißendem Wind. An Kopf und Vorderseite der Beine ist das Fell kürzer, an Hals, Brust und der Rückseite der Oberschenkel („Hosen“) länger und bildet einen Kragen. Das Haaren ist bei dieser Rasse stark ausgeprägt, besonders im Frühjahr und Herbst.

Laut Standard sind folgende Farben zulässig:

  • Weizenfarben (Wheaten): Von hellrot (fast beige) bis gelblich-rot. Das Vorhandensein dunkler Haarspitzen (sogenannte „Zobelfarbe“) ist zulässig und sogar erwünscht, aber der Grundton muss rein sein. Eine dunkle Maske an der Schnauze ist möglich.
  • Schwarz (Black): Vorzugsweise einfarbig, tiefes Schwarz, ohne Braunschimmer (obwohl die Unterwolle in der Sonne bronzefarben schimmern kann).

Kleine weiße Flecken an der Brust, am Hals (schmale Blesse) und an den Pfoten sind erlaubt, aber viel Weiß gilt als Fehler. Optisch können unerfahrene Leute den weizenfarbenen Buhund mit dem Islandhund verwechseln, da sie gemeinsame Wurzeln und einen ähnlichen Felltyp haben, allerdings sind die Isländer meist etwas kleiner und weisen vielfältigere Farben auf.

Interessante Fakten über die Rasse

  • Der Klingel-Hund: Buhunde haben ein sehr breites Spektrum an Tönen. Außer Bellen können sie jodeln, brummen und Geräusche machen, die dem Singen ähneln.
  • Geborene Hirten: Selbst wenn ein Buhund noch nie ein Schaf gesehen hat, beginnt er oft instinktiv, die Tiere zusammenzutreiben, wenn er auf einen Bauernhof kommt.
  • Lächeln: Besitzer behaupten, dass Buhunde „lächeln“ können, indem sie die Lippen hochziehen und im Moment der Freude die Zähne zeigen, was kein Zeichen von Aggression ist.
  • Seltenheit: Trotz ihrer wunderbaren Qualitäten bleibt die Rasse außerhalb Skandinaviens und Großbritanniens selten.

Pflege und Haltung

Die Pflege dieser Rasse ist nicht kompliziert, erfordert aber Regelmäßigkeit. Das Hauptaugenmerk liegt auf Fell und Auslauf.

Spaziergänge und Aktivität

Norwegische Buhunde brauchen täglich lange Spaziergänge, besser noch Joggingrunden. Es wird ihnen ziemlich schwerfallen, sich an städtische Lebensbedingungen in einer engen Wohnung ohne aktiven Auslauf zu gewöhnen. Sie brauchen viel Raum, um ihre unerschöpflichen Energiereserven abzubauen. Zudem akzeptieren sie keine an ihnen vorbeifahrenden Fahrzeuge (Fahrräder, Roller); manchmal entsteht der Eindruck, als wollten diese nordischen Hunde sie „hüten“ oder einholen. Wenn Sie also in der Stadt leben, lassen Sie den Hund nicht von der Leine, wenn sich eine Straße oder ein Radweg in der Nähe befindet.

Natürlich ist es für Menschen, die zur Arbeit eilen, schwierig, morgens weit vom Haus wegzugehen, um anderthalb Stunden mit dem Hund zu laufen. Dennoch braucht der Buhund das. Wenn dieser Hund morgens seine Energie nicht loswird, werden Möbel und andere Einrichtungsgegenstände in Ihrer Wohnung mit Sicherheit darunter leiden. Daher empfehlen Hundeexperten, diese Tiere außerhalb der Stadt zu halten, in einem Privathaus mit großem Grundstück.

Norwegische Buhunde können sich an alle Bedingungen anpassen; dank ihres Fells ertragen sie Kälte leicht. Dennoch darf man einen Buhund kategorisch nicht an die Kette legen - diese Hunde sind freiheitsliebend und sozial. Die Isolation an der Kette würde die Psyche des Tieres brechen und es hysterisch oder aggressiv machen.

Grooming

Buhunde sind reinliche Vertreter der Hundewelt; zudem haben sie fast keinen typischen Hundegeruch, selbst wenn das Fell nass ist. Deshalb sollte man sie äußerst selten baden, nur bei starker Verschmutzung. Häufiges Waschen spült die schützende Fettschicht vom Fell.

Das Fell dieses Norwegers muss mehrmals pro Woche mit einem Metallkamm oder einer Zupfbürste gekämmt werden. Während des Fellwechsels (im Frühjahr und Herbst) werden Sie ihn täglich bürsten müssen, sonst fliegen die Haare durch das ganze Haus. Vergessen Sie auch nicht die rechtzeitigen Impfungen und Tierarztbesuche für Routineuntersuchungen. Die Krallen sollten alle 2–3 Wochen geschnitten werden, falls sie sich nicht auf natürliche Weise auf dem Asphalt abnutzen.

Ernährung

Ernährung: Wichtige Empfehlungen

Gesundheit und Risiken

Gesundheit: Typische Krankheiten und Vorbeugung

Häufige Fragen zur Rasse (FAQ) · 4

Eignet sich der Norwegische Buhund für die Wohnung?
Theoretisch ja, wenn Sie bereit sind, mit ihm 2–3 Stunden am Tag aktiv spazieren zu gehen. Aber der ideale Ort ist ein Privathaus mit Hof. Bedenken Sie auch, dass der Hund bellfreudig ist, was Nachbarn hinter der Wand missfallen könnte.

Ist dieser Hund schwer zu erziehen?
Nein, Buhunde sind sehr klug und wollen gefallen (die Futtermotivation ist sehr hoch). Sie lernen schneller als viele andere Spitze, können sich aber ablenken lassen.

Wie vertragen sie Hitze?
Wegen der dichten Unterwolle ist Hitze für sie schwerer als Kälte. Im Sommer sollte das Training früh morgens oder spät abends stattfinden, und tagsüber muss ein kühler Platz und Zugang zu Wasser gewährleistet sein.

Sind sie aggressiv gegenüber Kindern?
Nein, dies ist eine der besten Familienrassen. Aber wegen seiner Energie kann ein junger Hund ein kleines Kind beim Spielen versehentlich umstoßen, daher ist Aufsicht obligatorisch.

Video über die Rasse

Häufige Fragen

Ist der Norwegische Buhund gut für die Familie?
Sehr — es ist ein freundlicher, treuer und energiegeladener Hund, hervorragend mit Kindern; wichtig ist, ihm genug Bewegung und Beschäftigung zu geben.
Haart der Buhund viel?
Ja — das dichte Doppelfell haart stark, besonders saisonal; regelmäßiges Bürsten ist nötig.
Ist der Buhund für die Wohnung geeignet?
Möglich, sofern viel Bewegung und Beschäftigung — es ist ein Arbeitshirte und -wächter, der Langeweile schlecht verträgt.

Ähnliche Rassen

Quellen

FCI-Standard Nr. 237 · The Kennel Club