Der Islandhund (Icelandic Sheepdog) ist ein wahrer Nationalschatz des „Landes aus Eis“ und die einzige Hunderasse, die direkt auf Island entstanden ist. Seit jeher wurden diese flauschigen Begleiter als exzellente Hirten und wachsamen Beschützer der Bauernhöfe geschätzt. Manchmal nahm man sie auch zur Vogeljagd mit, doch die Hauptaufgabe der Islandhunde blieb stets die Arbeit als Hirte: Sie mussten Rinder, Schafe und die berühmten Islandpferde hüten. Diese Hunde werden auch als Islandspitz oder „Wikingerhunde“ bezeichnet. Mehr dazu erfahren Sie auf Tvaryny.
Der Islandhund: Kurzer Überblick und Eigenschaften

Der Islandhund: Kurzer Überblick und Eigenschaften · 9
| Merkmal | Beschreibung / Wert |
|---|---|
| Herkunftsland | Island |
| Internationale Bezeichnung | Icelandic Sheepdog / Íslenskur fjárhundur |
| FCI-Gruppe | Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 3 (Nordische Wach- und Hütehunde) |
| Erste Erwähnung | Ende des 9. Jahrhunderts (Besiedlung Islands), Standard 1897 festgelegt |
| Lebenserwartung | 12–15 Jahre (oft bis zu 16–17) |
| Widerristhöhe | Rüden: 46 cm; Hündinnen: 42 cm (Idealgröße) |
| Gewicht | 10–15 kg (je nach Geschlecht und Körperbau) |
| Felltyp | Doppelt, dicht, wasserabweisend (zwei Typen: kurzhaarig und langhaarig) |
| Verwendung | Hütehund, Begleithund, Wachhund |
Vergleich mit anderen Rassen
Oft schwanken zukünftige Besitzer zwischen mehreren Spitz-Rassen. Vergleicht man den Islandhund mit seinen „Verwandten“, so ist er kontaktfreudiger und sanfter als die meisten Jagdspitze. Er ähnelt sehr dem Norwegischen Buhund (Norwegian Buhund), mit dem er gemeinsame Wurzeln teilt, aber der Isländer ist in der Regel etwas kleiner und hat vielfältigere Farben. Es gibt auch Ähnlichkeiten mit dem Finnischen Lapphund, wobei Lapphunde ein voluminöseres Fell und ein ruhigeres Temperament haben.
Wenn Sie hingegen einen kleinen flauschigen Freund suchen, Ihnen der Isländer aber zu aktiv oder „arbeitsintensiv“ erscheint, werfen Sie einen Blick auf den Volpino Italiano. Dies ist eine deutlich kleinere, eher dekorative Rasse, die zwar zu den Spitzen gehört, aber besser an ein Leben ausschließlich in der Wohnung ohne große Belastungen angepasst ist.
Interessante Fakten über die Rasse
- Der Islandhund ist auf isländischen Briefmarken abgebildet, was seinen Status als nationales Kulturgut unterstreicht.
- Sie haben das „Lächel-Gen“ - das entspannte Maul des Hundes erinnert oft an ein breites Lächeln.
- Das Fell dieser Hunde hat praktisch keinen spezifischen „Hundegeruch“, selbst wenn es nass ist.
- Bis heute werden diese Hunde in Island eingesetzt, um nach Schneestürmen verirrte Schafe zu suchen.
