Norwegischer Buhund

By tvaryny
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Kurz Ein alter „Hofhund“ der Wikinger: energiegeladen, freundlich, klug und unermüdlich. Der Norwegische Buhund ist ein vielseitiger Hüte- und Wachspitz aus Skandinavien; er ist treu, leicht in Schwung zu bringen und hervorragend in der Familie, wenn er genug Bewegung und Beschäftigung bekommt.
WohnungKinderKatzenAndere HundeAnfänger
Parameter
Höhe41–47 cm
Gewicht12–18 kg
Lebenserwartung12–16 Jahre
FCI-Gruppe5 · Spitze
HerkunftNorwegen
Größe
Schulterhöhe 41–47 cmGewicht 12–18 kg
Bewertungen · 12 · Dataset
FamilieKinderAnfängerErziehungEnergieGesundhe.HaarenSabbernBellenWohnungWetterJagdtrieb
Genaue Bewertungen
Familie4.5
Kinder4.5
Anfänger3.5
Erziehung4.0
Energie4.5
Gesundheit3.5
Haaren4.0
Sabbern1.5
Bellen4.0
Wohnung3.0
Wetter4.0
Jagdtrieb3.5
Häufige Krankheiten
  • Hüftgelenksdysplasie
  • Erbliche Kleinhirnataxie
  • Erblicher Katarakt
  • Progressive Retinaatrophie (PRA)
  • Schilddrüsenunterfunktion
Ernährung

Hochwertiges Futter für eine aktive Rasse, Gewichtskontrolle. Das dichte Doppelfell haart stark — regelmäßiges Bürsten; viel Bewegung ist Pflicht.

Der Norwegische Buhund (Norwegian Buhund) ist nicht einfach nur ein Hund; er ist lebendige Geschichte Skandinaviens, verpackt in einem energiegeladenen, flauschigen Körper. Diese Tiere sind extrem liebevoll zu allen Familienmitgliedern, und ihre Hingabe kennt keine Grenzen. Im Kreis ihrer vertrauten Menschen sind Hunde dieser Rasse so sanftmütig, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie gegenüber Fremden Aggression zeigen könnten. Doch genau das ist der Fall, wenn es um den Schutz des Territoriums geht. Der Schutz- und Wachtrieb ist dem Norwegischen Buhund angeboren, denn über Jahrhunderte bewachten seine Vorfahren die Höfe in den rauen Fjorden. Zudem sind diese Hunde exzellente Jäger, auch wenn sich dieser Instinkt heute öfter in verspieltem Verhalten äußert. Erfahren Sie mehr auf Tvaryny.

Norwegischer Buhund: Detaillierter Überblick und Eigenschaften
Norwegischer Buhund
ParameterEigenschaft
UrsprungslandNorwegen
FCI-GruppeGruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 3 (Nordische Wach- und Hütehunde)
VerwendungWachhund, Hütehund, Begleithund
Lebenserwartung13-15 Jahre
Widerristhöhe (Rüden)43-47 cm
Widerristhöhe (Hündinnen)41-45 cm
Gewicht (Rüden)14-18 kg
Gewicht (Hündinnen)12-16 kg
Geschichte der Rasse: Von den Wikingern bis zur Gegenwart

Die Geschichte des Norwegischen Buhunds reicht weit in die Vergangenheit zurück und ist eng mit der Geschichte der Wikinger verwoben. Die Vorfahren dieser Rasse waren treue Begleiter der skandinavischen Seefahrer und Krieger. Davon zeugen zahlreiche archäologische Funde. Der bedeutendste Beweis sind die Ausgrabungen des Gokstad-Schiffs (Gokstad ship), das Archäologen 1880 in Norwegen fanden. Diese Grabstätte wird auf etwa das Jahr 900 n. Chr. datiert. Zusammen mit einem Wikingerkönig und diversen Grabbeigaben wurden die Skelette von sechs Hunden unterschiedlicher Größe gefunden. Kynologen und Archäozoologen stellten nach einer Analyse der Knochen fest, dass ein Teil dieser Skelette direkten Vorfahren des modernen Buhunds zuzuordnen ist.

Hundeexperten bestätigen, dass die heutigen Norwegischen Buhunde den Phänotyp jener antiken Hunde fast unverändert beibehalten haben. Die Tiere halfen den Einheimischen seit jeher in der Landwirtschaft: Sie bewachten die Häuser vor Eindringlingen, schützten das Vieh vor Angriffen wilder Tiere, zogen im Winter kleine Lasten und halfen manchmal sogar bei der Jagd auf Bären und Wölfe, indem sie im Rudel arbeiteten. Gerade diese Vielseitigkeit machte sie unter den Bedingungen des rauen norwegischen Klimas unverzichtbar.

Offiziell als „Norwegische Buhunde“ wurden diese Farmhunde erst deutlich später bezeichnet. Die ersten dokumentierten Erwähnungen unter diesem Namen stammen vom Ende des 17. Jahrhunderts, genauer aus dem Jahr 1698. Das Wort „Buhund“ bedeutet übersetzt so viel wie „Hof- oder Farmhund“, was ihre Bestimmung perfekt beschreibt. Sie waren keine Spezialisten, wie etwa Windhunde, sondern erledigten alles, was der Bauer „hier und jetzt“ benötigte.

Die Systematisierung der Rasse begann erst im 20. Jahrhundert. Popularität erlangten diese Hunde durch die Bemühungen von John Sæland, der als Vater des modernen Buhunds gilt. Er begann mit der gezielten Selektion der besten Vertreter für Ausstellungen und Zucht. In den 1920er Jahren wurde die erste Ausstellung organisiert, die dieser Rasse gewidmet war; sie fand in Jæren statt – einer Region, in der sich die Rasse in ihrer reinsten Form erhalten hatte. 1939 gründeten Liebhaber der Rasse ihren nationalen Club. Und 1943 erhielt die Rasse trotz des Krieges die offizielle internationale Anerkennung.

Es ist erwähnenswert, dass bei der Entstehung der skandinavischen Rassen eine enge genetische Verbindung besteht. So hat der Buhund gemeinsame Merkmale mit anderen nordischen Rassen. Er ist ein naher Verwandter des Schwedischen Lapphunds, der im benachbarten Schweden ähnliche Aufgaben erfüllte, auch wenn Lapphunde historisch stärker mit der Rentierzucht der Samen assoziiert werden.

In den 80er Jahren wurden Buhunde in die USA importiert, wo sie ebenfalls ihre Anhänger fanden. Heute gibt es weltweit nicht allzu viele dieser Hunde, aber sie erobern zunehmend die Herzen in anderen Ländern durch ihre Aufrichtigkeit und Energie, während sie für die Norweger bereits zu einem echten nationalen Kulturgut und Symbol der Identität geworden sind.

Wie sieht der Norwegische Buhund aus: Detaillierte Beschreibung des Exterieurs
Norwegischer Buhund — Wie sieht der Norwegische Buhund aus: Detaillierte Beschreibung des Exterieurs

Der Norwegische Buhund ist ein typischer Spitz: etwas kleiner als mittelgroß, kompakt, quadratisches Format, mit stolz erhobenem Kopf und ringelförmiger Rute. Sein Äußeres strahlt Wachsamkeit und Energie aus. Er wirkt weder grob noch übermäßig schwer; er ist ein Athlet, der auf Ausdauer ausgelegt ist, nicht auf Kraftkampf.

Kopf und Schnauze

Der Kopf ist keilförmig, sauber modelliert, ohne überflüssige Hautfalten, mit einer recht breiten und flachen Stirn. Der Übergang von der Stirn zur Schnauze (Stop) ist gut ausgeprägt, aber nicht abrupt. Die Schnauze ist recht kurz, verjüngt sich allmählich zum Nasenschwamm hin, darf aber nicht spitz oder im negativen Sinne „fuchsartig“ wirken. Der Nasenrücken ist gerade. Der Nasenschwamm ist immer schwarz.

Die Augen sind der Spiegel der Seele des Buhunds. Sie sind recht groß, oval und von möglichst dunkler Farbe. Der Blick ist intelligent, lebhaft und mutig. Die Augenlider sind schwarz und liegen eng an. Die Ohren sind hoch angesetzt, mittelgroß, stehend, dreieckig und haben spitze Enden. Sie sind sehr beweglich und reagieren blitzschnell auf jedes Geräusch, indem sie sich wie Radargeräte drehen.

Körper und Gliedmaßen

Der Hals ist kräftig, mittellang, ohne Wamme und trägt den Kopf stolz. Der Rumpf ist kompakt und „kernig“. Der Rücken ist kurz und stark, gerade. Der Brustkorb ist tief, mit gut gewölbten Rippen, was ein ausreichendes Lungenvolumen für langes Laufen gewährleistet. Die Gliedmaßen sind gerade, parallel zueinander, mit gut entwickelter Muskulatur und festen Knochen. Die Winkelungen der Gelenke sind moderat, was dem Hund erlaubt, sich leicht und ökonomisch zu bewegen.

Die Pfoten sind kompakt, oval, die Zehen eng geschlossen („Katzenpfote“). Die Rute ist hoch angesetzt, fest zu einem Ring eingerollt und wird über dem Rücken getragen, jedoch nicht seitlich. Sie ist mit dichtem Haar bedeckt, was sie wie einen Pompon aussehen lässt.

Fell und Farbe

Das Fell ist doppelt, was typisch für nordische Rassen ist. Das Deckhaar ist hart, dick und liegt eng am Körper an. Die Unterwolle ist weich, sehr dicht und flauschig wie Watte. Diese Fellstruktur schützt den Hund hervorragend vor Regen, Schnee und beißendem Wind. An Kopf und Vorderseite der Beine ist das Fell kürzer, an Hals, Brust und der Rückseite der Oberschenkel („Hosen“) länger und bildet einen Kragen. Das Haaren ist bei dieser Rasse stark ausgeprägt, besonders im Frühjahr und Herbst.

Laut Standard sind folgende Farben zulässig:

  • Weizenfarben (Wheaten): Von hellrot (fast beige) bis gelblich-rot. Das Vorhandensein dunkler Haarspitzen (sogenannte „Zobelfarbe“) ist zulässig und sogar erwünscht, aber der Grundton muss rein sein. Eine dunkle Maske an der Schnauze ist möglich.
  • Schwarz (Black): Vorzugsweise einfarbig, tiefes Schwarz, ohne Braunschimmer (obwohl die Unterwolle in der Sonne bronzefarben schimmern kann).

Kleine weiße Flecken an der Brust, am Hals (schmale Blesse) und an den Pfoten sind erlaubt, aber viel Weiß gilt als Fehler. Optisch können unerfahrene Leute den weizenfarbenen Buhund mit dem Islandhund verwechseln, da sie gemeinsame Wurzeln und einen ähnlichen Felltyp haben, allerdings sind die Isländer meist etwas kleiner und weisen vielfältigere Farben auf.

Charakter: Temperament, Verhalten und Psychologie

Norwegische Buhunde sind ein Bündel an Positivität, aber mit einem ernsten Arbeitskern. Sie sind unglaublich lebensfrohe und gutmütige Hunde, sie vergöttern ihren Besitzer und alle Mitglieder der Familie, in der sie leben. Der Begriff „Ein-Mann-Hund“ trifft auf sie nicht zu. Der Buhund liebt alle, die zu seinem „Rudel“ gehören, einschließlich Katzen (wenn er mit ihnen aufgewachsen ist).

Energie und Tatendrang

Diese Hunde sind sehr verspielt und fröhlich; sie lieben es, wenn der Besitzer ihnen viel Zeit widmet. Das hat jedoch auch eine Kehrseite. Aus Mangel an Aufmerksamkeit, Langeweile und körperlicher Betätigung können diese Hunde beginnen, alles um sich herum zu zerstören: Möbel anknabbern, Tapeten abreißen oder Löcher im Hof graben. Das ist kein Ausdruck von Bosheit, sondern ein Hilfeschrei und der Versuch, sich selbst zu unterhalten. Daher ist Ihre Hauptaufgabe, dem Tier Beschäftigung zu bieten.

Dem Buhund gefallen jegliche Spiele und Unterhaltungen. Versuchen Sie, seine Energie in die richtigen Bahnen zu lenken:

  • Bauen Sie für Ihren Schützling einen Hindernisparcours im Hof.
  • Spielen Sie mit ihm Flyball oder Dog-Frisbee.
  • Veranstalten Sie ein Tauziehen (Buhunde haben einen festen Griff).
  • Machen Sie Nasenarbeit (Nosework) – das lastet das Gehirn des Hundes hervorragend aus.

Wenn Sie kein Jäger sind, können Sie einfach so gemeinsam mit Ihrem Buhund Vögel aufscheuchen, der von einer solchen Beschäftigung zweifellos begeistert sein wird.

Stimme und Wachqualitäten

Es ist wichtig zu verstehen: Der Buhund liebt es zu bellen. Das ist Teil seiner Arbeit als Hofwächter und Hirte. Er nutzt seine Stimme, um die Herde zu lenken und vor herannahenden Fremden zu warnen. In puncto Wachsamkeit kann man ihn mit einigen anderen Rassen vergleichen. Obwohl sie äußerlich verschieden sind, steht der Buhund in seiner Reaktion auf verdächtige Geräusche einem so wachsamen Wächter wie dem Zwergpinscher in nichts nach. Beide Rassen signalisieren Gäste augenblicklich.

Der Buhund ist nicht aggressiv gegenüber Menschen; er wird nicht ohne äußerste Notwendigkeit angreifen. Seine Taktik ist warnen, Lärm machen und Distanz wahren. Das macht ihn zur idealen „Alarmanlage“, aber nicht zum Leibwächter.

Gesundheit: Typische Krankheiten und Vorbeugung
Norwegischer Buhund — Gesundheit: Typische Krankheiten und Vorbeugung

„Gesunde Rasse“ heißt hier „kein flächendeckendes Rassesyndrom“, nicht „kein Risiko“ — siehe Liste unten. Die tausendjährige natürliche Selektion unter rauen Bedingungen hat ihre Arbeit getan. Sie haben ein robustes Immunsystem, das die Hunde vor allerlei Erkältungs- und Infektionskrankheiten schützt. Dennoch gibt es, wie bei jeder reinrassigen Zucht, gewisse Schwachstellen.

Erbkrankheiten

Genetische Erkrankungen gibt es bei ihnen nicht viele, aber sie existieren:

  • Hüftgelenksdysplasie (HD): Dies ist das häufigste Problem bei mittelgroßen und großen Rassen. Sie kann vererbt werden. Wenn ein Welpe zu dieser Erkrankung neigt, muss man während seines Heranwachsens sehr aufmerksam sein. Man darf nicht zulassen, dass der Welpe bis zum 6.-8. Monat selbstständig Treppen steigt, viel auf rutschigen Böden rennt oder aus der Höhe springt. Erkennen kann man diese Erkrankung an folgenden Anzeichen: Der Hund beginnt zu lahmen (besonders nach dem Schlaf), ermüdet schnell, die Hinterläufe beginnen zu schwanken, und beim Aufstehen versucht der Hund, die Hauptlast auf die Vorderpfoten zu verlegen.
  • Katarakt (Grauer Star): Eine erbliche Augenerkrankung, die zur Trübung der Linse und zum Sehverlust führen kann. Verantwortungsbewusste Züchter testen die Elterntiere vor der Paarung.
  • Von-Willebrand-Krankheit: Eine Störung der Blutgerinnung. Dies ist eine seltene, aber mögliche Erkrankung bei Buhunden.

Wenn Sie irgendwelche Anzeichen von Unwohlsein bemerken, wenden Sie sich dringend an einen Tierarzt. Dysplasie wird je nach Schweregrad mithilfe von Chondroprotektiva, Schmerzmitteln oder chirurgisch korrigiert. Wenn Sie sicher sein wollen, dass der Welpe, den Sie erwerben, ein minimales Risiko für Dysplasie hat, studieren Sie seinen Stammbaum und verlangen Sie Zertifikate über die Gelenkuntersuchung der Eltern.

Vor- und Nachteile der Rasse
Norwegischer Buhund — Vor- und Nachteile der Rasse

Bevor Sie sich einen Buhund anschaffen, sollten Sie alle „Pros“ und „Contras“ abwägen, denn dies ist ein aktiver Hund, der nicht zu jedem passt.

Vorteile (+)Nachteile (-)
Sehr menschenbezogen, verschmustBellt gerne (hoher Lärmpegel)
Versteht sich super mit Kindern und anderen TierenHaart zweimal im Jahr sehr stark
Hohe Intelligenz, lernt leicht TricksBraucht erhebliche körperliche Auslastung
Kompakte Größe, bequem für den TransportKann aus Langeweile Dinge anknabbern
Robuste Gesundheit, AusdauerStarker Jagdinstinkt (kann draußen Katzen jagen)
Hat keinen spezifischen „Hundegeruch“Bleibt nicht gerne allein
Pflege und Haltung
Norwegischer Buhund schwarze Farbe

Die Pflege dieser Rasse ist nicht kompliziert, erfordert aber Regelmäßigkeit. Das Hauptaugenmerk liegt auf Fell und Auslauf.

Spaziergänge und Aktivität

Norwegische Buhunde brauchen täglich lange Spaziergänge, besser noch Joggingrunden. Es wird ihnen ziemlich schwerfallen, sich an städtische Lebensbedingungen in einer engen Wohnung ohne aktiven Auslauf zu gewöhnen. Sie brauchen viel Raum, um ihre unerschöpflichen Energiereserven abzubauen. Zudem akzeptieren sie keine an ihnen vorbeifahrenden Fahrzeuge (Fahrräder, Roller); manchmal entsteht der Eindruck, als wollten diese nordischen Hunde sie „hüten“ oder einholen. Wenn Sie also in der Stadt leben, lassen Sie den Hund nicht von der Leine, wenn sich eine Straße oder ein Radweg in der Nähe befindet.

Natürlich ist es für Menschen, die zur Arbeit eilen, schwierig, morgens weit vom Haus wegzugehen, um anderthalb Stunden mit dem Hund zu laufen. Dennoch braucht der Buhund das. Wenn dieser Hund morgens seine Energie nicht loswird, werden Möbel und andere Einrichtungsgegenstände in Ihrer Wohnung mit Sicherheit darunter leiden. Daher empfehlen Hundeexperten, diese Tiere außerhalb der Stadt zu halten, in einem Privathaus mit großem Grundstück.

Norwegische Buhunde können sich an alle Bedingungen anpassen; dank ihres Fells ertragen sie Kälte leicht. Dennoch darf man einen Buhund kategorisch nicht an die Kette legen – diese Hunde sind freiheitsliebend und sozial. Die Isolation an der Kette würde die Psyche des Tieres brechen und es hysterisch oder aggressiv machen.

Grooming

Buhunde sind reinliche Vertreter der Hundewelt; zudem haben sie fast keinen typischen Hundegeruch, selbst wenn das Fell nass ist. Deshalb sollte man sie äußerst selten baden, nur bei starker Verschmutzung. Häufiges Waschen spült die schützende Fettschicht vom Fell.

Das Fell dieses Norwegers muss mehrmals pro Woche mit einem Metallkamm oder einer Zupfbürste gekämmt werden. Während des Fellwechsels (im Frühjahr und Herbst) werden Sie ihn täglich bürsten müssen, sonst fliegen die Haare durch das ganze Haus. Vergessen Sie auch nicht die rechtzeitigen Impfungen und Tierarztbesuche für Routineuntersuchungen. Die Krallen sollten alle 2-3 Wochen geschnitten werden, falls sie sich nicht auf natürliche Weise auf dem Asphalt abnutzen.

Erziehung und Sozialisierung
Norwegischer Buhund — Erziehung und Sozialisierung

Die Erziehung des Norwegischen Buhunds ist ein wichtiger Faktor, dem man regelmäßig Aufmerksamkeit schenken sollte, am besten Tag für Tag für mehrere Stunden (zusammen mit den Spaziergängen). Die Natur hat Hunde dieser Rasse mit hoher Intelligenz, der Fähigkeit zum Nachdenken und dem Verständnis des Menschen fast ohne Worte ausgestattet. Sie wollen dem Besitzer gefallen, was sie vorteilhaft von unabhängigeren Rassen unterscheidet, wie zum Beispiel dem Grauen Norwegischen Elchhund, der oft dazu neigt, bei der Jagd Entscheidungen selbstständig zu treffen. Der Buhund ist stärker auf Kooperation eingestellt.

Doch wie bekannt ist, müssen geistige Fähigkeiten entwickelt werden. Wie genau Ihr Schützling sein wird, hängt nur von Ihnen ab. Norwegische Buhunde sind sehr fähige und universelle Arbeitshunde. Sie zeigen hervorragende Ergebnisse in Agility, Obedience (Gehorsam) und im Hütedienst. Dennoch muss man sie von klein auf an die konkrete Tätigkeit gewöhnen.

Wenden Sie niemals körperliche Gewalt gegenüber diesen Hunden an; sie sind von Natur aus gutmütig und sensibel und fordern Respekt. Grobheit führt dazu, dass der Hund sich in sich selbst zurückzieht oder ängstlich wird. Wappnen Sie sich mit Geduld und beginnen Sie mit dem Training Ihres vierbeinigen Freundes unter Verwendung der Methode der positiven Verstärkung. Denken Sie daran, dass Leckerlis und Lob vom Besitzer Wunder wirken können.

Ernährung: Wichtige Empfehlungen
Norwegischer Buhund — Ernährung: Wichtige Empfehlungen

Den Norwegischen Buhund sollte man mit nützlichem, ausgewogenem und qualitativ hochwertigem Futter ernähren. Da dies ein aktiver Hund ist, muss der Kaloriengehalt der Ration der Belastung entsprechen. Aber seien Sie vorsichtig: Buhunde fressen sehr gerne und neigen zu Übergewicht, wenn man sie überfüttert und wenig bewegt.

Für Hunde sind natürliche Produkte nützlich:

  • Fleisch: Magere Sorten – Rind, Pferd, Lamm, Kaninchen, Hühner- und Putenfleisch. Das ist die Basis der Ernährung (50-60%).
  • Innereien: Herz, ungeputzter Rinderpansen (sehr nützlich für die Mikroflora), Nieren. Innereien können Fleisch ersetzen, allerdings sollte man dem Tier nicht oft Leber und Lunge geben (sie können Verdauungsstörungen verursachen).
  • Sauermilchprodukte: Quark (Hüttenkäse), Kefir oder Joghurt mit mittlerem Fettgehalt.
  • Pflanzliche Kost: Gemüse (Karotten, Zucchini, Kürbis) und Obst (Äpfel) in roher geriebener Form oder leicht gedünstet.
  • Getreide: Reis, Buchweizen und Haferflocken. Sie dienen als Energiequelle, sollten aber nicht die Basis der Ernährung bilden.

Milch und Brühe werden in der Regel den Breien direkt vor dem Verzehr beigefügt, aber reine Milch wird erwachsenen Hunden wegen Laktoseintoleranz nicht empfohlen. Fleisch gibt man am besten roh (nach dem Einfrieren), denn es enthält die meisten Nährstoffe. Das Futter erfordert keine lange thermische Behandlung.

Nützlich für Hunde sind rohe Knochen (nur keine Röhrenknochen vom Huhn!), die reich an Phosphor und Kalzium sind. Sie helfen auch, die Zähne von Belag zu reinigen. Brot, Nudeln, Hefegebäck, Süßigkeiten und andere leicht verdauliche Kohlenhydrate darf man Hunden kategorisch nicht geben. Sie brauchen komplexe Kohlenhydrate, die in Kleie, rohem Gemüse und Obst enthalten sind. Kleie muss vor dem Servieren unbedingt zerkleinert werden; man gibt einen halben Teelöffel, sie hilft den Verdauungsorganen, störungsfrei zu arbeiten. Manchmal können Sie dem fertigen Essen Lein- oder Olivenöl hinzufügen (1 Teelöffel), sie wirken sich positiv auf den Zustand des Fells und den gesamten Organismus aus. Vergessen Sie nicht, dass sauberes Wasser im Napf des Tieres jederzeiz verfügbar sein muss.

Interessante Fakten über die Rasse
  • Der Klingel-Hund: Buhunde haben ein sehr breites Spektrum an Tönen. Außer Bellen können sie jodeln, brummen und Geräusche machen, die dem Singen ähneln.
  • Geborene Hirten: Selbst wenn ein Buhund noch nie ein Schaf gesehen hat, beginnt er oft instinktiv, die Tiere zusammenzutreiben, wenn er auf einen Bauernhof kommt.
  • Lächeln: Besitzer behaupten, dass Buhunde „lächeln“ können, indem sie die Lippen hochziehen und im Moment der Freude die Zähne zeigen, was kein Zeichen von Aggression ist.
  • Seltenheit: Trotz ihrer wunderbaren Qualitäten bleibt die Rasse außerhalb Skandinaviens und Großbritanniens selten.
Häufige Fragen zur Rasse (FAQ)

Eignet sich der Norwegische Buhund für die Wohnung?
Theoretisch ja, wenn Sie bereit sind, mit ihm 2-3 Stunden am Tag aktiv spazieren zu gehen. Aber der ideale Ort ist ein Privathaus mit Hof. Bedenken Sie auch, dass der Hund bellfreudig ist, was Nachbarn hinter der Wand missfallen könnte.

Ist dieser Hund schwer zu erziehen?
Nein, Buhunde sind sehr klug und wollen gefallen (die Futtermotivation ist sehr hoch). Sie lernen schneller als viele andere Spitze, können sich aber ablenken lassen.

Wie vertragen sie Hitze?
Wegen der dichten Unterwolle ist Hitze für sie schwerer als Kälte. Im Sommer sollte das Training früh morgens oder spät abends stattfinden, und tagsüber muss ein kühler Platz und Zugang zu Wasser gewährleistet sein.

Sind sie aggressiv gegenüber Kindern?
Nein, dies ist eine der besten Familienrassen. Aber wegen seiner Energie kann ein junger Hund ein kleines Kind beim Spielen versehentlich umstoßen, daher ist Aufsicht obligatorisch.

Video über die Rasse
Vorteile
  • Freundlich, energiegeladen, treu
  • Klug und leicht auszubilden
  • Hervorragender „Glöckchen“-Wächter
  • Gut mit Kindern in einer aktiven Familie
Nachteile
  • Braucht viel Bewegung und Beschäftigung
  • Neigt zum Bellen
  • Dichtes Fell haart stark
  • Ohne Auslastung langweilt er sich
Vergleich mit ähnlichen Rassen
IslandhundNorwegischer ElchhundWestgotenspitz (Vallhund)
Höhe42–46 cm49–53 cm31–35 cm
Energie444
Wohnung3.52.53.5
Anfänger3.52.53.5
Häufige Fragen
Ist der Norwegische Buhund gut für die Familie?
Sehr — es ist ein freundlicher, treuer und energiegeladener Hund, hervorragend mit Kindern; wichtig ist, ihm genug Bewegung und Beschäftigung zu geben.
Haart der Buhund viel?
Ja — das dichte Doppelfell haart stark, besonders saisonal; regelmäßiges Bürsten ist nötig.
Ist der Buhund für die Wohnung geeignet?
Möglich, sofern viel Bewegung und Beschäftigung — es ist ein Arbeitshirte und -wächter, der Langeweile schlecht verträgt.
Quellen

FCI-Standard Nr. 237 · The Kennel Club

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